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Österreich: Sollen Demenzpatienten in Altersheim Fußfesseln bekommen?

Im Alters- und Pflegeheim in Attnang-Puchheim in Österreich werden jetzt umstrittene Methoden zum Schutz der Heimbewohner angedacht: Statt der bisher eingesetzen Sicherheitstür. bei der Türöffner und -klinke zugleich zu betätigen sind, sollen Patienten der Demenzstation künftig Fußfesseln tragen.

Diese Idee kommt jedoch nicht von der Heimführung, sondern von der Heimbewohnervertretung, die die Deinstallation der Sicherheitstür per Klage durchsetzte. Nicht alle Bewohner dürfen eingesperrt werden, weil dies nicht für alle notwendig sei, so Bewohnervertreterin Rosalinde Pimon.

Pimon will außerdem nicht von Fußfesseln sprechen, sondern von einem "Fürsorgesystem". Die Heimführung sieht die Forderung der Bewohnervertretung anders: Die Pflege der Bewohner würde generell darunter leiden, wenn das Personal Demenzpatienten suchen und zu Rückkehr bewegen müsse.


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WebReporter: Mediareporter
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Österreich, Alter, Demenz, Altersheim
Quelle: www.rooster24.com

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.06.2008 15:13 Uhr von nettesMädel
 
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irreführender Begriff: Ich vermute mal, dass es hier um keine Fußfesseln im klassischen Sinne geht (wie bei Gefangenen), sondern um elektronische.

Wenn einer dieser Patienten dann durch die Türe tritt gibt das ein Signal oder Warnton und die Betreuer sind alamiert.

Ich denke, dass das durchaus eine Lösung wäre.

@FuseHack:
Mehr Personal? Schön und wer soll das bezahlen?
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12.06.2008 15:36 Uhr von Sir.Locke
 
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jupp: ich stimme nettesMädel zu. hier den generellen vergleich mit den fussfesseln von verbrechern das ganz zu vergleich ist zwar technisch vielleicht richtig, aber in dem zusammenhang eher falsch. hier geht es darum hilfsbedürftigen personen einen schutz vor den auswirkungen ihrer krankheit zu geben. denn wie oft hört man es im radio, das wieder eine hilfebedürftige person "apanten" gekommen ist, trotz sicherheitstüren. mit dem system hat man die möglichkeit personen zu orten, wenn sie - wie auch immer - das gelände/ die klinik verlassen haben. hier geht es nur um schutz, nicht um überwachung im eigentlichen sinn.
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12.06.2008 16:02 Uhr von Sir.Locke
 
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beispiel: um mal ein beispiel meiner aussage beizusteuern:

vor wenigen wochen gelang einer älteren dame hier aus der umgebung die "flucht" aus ihrem betreuten wohnen. sie war hilfebedürftig, ob demenz kann ich nicht sagen. zur suche dieser dame wurden neben etlichen polizeikräften auch ein hubschrauber eingesetzt, weil halt die gefahr bestannt das diese hilfesbedürftige person sich in feldern oder auch waldgebieten verirrt, und leider ist es schon viel zu oft vorgekommen, das diese personen zu spät - sprich tot - entdeckt werden. die dame wurde später durch den hubschrauber auf einem feldweg liegend gefunden. sie hat zum glück überlebt.
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13.06.2008 00:35 Uhr von Borgir
 
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auf der einen seite: wird sich über alles aufgeregt...über bären die erschossen werden (zugegeben, schlimme sache) usw....aber menschen werden in heimen eingesperrt, werden in ihren exkrementen liegen gelassen, bekommen einen üblen fraß vorgesetzt, unfähiges personal, das zu übel hohen preisen die in keiner weise gerechtfertigt sind und jetzt auch noch fesseln....und man wagt das ernsthaft öffentlcih zu diskutieren.....was sind das nur für arschlöcher, die auf solche ideen kommen.....

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