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Fusionsreaktor ITER teurer als erwartet

Der geplante Fusionsreaktor mit dem Namen ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) wurde mit fünf Milliarden Euro veranschlagt. Diese Summe war für den Bau und den Betrieb eingeplant. Nun erhöhen sich diese Kosten um 1,2 bis 1,6 Milliarden Euro.

Schuld daran sind Konstruktionsänderung wie zum Beispiel der Einbau weiterer Magneten, um Instabilitäten besser vorbeugen zu können. Neben der Kostenplanung gerät auch die Zeitplanung ins Wanken, da der Reaktor angeblich nicht, wie bisher geplant, 2016, sondern erst 2019 fertiggestellt werden kann.

Dieser Reaktor soll aus einem Gramm Wasserstoff die gleiche Menge Energie erzeugen können wie die Verbrennung von acht Tonnen Erdöl. Weitere Grundstoffe sind Deuterium und Lithium, welche in größeren Mengen als Uran vorhanden sind.


WebReporter: Hotstepper13
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Fusion
Quelle: www.heise.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.06.2008 19:35 Uhr von Hotstepper13
 
+1 | -0
 
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In der Quelle ist noch zu lesen das noch nicht 100 prozentig sicher ist ob ein solcher Fusionsreaktor mehr Energie erzeugen kann als er selbst verbraucht. Da bin ich mal gespannt ob das alles so funktioniert.
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11.06.2008 20:25 Uhr von Xajorkith
 
+6 | -6
 
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Viele Köche Da prallen viele Länder mit vielen Interessen aufeinander. Mal schauen ob das gut geht...

Aus Deutscher Sicht wäre es gut einen eigenen Weg zu gehen und die Forschung daran schneller und unter einheitlicher Leitung voran zu treiben. Immerhin geht es hier um die Nachfolge der Öl-Staaten in der Energie-Versorgung und um sehr viel Geld.
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11.06.2008 20:34 Uhr von Raizm
 
+4 | -10
 
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hmm bisher kalt doch die heiße fusion als nicht einsetzbar,da sie mehr energie verschlinkt,als sie braucht..die sonne z.b. muss ja nicht aktiv "heißen",da dass die dichte und die masse für sie eigenständig unternehmen...
aber hier werden enorme hitze und unglaublich hoher druck benötigt,damit das überhaupt fusioniert...
von daher glaub ich eher,dass das ein schuß in den fusionsofen wird...

btw,wenn es wirklich die kalte fusion gäbe,dann hätten wir keine probleme und könnten genug energie erzeugen...
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11.06.2008 20:55 Uhr von fleischkind
 
+8 | -10
 
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Genau Wir ham kein Geld für die Rente, aber baun dann alleine nen Reaktor für 5+ Milliarden ;)

Nene, ist doch mal was gutes, wenn alle zusammenrücken und zumindest versuchen an einem Strang zu ziehen :)

Bin zwar kein Physiker, aber die Forschung auf dem Gebiet ist ja was Ich gelesen habe schon seit den 60ern im Gange - und wäre nicht auch nur eine geringe Erfolgschance da, würden Sie glaube Ich nicht soviel in den Bau eines so großen Reaktors stecken! Und grad was alternative Energiequellen angeht(und grad Kernfusion wär doch geil .. ) sollten wir uns mal ranhalten.
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11.06.2008 20:58 Uhr von Novae
 
+7 | -1
 
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Irgendwie wundert mich das nicht. Gabs schon jemals die Schlagzeile: "Neustes Forschungsprojekt günstiger als erwartet!" :) Ne, auf sowas müssen wir noch lange warten.
Außerdem ist das Tokamakprinzip extrem empfindlich, manchmal bin ich echt erstaunt das es überhaupt funktioniert. Allerdings bin ich davon überzeugt das die Kernfusion irgendwann alle unsere Energieprobleme erledigen wird und unsere Urenkel werden nicht mal im Tarum daran denken Öl zu verbrennen oder Windräder aufzustellen.
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11.06.2008 21:04 Uhr von DerBibliothekar
 
+6 | -1
 
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Deutschland hat ein eigenes Projekt: Den Wendelstein X2, der so ich mich recht entsinne in Greifswald gebaut wird und der, nebenbei bemerkt, eine fortschrittlichere Technologie benutzt, die eine andauernde Stromproduktion ermöglicht und keine 15-Sekunden Pulse wie ein Tokamak (dessen berühmtester vertreter nunmal ITERist)
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11.06.2008 21:14 Uhr von Novae
 
+3 | -2
 
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Ich glaube der ITER soll in Pulsen von 400 Sekunden laufen und den dauerhaften Betrieb möglich machen bzw vorbereiten, zudem soll er schon einen Energieüberschuss von 900% liefern.
Bauen die in Greifswald nicht den W 7X? Ich mein das wär ein Stellarator und ich glaub nicht das diese Technologie fortschrittlicher ist, zumindest funktioniert sie noch nicht im gegensatz zum Tokamak. Soweit ich weiß macht das das Busleitersystem noch große Probleme und es gibt ettliche Verzögerungen...
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11.06.2008 21:44 Uhr von Eruptiv
 
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Hehe hab neulich mit einem gesprochen der da abreitet. Die bauen einen totalen Mist zusammen.
Das Teil wurde falsch geplant. Wenn man daran denkt das der Test über 25 Jahre dauern soll, dann ist das ein mißglücktes Experiment.
Ich hoffe sie bekommens wieder hingebogen. Ich bin mir sicher deßhalb ist auch der Kostenanstieg, weil sie korrigieren müssen.

Das Problem mit der Leistung ist eben, das die supraleitenden Magneten die das Plasme eindämmen riesige Mengen an Energie fressen.
Ich schätze mind 10.000 A
Aber er soll am ende mehr Energie abgeben als verbrauchen.
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11.06.2008 22:12 Uhr von Novae
 
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Riesen Mengen ist gar kein Ausdruck, wenn solche Großexperimente am normalen Stromnetz hängen würden, würden in den umliegenden Städten jedesmal die Lichter ausgehen sobald die ihre Maschienen anwerfen. Der Textor nahe Jülich braucht genau so viel Strom wie die Stadt selbst und hat seine eigenen Leitungen vom Kraftwerk Weisweiler. Je nach dem muss sich der Textor danach richten ob das Kraftwerk überhaupt den benötigten Strom gerade liefern kann... Was der ITER mal brauchen wird kann man sich kaum vorstellen...
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12.06.2008 09:37 Uhr von habdamalnefrage
 
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Rente vs. Forschung??? @fleischkind: Hab ich das richtig verstanden? du denkst wegen dem bisschen Forschung muss deine Rente leiden??? In Deutschland wurden bereits im Jahr 2004 210 Milliarden an über die Rentenversicherung ausgezahlt! PRO JAHR und ohne Pensionen!!!! Da sind selbst 10 Mrd über 20 Jahre verteilt (eine verdoppelung der Kosten noch mit einkalkuliert) ja wirklich Peanuts...
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12.06.2008 10:57 Uhr von vmaxxer
 
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schon nett: um welche summen das "plötzlich" teurer wird.

Naja, egal wie teuer, forschung an diesem Thema ist imens wichtig.
(und ich gehe davon aus das eben diese forschung auch von gewissen Lobbies gebremst wird)
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12.06.2008 11:50 Uhr von flipper242
 
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nur: mal ein kleiner Einwurf wegen der mehr kosten des Reaktors.

Nach Berechnungen des RWI muss der Strom aus den Solarmodulen, die bis einschließlich 2007 auf deutschen Dächern montiert wurden, über die nächsten 20 Jahre mit 31,2 Milliarden Euro vergütet werden. Zieht man den Marktwert des Stroms ab, bleiben 23,3 Milliarden Euro reine Subventionen beim Verbraucher hängen.

http://www.welt.de/...

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