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Schweiz: Sterbehilfe für alle - Dignitas will auch Gesunden das Sterben ermöglichen

In der Schweiz ist zurzeit die Diskussion im Gange, ob Dignitas auch gesunde Menschen in den Tod begleiten dürfen soll. Ludwig A. Minelli hat das Protokoll seines Vortrags über dieses Thema, den er vor der sozialdemokratischen Bundeshausfraktion hielt, im Internet veröffentlicht.

Die Gerichte müssten in nächster Zeit auch entscheiden, ob Dignitas-Ärzte auch Gesunden das Todespräparat Natrium-Pentobarbital verabreichen dürfen. Gegenüber "Blick" wollte Minelli allerdings keine Auskunft über das Thema geben.

Über eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe sagte der Dignitas-Gründer, dass man sich das durchaus ansehen müsste.


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WebReporter: borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schweiz, Gesundheit, Erbe, Sterben, Sterbehilfe
Quelle: www.blick.ch

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.06.2008 02:27 Uhr von borgir
 
+0 | -0
 
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Finde ich eine gute Sache. Jeder Mensch sollte selbst entscheiden dürfen, wann er wie gedenkt, seinem Leben ein Ende zu setzen. Da sollte der Staat auch nicht als Vormund auftreten, und falsche Moral predigen.
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11.06.2008 10:18 Uhr von vostei
 
+15 | -4
 
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nun - es ist eine ziemlich finale Entscheidung, die der Einzelne manchmal nicht ganz durchblickt - sprich, wenn sich jemand umbringen will, sollte kein Geschäft daraus gemacht werden.

Statt Hilfe beim Selbstmord anzubieten sollte entsprechende Lebenshilfe geboten werden - und zwar für lau.

Ich finde es pervers.
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11.06.2008 10:31 Uhr von Xanoskar
 
+9 | -3
 
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Sterbehilfe: Im allgemeinen halte ich Euthanasie für etwas sinnvolles, aber nur bei Leuten deren Lebensqualität stakr unter einer Krankheit leidet. Bei gesunden Menschen halte ich davon relativ wenig denn für diese ist die Zeit nicht abgelaufen auf der Erde und diese sollten eher zum Seelenklemptner gehen.

Zumal die Gefahr von Missbrauch durch Ausweitung dieses Gesetzes dramatisch ansteigen wird.
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11.06.2008 11:06 Uhr von ZTUC
 
+7 | -4
 
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keine Freitod für Gesunde! Wenn ein physisch Gesunder den Freitod will, so liegt in der Regel eine psysische Erkrankung vor, die lieber geheilt werden sollte. Finde man sollte beim Thema Freitod sehr vorsichtig sein.
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11.06.2008 11:14 Uhr von lichtpunkt
 
+4 | -2
 
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@nesselsitzer: Natürlich ist der Mensch frei in seinen Entscheidungen.
Aber diese letzte Entscheidung ist (bei fehlendem körperlichem Leid) eine irrationale Entscheidung.
Menschen die gerne wegen seelischem Leid sterben würden, haben fast immer LÖSBARE Probleme und sind nicht unheilbar krank.
Viele Selbstmörder, die dem Tod nochmal von der Schippe sprangen, haben Jahre später - wenn ihnen dann auch geholfen wurde eine ganz andere Einstellung zum Leben.
Fast jeder Mensch (auch ich) hat mal schwere Depressionen an irgendeinem Punkt in seinem Leben und denkt über Suizid nach.
Es ist eine riesen Sauerei wenn es Soziopathen wie diesen Herrn Minelli gibt, die aus niederer Profitgier aus solchen durchaus normalen und alltäglichen menschlichen Problemen einen Supergau durch die Ent"lösung" machen wollen und sich dann auch noch dreist als Philanthropen ausgeben.

Leben gilt es unter (fast) allen möglichen Umständen zu bewahren. Dieser Aufgabe hat sich unsere Gesellschaft verschrieben. Wenn wir hier anfangen plötzlich Ausnahmen zu machen, wo wird es dann aufhören, wo gibt es einen Stopp?
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11.06.2008 11:14 Uhr von Daedalus1337
 
+4 | -3
 
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Ich finds gut: Jeder hat das Recht, selbst über sich zu bestimmen. Wer wann wo und wie Suizid begehen will kann jeder für sich selbst entscheiden und sollte nicht dran gehindert werden.

Wenns der Wille des Menschen ist zu sterben - wieso nicht? Dignitas zwingt die Leute ja nicht zum Selbstmord, daher habe ich überhaupt keine Bedenken. Bedenken haben nur diese Moralheinis die glauben über alles erhaben zu sein.
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11.06.2008 11:16 Uhr von Daedalus1337
 
+3 | -2
 
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@ztuc: Was ist dir lieber? Freitod unter Beaufsichtigung oder ein Lebensmüder der mal einfach so von ner Brücke springt und damit noch weitere Menschen gefährdet?

Garkein Freitod ist bewusst ausgeklammert innerhalb dieser Frage.
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11.06.2008 12:13 Uhr von vostei
 
+1 | -0
 
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bei steigender Selbstmordrate @ D: (10.000 sind 10.000 zuviel) hat sich heute wenigstens etwas getan:

http://idw-online.de/...
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11.06.2008 12:41 Uhr von nostrad_amus
 
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Sterbehilfe: Geschäftszweige entwickeln sich.Das ist nicht mehr normal in dieser Welt.
Eine Gesellschaft ist wie ein Getriebe mit vielen kleinen Zahnrädchen.Und wenn man Sand reingibt?Ich kann das nicht verstehen.So etwas ist dumm und sollte trotzalledem Strafrechtlich seine Relevanz behalten.Euthanasie hin oder her.......aber Sterbehilfe für alle.......nein das ist nicht richtig.....so kann man sich ja gewissen Dingen entziehen......
Es ist sogar denkbar, damit Morde verschleiern zu wollen......denn jeder ist käuflich...es kommt auf den Preis an.
Auch wenn viele rufen : Der Mensch ist frei im Denken und Handeln.Dies geht mir zu weit.......auch wenn ich in Ethik schon immer eine 5 hatte.
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11.06.2008 12:54 Uhr von hotchilli
 
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eine Reise: Die Gesunden, die keine Lust mehr auf das Leben haben, können doch einfach verreisen zu irgendeiner Insel mit einer schönen Klippen-Küstenlandschaft (Irland?,Schottland?). Dann eine Flasche Whiskey ... und hopps.
Dafür braucht man doch die Schweiz nicht.
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11.06.2008 13:36 Uhr von müderJoe
 
+1 | -2
 
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manmanman: warum kann man, wenn man gesund ist und sterben will nicht einfach ne Wumme bei E-Bay ersteigern und sich den rest geben???
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11.06.2008 14:29 Uhr von KingPR
 
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Gesund? Gesund ist laut WHO nur, wer sich körperlich und psychisch wohlbefindet. Jemand der Sterben will ist psychisch krank und kann daher (nach ihrer Reglung) sterben
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11.06.2008 16:34 Uhr von Onkeld
 
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könnte mir: nich vorstellen, durch eine spritze sterben zu wollen.
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11.06.2008 16:51 Uhr von Rallozek
 
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Mal 2 Beispiele: die mir so spontan einfallen wo aus medizinischer Sicht keine tötliche Erkrankung vorliegt, aber (zumindest für mich) die Entscheidung zum Freitot nachvollzeihbar wäre:

1. Vom Hals abwärts gelähmt
Wenn man sich nicht mehr selbst versorgen kann, nur noch von anderen Abhängig ist, sich immer in die Hose macht, einfach nichts mehr ohne die Hilfe anderer möglich ist... Das wäre für mich persönlich ein Grund nicht mehr leben zu wollen, einfach aus dem Grund, weil ich diese Art von Leben nicht für Lebenswert erachte (Meine Meinung, die muss keiner teilen).

2. Familie tot (Unfall)
Für mich (wieder MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG) ist ein Leben ohne meine Familie nicht lebenswert. Wenn meine Eltern, mein Parter und meine Kindern (wenn ich denn dann mal welche habe) auf einmal weg wären, duch einen Unfall einfach alle auf einmal aus meinem Leben gerissen, dann sehe ich für mich keinen Grund mehr weiterzumachen. Ich hätte in dem Moment meinen kompletten Lebensinhalt verloren. Klar, "Das Lebem geht weiter" aber zu welchem Preis, bzw zu welchen Bedingungen? Ich hätte in der Situation einfach keinen Antrieb mehr mein gesammtes Leben den veränderten Bedingungen anzupassen. Und vor allem wozu? Natürlich, ein Seelenklempner kann mich vielleicht wieder zusammenflicken, und versuchen auf das Leben ohne meine Liebn vorbereiten, aber wenn ich das alles nur noch unter Drogen (Antideperssiva) ertragen kann, dann will ich das so auch nicht.

Ich denke mal alle die schreien, dass diese Idee von Dignitas jedem den Freitot ermöglichen wird, liegt mE nach falsch. Dignitas hat jetzt schon für Totkranke eine langwiederige Prozedur, bis diese dann entlich ihr Medikament bekommen, viele erleben diesen Zeitounkt garnicht mehr, weil sie vorher ihren Krankheiten erligen, und man kann sich bis zum letzten augenblick slebst umentscheiden ob man es denn nun einnimmt oder nicht. Und vor allem man muss es selbst einnehmen, man bekommt nur das Rezept für ein tötliches Medikament. Macht sogesehen keinen Unterschied ob ich mir die Pille hole, oder eine Packung Schlaftabletten mit Wodka runterspüle, nur dass ich sicher sein kann, ich wache nie wieder auf, und es ist nicht ganz so schmerzhaft.
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02.01.2009 21:28 Uhr von Jarrestadt
 
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Das wäre auch der richtige Weg in Deutschland: Immer mehr zeiht sich der deutsche Staat aus der Daseinsversorgung seiner Bürger zurück und überlässt gerade die Ärmsten der Armen Ihrem Schicksal. Der beste Beweis ist Hartz IV, wo Menschen in Deutschland schon wieder per Zwangsarbeit, ohne jegliche Beiträge in die Sozialkassen ausgebeutet werden.
Hinzu kommen die verschiedenen Gesundheitsreformen, die ebenfalls dafür sorgen haben, dass die Ärmsten der Armen nur noch auf der Strecke bleiben.
Für die Betroffenen bleibt dann oft nur noch der Weg über die Sterbehilfe von Dignitas. Im Gegensatz zur Gesundheitsministerin wurden hier die Beiträge bzw. Kosten sozial gestaltet. 5900 Euro für die Freitodbegelitung muss nur der bezahlen, der sich das auch leisten kann.

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