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Bauernproteste haben nicht geholfen: Milchpreise könnten wieder sinken

Wirtschaftler spekulieren, dass die Milchpreise im Einzelhandel wieder billiger werden. Aufgrund des Streiks ist ein Überschuss an Milch vorhanden. Daher ist aufgrund des hohen Angebotes an Milch kein teurer Preis durchsetzbar.

Eine Aussage von Nordmilch ist, dass die Preise sich dem Angebot anpassen. Daher kann sich ein Fixpreis nicht durchsetzen. Auch wenn diverse Discounter die Preise anziehen, ist das keine einheitliche Verteuerung. Trotz allem verdienen die Landwirte mehr.

Mit Verwunderung hat der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter diese Aussage entgegengenommen. Seiner Meinung nach ist es den Bauern gar nicht so ernst. Weiterhin kündigt er den Molkereien an, das sobald die Handelspreise wieder sinken, ein erneuter Streik durchführt wird.


WebReporter: Do-28
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bauer, Milch
Quelle: www.focus.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.06.2008 12:29 Uhr von Begosch.xy
 
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huhu schon mal was von freier marktwirtschaft gehört?

was soll das mit den absprachen? denkt denn keiner an den kleinen mann, der schon wieder tiefer in die tasche greifen muß?
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10.06.2008 12:33 Uhr von Lil Checker
 
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Antwort @ Begosch: Nein, denken sie nicht. Warum auch? Sie wissen, wir haben keine großen Alternativen und müssen zahlen, was sie wollen...

Leider
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10.06.2008 12:42 Uhr von Begosch.xy
 
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huhu lil checker: es gibt auch milch und butter aus dem ausland....
zumindest an den grenzgebieten.

ich werde in nächster zeit genau aufpassen. gibt dann einmal im monat einen großeinkauf im nachbarland.

bisher habe ich ja immer drauf geachtet, deutsche produkte zu kaufen. wegen solidarität usw. aber irgendwann reichts.
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10.06.2008 12:47 Uhr von sabsi1961
 
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Beschämend!!! unsere Welt wird immer egoistischer, denen - denen sich die Möglichkeit bietet Druck zu machen, die nutzen das auch und ganz gleich, ob sie damit den nicht so gut situierten Menschen auf die Birne hauen. Solang nur ein einziges Kind auf der Welt verhungern muss, und unsere Agrarwirtschaft die Milch in grossen Tankwagen über die Felder spritzt, würde ich den Bauern sämtliche Subventionen streichen! Keinen Cent mehr für unbewirtschaftete Felder!
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10.06.2008 12:48 Uhr von Lil Checker
 
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Stimmt: Aber nicht jeder kommt so schnell an die Grenzen wie vll du ;-)

Ich wohn fast an der Grenze zu Frankreich, ich werd auch mal ein Auge auf haben
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10.06.2008 12:52 Uhr von Floppy77
 
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Wenn denen: ihre teure Milch keiner mehr abkauft was wollen die Bauern dann damit tun? Wenn die den Hals nicht voll kriegen, sollen die ihre Milch alleine saufen.
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10.06.2008 13:20 Uhr von Kandis2
 
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Mafiöse Strukturen: Solange sichergestellt ist, dass die Bauern ihr Geld bekommen, zahl ich auch gern etwas mehr.
Ist es aber nicht... diese Dumpingpreise nerven mich sowieso... wer leidet denn darunter? Der ganz hinten in der Kette.
Subventionen runterfahren und strukturell dafür sorgen, dass die Erzeuger Gewinne erwirtschaften können, ohne dass die Endpreise explodieren.
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10.06.2008 13:20 Uhr von DarkFux
 
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@kommentarabgeber: Super, dann bist du ja bald Nichtraucher...

... hier ein bisschen teuerer, da ein bisschen die Preise höher getrieben und du hast keine Zigaretten die du weniger rauchen kannst ;-)
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10.06.2008 13:39 Uhr von cRUSh23
 
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Steigende Preise haben numal auch unweigerlich eine sinkende Nachfrage zur Folge. Vor allen Dingen weil es zur Milch in einigen Bereichen Substitutionsgüter gibt. Lediglich bei sog. inferioren Gütern verhält es sich in der Theorie anders herum.
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10.06.2008 14:28 Uhr von KingPiKe
 
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An die Anti-Milchbauer Fraktion: Ich versteh euch nicht!
Wo genau liegt denn euer Problem?
Ich frage mich, wieviele die hier nörgeln, selbst mehr Geld für ihre Arbeit haben wollen?!
Ja ist klar, für euch wird alles teurer, Benzin, Brot,..., ..., und jetzt auch noch Milchprodukte.

Bei den Milchbauern ist das natürlich nciht so...oder halt...doch die müssen ja auch Sprit zahlen und was essen. Sehr merkwürdig...
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10.06.2008 14:55 Uhr von atacama
 
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ich sag mal so als ich neulich mal in Italien war, da habe ich im Supermarkt 1.20 Euro für den Liter Milch bezahlt und keinen hats gestört. Wenn wir hier 7-10 Cent mehr für die Milch bezahlen, dann ist das nicht die Welt, wenn:
a) das Geld bei den Produzenten, sprich Bauern ankommt
b) im Gegenzug Subventionen für die Landwirtschaft wegfallen
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11.06.2008 12:41 Uhr von lynnlynn
 
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Die Verarmung der Bauern ist doch geplant! Und darüber wird auch ein vorläufiges Anheben des Milchpreises nicht hinweg täuschen können auf Dauer! All die mittleren und kleinen, bäuerlichen Betriebe sollen riesigen Megabetrieben weichen - ganz im Sinne der NWO, die ihren Plan, die Menschheit in den Hungertod zu treiben, gnadenlos durchzieht:

http://politikglobal.blogspot.com/

Und je länger die Menschen schlafen, umso schneller geschieht das! Leute, wacht auf, bevor es zu spät ist!!!
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11.06.2008 12:42 Uhr von uhlenkoeper
 
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@ sabsi1961 : Stillegungsprämie: Wenn Du forderst, dass für keine unbewirtschafteten Felder mehr gezahlt werden darf, dann bist Du gleich doppelt schief gewickelt :

1. auch stillgelegte Flächen müssen gepflegt (sprich mindestens 2mal jährlich gedüngt und entsprechend eingesät) werden.

2. wenn Du der Ansicht bist, dass es korrekt ist, einem Erzeuger einfach so per Beschluß 10% seiner Produktionsmittel zu nehmen und das ohne Ausgleich, dann möchte ich Dich sehen, wenn Dir einfach so 10% Deines Heizöls/Gases von den Versorgern ohne Erstattung einbehalten würde.

Versteh mich nicht falsch:
auch ich bin dafür, dass sämtliche Subventionen und damit willkürlichen Eingriffe des Staates btw. der EU in die Landwirtschaft gestrichen werden.
Aber wenn per Gesetz JEDER Landwirt mit Ackerflächen gezwungen ist, 10% seiner Anbauflächen stillzulegen, dann muß das auch ausgeglichen werden. Weil es ein massiver Eingriff in die freie Marktwirtschaft dieser Produzenten ist.

Also: entweder volle Marktwirtschaft, also weg mit den Subventionen => das heißt dann aber auch, dass allein der Landwirt entscheidet, was er auf ALL seinen Flächen anbaut.
Oder aber Subventionen gegen Kontrolle.

Beides gleichzeitig geht halt nicht.
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11.06.2008 13:13 Uhr von Anywish
 
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Weniger Milch trinken Ich hab aus dem Streik mitgenommen, dass ich meinen Milchkonsum um ca. 25% einschränken werde.

Ich zahl doch nicht für 1l Milch das VIERFACHE, was ein Liter Cola kostet, zumal Cola viel besser schmeckt.

Milch nur noch für meine Kellogs-Dinger und für den Pudding, das Milchtrinken hab ich komplett gestrichen.
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11.06.2008 13:44 Uhr von lynnlynn
 
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11.06.2008 14:11 Uhr von Marodeur2
 
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Ist doch ok: wenn sie der Meinung sind zu wenig einnahmen zu haben, können Sie die Lieferung verweigern, ist doch ihr gutes Recht. Die Kartellisierung ist natürlich auch problematisch, aber das ist erst mal nicht der Kern der Sache.
Und die Konsumenten haben genug Alternativen, man muss keine Milchprodukte kaufen.

Ne Sauerei ist es nur, wenn sie Blockaden auffahren und damit andere Menschen an ihrer Freiheit hindern. Eigentlich ist das für mich sogar strafbar. Haben sie aber ja zum Glück schnell aufgehört, nicht das hie noch französische Zustände entstehen.
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11.06.2008 16:04 Uhr von Quicks
 
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Milch ist nich nur in Milch: Milch ist auch in Joghurt, Butter, Pudding, Quark, Creme Fin, Margarine... und auch in Schokolade, lösl. Cappuchino, Eis, Pfannkuchen, Nutella und was mir sonst alles im Moment nicht pontan einfällt...

Zudem braucht man für n Pfund Butter mehrere Liter Milch.
Da machen sich 5-10ct/l stark bemerktbar.

Zum einen sympatisiere ich ein wenig mit den Bauern.
Zum anderen sollen die mal wirtschaftlicher arbeiten.
Jeder Bauer hat nen größeren Fendt als der andere.
Zudem hat jeder alles... Mähdrescher, Traktor, transporter, Pflug und was sonst noch...

Son Mähdrescher kostet gern mal 500.000 bis ne Mio. Euro.
Wenn sich da ein paar Bauern zusammen tun würden wär schon viel gespart, man müsse weniger Zinsen auf seine Schulden zahlen und wär so schon bei einem niedrigeren Milchpreis wirtschaftlich.
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11.06.2008 16:10 Uhr von Lordmaster
 
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Das Recht der Bauern: Die Bauern haben ein Recht darauf, anständig bezahlt zu werden.
Wenn also Lidl mit Aldi im Preiskrieg liegt, so läge es am Verbraucher, da nicht zu forcieren, sondern billigste Aldi-Milch im Regal stehen zu lassen.
Aber diese geizigen Deutschen treiben den Preiskampf erst so richtig in die Höhe. Der Bauer braucht sich das nicht gefallen zu lassen. Er liefert gute Ware.

Dass die Armen sich keine Milch mehr leisten könnten, ist ein Lügenmärchen, das gerne von Geizhälsen verbreitet wird. Und das sind erfahrungsgemäß die Leute aus dem Mittelstand, die eigentlich nicht so auf den Cent sehen müßten, wenn da nicht die Krankheit Neid und Geiz wären,

Bauern, wehrt euch!
Ich bin dabei!
Scämt euch, ihr windigen Geizhälse!
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11.06.2008 22:44 Uhr von MrEisbaer
 
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@Lordmaster arbeitest du bei der BILD Zeitung oder wieso redest du soviel müll?

Klar sollen die Bauern anständig bezahlt werden, aber:
Strom wird teurer, Gas wird teurer, Benzin wird Teurer usw. usw. usw. aber die Gehälter bleiben gleich, schonmal dadran gedacht?

Es kann sich eben nicht jeder einen Liter Milch für z.B. 1,50 Euro leisten und das hat NICHTS mit Geiz zu tuen.

Kleiner Tipp an dich --> Lesen, denken, Posten!
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11.06.2008 23:25 Uhr von Martin83
 
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Der unendliche Streit geht weiter. Seien wir mal gespannt wo das ganze noch hinführt... Ob es den Bauern auf Dauer was bringt? Werden wir sehen
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12.06.2008 11:00 Uhr von uhlenkoeper
 
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@ Quicks: >>Zum anderen sollen die mal wirtschaftlicher arbeiten.
Jeder Bauer hat nen größeren Fendt als der andere.
Zudem hat jeder alles... Mähdrescher, Traktor, transporter, Pflug und was sonst noch...

Son Mähdrescher kostet gern mal 500.000 bis ne Mio. Euro.
Wenn sich da ein paar Bauern zusammen tun würden wär schon viel gespart, man müsse weniger Zinsen auf seine Schulden zahlen und wär so schon bei einem niedrigeren Milchpreis wirtschaftlich.<<



Es ist gar nicht so schwer herauszubekommen, wieviele dieser Maschinen einem Maschinenring oder einem Lohnunternehmen gehören/eingebracht werden, um die hohen Investitionskosten (die in der Regel über Kredite getätigt werden müssen) wieder rein zu bekommen.
Und dass eine Maschine auf dem Hof eines Bauern steht, heißt noch lange nicht automatisch, dass sie ihm auch gehört.

Bei uns in der Gegend z.B. wird fast 80% aller anfallenden Erntearbeiten mit Maschinenringen bewerkstelligt.
Das heißt:
ein Landwirt kauft sich z.B. einen Mähdrescher und stellt diesen dem Maschinenring zur Verfügung, sobald er seine eigene Ernte eingebracht hat. Ein anderer Landwirt kauft einen Kartoffelroder, ein dritter einen Rübenroder, ein vierter eine Maishäcksler, ein fünfter einen Gülletankwagen, ein sechster eine Feldspritze, ein siebter eine Packerkombination , ein achter eine Ballenpresse etc. etc.

Was sich in der Regel nicht über Maschinenringe abwickeln läßt, ist ein Traktor, wobei auch diese schon zunehmen dort eingesetzt werden. Da heute allerdings in der Regel die Maschinen, die hinter diesen Zugmaschinen hängen, in der Regel heute neben ziemlichen Breiten und Gewichten auch immer öfter eine große Ausstattung an Chiptechnik (z.B. bei Feldspritzen) wuppen können müssen, ist eine gewisse Grundausstattung mittels PS einfach unumgänglich.
Das ist wie mit den PC´s : heute mit einem 386 ins Internet zu gehen ist fast unmöglich. Und auf win3.11 läuft auch kaum noch ein Programm ... Nicht umsonst heißen Landmaschinenmechaniker heute Mechatroniker. ;-))

Du siehst: die Realität ist Deinen Wünschen schon vorausgeeilt ...

Was ich immer wieder lustig finde ist das Bild, das über Landwirte hierzulande vorherrscht und das von den Medien auch fein untermauert wird (Stichwort: Bauer sucht Frau, bääähhhh !)
Nicht jeder Landwirt ist ein "dummer Bauer". Meine Schwester unterrichtet an einer Berufsschule / Fachoberschule für Agrarwirtschaft und Gartenbau. Von ihr weiß ich, dass in der heutigen Landwirtschaft kaum noch etwas unter einem Meisterabschluß geht. Und was die da an Stoff lernen müssen (incl. Betriebswirtschaft) steht dem auf einer anderen Fachschule in nichts nach ! Mal ganz abgesehen davon, dass heute viele Hoferben, so sie denn den elterlichen Hof übernehmen, durchaus sogar studiert und ihren Agr.-Ing. in der Tasche haben.

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