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EU-Brüssel: Karriere fast nur noch für Osteuropäer - üppige Frührente tröstet Beamte

Deutschlands Einfluss an den Schalt- und Waltestellten der EU schwindet drastisch. Bis 2010 sollen die neuen EU-Staaten im Brüsseler Beamtenapparat gleichberechtigt präsent sein. Dies führt dazu, dass rund 80 Prozent der rund 1.900 zu vergebenden Stellen bei der EU-Kommission nur noch an Bewerber aus Osteuropa vergeben werden.

In einigen Jahren wird die mittlere Beamtenebene vorwiegend von Osteuropäern besetzt sein. Westeuropäische Bewerber haben nur noch eine rund zweiprozentige Chance, die Eingangsprüfung für einen der begehrten EU-Jobs zu bestehen. In Ungarn und Zypern sind es hingegen immerhin rund 40 Prozent.

Der unfreiwillige Karrierestopp altgedienter Eurokraten lässt sich über eine Brüsseler Frühpensionierungsregelung versüßen. Lässt man sich intern wiederholt negativ beurteilen, gibt es die Möglichkeit, sich bei vollen Pensionsansprüchen - diese lagen im Durchschnitt bei 5.509 Euro - mit 55 Jahren in den Ruhestand zu verabschieden.


WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Karriere, Brüssel, Beamte
Quelle: www.focus.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.06.2008 17:18 Uhr von Raizm
 
+10 | -1
 
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eine frechheit in jedem verdammten europäischen land,steht geschrieben,dass jeder mensch gleich ist..wo setzt das bitteschön die EU,die im einklang damit leben müsste - um?
mir doch egal,ob das ein pole oder ein spanier ist...hauptsache der macht seine arbeit ordentlich..aber das erinnert mich wieder an schweden,wo ein aufsichtsrat zu einem gewissen teil weiblich besetzt werden muss..selbst wenn das die dümmsten zicken sind -.-
nach leistungen zu arbeiten,ist denen wohl zu gewöhnlich...
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09.06.2008 17:41 Uhr von Netznews
 
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EU Abschfen die EU ist nicht mehr kontrollierbar. Es geht nur noch um eigenen Wohl und Arbeitsplatz.

Entscheidungen der EU ist uns insgesamt sehr undeutsch und unrealisierbar.

Und mit den ganzen Ost europäischen Staaten ist EU sowieso nicht mehr Europa, auch wenn die Staaten in Europa liegen.

Was sind eigentlich mit den Aufnahme Kriterien geworden?

Oder galt die nur gegen die Türkei?

Ich glaube nicht, dass die Ost Staaten jemals die Aufnahme Kriterien erfüllt hätten.

Die wurden ganz schnell aufgenommen, um von Russland so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen!
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09.06.2008 20:24 Uhr von Mais89
 
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is halt so da gibts auch nix zu heulen.
Die Osteuropäischen Staaten werden einfach zukünftig einen großteil der EU-Bevölkerung stellen. kommt man garnicht dran vorbei!
Im Westen liegen da quasi ja nur n paar wenig.
Deutschland - 82,20 Mio
Frankreich: 63 Mio
Spanien: 45 Mio
Italien: 59 Mio
Dänemark: 5 Mio
Belgien: 10 Mio
Luxemburg: 0,4 Mio
Österreich: 8 Mio.
GB: 61
___ 331 Mio von z.Zt 497 Mio werden also durch die "westl." Staaten, wenn mans so sieht gestellt.
Klingt unheimlich viel.
Das Problem besteht jetzt aber in der prozentualen Stimmgewichtung (im übrigen relativiert der Lissaboner Vertrag das ganze wieder ein Stück weit..)
Die Osteurop. staaten dürften allein durch ihre masse (und es werden ja sicher noch einige dazukommen...in etwa kroatien, mazedonien und evtl. künftig die Türkei (was mich im übrigen freuen würde. Nicht nur aus strategischen Gesichtspunkten heraus - vorrausgesetzt vorhandene Probleme werden beseitigt und Erdogan sucht das weite)
eine höhere Stimmgewichtung bekommen, selbst wenn sie evtl. noch die niedrigeren Einwohnerzahlen stellen.
Ich find aber generell sowieso, dass man in einer Gemeinschaft wie der EU nich wieder damit anfangen sollte andere "abzuwerten" indem man ihnen (sind ja nur ost-europäer...blabla) nur eingeschränkte Mitbestimmung zugesteht.
So ist das nunmal eben...Mathematik und ´ne Prise gerechtigkeit.
Dass das ganze von vielen wieder als schlimm und grausam empfunden wird - ist mir klar. Aber es tut mir leid das so sagen zu müssen: Die Leute haben weder ahnung von EU, noch von Politik, anscheinend auch nicht von Mathematik.

@ Netznews: Die bisher aufgenommenen Staaten in Osteuropa haben die Kopenhagener Kriterien alle erfüllt!
Dazu zählen: Schaffung einer nationalen Rechtsgrundlage (Todesstrafe, Strafvollzug etc.pp.) und deren Umsetzung
ein stabiles Wirtschaftswachstum (dass dieses nicht so weit wie in Dtl. o.ä. fortgeschritten ist stellt jetzt wirklich kein Kriterium dar).

Es ist nicht immer alles nur schwarz-weiß; und ich bin auch kein uneingeschränkter Freund der EU-Politik (deren hauptproblem ja eben darin besteht dass es sich bei der EU eben nur um ein mittlerweile sogar lockeres Staatenbündnis handelt - der LBV sieht schließlich sogar erstmals ´n recht auf freiwilligen Austritt vor - und nicht um einen Nationalstaat)

Ist in föderalen Systemen nunam so wie´s ist. Sieht in der BRD nicht viel anders aus - nur in kleinerem Maßstab eben.

Wäre nur froh, wenn man sich etwas informieren würde, bevor man losgeifert wie die alte frau am Fenster und endlich mal diese Haltung ablegt, dass Dtl immer und überall in der Welt nen Sonderstatus einnehmen soll. Den hat es nunmal nicht. Ist ein Land wie jedes andere.
Und ist wie jedes andere voller bekloppter :)
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09.06.2008 21:23 Uhr von Netznews
 
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@Mais89 habe dir eine Positiven Bewertung für die zusammengetragene Information abgegeben.

Mir bleibt aber trotzdem eine Frage unbeantwortet, hat die EU seinen Sinn nicht verfehlt oder anders gefragt, was hat die EU uns den Bürgern gebracht?
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09.06.2008 21:36 Uhr von Mais89
 
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wenn schon nicht viel
so zumindest doch eine recht große sicherheit vor einem weiteren krieg unter europäern auf europäischem boden.

Ich denke das ist eine wichtige, wenn nicht sogar DIE wichtigste errungenschaft der EU und ihrer Väter.
Desweiteren kommt uns der von der EU Betriebene (man kann davon halten was man will) wirtschaftl. Ausgleich unter den Staaten irgendwann noch zugute...
Dtl. befindet sich was seine wirtschaft nach wie vor im Umbruch und auch die aktuellen wirtschaftliche Modelle werden auf Dauer - mit wegfall wichtiger Ressourcen - nicht erhalten bleiben können. Da ist es doch gut, einen solchen Puffer zu haben - bevor man nachher ganz "nackt" dasteht.

Es gibt da schon einige Dinge, die ich als äußerst positiv bewerte.
Andererseits hats eben aber auch seine Schattenseiten - das fängt eben bei der immer stärker werdenden Reglementierung und zahlenmäßig immer häufiger werdenen Gesetzesvorgaben an.

Im übrigen. Im Lissaboner Vertrag (Der ja quasi die EU-Verfassung ersetzt) wurde erstmals der Grundrechtecharta rechtsverbindlichkeit verliehen...!

Danke im übrigen für den positiven Punkt.
Ich weiß sehr zu schätzen mich mit Leuten zu unterhalten, die nicht nur geistlos auf den roten Balken drücken :)
(bin mir im klaren darüber, dass dies aufgrund jener aussage nun gehäuft auftreten wird!)
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10.06.2008 00:44 Uhr von Borgir
 
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super, da wird der kuchen: schön aufgeteilt...wie wäre es wenn man die fähigsten leute aussucht, egal woher. aber das wäre zu einfach

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