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Ausstieg vom Ausstieg - Union will weiter Atomenergie

Nach einer Präsidiumssitzung von CDU und CSU bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel den Ausstieg aus der Atomenergie als "absolut falsch". Um die Energiepreise auf bezahlbaren Niveau zu halten, müsste ein Umdenken erfolgen.

Außerdem sei Deutschland das einzige Land, dass einen Atomausstieg trotz sicherer Atomkrafte beschlossen habe. Bei der Wiedereinführung der Pendlerpauschale herrschen weiterhin Unstimmigkeiten.

CSU-Vorsitzender Erwin Huber will Berufspendler entlasten, während Merkel eine Haushaltskonsolidierung vornehmen will. Außerdem sind sich die CDU und CSU einig, dass das Kindergeld ab dem Jahr 2009 ansteigen soll und die Arbeitslosenversicherungsbeiträge gesenkt werden sollen.


WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Union, Ausstieg, Atomenergie
Quelle: www.bild.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.06.2008 15:07 Uhr von phil_85
 
+10 | -5
 
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Endlich: kommen sie zu Besinnung!

Atomkraft ist sauber und kann heutzutage 100% sicher gestaltet werden (bzw fast 100%, doch bei den restlichen 0,00001% geht die Welt eh unter, da irgendwer Atombomben schmeißt :D).

Und mal ehrlich, ob wir jetzt das radioaktive Zeug in der Erde lassen oder rausholen, nutzen und wieder vergraben ändert nicht sooo viel...
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09.06.2008 15:09 Uhr von Tschoui
 
+7 | -2
 
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na endlich: mich regt es eh auf, dass die Franzosen ei AK nach dem andern an die Grenze stelln und den Strom an uns weiterverkaufen, nur weil wir die einzigen Dummen sind, die wirklich aus den Atomprogrammen aussteigen.
Btw: Wenn n AK in Frankreich oder in nem Nachbarland von uns hochgeht, dann sind wir in 80% der Fälle eh mit dabei.
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09.06.2008 15:14 Uhr von usambara
 
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unendliches Uran? nein, sie reichen in etwa solange wie Erdöl- also noch rund
50 Jahre
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09.06.2008 15:20 Uhr von Bleifuss88
 
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Schauen wir uns die Sache mal realistisch an: Wir wollen CO2-freie Energie und möglichst irgendwann alles mit erneuerbaren Energiequellen decken. Nun, wir können nicht zaubern und nicht morgen alles mit Wasser-, Solar- und Biomasseeenergie decken. Also müssen wir schrittweise vorgehen.

F+r mich bedeutet das erstmal die Ernergiegewinnung aus Öl durch die Erneuerbaren zu ersetzen. Danach wären Kohle und Gas an der Reihe und als letztes können wir dann die Atomenergie ersetzen. Sollten die Vorräte für Uran wirklich so wenig sein wie usambara meint - ich habe mal gehört, dass die Uran-Vorräte ähnlich denen von Erdgas noch 200 Jahre reichen - müsste man natürlich den Fahrplan unterbrechen und der Atomkraftablösung eine höhere Priorität einräumen, aber man sollte sie doch so lange wie möglich laufen lassen, bis sie dann in der für mich einzig logischen Reihenfolge (s.o.) dran wäre.
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09.06.2008 15:23 Uhr von DerBibliothekar
 
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Stimmt doch auch. Wir können
a:Kohlekraftwerke benutzen, bis irgendwem was tolles einfällt
b:Atomkraft benutzen, bis irgendwem was tolles einfällt
Da aber auch Uran in ca. 60 Jahren aus ist, sollten wir uns bald was tolles einfallen lassen, keine Möglichkeit Energie zu erzeugen ist ideal, man sollte sich also für die entscheiden, die im Moment besser ist: die Atomkraft, kein Co2!
Gut über den Atommüll müssen wir uns bald Gedanken machen, aber wenn uns der Klimawandel vorher ausrottet...
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09.06.2008 15:38 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -4
 
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Klar will die Union das! Bekommt sie ja schließlich gut bezahlt... :-)

Scherz beiseite: warum sonst sollte man ausgerechnet die teuerste und gefährlichste Energiegewinnungsform unterstützen, wenn man das Geld genau so gut in die Erforschung und Entwicklung alternativer Energieformen stecken könnte? Als Vorreiter hätte man dann sogar einen marktwirtschaftlichen Vorteil.

So machen es m.W. z.B. die Norweger, die zwar fast ausschließlich Wasserkraft nutzen, jedoch als einer der Vorreiter bei der Windenergie sehr viele Windkraftanlagen ins Ausland verkaufen. (Zudem soll Strom aus solchen Anlagen exportiert werden. Der kann bei Überschußproduktion praktischerweise in den vielen Stauseen "gespeichert" werden.)
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09.06.2008 15:45 Uhr von DirtySanchez
 
+4 | -3
 
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finde ich gut, unsere KERNKRAFTwerke sind sicher, gut und effizient. von einem kohlekraftwerk geht mehr strahlung aus als von einem kkw.
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09.06.2008 15:52 Uhr von Oberhenne1980
 
+3 | -2
 
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ArrowTiger: Du willst doch jetzt nicht wirklich Deutschland mit Norwegen vergleichen? Das liegen ungefähr 78 Millionen stromverbrauchende Menschen dazwischen.
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09.06.2008 15:56 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -3
 
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@Oberhenne1980: -- "Du willst doch jetzt nicht wirklich Deutschland mit Norwegen vergleichen?"

Nein, das war nur ein Beispiel, wie man das Energieproblem intelligent angehen könnte. Wir haben auch nicht die Menge an Stauseen zur Pufferung, um Norwegen zu kpopieren.

Meine Frage bleibt: warum die teuerste und gefährlichste Form der Energiegewinnung unterstützen? Selbst unter Berücksichtigung, das wir mit die sichersten Kraftwerke bauen, macht das nur wenig Sinn. Zumal kein wirklich erhöhter Bedarf besteht.
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09.06.2008 15:58 Uhr von Great.Humungus
 
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Ach solange der Strom aus der Steckdose kommt mach ich mir da keine Sorgen ....

Jetzt mal im ernst, alternative Energien können bis jetzt nichtmal 1/10 der benötigten Energie in Deutschland decken.

In Frankreich Strom kaufen? Absoluter Blödsinn, kostet zuviel und kommt letztendlich sowieso aus nem AKW.
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09.06.2008 15:59 Uhr von Oberhenne1980
 
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ArrowTiger: Warum die Atomkraft die gefährlichste Form der Energiegewinnung sein soll, leuchtet mir nicht wirklich ein.

Nur werden wir um diese nicht herumkommen. Wie sind noch lange nicht soweit, uns komplett aus regenerativen Energiequellen zu versorgen und Kohlekraftwerke sind, im Rahmen der großen CO2-Panikmache, wohl auch nicht mehr salonfähig.

Und mir es lieber der Atomstrom kommt aus deutschen Kraftwerken, als dass er von irgenwelchen maroden Kraftwerken im Osten gekauft wird.
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09.06.2008 16:21 Uhr von ArrowTiger
 
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@Oberhenne1980: -- "Warum die Atomkraft die gefährlichste Form der Energiegewinnung sein soll, leuchtet mir nicht wirklich ein."

Nun, diese Frage sollte man seit Tchernobyl oder den diversen "kleinen" Störfällen oder der Endlagerfrage eigentlich nicht mehr stellen. Nebenbei: schon mal mit Uran-Abbau befasst? Klar, die Sauerei entsteht woanders, meist in Entwicklungsländern, etc.

-- "Nur werden wir um diese nicht herumkommen. Wie sind noch lange nicht soweit, uns komplett aus regenerativen Energiequellen zu versorgen"

Deshalb soll man da ja auch Hirnschmalz und Geld reinstecken. Was Fakt ist: man kann auf neue AKWs oder deren Laufzeitverlängerung gänzlich verzichten. Selbst Vattenfall hat vor einiger Zeit mal zugegeben, daß die Stromversorgung mit den gegebenen Kraftwerken (incl. derzeitiger AKW, unter Berücksichtigung derer Stillegung) + regenerativer Quellen problemlos aufrecht erhalten werden kann!

-- "und Kohlekraftwerke sind, im Rahmen der großen CO2-Panikmache, wohl auch nicht mehr salonfähig."

Die bekommt man inzwischen auch dank entsprechender Filtertechniken problemlos sauber hin. Warum nicht hier in Altanlagen investieren, wenn man denn schon investieren will?

-- "Und mir es lieber der Atomstrom kommt aus deutschen Kraftwerken, als dass er von irgenwelchen maroden Kraftwerken im Osten gekauft wird."

Einziger Punkt, dem ich zustimmen kann.

Der Grund, warum Atomstrom favorisiert wird, ist die erhebliche Gewinnerwartung der Betreiber. Immerhin werden AKWs massiv steuerlich subventioniert (Kohle allerdings auch), und der Betrieb muss/kann nicht mal hinreichend versichert werden. Atomstrom ist nur auf deiner Rechnung so billig...
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09.06.2008 16:37 Uhr von Oberhenne1980
 
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@ ArrowTiger: Tschernobyl ist ja wohl ein alter Hut.
Derartige Atomkraftwerke sind schon lange nicht mehr in Betrieb.

Glaub mir, um eine Laufzeitverlängerung kommen wir nicht herum und und ob wir jetzt noch ein Atomkraftwerk bauen, ist im Vergleich zu den von den Chinesen geplanten 50 (so hab ich´s im Kopf) dann ja wohl unerheblich.
Der geplante Atomaustieg sollte mindestens 15 Jahre nach hinten geschoben werden, erst dann ist er wirklich sinnvoll.
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09.06.2008 16:39 Uhr von west89
 
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endlich haben die mal ihr Hirn eingeschaltet ! Ok die Endlagerung ist das größte Problem , aber die Umwelt wird auch gut geschohnt , vielleicht entwickelt man noch Verfahren wie man die ausgebrannten Brennstäbe verwerten oder endlagern kann. z.B auf den Mond schießen ^^. Aber dann würden sich die USA wieder einmischen.

<ironie.on>
Von wegen der Mond, besitzt Massenvernichtungswaffen.
<ironie.off>
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09.06.2008 16:43 Uhr von JCR
 
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Maulhelden! Der Energiebedarf Deutschlands lässt sich nicht einmal annähernd mit Uran abdecken, und wäre dem so, wären die weltweiten Reserven längst erschöpft. Selbst bei optimaler Ausnutzung und Wiederverwertung der Brennelemente.
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09.06.2008 16:53 Uhr von Oberhenne1980
 
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@ JCR: Gewöhn dir erstmal einen anderen Ton an.
Niemand hat behauptet, dass wir allein von Atomkraft leben können. Es ging darum, ob der Atomausstieg sinnig ist, oder nicht.

Zur Zeit liegt der Anteil atomarer Energie in D bei ca. 11%.
Dieser Anteil liesse sich durch zusätzlich AKW noch steigern.

Öl und Kohle machen z.Z. ca. 50 % aus, allein Öl 34 %.
Erdgas macht weitere 22 % aus.

Aber wir alle wissen ja wie´s um das liebe Öl steht.

Also haben wir die Wahl:
Neue AKWs oder neue Kohlekraftwerke.
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09.06.2008 17:17 Uhr von JCR
 
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@ Oberhenne: Der Vorwurf des Maulheldentums war an jene Politiker gerichtet, die die Atomkraft stets als einzig wirksame Alternative anpreisen, obwohl sie´s besser wissen.
Es ist nun einmal unbestreitbar Tatsache, dass wir mit der Atomkraft auch nicht den heiligen Gral der Energieversorgung gefunden haben. Ganz im Gegenteil.
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09.06.2008 17:30 Uhr von Oberhenne1980
 
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@ JCR: Achso, hatte Dich missverstanden.
Dann möchte ich mich natürlich in aller Form bei dir um Entschuldigung bitten.
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09.06.2008 19:08 Uhr von Hawkeye1976
 
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Herrlich so kann man Probleme auch auf die nächsten Generationen abwälzen. Uran hat ja auch nur eine Halbwertzeit von 704 Millionen Jahren .....
Und was ist mit den erhöhten Blutkrebsfällen im Umfeld deutscher AKWs?

Ach so, das interessiert ja nur die Betroffenen....
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09.06.2008 20:10 Uhr von Oberhenne1980
 
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herrlicher neben Kohlekraftwerken ist sicherlich auch nicht alles eitel Sonnenschein!

Die Ursache für die erhöhten Leukämiefälle ist übrigens umstritten, da die natürliche Strahlung um ein Vielfaches höher ist, als das, was das AKW emittiert.
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09.06.2008 21:32 Uhr von 3nu6E8CcvW1Up9kJ0ZR
 
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Gut dann schlecht dann wieder Gut dann Was machen eigentlich die ganzen Politiker so den ganzen Tag?
Für was werden sie bezahlt?
Was die alte Regierung beschlossen hat wirft die Neue Regierung wieder über den Haufen und das Spiel geht von vorne los.
Wo wird denn nun der Radioaktive Müll endgelagert?
Hallo? Frau Merkel, geht´s noch!!
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10.06.2008 10:18 Uhr von ArrowTiger
 
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@Oberhenne1980: -- "Die Ursache für die erhöhten Leukämiefälle ist übrigens umstritten, da die natürliche Strahlung um ein Vielfaches höher ist, als das, was das AKW emittiert."

Strahlung ist nicht gleich Strahlung! Und man müsste auch schon in einer Granitgrube, o.ä., wohnen, um ausreichend härtere Strahlung abzubekommen. Umstritten dürften die Leukämiefälle wohl nur bei den Betreibern von AKWs sein... ;-)

Deine Aussage bzgl. der "Dichtheit" von AKWs stimmt aber wohl - solange eben keine radioaktiven Stoffe nach außen gelangen. Leider passiert dies öfter, als man das in der breiten Öffentlichkeit so mitbekommt.
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10.06.2008 12:53 Uhr von Oberhenne1980
 
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@ ArrowTiger: So einfach ist es nicht.
Es ist schon, dass sich die Forscher die erhöhte Leukämiezahl nicht wirklich erklären können, da die AKW-Strahlung wirklich zu vernachlässigen ist, im Vergleich zur natürlichen Strahlung auf der Erde (auch wenn ma nicht in der Granitgrube wohnt ;)

Naja, wie auch immer. In 30 Jahren werden wir mehr wissen.

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