08.06.08 12:12 Uhr
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Lufthansa soll mittels Passagierdaten Informanten ausspioniert haben

Die Lufthansa hat eingeräumt, vor einigen Jahren interne Ermittlungen zum Aufspüren eines Lecks im eigenen Aufsichtsrat durchgeführt zu haben. "Bei uns ist nichts Illegales geschehen", behauptet ein LH-Sprecher.

In den Jahren 1999 und 2000 seien interne Informationen unerlaubt an Journalisten weitergegeben worden. Um zu erfahren, wer aus dem Aufsichtsrat für die "Informationsleckage" verantwortlich war, habe man jedoch keine Journalisten ausspioniert.

Spiegel Online berichtet, der Konzern habe interne Passagierdaten genutzt, um den Kontakt eines Journalisten der "Financial Times Deutschland" mit einem Lufthansa-Aufsichtsrat zu ermitteln.


WebReporter: pannock
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Lufthansa, Passagier
Quelle: www.spiegel.de
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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.06.2008 12:19 Uhr von Gloi
 
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Soso, nichts illegales: Was sind "interne Passagierdaten"? Wenn das Daten waren von Kunden die mit der LH geflogen ohne Angehörige der Lufthansa zu sein, ist das ein Verstoß gegen Datenschutzgesetze.

Es wird dringend Zeit das die Politik reagiert. Wir brauchen mehr Datenschützer, Schutz der Datenschützer analog zu Betriebsräten und wir brauchen deutlich höhere Strafen. Aktuelle Geldstrafen zahlen Firmen wie die Telekom aus der Portokasse.
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08.06.2008 13:11 Uhr von casus
 
+2 | -0
 
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@Gloi: Nein, nicht die Politiker müssen reagieren.

Die "Ich hab ja nichts zu verbergen Fraktion" und "Bringt doch eh nichts wenn ich kleines Licht was sagen will." und "Wenn ich meine Meinung sage, dann werde ich noch auffällig." und die "Was will diese Bürgerinitiative schon wieder, bringt doch eh nichts.", die müssen was tun .

Aber die Schafe werden wohl auch weiter den Weg zur Schlachtbank freiwillig beschreiten.

Die Politiker setzen nur die "mehrheitsfähigen Dinge um". Wie entstehen Mehrheiten im Bundestag? Durch die Mandatsträger. Wie kann man die beeinflussen? In dem man immer wieder in seinem Wahlkreis nachfragt. Seine Abgeordneten per Brief, Email oder Persönlich um Stellungnahmen bittet und klar macht, das die eigene Stimme weg ist, wenn sie nicht reagieren und bestimmtes Abstimmungsverhalten an den Tag legen.

Aber ups, das wäre ja der Versuch Einfluss zu nehmen und bedeutet Aufwand. Ist doch einfacher die da oben machen zu lassen und sich dann ungerecht behandelt zu fühlen. Das ist doch ein gutes, gerechtes Gefühl. Das macht einen zu richtig zufrieden. Man hat etwas (was eigentlich?) geleistet und ist doch richtig betroffen....

Wie wäre es mit einer einfachen Nachfrage beim Abgeordeten vor Ort, was sie oder er denn von diesem Vorgang halten würde: [ http://www.heise.de/... ]
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08.06.2008 14:32 Uhr von Gloi
 
+5 | -0
 
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@caucus: Damit die "Ich hab ja nichts zu verbergen Fraktion" reagiert müssen aber die Medien besser aufklären und nicht nur schreien wenn mal Journalisten betroffen sind. Leider habe ich wenig Hoffnung. Die letzte Umfrage des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung zeigt recht deutlich das besonders Jugendliche sich einen Dreck um Privatsphäre und Datenschutz scheren.

http://www.youtube.com/...
In Bonn, da steht ein Irrenhaus
da geh’n die Spitzel ein und aus
Ja, weil bei diesem Lumpenpack
der Datenschutz keine Chance hat!

Die Chefs, die sind gut informiert
denn hier wird täglich spioniert
da fragt man sich: Wer macht so was?

Telekom - die machen das!

Und draußen, an dem Apparat
hör’n die Spitzel sich die Ohren platt!

Skandal - bei der Telekom
Skandal - bei der Telekom
Skandaaaaaal - wie bei der sTasi!

Weil in dem Laden gar nichts klappt
die Aktie, die kackt richtig ab
der Service unter aller Sau
die Chefs wissen das ganz genau!

Der Ronnie greift zum Telefon
Er kennt so manchen Ex-Spion
Unter 32 16 8
da sagt doch die Moral “Gut Nacht!”

Und willst du geile Spitzelei
da wählst du nur
11 8 33

Skandal - bei der Telekom
Skandal - bei der Telekom
Skandaaaaaal - wie bei der sTasi!
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08.06.2008 22:48 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
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Erst die Telekom, jetzt die: Lufthansa...was kommt noch alles? Sind wir nicht schon gläsern genug.
Ich sehe es doch an Aussendungen von Juwelierkatolgen -nie angefordert - unter anderem höhere preislich angesiedelten Produkte. Nur wegen der höheren Kaufkraft in meinem Wohngebiet. Andere gefragt, die erhielten so etwas nicht.
Also gibt jemand die Adressen weiter ist doch logisch...:(

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