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Mutmaßlicher Holzklotz-Werfer will sein Geständnis widerrufen

Bekanntlich wurde am Ostersonntag eine Frau durch einen Holzklotz getötet, der von einer Brücke in Oldenburg (Niedersachsen) geworfen worden war (SN berichtete bereits mehrfach). Ende Mai wurde dann der mögliche Täter ermittelt, der 30-Jährige gab die Tat dann zu.

Jetzt haben die Rechtsanwälte des Mannes bekanntgegeben, dass ihr Mandant sein Geständnis widerrufen wird. Das Verhör soll unter unrechtmäßigen Bedingungen zustande gekommen sein, so die Rechtsvertreter.

Zum einen sei der 30-Jährige als Zeuge vernommen worden, darüber hinaus litt der Mann unter Entzugserscheinungen. Erst als er die Tat zugegeben hatte, hätte man dem Drogensüchtigen Methadon verabreicht.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Geständnis, Holzklotz, Werfer
Quelle: www.n-tv.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.06.2008 14:14 Uhr von midnight_express
 
+24 | -6
 
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Ja, ist klar Scheint einen "guten" Rechtsanwalt erwischt zu haben.

Wenn das nicht klappt, könnte der Verteidiger, dem Familienvater, eine Mitschuld geben, weil dieser genau zu dieser unpassenden Zeit da lang gefahren ist.

Ne, ne!!
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07.06.2008 14:33 Uhr von Superhecht
 
+3 | -7
 
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nokia: Der Magnus Gäfgen ist mir auch sofort eingefallen.
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07.06.2008 14:36 Uhr von rudi2
 
+13 | -12
 
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@Nokia: Es könnte ja so gewesen sein, dass dem Tatverdächtigen eine Drogenveabreichung nach einem Geständnis in Aussicht gestellt worden ist. In diesem Falle, und wenn er unter Entzugserscheinungen gelitten hat, hätte er mit Sicherheit alles getan (auch ein falsches Geständnis) um seine Sucht zu befriedigen. Den Fehler haben die Polizisten, die den Mann verhört haben, gemacht, nicht der Anwalt, der das Gesetz ausschöpft.
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07.06.2008 14:38 Uhr von bounc3
 
+7 | -6
 
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Wenn sich der Anwalt geschickt anstellt, is der Kerl am Schluss nen freier Mensch und kriegt sogar noch Schadenersatz. Zuzutrauen wärs der deutschen Justiz =)
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07.06.2008 14:39 Uhr von Baststar
 
+10 | -5
 
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hmm also wenn er nüchtern ist, wird das geständnis nicht akzeptiert, weil er auf entzug ist. und wenn er seine drogen bekommen hat wird das geständnis auch nicht akzeptiert, weil er unter drogeneinfluß steht... ein teufelskreis
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07.06.2008 14:59 Uhr von Onkeld
 
+9 | -9
 
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noch ist: er nicht schuldig....
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07.06.2008 15:21 Uhr von kobban
 
+7 | -14
 
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was wollt ihr von den Mann? er ist stark drogenabhängig und hatte bestimmt ne schwere Kindheit bzw. ein stressiges Leben, daher sollte er, wenn er es wirklich war, nur mild bestraft werden!
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07.06.2008 15:27 Uhr von nbby8
 
+9 | -4
 
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Rechtsverdreher: Hier steckt noch ein weiteres Detail drin: Er wurde als Zeuge und nicht als Beschuldigter vernommen. Das heißt, daß er nicht über seine Rechte aufgeklärt worden ist. Wenn die Polizei pfuscht, ist es Aufgabe des Rechtsanwaltes, die Rechte seines Mandanten zu wahren. Rechtsverdreher ist hier offensichtlich die Polizei. Sollte daher die Strafverfolgung behindert werden oder gar scheitern liegt die Verantwortung hierfür allein bei Polizei und Justiz. Der, einzige der seinen Job richtig macht, scheint der Anwalt zu sein.
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07.06.2008 16:14 Uhr von Chriz82
 
+4 | -13
 
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Er wars nicht: ich glaube ja bis heute noch nicht, dass das der wahre Mörder ist. Das ist ein Heroinabhäniger Kranker, mit dem man Mitleid haben soll. Er hat sowieso kein Leben mehr und ist im Knast besser aufgehoben als auf der Straße. Dafür, dass er sich schuldig bekennt, bekommt er 5000 Euro, ein paar Jahre Knast, Entzug und einen Neuanfang. Die wahren Mörder laufen da noch draußen rum ... sind Minderjährig und
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07.06.2008 17:45 Uhr von rudi2
 
+3 | -3
 
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@Xmaryx: Ich gehe davon aus, dass ein Drogenabhänhiger in der Haft Erstzdrogen gegen den Entzug bekommt, und medizinisch betreut wird. Man wird dort wohl kaum jemanden sich selbs überlassen, letztendlich besteht bei Entzug ja sogar Lebensgefahr...Ein Süchtiger ist eben nur dann normal. wenn er auf Stoff ist- ist er auf Entzug, dann ist er unkontrolliert. Vor diesem Hintergrund hätte nicht zu befürchten bestanden, dass das Urteil im Falle einer kontrollierten Methadonexposition hätte angefochten werden können.

Die Rechtsgrundlage, auf die sich der Anwalt stützt, ist eine Sicherheitsvorkehrung- und das ist gut so, denn unter Entzug könnte ich jedem Süchtigen jedwedes Geständnis aus der Nase ziehen. Es ist mir völlig unverständlich, dass die Beamten so einen Grundsatzfehler begehen konnten, vielleicht wollte man hier mal wieder zu schnell einen Fahndungserfolg vorweisen. Meines Erachtens wäre es auf ein paar Tage mehr nicht angekommen, denn der Mann stellte ja gar keine Gefahr mehr da, da er rund um die Uhr überwacht wurde...
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07.06.2008 17:50 Uhr von honso
 
+2 | -7
 
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an diesen brüdern müsste man mal ein exempel statuieren!!
in meinen augen ist das ein vorsätzlicher mordanschlag.
und genau so sollte dieser auch bestraft werden!!

wenn man sich mal in anderen länder umschaut, was dort für dragonische strafen für vermeintliche lächerlichkeiten verhängt werden, ist deutschland in sachen strafrecht doch echt ein kindergarten.

aber hauptsache der kleine bürger kann zur kasse gebeten werden.
da wird doch ein rotlichtsünder härter bestraft als so einer.
möchte mal einen von den brüdern erwischen....ohweh...ohweh...
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07.06.2008 18:19 Uhr von Großunddick
 
+4 | -3
 
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Wenn aber nun der Junkie gelogen hat, nur um Methadon zu kriegen, heißt das ja, dass der wirkliche Täter noch frei rumläuft.

Genau deswegen sollten solche "Tricks" bei den Verhören untersagt bleiben!
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07.06.2008 22:01 Uhr von 102033
 
+2 | -4
 
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@Nesselsitzer: Wen jetzt wegsperren?

Den Holzklotzwerfer oder den Russen?
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08.06.2008 00:43 Uhr von Borgir
 
+3 | -3
 
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warum? bekommt er doch angst dass er verurteilt werden könnte? die braucht er nicht zu haben, der richter wird seinen drogenkonsum für ihn auslegen und er kommt mit sozialstunden weg.....wundern würde mich ein solches urteil ehrlich gesagt kein bisschen.
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08.06.2008 01:14 Uhr von 102033
 
+5 | -4
 
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Ich lese hier Todeswünsche von Leuten von der: Sonnenseite des Lebens!

Sie wünschen den Verlierern arrogant den Tod.

Diese Arroganz schürt jedoch den Haß auf die Gesellschaft solcher Menschen auf der Schattenseite.

Ich denke, er brauch ein gerechtes Verfahren ohne Entzugsfolter.

Vielleicht laufen die Mörder noch herum, und dann müssen irgendwann noch andere dran glauben...
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08.06.2008 03:29 Uhr von HerrGabriel
 
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Wenn Sie im WÄHREND des Verhörs seine Ersatz-: droge gegeben hätten, wäre er schon wieder draußen.
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08.06.2008 15:23 Uhr von milotausch
 
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Die Wahrheit: wird vielleicht ganz anders aussehen.
Mich hat es sehr gewundert, wieso man nach dem "Geständnis" die Jugendlichen weiter gesucht hat. Wäre die Sache niet- und nagelfest gewesen, hätte es diese Gruppe Junge wahrscheinlich nicht gegeben, dann müsste man sie auch nicht weiter suchen.
Was, wenn die Sache mit dem Geständnis eine Finte war, um die Jugendlichen in Sicherheit zu wiegen und sie zum Auftauchen (als "Zeugen") zu bewegen?

Dann ergibt es plötzlich wieder einen Sinn, wenn der präsentierte Ersatztäter widerruft. Er hat seine Show gehabt, die TV-Journalistin auch und die Polizei hat Pech gehabt mit ihrem Kalkül.
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08.06.2008 17:00 Uhr von Montauk
 
+2 | -3
 
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der arme täter: ein antiaggressionsprogramm über zwei wochenenden, und ein extraschuß entziehungskur, für preiswerte vierzigtausend € sind wohl angemessen, aus der sicht unserer justiz.

wäre ich der richter, würde es dem deutschen staat nur ein flugticket nach sibieren kosten, ohne rückflugoption...

den typen hier einzubuchten wäre keine wirkliche strafe und würde nur viel kosten.
obwohl der knast für ihn wirklich neue perspektiven eröffnen würde, als dealer z. b....
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09.06.2008 10:33 Uhr von RealSausi
 
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Es sollen doch wohl alle einig sein , daß es Aufgabe der Justiz ist, den für ein Verbrechen tatsächlich verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist niemandem gedient, wenn einfach irgendwer für eine Tat in den Knast geht.
Wenn wir nun einen geständigen Täter haben, ist die Sache meist recht einfach.
Aber es kommt eben auch vor, daß jemand sich selbst einer Tat bezichtigt, die er nicht begangen hat. Und später merkt er, was er damit anrichtet und zieht das Geständnis zurück. Sollten die Ermittlungen erkenntlich machen, daß das tatsächlich so war, kann, darf der Verdächtige nicht mehr für die ursprüngliche Tat angeklagt werden.
Die Aufgabe der Justiz ist es, die Wahrheit über einen Sachverhalt zu ermitteln, und nicht auf Deubel komm raus jemanden zu verknacken.
Durch die Rücknahme des Geständnisses sind wohl beim bisherigen Ermittlungsstand berechtigte Zweifel an der Täterschaft des Verdächtigen festzustellen. Und im Zweifel für den Angeklagten. Das ist ein Rechtsgrundsatz der höherwiegt, als die Verurteilung eines einzelnen Straftäters.
Nun ist es an der Justiz, die Ermittlungen wieder aufzunehmen und eine Klärung herbeizuführen.
Dem Verdächtigen ist natürlich ungeachtet seiner Drogenproblematik vorzuwerfen, daß er, sollte er wirklich unschuldig sein, die Ermittlung des wahren Täters behindert und verzögert hat.
Das wird allenfalls dadurch relativiert, daß die Beamten bei der Vernehmung fehlerhaft vorgegangen sind und den Verdächtigen so in das Geständnis getrieben haben.
Aber auch hier gibt zumindest der Artikel keine gesicherten Informationen her, die dies zweifelsfrei belegen könnten.

Das größte Versagen der Justiz ist es nicht, einen Täter nicht zu ermitteln, sondern einen Unschuldigen zu verurteilen.

Sollte der Schuldige für dieses ekelhafte Verbrechen ermittelt werden können, hoffe ich, daß hier das ganze Strafmaß ausgeschöpft wird.
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09.06.2008 10:52 Uhr von milotausch
 
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Genau: @RealSausi
.. das ist der erste Kommentar hier, der einfach nur erklärt, was Sache ist.
Danke!

(und pfui den faschistischen Schreiberlingen)

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