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Abmahn-Welle von Getty Images geht weiter

Wie jetzt bekannt wurde, mahnt die bekannte Bildagentur "Getty Images" zunehmend deutsche Webmaster und Homepage-Betreiber ab.

Den Abgemahnten wird eine unrechtmäßige Nutzung von Getty-Bildern zur Last gelegt. Sollte auf die erste Getty-Rechnung nicht reagiert werden, wird die Sache an eine Münchner Anwaltskanzlei übergeben. Hier werden dann pro Bild bis zu 1.000 Euro plus Abmahngebühren fällig.

Da es sich bei der Aufspürmethode um ein Programm handelt, welches alle Getty-Bilder im Internet sucht und prüft, werden auch rechtmäßige Lizenzinhaber abgemahnt. Dies ist laut Getty aber nicht beabsichtigt und kann recht schnell aufgeklärt werden. Ansonsten ist die Sache sehr ernst zu nehmen.


WebReporter: martin83
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Image, Welle
Quelle: www.anwalt24.de

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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.06.2008 10:03 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+36 | -8
 
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Pro Bild 1.000EUR? der Lehrer, der Kinderpornos auf´m rechner hatte (http://www.shortnews.de/...) zahlte ganze 6.000 EUR. Das entspricht 6 Bildern. Abmahngebühr noch nicht incl.

Wundersame Welt...
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06.06.2008 10:08 Uhr von megaakx
 
+19 | -7
 
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Abmahnwahn: Ah ja, Beobachtungen zu Folge könnte man ja sagen, das Firmen, die keinen Erfolg haben, zu solchen Mitteln greifen - aber ich kenne die Firma nicht, was entweder dafür oder dagegen sprechen kann.
Das abgemahnt wird obwohl man eine Lizenz hat empfinde ich als schlimmere Unverschämtheit. Hilft hier vielleicht eine negative Feststellungsklage?
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06.06.2008 10:09 Uhr von maki
 
+14 | -26
 
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06.06.2008 10:17 Uhr von Tomsen2k
 
+15 | -8
 
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die spinnen doch: man merkt eindeutig, dass es nur mehr um kohle scheffeln geht. die firmen und kanzleien überlegen einfach nur mehr mehtoden wie sie aus mist kohle machen können. die verklagen was geht damit sie reich werden.
kann man diesen abmahnWAHN nicht endlich stoppen? langsam reichts! bald kannst du dir nicht mal ein normales bild anschauen ohne dass verklagt wirst. was machen die als nächstes? dich blind machen, damit das nicht wieder tust oder was? echt krank!
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06.06.2008 10:25 Uhr von madasa
 
+45 | -17
 
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Ihr gutes Recht vermutlich werde ich nun in Minus-Bewertungen versinken, aber so ganz im Unrecht ist Getty Images ja nun nicht. Es ist ein Unternehmen, das zahlenden Kunden eine Dienstleistung erbringt und Waren (Bilder) verkauft bzw. deren Nutzung gestattet.

Wenn das nun eurer Unternehmen wäre und ihr sehen würdet, dass eure Produkte "gestohlen" werden, wie würdet ihr das handhaben? Wie würdet ihr das gegenüber den zahlenden Kunden rechtfertigen, wenn die Bilder auch kostenfrei ohne Folgen verwendet werden dürften?

Wobei man natürlich differenzieren sollte, wie die Bilder verwendet werden. Bei gewerblichem Missbrauch wider besseres Wissen finde ich die 1.000 Euro für gerechtfertigt. Bei privatem Gebrauch sollte man eher eine kostenfrei Aufforderung machen, das Bild zu entfernen oder nachträglich zu lizenzieren.

Ich möchte die Abmahnpraktiken keinesfalls gutheißen. Ich halte sie für Übertrieben, Imageschädigend und Kundenfeindlich (größtenteils jedenfalls), aber man muss dabei stets beide Seiten betrachten.
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06.06.2008 10:27 Uhr von RecDC
 
+15 | -7
 
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Bitte erstmal nachdenken. Getty Images ist eine Bildagentur die Bilder kauft um sie gegen Linzenzgebühr weiterzugeben. Wenn jemand deren Bilder auf seine Homepage bringt ohne sie zu bezahlen, dann ist das Diebstahl.

Im übrigen finde ich das Vorgehen der Firma ziemlich fair. Wer widerrechtlich ein Bild der Agentur benutzt hat, bekommt erstmal die Chance die entsprechende Rechnung dafür zu bezahlen. Erst wenn sich der Nutzer weigert wird zurecht abgemahnt.

Ich hab das Gefühl das hier einige nur die Worte Abmahnwelle und 1000 euro verstanden haben und dann gleich loswettern. Mit den Abzockanwälten mit ihren Abmahnwellen hat das hier aber nichts zu tun.
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06.06.2008 10:37 Uhr von blondie20
 
+8 | -4
 
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Mich hats auch erwischt Hatte auf meiner privaten Homepage ein winziges Bild von einer Pflanze. Direkt zu Beginn angemerkt: die Forderung, "Lizenzgebühr" zu bezahlen belief sich direkt auf rund 2.000€. Das hab ich noch erheblich runter gehandelt, aber trotzdem finde ich das... eher weniger angemessen.

Dass die prinzipiell im Recht sind und ich selber Schuld, das stelle ich nicht in Frage - und auch nicht mein Anwalt. Denn lizenzmäßig war das einfach unbedacht von mir. Aber wer hat schon vor ein paar Jahren an sowas wie Abmahnung gedacht... Nun sind wir schlauer geworden...
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06.06.2008 10:40 Uhr von DTrox
 
+10 | -13
 
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Stimme zu: Da sind sie wohl vollkommen im Recht!
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06.06.2008 10:42 Uhr von Tomsen2k
 
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stimmt schon, da haben sie ja recht, da sie ja eigentümer sind und somit lizenzen gezahlt werden müssen für die nutzung und die firma ja schliesslich von den lizenzerwerbungen auch leben muss.

aber ich muss auch sagen, dass die strafe von 1000 euro PRO bild schon mehr als heftig ist, also eine bisschen niedere strafe würde es auch tun.
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06.06.2008 10:58 Uhr von vmaxxer
 
+5 | -0
 
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getty Images: ist auch nicht ohne...
Ganz sauber arbeiten die auch nicht (lizenzentzug im nachhinein und dann abmahnung etc)
Bei Wikipedia steht mehr darüber inkl interessante links...

zb.. http://www.spiegel.de/...


Und man solte schon wohl zwischen komerzielle nutzung oder private nutzung unterscheiden. Eine Abmahnung in höhr von 2000€ für ein einziges (vermutlich kleines) Bild ist bei einer privaten Seite definitiv übertrieben. Würden die es ernst meinen gäb es ein Angebot über nach-Lizensierung....
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06.06.2008 11:00 Uhr von silencer404
 
+8 | -4
 
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Einige nennen das fair - ich nenn das Abzocke: Aber diese Personen kennen nicht die Preise von Getty Images! Ich hatte das Glück ein 60x60 Pixel Bild auf der Homepage zu haben, das mein Webdesigner aus Urzeiten noch auf dem REchner rumliegen hatte und verwendet hatte auf meiner nicht-wirklich-kommerziellen Homepage (kostenloses Webmail-Angebot ohne Werbung).

Naja Getty wollte knapp 1600 EUR plus Steuern. Noch dazu überwiesen nach Irland was wiederum bedeutet das man sich kompliziert die Irische VAT wiederholen musste. Selbst nach verhandeln mit der zuständigen Sachbearbeiterin in dem Fall, das Bild war superklein und die Lizenz sollte für kommerzielle Nutzung lauten, war kaum was am Preis zu machen. Zahlen muss man natürlich, sonst wird´s noch teuerer.

ALSO fair nenn ich was anderes. Und daher bin ich seitdem absoluter Unterstützer von Fotolia. Ihr glaubt garnicht wie komplex das ist auszurechnen bei Getty wieviel ein Bild für eure Homepage kostet. Da wird nach Laufzeit, Branche, Nutzungsart und x anderen Sachen unterschieden. Sowas können sich nur große Betreiber leisten. Und momentan versucht Getty bei den kleinen Leuten Kasse zu machen.

Ich kann nur jedem Webmaster empfehlen, entweder keine DE-Domains und Impressum zu nutzen (ist so oder so besser - anonyme CNO-Domains schützen gut vor Abmahnungen und Co) ODER seine Bildrechte wasserdicht zu machen. Im Zweifel erstmal alle Bilder runternehmen, wo die Herkunft unklar ist.

Ein einfacher Hinweis von Getty das man das Bild offline nehmen soll, hätte bei mir auch gereicht. Danach hätten die ja immer noch ne Rechnung stellen können - aber wie gesagt - die wollen Kasse machen. Naja wenn ich später mal in ner Firma was zu sagen hab, wird mit dieser Firma keine Geschäfte gemacht.

Und wer sich hinstellt und meint - Geschäftspraktiken die darauf basieren den kleinen Mann noch ärmer zu machen - sorry aber selbst als Wirtschaftsinformatiker hab ich genug Moralvorstellungen um zu begreifen, dass es diesbezüglich Grenzen gibt. Und unter meinesgleichen sind die Moralvorstellungen eh nicht besonders hoch wenn´s ums Geld verdienen geht. Als Großkonzern sollte man sich aber überlegen wie man es mit der Ethik hält, sonst könnte das langfristig übelste Folgen haben. Sieht man ja an den aktuellen News einiger großer DAX-Unternehmen.
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06.06.2008 11:10 Uhr von Mi-Ka
 
+3 | -2
 
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RecDC, wenn man die anderen Berichte liest, dann scheint es wirklich so zu sein, dass man die 1000€ (andere schreiben von 1500+MWST) beim ersten Brief zahlen muss und wenn man nicht reagiert kommen die ganzen Anwaltsgebühren dazu (angeblich weit über 5000€).

Ah ja,
ich denke schon, dass der allergrösste Teil auch der Meinung ist, dass auch Bilder nicht gestohlen werden dürfen. Aber es geht um die Strafsumme, über die sich ein nicht kleiner Teil aufregt.

Ea kommt dazu, dass es zu diesen hohen Abmahnungen gekommen ist, nachdem die Firma verkauft worden ist.
Nun gibt es einige, die glauben, dass der neue Besitzer versucht auf diese Art und Weise seine Milliarden wieder zurückzubekommen.
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06.06.2008 11:14 Uhr von derSchmu
 
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Wie bei Plattenfirmen Rechtlich gesehen ist das total OK, moralisch aber total daneben...wenn man sich da mal die Betraege anschaut. Das, was die dann bei ner Abmahnung steht in keinem Verhaeltnis zu der hintergangenen Dienstleistung.

Und wie ein Vorredner schon sagte...bei solchen Firmen ist es auch ueblich, da Lizenzen im Nachhinein zu entziehen und dann fuer vergangene Zeiten Abmahnungen zu fordern.

Ebenso wie manche Firmen (Internetseiten-Gruppen) Fotos und andere Bilder abmahnen, wo sie aber nur schwer nachweisen koennen, dass die die Bilder erstellt haben, bzw. die Rechte an den Bildern....
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06.06.2008 11:16 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -1
 
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Verständlich ist das nur bei Bildern die im "Alleinstellungsmerkmal" exklusiv verkauft werden. Da kann der Grafiker/Fotograf nur einmal kassieren und der Kunde denkt er sei alleiniger Inhaber des Fotos.

Mir geht das ganze auch zu weit, wenn einer sein Passfoto vom Fotografen ins Netz stellt und dann vom Fotografen auf zig-tausend Euro abgemahnt wird (weil die Nutzung nicht abgemacht war).

Ich kann euch als kommerzieller Seitenbetreiber nur DRINGEND raten:
Nehmt eure Digicam und fotografiert selber. Achtet darauf, dass ihr keinen Markennamen mitfotografiert. Auch keine Häuser, Kirchen, Kloster, Villen, Gebäude, Theater wo ihr nicht die "schriftliche" Genehmigung habt - auch keine Pflanzen und Schmetterlinge in einem Gewächshaus wo man Eintritt bezahlt ...!
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06.06.2008 11:18 Uhr von Marco Werner
 
+2 | -0
 
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Kann beide Seiten verstehen: Einerseits kann ich Getty verstehen, wenn die ihre Bilder verkaufen wollen,statt sie irgendwo geklaut vorzufinden. Andererseits steht in jeder Versicherungspolice o.ä.,daß man für Schäden,die durch eigenes Mitverschulden entstanden sind, nicht aufgekommen wird. Ich nehme an,Getty hat online so eine Art "Bilderkatalog"...warum sind die Bilder nicht mit einem Wasserzeichen o.ä. geschützt ? Das würde nicht zu extrem stören. Da könnte der Verdacht aufkommen, daß die genau aus diesem Grund nicht geschützt sind:Man will die "Entleiher" hinterher zur Rechenschaft ziehen...damit lässt sich höchstwahrscheinlich mehr Geld machen als mit dem eigentlichen Verkauf der Lizenzen. Daß Getty nicht mit sauberen Methoden arbeitet,kann man an dem Beispiel aus vmaxxer´s Link ganz gut sehen:Man entzieht dem Käufer einfach die Lizenz,um die Abmahnung zu rechtfertigen. Wo gibts denn sowas ? Ich hoffe,die Firma kassiert zumindest in diesem Fall eine deftige Abfuhr vor Gericht.
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06.06.2008 11:31 Uhr von mediareporter
 
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Als Fotograf hab ich volles Verständnis: Es gibt Spielregeln,.. wir fahren auf dem Kontinent auf der rechten Seite, wir zahlen für die Nutzung von Telefonen und so ist es auch mit Fotos bzw. Grafiken,.. das Internet ist kein Selbstbedienungsladen, selbst wenn ich etwas "kopieren" kann, dann darf ich es noch lange nicht "verwenden",.. man nimmt ja auch nicht einfach eine CD mit, nur weil sie im Regal steht.
Im übrigen unterliegen Verwendungen von Bildern und von Musik noch mehr Rechten: Recht am eigenen Bild (von mir darf NIEMAND ein Bild veröffentlichen, wenn ich das nicht will), Urheber- und Nutzungsrecht.
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06.06.2008 11:35 Uhr von maki
 
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Erinnert ziemlich stark an: die Rezept-Hexe...
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06.06.2008 11:44 Uhr von Netznews
 
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Kriminell wenn mp3 download illegal und kriminell ist dann ist diese Vorgehensweise meiner Meinung nach auch illegal und kriminell.

Mittlerweile wissen wir alle, wenn die Industrie oder eine Firma oder der Staat hinter einer Sache steckt dann ist alles legal und richtig.

Steckt aber eine einzelne Person noch genauer der einfache Bürger dahinter dann ist alles verboten illegal und kriminell!
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06.06.2008 11:45 Uhr von C. Lehr
 
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man muss da schon unterscheiden ob die Bilder ohne Lizenz für gewerbliche Zwecke genutzt werden oder ob sie jemand auf seiner privaten Homepage benutzt....

natürlich geht auch das zweite nicht, aber hier muss man doch nicht sofort mit dem teuren Abmahnhammer kommen... eine kurze Mail an den betreffenden er solle die Bilder unverzüglich entfernen muss doch da als erster Schritt machbar sein....

Aber da die Firma damit ihre Erlöse ein bisschen aufbessern will, wird sowas natürlich nicht in betracht gezogen...
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06.06.2008 11:48 Uhr von maki
 
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*kopfkratz*: "man nimmt ja auch nicht einfach eine CD mit, nur weil sie im Regal steht."

Nö, Dir klaut ja auch keiner Deinen Memorystick oder Deine CDs mit Deinen Fotos.
NORMALE Menschen wären stolz drauf, wenn ihre Fotos so anerkennenswert sind, dass Aussenstehende sie gern weiterzeigen. Ohne von Dir Geld für diese Dienstleistung zu verlangen. *fg*
Und ich bezweifle heftigst, dass Du zu jedem abgelichteten Gegenstand eine Einverständniserklärung des Besitzers vorweisen kannst!

Mit Euren perversen Rechtfertigungen müsste man eigentlich mit einer Unterlassungsklage an die staatlichen Abzocker rantreten können und denen die Verwendung von "Blitzern" verbieten lassen.

"man nimmt ja auch nicht einfach eine CD mit, nur weil sie im Regal steht."

Nö, ein Radio mit Kassettenrecorder reicht, um Musikstücke zu konservieren. :-P
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06.06.2008 11:49 Uhr von mediareporter
 
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@Netznews: Du glaubst doch nicht wirklich was du da schreibst,...

von Dingen, die mir nicht gehören lasse ich die Finger oder ich kaufe sie,...

es gibt Regeln (Gesetze) und wer dagegen verstösst, setzt sich dem Risiko aus, erwischt zu werden,...
Jeder hat die Chance selber Bilder zu machen und seine eigenen Fotos ins Netz zu stellen...
wenn er hier das Ergebnis von anderen nutzt, dann ist er schlicht ein Schmarotzer und läuft Gefahr dafür zu zahlen,...
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06.06.2008 11:54 Uhr von quickbrain
 
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Beweislast? In der Quelle heißt es:
"Zum einen wird der Betroffene u.a. aufgefordert eine gültige Lizenz für das Bild und seine Nutzung vorzulegen. Sollte der Betroffene nicht nachweisen können, dass das Bild rechtmäßig lizenziert wurde, müsse der in der beigefügten Forderung ausgewiesene Betrag innerhalb 21 Tagen ab Datum dieses Schreibens bei gettyimages eingegangen sein."

Das finde ich extrem problematisch, zumal die Firma aufgrund ihrer automatisierten Suche ja scheinbar auch Lizenzinhaber angeschrieben hat. Ist sowas nicht nach deutschem Recht eine Umkehrung der Beweislast? Stellt euch vor, ich habe eine Webpräsenz mit Medien von externen Quellen (gettyimages, etc...) aufgebaut, die jedoch alle ordnungsgemäß lizensiert sind. Da kann es doch nicht angehen, dass einen die Urheber der Medien frei nach Schnauze auffordern nochmal die gültige Lizenz nachzuweisen und mich ansonsten zu Zahlungen verdonnern. Bei einer entsprechend umfangreichen Seite käme ich dann ja gar nicht mehr zur Ruhe vor lauter "Nachweis"-Handlungen. - Zugegeben, das ist jetzt ein überspitztes Beispiel. Aber das Prinzip wird deutlich.
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06.06.2008 11:58 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Man muss es mal von der anderen Seite sehen es gibt Firmen (Internet, Printmedien usw) die mehrere tausend Euros, für Aufhängerfotos sogar auch mal 15.000 Euro zahlen.
Seht mal nicht nur die Rechte der Künstler - sondern auch der zahlenden Kunden.

Auch diese ehrlichen Kunden - die teuer für die Bilder zahlen - werden sehr rabiat, wenn sie ihre erkauften Fotos dann auf irgendwelchen privaten Homepages (meine Katze und ich) finden. Das wird mancher Privatmann nicht gleich verstehen - aber auch für die Kunden die bezahlt haben ist dies sehr ärgerlich.
Ich wäre auch sauer, wenn ich tausend Euro für ein Bild bezahlt hätte und sehe dann, dass Herr Hinz und Kunz dies auf seine "private" Homepage zum Nulltarif knallt.

Trotzdem bleiben die Preise extrem übertrieben. Es gibt Gallerien mit Hunterttausenden von Bildern im 2-stelligen Bereich für "normales" Geld. Getty Image bietet teilweise aber eine sehr hohe Qualität und Aktualität.
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06.06.2008 12:05 Uhr von KillA SharK
 
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Dank PicScout wird das Web automatisch abgegrast: natürlich sind die Lizensierungen teilweise recht fragwürdig,
wenn da im Nachhinein noch einmal Geld für gekaufte Bilder verlangt wird.

Bei Nutzern der Bilder ist auch teilweise so gut wie kein Unrechtsbewusstsein vorhanden. Wenn ich an meine Zeit in den Agenturen denke, da gab es keinerlei Hemmungen.
Katalog raus, gescannt, verfremdet und los.

Wieso man als Privatperson getty Bilder ins Netz stellt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Es gibt genug freie Bilder, und man kann auch mit wenig Aufwand selbst welche erstellen.

Und sich dann zu wundern, das getty jetzt die Hand aufhält, ist doch naiv.
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06.06.2008 12:45 Uhr von Netznews
 
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@mediareporter vor ca. 15 Jahren war die Technologie also übers Internet Daten austauschen und kommunizieren eine unglaubliche Sache.

Niemand verlangte für irgendwelche Dienste oder Bilder Geld dafür. Bis die Deutsche Telekom für lächerliche Dokumente, dass man überall sonst kostenlos bekommen hätte Geld verlangt hat.

Ja, so fing das Blut lecken an. Plötzlich wollten alle Firmen im Internet Präsent sein. Eigentlich nix dagegen, wenn nicht alles im Internet kommerziell betrieben wird. Selbst der Staat wollte für den Internet Anschluss Gebühren erheben zum Glück ist das Vorhaben vom Tisch.

Man muss ja nicht für alles Geld verlangen!
Meine Programme sind auch nur Freeware.

Die Geldgierigen Unternehmen und Menschen machen immer mehr unsere Wirtschaft kaputt, man muss sich nur die Energie Preise angucken.
Mansche haben teilweise Milliarden und bekommen den Hals immer noch nicht voll.

Und wir in Deutschland werden immer mehr ärmer!

Was hat das alles mit diesem Thema zu tun?

Ja meiner Meinung nach sind das die Selben gierigen Menschen wie die Milliardäre oder Kriminelle, die nur das Geld auf dieser Welt sehen sonst nichts. Schön abmahnen 1000 Euro! boah...

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