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US Armee - Freispruch beim Irak-Massaker-Prozess

Ein Soldat der US-Marine wurde freigesprochen. Ihm war unter anderem Vertuschung vorgeworfen worden. Im Jahr 2005 hatten mehrere Soldaten der US Armee, aus Vergeltung für den Tod eines Ihrer Kameraden, 24 Zivilisten getötet.

Zu den Opfern zählten Kinder und zehn Frauen. Die Männer zogen in dem kleinem Ort Haditha von Haus zu Haus und töteten wahllos Kinder, Männer und Frauen.

Das US-Magazin "Time" konnte diesen Fall aufgedecken. Der Großteil der Beschuldigten ist bereits freigesprochen worden.


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WebReporter: KING2008
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Prozess, Irak, Armee, Massaker, Freispruch, Felipe Massa
Quelle: www.spiegel.de
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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.06.2008 22:30 Uhr von One of three
 
+25 | -1
 
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Tja wenns die Rusen vor 65 Jahren gemacht haben war es "entmenschlicht" oder "barbarisch", wenns die Deutschen vor 65 Jahren gemacht haben werden die Mitwirkenden noch heute gejagt - nur die Amis werden aktuell noch immer freigesprochen ...
Manche sind halt gleicher ...
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06.06.2008 00:10 Uhr von K.A.L.
 
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@KING2008: Es mag zwar sein dass wir heute sehr weit weg sind von solchen Geschehen die Tag für Tag passieren und nicht nur Einzelfälle sind wie hier dargestellt, aber damals, im Jahr der Befreiung 1945 sind solche Verbrechen genau hier, in Deutschland auch von den Amis verübt worden!
Egal wo so etwas passiert, es ist verachtenswert...
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06.06.2008 00:30 Uhr von frdrsch
 
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unschuldig? ob die wirklich unschuldig sidn bezweifle ich... wieder einmal zeigt sich der Krieg von seiner besten Seite -.-
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06.06.2008 01:07 Uhr von Wurster
 
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nicht nur der Krieg: sondern auch die Rechtssprechung in den USA
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06.06.2008 08:11 Uhr von LogDoc
 
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Vergeltung?!? nichts rechtfertigt meiner Meinung nach einen Menchen umzubringen. Zumal in diesem Krieg weit mehr Iraker, nicht nur Terroristen, getötet worden als Amis. Gerade da sieht man wieder warum die Amerikanische Armee so beliebt auf der Welt ist....
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06.06.2008 08:20 Uhr von Python44
 
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Ein Wunder ! Er ist von den Amis freigesprochen worden, wer hätte DAMIT rechnen können ???

Und es soll Amerikaner geben, die sich über ihr bescheidenes Image in der Welt wundern...
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06.06.2008 08:24 Uhr von usambara
 
+3 | -2
 
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das ist Alltag im Irak. Nun wird mit den irakischen Stadthaltern ein
Dauerbleiberecht verhandelt, um das Land für Jahrzehnte
besetzt zu halten.
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06.06.2008 08:31 Uhr von LogDoc
 
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@usambara: der Vertrag lautet dann:
"Das Land wird solange besetzt bis das Erdölvorkommen zu nichte ist! Bis dahin sollten wir es geschafft haben, auch die Demokratie einzuführen!"
;)
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06.06.2008 08:46 Uhr von Lord Kraligor
 
+1 | -6
 
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One of three: "wenns die Deutschen vor 65 Jahren gemacht haben werden die Mitwirkenden noch heute gejagt - nur die Amis werden aktuell noch immer freigesprochen ..."

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die Deutschen haben u.a. systematisch Partisanen hingerichtet bzw. an deren Stelle Zivilisten. Das waren keine spontane Racheaktionen sondern eiskalt berechnetes Schreckensregime. Es geht hier um ein paar Soldaten, die "ausgetickt" sind. Mit Sicherheit ist die Dunkelziffer höher, aber das ganze mit den Taten im 2.WK zu vergleichen ist nicht angebracht.

- Kraligor
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06.06.2008 13:36 Uhr von Lord Kraligor
 
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Minuspunkte Minuspunkte sind eine tolle Sache, da können auch die Mitläufer, die ihre Meinung nicht begründen können, diese trotzdem kundtun.

Klasse Sache das. :)
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06.06.2008 13:59 Uhr von stephanB1978
 
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@lordkraligor: die hinrichtung von partisanen und zivilisten als abschreckung ist sogar nach der "zivilisierten" kriegsordnung gestattet.

so liegt die erlaubte quote etwa bei 1:10 ein toter soldat entspricht 10erlaubten toetungen an zivilisten. erst nach ueberschreitung dieser quote zaehlt es offiziell als kriegsverbrechen. kinder fallen jedoch nicht unter diese quote und eine toetung im rahmen solcher aktionen, zaehlt normalerweise immer als kriegsverbrechen. wobei bei partisanen noch andere vorschriften zaehlen, da diese nicht als regulaer erkennbare kombatanten zaehlen.

eine organisierte toetung von zivilisten bzw partisanen/guerillia kaempfern zur abschreckung ist so alt wie der die geschichte des krieges und war im 2.wk weder neuartig noch nur von den deutschen veruebt. so wurden solche taten auch von den streitkraefte der allierten veruebt. auch die misshandlung bzw zwangsarbeit sowie die toetung von kriegsgefangenen wurde von den allierten befehlshabern z.t. toleriert. es gibt in keinen krieg eine seite die sich moralisch anstaendig verhaehlt.

moralisch mag zwar solches vorgehen verachtenswert sein, nur es ist normal in einem krieg. auch werden solche taten von seiten der sieger im normalfall nur an den verlierern geahndet bzw wenn es politisch erwuenscht ist. siehe z.b. kriegsverbrechen der usa in vietnam und korea. es ist schon ein wunder, dass es ueberhaupt zu einem verfahren kam. doch der freispruch war zu erwarten gewesen.
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06.06.2008 16:08 Uhr von Lord Kraligor
 
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stephan "so liegt die erlaubte quote etwa bei 1:10 ein toter soldat entspricht 10erlaubten toetungen an zivilisten. erst nach ueberschreitung dieser quote zaehlt es offiziell als kriegsverbrechen"

Dafür hätte ich dann doch gerne eine Quelle, rein aus Neugierde.

"eine organisierte toetung von zivilisten bzw partisanen/guerillia kaempfern zur abschreckung ist so alt wie der die geschichte des krieges und war im 2.wk weder neuartig noch nur von den deutschen veruebt"

Logisch, hatte ich nirgends anders behauptet. Es ging mir nur darum, dass hier Einzeltaten (speziell die, um die es in der News geht) mit systematisch ausgeführten Kriegsverbrechen (nämlich jene, die im 2.WK verübt wurden) verglichen werden - und dann auch noch zugunsten der Kriegsverbrechen. Und das ist grober Unfug.

"moralisch mag zwar solches vorgehen verachtenswert sein, nur es ist normal in einem krieg"

Interessanterweise gibt es diesen "normalen" Krieg erst seit der "Zivilisierung" der Menschen, bzw. in großem Rahmen ab der Antike/dem Mittelalter.

"es gibt in keinen krieg eine seite die sich moralisch anstaendig verhaehlt."

Aber es gab im 2.WK eine Seite, die sich anständiger verhielt und das waren quantitativ die Alliierten (asugenommen UdSSR), während Deutschland, die UdSSR und Japan in so ziemlich jedes moralische Fettnäpfchen getreten sind bzw. sich darin gesuhlt haben.
Und natürlich schreibt der Sieger die Geshcichte, und natürlich begingen auch die Alliierten Kriegsverbrechen, aber nicht in derselben Quantität und Qualität wie ebengenannte.

Grüße,

- Kraligor
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06.06.2008 16:43 Uhr von Lord Kraligor
 
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Nachtrag: Ich habe mich nun selbst etwas belesen. Das Töten von zivilen Geiseln wurde in den Prozessen nach dem 2.WK als "Völkerrechtliches Gewohnheitsrecht" legitimiert, dennoch wurden die deutschen Kommandanten verurteilt, weil die stattgefundenen Tötungen nicht verhältnismäßig waren.
Allerdings ist diese Legitimierung mittlerweile außer Kraft, siehe Genfer Abkommen IV (in Kraft getreten 1950), Artikel 33 & 34:

33:
Keine geschützte Person darf für eine Übertretung bestraft werden, die sie nicht persönlich begangen hat. Kollektivstrafen wie auch jede Massnahme zur Einschüchterung oder Terrorisierung sind verboten.
...
Vergeltungsmassnahmen gegen geschützte Personen und ihr Eigentum sind verboten.

34:
Das Nehmen von Geiseln ist verboten.


- Kraligor
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06.06.2008 18:43 Uhr von Borgir
 
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unfassbar: da werden die alle freigesprochen.....was soll man dazu noch sagen?
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06.06.2008 21:09 Uhr von stephanB1978
 
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@lord kraligor: ok was den nachtrag angeht war ich da noch nicht informiert. eine rolle spielte diese quote u.a. bei den prozess um priebke. wo es um eine "angemessene" anzahl an toten zivilisten ging.

der vorgaenge an der ostfront unterlagen anderen "regeln" als die vorgaenge an der westfront. was in erster linie ideologischen gruenden geschuldet war. auch hatten beide seiten kein interesse das es kriegsgefangenen der eigenen nation beim gegner gut ging bzw es ueberhaupt zu gefangennahmen durch den gegner kommt.

jedoch lassen sich auch die armeen der usa, gb und frankreich nicht von systematischen kriegsverbrechen frei sprechen, wenn sie auch zum teil eine andere qualitaet hatten. so war der umgang von frankfreich mit deutschen kriegsgefangenen mehr als fragwuerdig. so wurden z.b. nicht ausgebildete soldaten zum minenraeumen eingesetzt oder nach dem krieg fuer die fremdenlegion erpresst.
das verhalten der usa war den deutschen gegenueber zwar das anstaendigste, jedoch kam es im asiatischen raum zu vielen uebergriffen. auch laesst sich zumindest der 2. abwurf der atombombe auf nagasaki als kriegsverbrechen einstufen.

die bombenstrategie der briten vorrangig und systematisch auf zivile ziele mit grosser opferanzahl zu zielen, ist aus meiner sicht ebendfalls ein kriegsverbrechen. spaeter uebernahmen die usa diese art der bombardierung.

mit organisierten kriegsverbrechen wie die angefuehrten laesst sich der fall im irak jedoch nicht vergleichen. so bloed es sich anhoert bei dieser art von kriegsverbrechen handelt es sich um "unfaelle" in der kriegsfuehrung. soldaten sind menschen und diese reagieren in kriegssituationen selten normal. ein soldat ist im krieg in einer permanenten ausnahme und bedrohungssituation. und so sind faelle wie dieser im irak weder typisch amerikanisch, noch typisch irgend etwas anderes. wobei nicht alles soldaten zu racheaktionen neigen, auch haengt dies mit der moral der truppe zusammen und wie sie von ihrer fuehrung rueckhalt bekommen. ein truppe die verheizt wird oder nur als kanonenfutter dient ist fuer solche faelle wahrscheinlich anfaelliger, als anders gefuehrte und eingesetzte truppen. auch duerfte die information der soldaten zumthema kriegsoprdnung und menschenrechte, bzw entmenschlichung des gegners ein entscheidener faktor sein.

um mal ein zitat abzuwandeln "im irak nichts neues" oder "all quiet on the iraqfront" ;-)

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