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EZB mahnt vor Inflation und stellt Zinserhöhung indirekt in Aussicht

In seiner Rede vom heutigen Donnerstag vor der Presse mahnte Jean-Claude Trichet, seines Zeichens Präsident der EZB, vor den Auswirkungen, welche die Finanzkrise auf die Realwirtschaft zu nehmen droht. Gleichzeitig warnte er vor hoher Inflation und korrigierte die Wachstumsprognose für 2009 nach unten.

Die Wachstumsprognose für die Eurozone wurde von den EZB-Experten dabei von bislang 1,3 bis 2,3 Prozent auf nunmehr nur noch 1,0 bis 2,0 Prozent abgesenkt und zu den robusten Wirtschaftsdaten des ersten Quartals war zu vernehmen, dass diese auf den bestehenden Aufträgen und dem milden Winter beruhen.

Die ungewöhnlich scharfe Warnung vor einer anhaltend hohen Inflation hat den meisten Anlegern jegliche Phantasie für baldige Zinssenkungen genommen. Im Gegenteil, es wurde zwar nicht direkt erwähnt, aber eine Zinserhöhung ist derzeit wahrscheinlicher als jedes andere Szenario.


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WebReporter: Vertigo123
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: EZB, Inflation, Aussicht
Quelle: www.kredit-und-finanzen.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.06.2008 20:01 Uhr von Vertigo123
 
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An der heutigen Rede kann man meiner Meinung nach sehr gut erkennen, wie lange es dauert, bis die doch heftigen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft durchschlagen. Eine Senkung der Wachstumsprognose um 0,3 Prozentpunkte und die Warnung vor hoher Inflation sind deutliche Alarmsignale.
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05.06.2008 20:45 Uhr von Styleen
 
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hach ja: Das passiert wenn Dinge einen Wert erhalten der gar nicht existent ist.
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06.06.2008 08:17 Uhr von LogDoc
 
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EZB: Ich bin ja ma erstaunt das sich endlich was gegen die Preisentwicklung tut. Was gleich bedeutet das der Kurs sinken wird. Aber immer noch besser als die ständig steigenden PREISE!!!

Mal sehen wieviel Auswirkung der kleine Bürger dieser Zinserhöhung zu spüren bekommt.
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06.06.2008 14:21 Uhr von Montauk
 
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historie beweist es / bitte selber denken: in der vergangenheit bedeuteten zinserhöhungen automatisch immer steigende Inflation. (achtung, hiermit behaupte ich genau dass gegenteil dessen, was die systempresse uns zu suggerieren versucht).

umgekehrt, fallende zinsen, deflation.

jüngst, und jüngste beispiele, sind bezüglich der inflation z. b. island, mit einem leitzins von derzeit etwa 15,5 prozent (laut wiki). die inflation dazu liegt bei 12 prozent (laut, achtung, statistik).


japan plagt sich seit mittlerweile jahrzehnten mit einer deflation herum (teuerung, liquiditätskrise, geldmangel).
japan fährt seit jahrzehnten, fast eine nullzinspolitik.


unsere derzeitige situation hat nichts mit inflation zu tun (das kommt erst wenn die leitzinsen entsprechend steigen).

wir befinden uns derzeit in einer stagflation.

die eigentliche krise (deflation) ist noch längst nicht ausgestanden. bisher konnten wir nur die spitze des eisberges sehen.


ansonsten bin ich etwas erschrocken, wie dümmlich, auch sogenannte finanzexperten, dem mainstream nachplappern...

aber, wessen lied ich sing...


immer wieder das gleiche
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06.06.2008 17:59 Uhr von Slippy01
 
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@Montauk: Steigender Zinssatz -> Mehr Leute wollen den Euro -> Nachfrage steigt -> Der Wert des Euros wird mehr wert -> Deflation!!
Nichts anderes.
>>"unsere derzeitige situation hat nichts mit inflation zu tun"
3,6 % Inflation hat natürlich nix mit Inflation zu tun... ;)

>>"die eigentliche krise (deflation) ist noch längst nicht ausgestanden. "
Deflation: sinkende Güterpreise! -> Geh mal Einkaufen ;)

Ach laut der Philips-Kurve (ok, Wikipedia) ist Stagflation unmöglich. Und die Philips-Kurve wird u.a. an Unis gelehrt.
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06.06.2008 21:47 Uhr von Montauk
 
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Slippy, natürlich gehe ich einkaufen und kann die teuerung am eigenen leib deutlich spüren.

aber gib doch selber mal acht, auf welche produkte die preise gestiegen sind.

es hat defenetiv nichts mit inflation zu tun, wenn auf monopolgüter wie energie, nahrung und rohstoffe die preise kräftig anziehen, und im gegensatz insbesondere industriell hergestellte güter im preis drastisch fallen (elektronikramsch), während die löhne "stagnieren".

was man auch in der uni lernt:

inflation = steigende preise + steigende löhne
zunahme der kapazitäten

deflation = sinkende preise bei wertschöpfung/arbeit + stagnierende/sinkende löhne, aufgrund der liquiditätskrise/geldmangel
abbau von kapazitäten


was meint den deine philipskurve zur realität?

wie lässt sich dadurch die deflation in japan (teurung, geldmangel) mit praktisch null zinsen erklären?

kennst du gegenteilige beispiele die mit der realität vereinbar sind?

deine 3,6 prozent inflationsrate:
die hier gespürte inflation ist importiert (stichwort dollar).


was bei unis wohl auch lieber aussen vor gelassen wird, ist der debetismus.
http://de.wikipedia.org/...

liegt wohl daran, dass es den eweglichen aufschwung der fiat money-gläubigen gefährden könnte.

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