05.06.08 09:48 Uhr
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Falsches Formular benutzt - Fehler bei Nachricht an EU löste Atom-Alarm aus

Ein Zwischenfall im Atomkraftwerk Krsko in Slowenien führte zum Atomalarm für ganz Europa (SN berichtete). Nach dem Austritt von Kühlwasser wurde das AKW heruntergefahren. Das Bundesumweltministerium spielte den Vorfall herunter.

Der große Fehler in Krsko war, dass der Zwischenfall seitens von Behörden als Übung bezeichnet wurde. Und dann wurde ein verkehrtes Formular benutzt, um die EU zu informieren, teilte Andrej Stritar, Leiter der slowenischen Atomschutzbehörde, mit.

Das Umweltministerium in Slowenien gab sich erstaunt, man selbst sah den Vorfall als "eher gering" an. Der Kraftwerksbetreiber teilte mit, für eine Notabschaltung habe kein Grund bestanden. Auswirkungen auf die Umwelt seien eher nicht gegeben.


WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: EU, Fehler, Alarm, Atom
Quelle: www.bild.de

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35 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.06.2008 07:04 Uhr von E-WOMAN
 
+0 | -0
 
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Tschernobyl lässt grüßen. Da wurde auch der Vorfall heruntergespielt. Bis klar wurde, das es sich nicht mehr verheimlichen lässt
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05.06.2008 09:56 Uhr von ika
 
+65 | -20
 
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ach schwachsinn E-Woman: du redest immer nur verwirrtes Zeug.
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05.06.2008 09:56 Uhr von coolio11
 
+24 | -14
 
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das kann doch jedem mal passieren: bei den unzähligen schweren und weniger schweren Störfällen in Atomkraftwerken jedes Jahr darf man doch mal das Formular verwechseln!
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05.06.2008 09:59 Uhr von usambara
 
+5 | -14
 
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Ecurie so der Name des Atom-Warndienstes muss erst mal ein
Formular ausfüllen...
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05.06.2008 09:59 Uhr von politikerhasser
 
+14 | -30
 
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05.06.2008 10:02 Uhr von meisterallerklassen
 
+12 | -7
 
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@coolio11: Krsko wird aber von Experten als gefährlich eingestuft, weil es den standard von 4 Kühlkreisen besitzt sondern nur 2!
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05.06.2008 10:08 Uhr von Borgir
 
+13 | -1
 
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ein falsches formular: sollte aber nicht dazu führen, dass leute ihr hirn abstellen oder plötzlich nicht mehr lesen können
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05.06.2008 10:26 Uhr von coolio11
 
+3 | -6
 
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@meisterallerklassen: mein Beitrag war ironisch gemeint. Ich hätte wohl besser dazu geschrieben "Ironie off!" Sorry!

Ich halte Atomenergie für absolut unverantwortbar und das nicht erst seit dem GAU in Tschernobyl. Bei vielen weiteren Beinahe-Katastrophen, die im Laufe der Jahre geschehen sind, konnten AKW-Explosionen gerade noch knapp verhindert werden wie z. B. in Sellafield/GB, Harrisburg/USA und unlängst Forsmark/Schweden, um nur einige zu nennen.

Ich stimme mit dir vollkommen überein. Atomenergie ist m.E. nie hundertprozentig beherrschbar und deshalb nicht zu verantworten.
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05.06.2008 10:26 Uhr von beidl
 
+2 | -5
 
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wo gab es warnung? In ganz Europa sicher nicht, ich hab hier in Wien keine Sirene gehört
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05.06.2008 10:28 Uhr von vinc1986
 
+12 | -2
 
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Tschernobyl war eine Reihe von Fehlern die begangen wurde und die sich gegenseitig hoch gespielt haben ist glaube ich mit dem nicht zu vergleichen!
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05.06.2008 10:30 Uhr von DirtySanchez
 
+2 | -10
 
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@ika: sehr schöner fachlicher ton, man sieht das deine hauptschulausbildung früchte trägt...
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05.06.2008 10:31 Uhr von J_Frusciante
 
+9 | -2
 
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ganz: tolles autor-kommentar.

meine güte haben die leute keine ahnung ...
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05.06.2008 11:08 Uhr von FredII
 
+5 | -1
 
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Was war eigentlich passiert? viel Rauch um Nichts!
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05.06.2008 11:13 Uhr von WWWiesel
 
+3 | -3
 
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@kommentarabgeber: hehe... Formular... hmm ging das dann per Post raus?? Was machen die eigentlich wenn mal die Post streikt?? *fg*
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05.06.2008 11:37 Uhr von hankhl
 
+5 | -1
 
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ich muss einfach mal meinen Senf dazugeben: @kommentarabgeber: Du hast sowas von Recht, die Vergleiche mit Tschernobyl hinken ziemlich. Sobald die Leute etwas von einem Störfall lesen, heißt es "Tschernobyl lässt grüßen blablabla". Ein GAU ist der größte anzunehmende Unfall, der von den Sicherheitsmechanismen eines AKW noch aufgefangen werden kann. Tschernobyl war ein Super-GAU, d.h. die Sicherheitssysteme konnten nichts mehr machen (wie auch, wenn das Dach wegfliegt).
Das Austreten von Kühlwasser ist bereits ein GAU. Wenn die Sensoren das registrieren und der Reaktor vollautomatisch heruntergefahren wird, besteht kein Grund zur Panik. Das Herunterfahren geht bei heute laufenden AKWs in knapp einer Sekunde, und nicht in 40, wie in Tschernobyl, so dass die Brennstäbe noch schööön viel Zeit hatten, sich zu verbiegen und nicht mehr in die Löcher zu passen.
Aber wie kommentarabgeber schon erwähnte: Viele AKW-Gegner haben sich gar nicht tiefer mit Tschernobyl beschäftigt, die wissen nur "Da hats Bumm gemacht, also ist Atomkraft böse."
AKWs bestehen aus mechanischen Teilen, die einem gewissen Verschleiss unterliegen, kaputt gehen können und gewartet werden müssen. Die Frage ist nur, wie schnell auf Pannen reagiert wird (siehe z.B. Reaktor herunterfahren).
Aber die Meinung des Autors mit dem Tschernobylvergleich bezog sich wahrscheinlich nur auf die Verheimlichung des Vorfalls :-)
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05.06.2008 11:41 Uhr von Schwertträger
 
+5 | -2
 
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Ich hoffe ja, dass das Gesetz noch wieder gekippt wird.

Auch wenn bei AKWs prinzipiell die Gefahr eines GAUs besteht, sind es doch nach wie vor die am besten an den Verbrauch anpassbaren Kraftwerke und, wenn wir uns einigen, das Lagerproblem für die Endprodukte zu lösen, die saubersten.

Ein einseitiger Ausstieg ist jedenfalls Schwachsinn, solange die Nachbarn um uns herum fleissig neue AKWs bauen, die nicht hohen deutschen Standards entsprechen und nicht von deutschen, gut ausgebildeten Sicherheitsfachkräften beaufsichtigt und gewartet werden.
Im Ausland freut man sich über die Deutschen, die dann in Spitzenzeiten kräftig Strom einkaufen und für die Auslastung der einheimischen Kraftwerke sorgen.

Besonders lustig finde ich die sich jedes Jahr wiederholende Szenerie, wenn Windenenergie-Befürworter ihre üppige Weihnachtsbeleuchtung anschmeissen und hoffen, dass der Dezember besonders windig wird, um die 120% Bedarf auszugleichen.



Zur News: Störfälle gibt es viele, Beinahe-Katastrophen auch. Aber deswegen muss man keine Panik schieben.
Tue ich beim Autofahren ja auch nicht, und da hatte ich schon mehrere Beinahe-Katastrophen. Da dürfte ich keinen Meter mehr fahren. Und die wären für mich und meine Familie genauso tödlich gewesen, wie irgendeine Strahlung.

Solange auf die Störfälle reagiert wird und die Ursache behoben, ist doch alles so, wie es sein soll.


An den versuchen, erstmal nichts nach draussen dringen zu lassen, wird sich nicht viel ändern, denn das ist eine grundmenschliche Eigenart.
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05.06.2008 11:42 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -2
 
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@DirtySanchez: Wieso? Wie hat denn ika vorher geredet?
:-)
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05.06.2008 11:49 Uhr von coolio11
 
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@kommentarabgeber: "Bei heutigen Kraftwerken ... grundlagentechnisch gar nicht mehr möglich."
Okay, da mag was dran sein. Und der jetzíge Zwischenfall in Slowenien war nach allem was man hört falscher Alarm.

Aber die Gefahr von Kernschmelzen bei AKWs besteht nach wie vor. Unlängst wäre es im schwedischen Forsmark beinahe zu dieser größtmöglichen Katastrophe im Bereich Kernkraft gekommen. Innerhalb der letzten Jahrzehnte sind wir im Zusammenhang mit Kernenergie immer wieder knapp an schlimmen Katastrophen vorbeigeschrammt (wie gesagt: z. B. in Sellafield und Harrisburg, um nur zwei zu nennen).

Und da willst du im Ernst freiwillig neben ein Kernkraftwerk ziehen? Mach nur! Die Gefahr, dort an Leukämie zu erkranken ist nachweibar signifikant höher.
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05.06.2008 11:50 Uhr von fruchteis
 
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Seid doch froh: Lieber ein falscher Alarm durch ein falsches Formular zuviel, als ein vertuschter Störfall wie 1986 in Tschernobyl und möglicherweise auch noch anderswo! Wenn die Slowenen feststellen, dass ja eigentlich keine Gefahr besteht und sie die Aufregung der anderen nicht verstehen, muss ich ihnen erst mal Recht geben. Wir können doch aus der Distanz nicht einfach unterstellen, dass die Slowenen lügen. Wer gibt uns das Recht dazu?
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05.06.2008 11:55 Uhr von fruchteis
 
+3 | -2
 
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@coolio11: Das mit der Leukämie ist noch nicht bewiesen, weil die Schlüsse nur in einer Richtung gezogen werden. Neben dem Atomkraftwerk: "Ah, da haben welche Leukämie. Naja, kein Wunder, ist ja ein Atomkraftwerk in der Nähe" 200 km weg: "Ah, da haben welche Leukämie. Tja, bisher weiß keiner, was die Ursache ist." Ein Wissenschaftler hat mal in einer Fernsehsendung gesagt: "Im Stadtgebiet von Hamburg leben mehr Leukämiekranke als im Umkreis der drei größten Atomkraftwerke der Bundesrepublik. Sollen wir deshalb Hamburg abreißen?"
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05.06.2008 12:11 Uhr von Commander_J
 
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Falsches Formular...?! Was is wenn das AKW wirklich mal in die Luft fliegt...?! Sreiten sich die Experten dann erst ne Woche, welches Formular jetzt ausgefüllt werden muß...???

Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum es bei Pripjat/Tschernobyl so lange gedauert hat, bis die Öffentlichkeit Bescheid wußte...!
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05.06.2008 13:09 Uhr von Mario1985
 
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@EWoman: das Wort "verkehrt" gibbet soweit ich weiß nur in der IDIOTENSPRACHE. Wenn man aber News schreiben will, sollte man auf seine Ausdrucksweise achten und dann statt "verkehrt" einfach "falsch" schreiben
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05.06.2008 13:18 Uhr von Schwertträger
 
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@Mario1985: Das Wort "verkehrt" ist lediglich etwas älter und war früher gerade im offiziellen Gebrauch recht häufig.
Es kommt von "ins Gegenteil verkehrt" und bedeutet so im entsprechenden Zusammenhang so etwas wie "falsch". Ob man es in jedem Fall verwenden sollte, statt des von Dir präferierten Wortes "falsch", würde ich auch bezweifeln, aber einen rigerosen Ersatz finde ich genauso unsinnig.
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05.06.2008 13:30 Uhr von Schwertträger
 
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@coolio: Eben! BEINAHE-Katastrophen !! Beinahe heisst, sie wurden verhindert.

Nach 1000 Beinahe-Katastrophen ist immer noch nichts passiert.
1000 Beinahe-Katastrophen lehren einen nur, dass die Sache gefährlich ist und sie mit höchster Wachsamkeit betrachten muss.
Gut, denn dann schleifen sich nicht so leicht Nachlässigkeiten ein.


Es besteht jedenfalls kein Grund anzunehmen, dass beinahe-Katastrophen in Zukunft nicht mit der gleichen Wahrscheinlichkeit verhindert werden, wie sie bisher verhindert wurden.
Vor allem, weil seitdem die Vorschriften verschärft und die Sicherheitsmassnahmen permanent verbessert wurden.

Sicher kann trotzdem was passieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht so hoch.

Insofern können wir hoffentlich so lange durchhalten, bis wir vom Spaltungsreaktor auf Fusionsreaktoren umsteigen können.



Wennich übrigens neben eine Kraftwerk ziehen müsste, dann lieber neben ein AKW, als neben ein Kohlekraftwerk.
Krebs kann man auch von Schwebstoffen bekommen sowie von den Starkstrom führenden Überlandleitungen, die nachweislich auf Grund ihrer Frequenz und Feldstärke Krebs verursachen.

Ausserdem ist mein eigenes Risiko, durch Herzkranzgefässverfettung zu sterben, ungleich höher, denn ich mag keinen Sport und habe eine grossteils sitzende Jobtätigkeit. Wozu sollte ich mir da Gedanken um Krebs im Umkreis eines AKWs machen?
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05.06.2008 13:41 Uhr von Muhnie
 
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Alles nur Herunterspielen Ich denke dass hier einfach alles nur heruntergespielt wird. Schon schlimm genug dass das Kernkraftwerk auf Erdbeben-gefährdetem Gebiet gebaut wurde -.-

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