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Steuervorteile bei Privatschulenbesuch bleiben bestehen

Nach der Überarbeitung des Steuergesetzes 2009 steht nun fest: Schulgeld für den Besuch von Privatschulen sind weiterhin in Grenzen absetzbar. Die bisherigen nur prozentual begrenzte (30%) Absetzbarkeit wurde auf 3.000 Euro gedeckelt.

Die Initiative des sozialdemokratischen Finanzministers Steinbrück, zur Streichung dieser Förderung, scheiterte innerhalb der Koalition. Gerade Politiker aus der Union hatten geäußert, ein Wegfall dieser Steuererleichterung sei ein "Anschlag auf das wichtige Privatschulwesen in Deutschland"

In Deutschland besuchen ca. sieben Prozent der gesamten Schülerschaft eine private Schuleinrichtung.


WebReporter: mamuko
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Steuer
Quelle: www.tagesschau.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.06.2008 17:32 Uhr von mamuko
 
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Ein Schelm, wer hier Böses denkt und meint, in dieser "Betuchtenförderung" die Wurzeln des Sozialdarwinismus zu erkennen.
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04.06.2008 17:57 Uhr von artefaktum
 
+6 | -2
 
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Was viele nicht wissen Privatschulen werden in Deutschland zu ca. 2/3 vom Steuerzahler (also der Allgemeinheit) subventioniert, in NRW sind es sogar 94 Prozent.

Mit anderen Worten: Damit Besserverdienende ihre Kinder auf Privatschulen schicken können, müssen alle Steuerzahler zahlen also auch die, die sich diese Schulen für ihre Kinder gar nicht leisten können.

So viel zum Thema: Privat ist immer besser, aber hintenrum von der Allgemeinheit subventioniert (so wie bei den Steuervorteilen ja auch).
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04.06.2008 18:24 Uhr von Severnaya
 
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wenigstens: bleiben die gekauften schulabschlüsse bezahlbar, recht so CDU
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04.06.2008 19:15 Uhr von Jimyp
 
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Gut so oder wollen wir noch mehr Schulabgänger haben, die noch nicht mal einfachste Rechenaufgaben lösen können? Vor allem in Großstädten sind staatliche Schulen das Letzte!
Und es ist nicht so, dass nur reiche Eltern ihre Kinder auf Privatschulen schicken, auch Normalverdiener tun das immer öfter!
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04.06.2008 19:39 Uhr von kobban
 
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naja Steinbrück: kassiert trotzdem die Millionen in seine Tasche!
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04.06.2008 19:40 Uhr von artefaktum
 
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@Jimyp: "Gut so oder wollen wir noch mehr Schulabgänger haben, die noch nicht mal einfachste Rechenaufgaben lösen können?"

Und wenn wir die öffentlichen Schulen weiter ausbluten wird das besser werden?


Intelligenz und Talent eines Menschen sind unabhängig von Vermögen und Einkommen der Eltern. Viele intelligente und talentierte Schüler sollen dann zunehmend nicht mehr entsprechend gefördert werden, weil die Eltern zu wenig Geld haben? Junge Menschen sollen aufgrund von Talent und Intelligenz gefördert werden und nicht aufgrund der Geldtasche der Eltern. Warum sollen wir uns diesen riesigen Pool an talentierten Schüler freiwillig verkleinern? Chancengleichheit bei der Bildung ist eine demokratische Errungenschaft vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte. Warum dieser Rückschritt jetzt ein Fortschritt sein soll lass ich mir nicht einreden, nur weil einige wieder eine verschärfte Klassengesellschaft anstreben.
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04.06.2008 20:19 Uhr von Slippy01
 
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Alle reden hier als wären sie die Experten schlecht hin.
Privatschulen haben nicht immer was mit "besser betucht" zu tun. Man kann auch schon für 50 €/Monat auf ne Privatschule. Das ist nicht viel. Und ab und an hat es auch einfach mit der Entfernung zu tun.
>>"Privatschulen werden in Deutschland zu ca. 2/3 vom Steuerzahler (also der Allgemeinheit) subventioniert."

Irre ich mich, oder spart der Staat dadurch 1/3 der Kosten? Die Kosten werden in etwas wohl die gleichen sein, denn soviel besser sind die Privatschulen auch nicht ausgestattet. Zumindest nicht die Schulen die ich gesehen bzw besucht hatte.
Soviel zum Thema Privatschulen.


Aus Steuersystematischer Sicht sollte es aber schon längst abgeschafft werden....
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04.06.2008 20:32 Uhr von terrordave
 
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ich war: auf privatschulen sowie deutschen staatlichen schulen. letztere sind oftmals ihre steuergelder nicht wert. unmotivierte lehrer, unfähige schulleitungen eltern, die sich einen dreck kümmern, leistungsniveau im keller, vom heruntergekommenen gebäude mal ganz zu schweigen.
meine geschwister erleben (eine auf privat, eine staatlich) völlig andere schulen und lernumgebungen. der staat hat seine schulen vergessen oder zumindest hasst er sie, so einen eindruck machen sie zumindest. geld fließt auch so gut wie keines.
wenn verantwortungsbewusste eltern ihre kinder daher auf privatschulen, und seien es kirchliche schulen, schicken, um ihren kindern bessere perspektiven zu öffnen und damit gleichzeitig der gesellschaft durch bessere mitglieder einen dienst erweisen, dann ist das nur natürlich und lobenswert.
und das hat überhaupt nichts mit dem einkommen zu tun, wie immer gleich das vorurteil lautet. privatschule = bonzenschule, das hör ich immer wieder. solchen miesmachern kann ich entgegnen, dass das schulgeld teilweise bei 60 euro im monat anfängt. soviel sollte man für seine kinder schon übrig haben oder sind sie das nicht wert? wenn ich zu schulfreunden zu hause war, gab es welche, die hatten den boden mit marmor gepflastert und andere, bei denen die mutter alleinerziehend in ner 3zimmerwohnung lebte.
die leute hatten nur eines gemeinsam. verantwortungsbewusstsein und eine hochschätzung einer guten erziehung, und nicht etwa eine dicke brieftasche.
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04.06.2008 21:01 Uhr von Jimyp
 
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@artefaktum: Die Miesere an öffentlichen Schulen lässt sich nicht so einfach abstellen, auch nicht mit mehr Geld.
Eine Privatschule bietet alleine schon den Vorteil, dass dort Jemand dahinter steht, dem diese Schule wichtig ist, der für den Erfolg arbeitet.
Eine staatliche Schule hat in den meisten Fällen auch den Charakter einer staatlichen Einrichtung. Den Mitarbeitern ist sie letztendlich egal, Stillstand, keine Weiterentwicklung.
Wieso sollte man Jemanden eine Steuererleichterung nehmen, wenn er für seine Kinder nur das Beste will? Sie auf eine Schule schicken will, wo man noch was lernen kann und keine Unruhestifter in der Klasse sitzen?
Man sollte sich lieber darüber aufregen, dass immer noch Millionen € an Entwicklungshilfe nach China fließen.
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04.06.2008 22:25 Uhr von artefaktum
 
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@Jimyp: "Eine staatliche Schule hat in den meisten Fällen auch den Charakter einer staatlichen Einrichtung. Den Mitarbeitern ist sie letztendlich egal, Stillstand, keine Weiterentwicklung."

Das ist keine Frage der Einrichtung, sondern des jeweiligen Lehrers. Ich hab mein Abitur an einer staatlichen Schule gemacht. Dort gab es einige, die wirklich unengagiert waren. Die meisten aber nahmen ihren Lehrerberuf sehr ernst und waren daran interessiert, wirklich was (auch über den Lehrplan hinaus) den Schülern zu vermitteln. Das ist eine Frage des persönlichen Ehrgeizes. Die Menschen werden nicht plötzlich besser, nur weil sie privat angestellt sind.

"Sie auf eine Schule schicken will, wo man noch was lernen kann und keine Unruhestifter in der Klasse sitzen?"

Willkommen im Leben! Das Leben ist nicht immer leicht, und wir müssen lernen auch mit Menschen klarzukommen, die nicht so bequem sind. Das nennt man soziale Kompetenz. Schüler die immer nur mit Samthandschuhen angefaßt werden, können diese Kompetenz nicht erlernen. Diese Luftblase mag bequem sein, geht aber an der eigentlichen Realität vorbei. Die Welt ist nunmal nicht so wie wir sie uns wünschen sondern so, wie sie wirklich ist. Lernt man diese Lektion nicht am eigenen Leibe, bleibt man Weltfremd. Übrigens ein Problem, dass ich an unseren gegenwärtigen "Eliten" zunehmend sehe.
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04.06.2008 22:47 Uhr von Jimyp
 
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@ artefaktum: Das Problem ist die gesamte Schule an sich, einzelne engagierte Lehrer retten das auch nicht mehr. In einer Privatschule herrscht eine ganz andere Atmosphäre.

"Willkommen im Leben! Das Leben ist nicht immer leicht, und wir müssen lernen auch mit Menschen klarzukommen, die nicht so bequem sind. "

Das, was heute in vielen Schulen abgeht, vor allem in Großstädten, ist einfach nicht mehr normal und dort ist auch kein Lernen mehr möglich. Es bringt keinem Schüler etwas, mit anderen, lernunwilligen Schülern, die nur auf Ärger und Unruhe aus sind, in einer Klasse zu sitzen. Das hat keine einzige positive Auswirkung. Um eine gute soziale Kompetenz zu entwickeln, muss man sich nicht mit Asozialen abgeben!

Solche Probleme gibt natürlich nicht an allen staatlichen Schulen. Ich war auch auf staatlichen Schulen und dort war soweit alles ok, aber in eine staatliche Berliner Schule würde ich kein Kind schicken!
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05.06.2008 10:23 Uhr von Borgir
 
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sorry, aber: wer den besuch von privatschulen finanzieren kann, hat normalerweise nicht unbedingt wenig geld...warum also steuervorteile
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06.06.2008 08:09 Uhr von oneWhiteStripe
 
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klasse! stopfen wir denen einfach noch etwas mehr geld in den arsch. klasse idee.

@chimpy: meinst du nicht du schreibst mit deiner aussage einen GROSSTEIL der deutschen schulen und schüler ab? nach dem motto: die die geld haben bringen ihre kinder auf privatschulen, der rest ist ausschuss?

seid ihr alle total durchgeknallt? wenn auch nur einer überreissen würde was dies wirklich bedeutet würden die reaktionen wohl etwas anders ausfallen!

*kopfschüttel*

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