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US-Kleinstadt wehrt sich gegen Google Street View

Die amerikanische Kleinstadt North Oaks im US-Bundesstaat Minnesota geht gegen die Veröffentlichungen von Straßenbildern aus dem Ort auf Google Street View vor. Die Straßen gehören den Bewohnern der Stadt. Laut Minneapolis Star Tribune fordern die Bürger, die Fotos zu löschen.

Google dürfe keine Bilder von privatem Grund und Boden machen, so Bürgermeister Thomas Watson. Von Abgrenzungen der Bürger sei aber keine Rede. Google-Sprecherin Filadelfo teilte mit, man sei der Aufforderung nachgekommen, die Bilder zu löschen. Es gab schon Streit seit dem Start des Dienstes.

Das Pentagon untersagte das Anfertigen von Fotos militärischer Anlagen (SN berichtete). Auch ein Ehepaar aus Pittsburgh hatte geklagt, nachdem Google angeblich Fotos ihres Privatgrundstücks geschossen haben soll. Auf Street View sind zurzeit nur Straßen aus den USA zu sehen, Europa soll bald folgen.


WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: USA, Google, Klein, Street View
Quelle: derstandard.at

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.06.2008 11:35 Uhr von First-Master
 
+12 | -4
 
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Richtig so! Man muss sich nicht alles gefallen lassen.
Besonders wenn es um privates Eigentum geht!
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03.06.2008 11:40 Uhr von XvT0x
 
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warum auch nicht: da werden sicher noch mehrere städte dazu kommen, find das ist jedem seine entscheidung, gehört zur privatsphäre. ich möchte ja auch nicht das jeder spacko der meine adresse kennt sofort mein haus, meine straße, meinen garten,... sieht
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03.06.2008 13:56 Uhr von Josch93
 
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was bitte daran so schlimm? Ich meine bei google kann ich auch mein Haus sehen, nur halt von oben...
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03.06.2008 14:28 Uhr von eriknicklas
 
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ich find´s cool: die leute sollten sich nicht immer über jeden mist aufregen. wen interessiert schon der garten oder das Haus von irgendeinem? wer sich das ansehen will, weil er denjenigen nachspioniert, wird auch in der nachbarschaft wohnen und braucht nicht googlen.
es ist doch toll, wenn man z.b durch seine lieblingsstadt gehen oder sich wieder ab orte begeben kann, in denen man urlaub machen wollte oder will.
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03.06.2008 14:39 Uhr von Pitbullowner545
 
+4 | -1
 
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ich: würd denen auch was scheissen, erstmal ist google nichts weiter als eine gigantische werbefirma die mit daten gott weiss was machen, zudem ist das eingriff in die privatsphäre

aber sollen die mal machen, kann ich auch mal ne abmahnung mit einer xbeliebigen summe verschicken :D
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03.06.2008 15:19 Uhr von Schwertträger
 
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@eriknicklas: Zu kurz gedacht: >Wen interessiert schon der Garten oder das Haus von irgendeinem?<

Viele!
Sehr viele!

Wenn heute in der Zeitung steht, Herr K. aus Zaunhausen hat wegen seines Kirschbaumes, der rüber zum Nachbarn hängt, mit eben jenem Nachbarn so einen Ärger bekommen, dass der seinen Porsche mit der Schrotflinte beharkt hat, dann suchen via Google Tausende von Leuten in Zaunhausen nach dem Grundstück mit dem Krischbaum und sehen so auch gleich mal, was im weiteren Umkreis dieser beiden speziellen Häusern so los ist. Wenn dabei was Interessantes zu sehen ist, dann wird auch das am nächsten Tag im Internet breitgetreten.

Sei nicht so fantasielos!
Mal Dir die schlimmste Variante aus, die Dir in den Sinn kommt und addiere 10% dazu. Das ist dann die Realität.

Voyeurismus ist eine Riesenantriebsfeder des Menschen, unterschätz das nicht. Nicht umsonst sind Links wie "Verona nackt" wahre Anklickrenner.
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03.06.2008 15:59 Uhr von Scare4t2
 
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Anscheinend haben einige hier "Big brother" noch garnicht richitg gecheckt! gehts eigentlich noch? Keiner hat das Recht, Fotos von meinem Grundstück oder meinem Auto oder irgendeinem anderen besitz von Mir in Internet zu stellen und aller Weltsleute zugänglich zu machen! Privatsphäre nennt sich das! Und das was Google macht, ist einfach nur noch grausig und man muss echt Angst davor haben. Schaut euch die ganzen berichte an etc.. Google ist schon lange nicht mehr einfach nur eine Suchmaschine mit Top treffern. Da hängen mittlerweile ganz andere mit drin. Der gläserne Bürger...das ist bald sowas von wahr!
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04.06.2008 02:49 Uhr von Pitbullowner545
 
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und: die Satellitenbilder von Google Earth sind frei zugänglich für jeden, das ist nix tolles.. zudem ist deren auflösung nicht gut genug für irgendwas, das was die aber bei Street View veranstalten schon
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04.06.2008 10:23 Uhr von Lykantroph
 
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Wo ist das Problem? Ich wüsste nicht, wo dass Problem ist, wenn sich jemand auf die Straße stellt, und siese entlangfotografiert.
Es ist weder verboten, noch in irgend einer Weise strafbar. Wenn dann nun zufällig mein Grundstück irgendwo am Rand zu sehen ist, dann ist das halt so.

Stellt euch vor, in Touristengegenden würden sich die Anwohner beschweren, die Touristen würden Bilder machen, auf denen die Häuser der Anwohner zu sehen sind...

Anders sieht es natürlich aus, wenn die Gründstücke DIREKT fotografiert werden, also das Motiv darstellen. Wobei ich mir den Sinn und Zweck davon nicht vorstellen kann und bezweifle, dass Google die Gründstücke direkt fotografiert... Wozu? Man will doch die Straße sehen.
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04.06.2008 11:19 Uhr von Schwertträger
 
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@Lykantroph: Der Unterschied liegt in der Verbrei- tung.

Wenn Touristen in einer Touri-Gegend Fotos machen, dann bleiben diese Fotos meist in den privaten Beständen der Touris und dürfen nicht so ohne weiteres online gestellt werden (jedenfalls könnten die Eigentümer der darauf abgebildeten Häuser protestieren, so weit ich das erinnere).

Dazu kommt, dass die Intention der Bilder schiessenden Touris eine andere ist, die Bilder also andere Ausschnitte zeigen.

Ausserdem fragen Touris vorher (sollte jedenfalls so sein), ehe sie indiskrete Motive mit auf´s Foto nehmen.

Schlußendlich stelle ich mich als Bewohner eines für Touris interessanten Motivs auf Fotos ein und achte vermehrt(!) darauf, dass nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Ecken und Details abgeschirmt bleiben.

Achtet mal drauf, wenn ihr das nächste Mal in einem Touriort spazieren geht!
Entweder ist das ganze Grundstück offen und tiptop gepflegt, aber sämtliche Gegenstände und Sitzmöbel darauf arrangiert (dann spielt sich das Privatleben ausschliesslich drinnen ab bzw. draussen nur die kontrollierte Version), oder aber ein teil ist sichtbar und dei Stimmen der Privatleute dringen hinter hohen Hecken, geschickt platzierten Schuppen oder Hühnerhäuschen hervor.
Auf jeden Fall bestimmen die Leute auch dort, wo möglich, selber, was zu sehen ist, und was nicht.


Ich besitze ein altes Speichergebäude aus Holz, Baujahr 1602, und bisher ist erst einer dahergekommen und hat das Teil fotografiert, OHNE zu fragen.
Alle anderen haben geklingelt und gefragt, ehe sie fotografiert haben.
Und einige haben für bestimmte Winkel, in denen dann private Gartenmöbel und evtl. eine Person zu sehen waren, nochmal extra gefragt.
Gehört sich ja auch so.



Im Internet stehen die Bilder aber für jeden offen, welche Motive der auch immer haben mag und das Bewusstsein, dass das Haus eben zu sehen ist, ist nicht vorhanden, weil eben nicht dauernd Touris vorbeiziehen, sondern nur von Zeit zu Zeit der Googlefotograph, während die Touris im Internet vorbeiziehen, wo der Eigentümer sie nicht mitbekommt.

DA liegt der Unterschied.
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04.06.2008 16:49 Uhr von Lykantroph
 
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und ich sage es nochmal: Wenn jemand eine Straße entlang fotografiert, egal aus welchem Grund, ist es unvermeidbar, dass dort Häuser drauf zu sehen sind und ich sehe nichtmal den Ansatz eines Grundes für Beschwerden.

Stellt sich jemand direkt vor mein Grünstück und fotografiert DAS GRUNDSTÜCK, stimme ich dir vollkommen zu.

Aber wenn ich ein Panorama fotografiere, dann kann sich keiner beschweren, dass 2km entfernt sein Balkon zu sehen ist.

Genauso kann sich keiner Beschweren, wenn eine Straße fotografiert wird, dass am Rand 2m² seines Vorgartens mit auf dem Bild sind.

Das Motiv zählt, und das Motiv ist die Straße.

Wenn ich einen öffentlichen Platz fotografiere, darf sich auch keiner Beschweren, dere auf dem Foto zu sehen ist, sobald eine bestimmte Anzahl an Personen auf dem Bild zu erkennen ist, bzw. keine Person als Motiv zu erkennen ist.

Genau so ist verhält es sich mit den Grundstücken an einer Straße. So lange die Aufmerksamkeit des Betrachters nicht UNBEDINGT auf DIESES Grundstück gelenkt wird, sondern das Motiv die Gesamtheit des Bildes darstellt, und das Grundstück quasi "ausversehen" mit drauf ist, dann ist in dem Moment nicht das Grundstück von Interesse, sondern die Straße.

Und wer sich in dem Moment beschwert, der ist mächtig paranoid. Der Beschwert sich auch, wenn jemand vor dem Gartentor stehen bleibt, und die hübschen Rosen betrachtet.
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04.06.2008 17:35 Uhr von Schwertträger
 
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@Lykantroph: Ja, da bin ich auch immer wachsam: >Und wer sich in dem Moment beschwert, der ist mächtig paranoid. Der Beschwert sich auch, wenn jemand vor dem Gartentor stehen bleibt, und die hübschen Rosen betrachtet.<

Da gucke ich gaaanz genau hin, denn sonst macht es "knips, knick" und dann fehlen ein paar der schön blühenden Rosen.
;-)



Du hast schon Recht, solange es die Strasse als Motiv betrifft.

Mir geht es um die Sensibilität im Umgang mit Bildern und deren Positionierung in einem automatisiert durchsuchbaren Massenmedium.



Was Dein Platzbeispiel angeht, bitte ich jedesmal, wenn ich es mitbekomme, dass ich nicht auf den Bildern drauf sein möchte.

Spätestens wenn die Gesichtererkennung voranschreitet und Bilder auch nach Gesichtern durchsucht werden können, wird eine Personensuche auch in den online gestellten privaten Fotoarchiven fündig, wodurch eine Flut eigentlich privater Bewegungsprofile offengelegt wird.


Ich habe nichts dagegen, dass jemand weiss, dass ich dieses Jahr zum Hexentanzplatz in Thale gefahren bin, am 29.04., aber ich habe was dagegen, wenn ich diese Begebenheit nicht mehr verheimlichen kann, wenn ich das aus irgendeinem Grund möchte, nur weil ich auf irgendeinem Foto mit drauf bin, das der Besitzer online gestellt hat, und bei Eingabe meines Namens in Google per Bildersuche gefunden wird.

Genau da geht der Weg aber hin.




Insofern habe ich Verständnis, wenn eine Stadt als Eigentümerin einer Strasse diese nicht fotografiert sehen bzw. die Fotos nicht ins Internet gestellt haben möchte.
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04.06.2008 17:51 Uhr von Lykantroph
 
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stimmt: Das hast du natürlich recht. Wenn es tatsächlich mal soweit kommt, dass ich bei Google meinen Namen eingebe, und bekomme ein Foto von meinem Wohnblock + evtl . einen Link auf das Balkonfenster (DA wohnt er!), dann würde es mir auch zu bunt.
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04.06.2008 18:56 Uhr von Scare4t2
 
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Hin oder her...ob mein haus nun nur von oben schlecht erkennbar zu sehen ist, oder an meinen gartenmöbel zu sehen ist, dass ich sie bei IKEA eingekauft habe. KEINER hat das Recht, mich und meinen Besitz öffentlich zugänglich zu machen. Sei es Satelliten-Bilder ala` Google-Earth oder Street-View. Ich habe das Recht meine Privatsphäre zu schützen! Ebenfalls hat keiner ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, in meine Privatsphäre zu dringen! Ich hoffe nur, dass sich genug Menschen zusammen tun, und diese Google-Spione abmahnt bis sie den Dienst einstellen. Nochmals zu Google-Earth und den unscharfen Bildern: ich sehe dort haargenau mein Auto und mein Grundstück sowie vereinzelte Privatgegenstände auf meinem Grund und Boden. Also erzähl mir keiner was von unscharfen und unbrauchbaren Bildern aus dem All! Schau sich mal einer die Fotos von den USA an, in den Geroßstädten! Dort sind Leute eindeutig zu erkennen....genau so was sie in dem Moment tun!
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11.06.2008 20:42 Uhr von Lykantroph
 
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ich muss mich auch noch mal ein wenig rezitieren.

also ich habe mir mal google erath gesaugt und mal diese "straßenansicht" ausprobiert.

ich wusste nicht, dass es damit möglich ist sich alle 10m eine rundumsicht der straße anzugucken. da ist es natürlich selbstverständlich klar, dass sich die leute angefressen fühlen.

ich habe gedacht man kann sich von bestimmten straßen ein foto ansehen, aber dass ich quasi eine 360° komplett ansicht von jeder straße und das alle 10m habe, is schon echt krass. also ich glaube, DAS würde mich auch extrem stören!

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