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"Absolutes Muss": Bauern sollen mindestens 43 Cent pro Liter Milch erhalten

Wie der Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber, noch vor den ersten Verhandlungen zwischen den Milchbauern und dem Einzelhandel sagte, müssten Preissenkungen beim Milchpreis rückgängig gemacht werden.

Weiter sagte er, dass die Milchindustrie bei der Rücknahme von Preissenkungen auf der Seite der Bauern stehe.

Laut Schaber sei ein "absolutes Muss" ein Milchpreis von mindestens 43 Cent.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bauer, Liter, Cent, Milch
Quelle: de.news.yahoo.com

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2008 10:33 Uhr von iason33
 
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mehr Geld für die Milch ist zumindest für mich kein Thema.
Wer so schwer arbeitet wie ein Bauer darf auch besser entlohnt werden als jemand der nichts arbeitet.
Teilweise zahlen die bauern ja schon gewaltig drauf um überhaupt produzieren zu können.
Und wer zahlt heutzutage schon noch dafür arbeiten zu dürfen?
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02.06.2008 12:16 Uhr von homer456
 
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wen das geld wirklich bei den bauern ankommt würde ich es auch zahlen
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02.06.2008 12:19 Uhr von Train Spotter
 
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Ich weiß von einem Milchbauern der schon einige Kühe hat, dass die Preissteigerung 2007 keinerlei Vorteil für die Milchbauern hatte.

Durch die Verbrennung von Füttermitteln, entstehen dem Bauern pro Liter (zumindest bei Ihm) seid 2006 pro Liter Mehrkosten von ca 2,6Cent.

Also wer füllt sich da schon wieder die Taschen ? Preis auf 43Cent festlegen und den weiterhandel mit dem Produkt mehr überwachen, damit eine Preissteigerung an den Endkunden auch mal begründet werden kann !
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02.06.2008 13:52 Uhr von k4y
 
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Joa Sie bekommen 43 Cent aber dafuer keine Subventionen mehr. Waer ich mit einverstanden.

Nur dann wird wieder erneut gejammert.
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02.06.2008 16:04 Uhr von XXXMXXX
 
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lol: wenn die bauern ihre tiere nicht mehr mit genmanipuliertem futter versorgen und auch das ganze restliche zeug was unsere gesundheit schädigt, dann hab ich auch kein problem damit mehr zu zahlen.
aber da es denen nur um profit geht und die qualität genauso schlecht bleibt können die streiken bis sie schwarz werden
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02.06.2008 16:29 Uhr von Train Spotter
 
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@XXXMXXX: O-M-G !

So einen dummen Kommentar habe ich seid langem nicht mehr gelesen !
Erst denken - dann Mund aufmachen.

Zitat: aber da es denen nur um profit geht und die qualität genauso schlecht bleibt können die streiken bis sie schwarz werden

ES GEHT NICHT UM PROFIT SONDERN UMS ÜBERLEBEN !

Viele Milchbauern (Der Vater von meiner Freundin) kann grade mal seine Familie ernären, weil so Leute wie du für nix einen ehrlichen Preis bezahlen wollen.

Dann zum Thema genmanipuliertes Futter:
Ich glaube es gibt kein Land wo das heftiger kontrolliert wird das eben sowas nicht verfüttert wird.

Mein Gott Jungs ! Klaut euch doch alle die Wurst vom Butterbrot !!!
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02.06.2008 17:00 Uhr von XXXMXXX
 
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@train spotter: nur weil dein zukünftiger schwiegervater involviert ist musst ja nicht gleich ausflippen...
das problem sind auch nicht die kleinen bauern die 20 kühe oder so haben, sondern die großen betriebe die keine bauernhöfe mehr sind und eher fabriken ähneln.
nur streiken ist der falsche weg, weil sich die wut nicht auf die verbraucher richten sollte. die schuldigen sind oben genannte "milchfabriken"

ich habe außerdem deutlich gemacht, dass ich bereit bin für qualität einen höheren preis zu zahlen, wie kommst du also darauf zu behaupten ich will "für nix einen ordentlichen zahlen"?? (leseschwäche??))

außerdem wird die verwendung von genfutter in deutschland vllt besser kontrolliert als anderswo, aber das heißt noch lange nicht dass es nicht großflächig benutzt wird
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02.06.2008 17:47 Uhr von landlord
 
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@k4y: Ich bin mir sicher du hast keine blassen Dunst was eigentlich mit den Subventionen bezweckt wird. Ich erklärs auch ganz einfach.
Die Subventionen sind nur zu vermeidung einer Überproduktion (Milchsee und Butterberg) deshalb hat die EU entschieden eine Grenzmenge pro Milchkuh festzulegen. Im Gegenzug bekommen die Bauern einen Ausgleich auch Subvention genannt dürfen aber nur eine genau festgelegte Menge pro Kuh und Jahr erzeugen der Rest geht in den Gulli . Auch wird zum Beispiel die Stillegung von Anbauflächen subventioniert. Eine Subvention ist also kein Bonus für die Bauern sondern nur ein Ausgleich für einen regulierenden Eingriff.
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02.06.2008 17:56 Uhr von Poloshirt
 
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also: Ich komme aus Friesland und habe einen Kumpel der selbst Bauer ist (Getreidebauer). Er erzählte mir daß die Preise für michl bis vor kurzem noch bei 40 cent lagen und daß es im grunde nicht gerechtfertigt sei wegen eines "natürlichen" Preisabfalles sofort zu streiken. Die Preise für Getreide hätten die Herstellungskosten letztes Jahr auch nicht gedeckt aber das sei nun mal das Los eines jeden Bauerns und schwankungen seien normal.

Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet aber wenn da etwas dran ist finde ich den Streik nicht gerechtfertigt. Ich lasse mich gern korrigieren!!
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02.06.2008 18:09 Uhr von KingPR
 
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landlord: Doch im Endeffekt ist es ein Bonus, da es sie vor Preisabfällen schützt (die Subventionen dürften ja nicht besonders stark fallen), vor Fehlproduktion oder Produktionsausfall (Die Bauern kriegen ihr Geld, auch wenn die Produktion in Wirklichkeit hin und wieder ausfällt). Außerdem halten die Subventionen nach deiner Erklärung den Milchpreis stabil weil kein Überangebot zustande kommt und hilft den Bauern damit zusätzlich. Wenn sie eine Milch-OPEC gründen wollen, dann sollen sie auch mit den Konsequenzen leben und sich dem freien Wettbewerb stellen, denn dort werden sie ohne Sonderrechte gnadenlos untergehen wenn sie solche Preise erwarten.
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02.06.2008 18:46 Uhr von Ormnito
 
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Wenn dann richtig ! Also, mir scheinen die meisten Kommentare hier eher subjektiver Natur zu sein. Für alle die nicht wissen was das heisst: Klingt nicht so als ob da jemand Ahnung hätte. Wer sich tiefer mit der Materie befasst stellt schnell fest das die Zahl der Landwirte die "unkoscher" arbeiten oder stupide gesagt: Nur geldgeil sind und alles rausholen was möglich ist, verschwindend gering ist. Die Kosten die ein Landwirt aufbringen muss um 1L Milch herzustellen sind fast gleich bei Kleinen mit 40 oder auch bei den Grossen mit 500 Kühen. Es ist ja nicht so dass man einfach sacht: "Hier ist die Kuh und nun kommt die Milch". Eine Meinung ist nur gut wenn man diese auch bilden konnte....
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02.06.2008 19:07 Uhr von Poloshirt
 
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vergeht keine Diskussion ohne das irgendjemand ausfallend wird... schade
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02.06.2008 19:28 Uhr von landlord
 
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@King: Schon richtig nur würde beim Wegfall der Subventionen das grosse Sterben beginnen.
Zuerst würde der Markt überflutet.
Der Preis würde fallen nach und nach würden die finanziell Schwachen hops gehen. Wenn sich der Markt dann wieder erholt hat, sind soviel Bauern weg vom Fenster das die Nachfrage nicht mehr gedeckt werden kann was den Preis dann richtig hochtreibt.

Darum geht es aber gar nicht, die Subventionen sind einfach nur ein fester Posten der einen Ausfall oder einen freiwilligen Verzicht ausgleicht.
Du hast dabei aber keine laufenden Kosten wie Futter, Energie und was sonst noch anfällt.
Durch das Erzeugen und den Verkauf der Milch muss dies aber gedeckt werden und permanent steigende Kosten fordern irgendwann eben eine Anpassung.
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02.06.2008 19:33 Uhr von madmaze
 
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@Kingpr: Wenn ich son scheiss hör......."dann sollen sie auch mit den Konsequenzen leben und sich dem freien Wettbewerb stellen, denn dort werden sie ohne Sonderrechte gnadenlos untergehen wenn sie solche Preise erwarten".
Als ob die Bauern die Wahl hätten sich einem freien Markt zu stellen. Die müssen mit den Subventionen leben weil der Staat in den Markt eingreift. Das wollten die selbst bestimmt net.....
aber dann müssen du und Max Mustermann Wasser trinken weil alles so teuer wird.
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02.06.2008 20:11 Uhr von Bane Malar
 
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weg mit den Quoten: jeder kann soviel Milch produzieren wie er will und gut is.
der Markt regelt den Preis.
viele Anbieter -> niedriger Preis -> einige gehen Pleite -> weniger Anbieter -> Preis steigt -> neue Anbieter "entstehen" usw...

wer fragt denn den kleinen Handwerker (z.B. Elektroinstall.) ob er genug Einnahmen hat?! , wenn die Kohle net reicht geht er halt pleite

wenn ich von den Milchproduzenten (Bauern) höre: "wir können von dem Preis net existieren", ja mein Gott, dann kommt eben die Insolvenz, oder wo steht geschrieben das sie nicht Pleite gehen können?
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02.06.2008 23:12 Uhr von Bane Malar
 
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@urinstein: ach und weil ein Elektroinstall. weniger investieren muß darf er pleite gehen und ein Bauer nicht?!?! was ist denn das für ne Logik??

ein Freund von mir hat ne Baufirma, ca 15 Angestellte, mehrere Bagger, ca 10 LKW, Radlader usw... kannst du dir vorstellen was er investiert hat? -> ihn fragt keiner, wenn er mit dem Geld was ihm geboten wird nicht auskommt, ja dann kommt die Insolvenz.
Wenn er für seine Leistungen nicht mehr Geld erhält, dann gibt es halt zuviel Konkurenz am Markt. Er muß sehen wie er zurecht kommt und kann sich nicht mit seinen Fahrzeugen einfach auf die Autobahnauffahrt stellen (wie heute durch die Bauern gemacht)

als letztes Jahr der Milchpreis gestiegen ist, da hat sich auch keiner der Landwirte aufgeregt.
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, das sollten sie endlich begreifen!!!
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02.06.2008 23:19 Uhr von Slaydom
 
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@bane: ein Bauer sollte aber schon die Investition wieder reinkriegen und was meinste was Sperma von einem Zuchtubllen kostet...

Als Elektroinst, kann man wenigstens mit Qualität werben als Miclchbauer nicht, da alles genormt ist.
Nicht jeder Bauer ist ein Großbetrieb mit 1000 Kühen und mehr...
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03.06.2008 06:57 Uhr von Bane Malar
 
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@Slaydom: wieso sollte ein Bauer die Investitionen wieder herinbekommen?
entweder er packts oder halt nicht, es gibt doch kein Gesetz das alle Bauernhöfe überleben müssen...
es gehen einige pleite -> weniger Anbieter -> steigende Milchpreise... ist doch ganz simpel
es gibt z.Z. am Markt zuviel Milch, deswegen die sinkenden Preise. das überleben nunmal nicht alle, ist in jedenm Wirtschaftsbereich so...
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03.06.2008 16:48 Uhr von Train Spotter
 
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Bauern: sind nunmal keine Elektro-Installateure die bei jedem Elektro-Laden arbeiten können.
Für einen Bauernhof ist eine Insovenz wesentlich schlimmer als ein Elektro-Installateur der mal aus der Firma fliegt

Und ein Bauernhof mit einer Elekrofirma zu vergleichen ist nunmal echt n bisschen weit her geholt.

Bauernhöfe sind meistens (oder oft) weit in die Familie weitergegeben worden.

Naja für alle die es nicht anderen Menschen gönnen mal n paar Euros zu verdienen geb ich mal folgende Aufgabe:

1) Guckt mal wie viel Rente ein Bauer mit 67 Jahren bekommt
2) Wieviel Urlaub konnte wohl ein Bauer machen der sich Tag für Tag um die Tiere Kümmern muss
3) Wieviel Kilo Scheisse hat der Bauer von A nach B gepackt wofür ihr euch zu fein wärt.

Regt euch lieber über überbezahlte Grundschullehrer auf, die Arbeiten nämlich im Gegensatz zum Bauern echt nicht !
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03.06.2008 19:48 Uhr von Bane Malar
 
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@ Train Spotter: Mensch Mensch, wenn ich das lese, da geht mir der Hut hoch...
ein Elektroinstall. kann in jeder Elektrofirma arbeiten.
ein Milchbauer kann in jedem "Milch-Bauern-Hof" arbeiten.

wieso zum Henker ist ne Pleite eines Bauernhofes schlimmer als ne Pleite einer Elektrofirma? (wir reden hier nicht von dem Angestellten der rausfliegt!!! der Bauer ist ja auf seinem Hof auch nicht angestellt!!!)

oder nenne mir nen Grund warum ein Milchbauer aus Bayern nicht auf einem Hof in Sachsen arbeiten kann (oder andersrum) so wie es von einem Maurer, Elektroinstall., Maler usw. erwartet wird?!?!

was spielt es für eine Rolle ob der Bauernhof in der Familie weitergegeben wurde?
in der Nähe meiner Wohnung gab es eine Transportfirma, über 100Jahre alt (die haben damals mit Pferdefuhrwerk angefangen) die sind vor zwei Jahren in die Insolvenz gegangen (incl 6 Mitarbeiter) -> wieso zum Geier soll das nicht auch mit nem Bauernhof passieren, erklär das den jetzt arbeitslosen Leuten!!

und deine drei Punke die du hier aufzählst, niemand wird gezwungen Bauer zu werden...
sorry, aber da hat wohl jemand die falsche Wahl getroffen bzw. das hab ich vorher gewußt was mich erwartet (und nebenbei ich hab während der Schulzeit mein Praktikum in so ner Milchviehanlage gemacht, ca 300 Kühe, ich wußte danach was ich nicht lerne...)
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04.06.2008 09:12 Uhr von Technomicky
 
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Ich würde gerne 10 Cent mehr für den Liter bezahlen, aber nur wenn diese 10 Cent auch NUR der Bauer kriegt und nicht der Handel oder irgendwelche Bosse!
Die machen schließlich die ganze Arbeit und haben den Löwenanteil verdient!
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04.06.2008 21:38 Uhr von uhlenkoeper
 
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@landlord: Ich stimme deiner Erklärung zur Subvention weitgehend bei, nur sind ein paar Punkte etwas unstimmig :

1. Milchbauern bekommen gar keine Subventionen für ihre Milch ! In der Milchviehwirtschaft gibt es lediglich die Milch-Quote, und das ist eine "Einheitenstückelung", die lediglich festlegt, wieviel ein Milchbauer höchstens an der Molkerei abliefern darf. Liefert er darüber hinaus, muß er Strafen, die sog. Superabgabe, zahlen.
Quoten müssen übrigens käuflich erworben werden auf sog. Quotenbörsen.

2. Auch ansonsten gibt es keine Produktsubventionen in der Agrarwirtschaft mehr. Die heute gezahlten Subventionen sind flächenbezogene Leistungen, die hauptsächlich dem Erhalt der Kulturlandschaft dienen.

3. Die Exportsubventionen auf Milchprodukte sind seit dem 1. April 2008 Geschichte.

4. Milch darf überhaupt in keinen Gulli geschüttet werden (dagegen gibt es sogar Umweltschutzbestimmungen)

5. Die Stillegung von Anbauflächen ist kein freiwilliges Go bei Landwirten:
jeder Landwirt ist verpflichtet, 10% seiner landwirtschaftlichen Flächen stillzulegen. Da das eine Zwangsregulierung ist (ein massiver Eingriff in den "freien Markt"), soll mittels der Subvention der "Stillegungsprämie" ein Ausgleich geschaffen werden.
Nur als Beispiel: wenn jemand nach Akkord bezahlt wird, dann kann der Gesetzgeber auch nicht einfach sagen: ich bestimme jetzt, dass bei 100 Stück pro Tag Schluß ist, auch wenn dann die Betriebskapazitäten nicht ausgelastet sind und die Bänder stillstehen müssen (was einem Wettbewerbsnachteil für den Betrieb gleichkommt).
Genauso wurde es aber mit der Einführung der Subventionen mit den Landwirten gemacht ! Im anderen Falle wären Lebensmittel heute hierzulande weitaus teurer, als sie es heute sind.

Milchquoten wurden in den 50er Jahren eingeführt, als es eine massive Unterversorgung mit Milch für die Bevölkerung gab. Damals sorgten die Quoten, die damals mit festen Abnahmepreisen verbunden waren (heute nicht mehr), dass in der Landwirtschaft der Anreiz geschaffen wurde, Milchvieh aufzustallen und in die Milchviehwirtschaft zu investieren.
Milchseen und Butterberge entstanden dann, weil das Instrumentarium mißbraucht wurde. Vor allem durch die Bürokraten in Brüssel und die exportwilligen Großmolkereien mit ihrer Lobby bei der EU.

Wer zudem meint, dass auf dem Agrarsektor auch nur ansatzweise eine "freie Marktwirtschaft" herrscht, der sollte sich mal über die Zusammenhänge der Zuckermarktordnung, dem Einfluß der Zuckerrohrbarone und den WTO-Verhandlungen schlau machen.
Folge davon ist, dass Europa mit billigem Zucker aus Zuckerrohr überschwemmt wird (die sozialen Bedingungen der normalen Rohrschnitter und Pächter kann sich jeder selbst im Internet anschauen), hierzulande Zuckerfabriken dicht machen und in Südamerika mehr Regenwald als je zuvor abgeholzt wird, um Platz für neue Plantagen zu machen. Profitiert haben davon einige US-amerikanische Gobal-Player und eine Handvoll Hacienderos, die schon vorher ihre Landesregierungen fest in ihrer Hand hatten.
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04.06.2008 21:47 Uhr von uhlenkoeper
 
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@ Poloshirt: >>Ich komme aus Friesland und habe einen Kumpel der selbst Bauer ist (Getreidebauer). Er erzählte mir daß die Preise für michl bis vor kurzem noch bei 40 cent lagen und daß es im grunde nicht gerechtfertigt sei wegen eines "natürlichen" Preisabfalles sofort zu streiken. Die Preise für Getreide hätten die Herstellungskosten letztes Jahr auch nicht gedeckt aber das sei nun mal das Los eines jeden Bauerns und schwankungen seien normal.

Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet aber wenn da etwas dran ist finde ich den Streik nicht gerechtfertigt. Ich lasse mich gern korrigieren!!<<


Also zuerst einmal gab es nur wenige Molkereien, die selbst in der Hochpreisphase (3 Monate lang) ihren Lieferanten mehr als 36 ct. gezahlt haben. Und selbst die waren damals nicht kostendeckend. Dein Kumpel als Getreidebauer sollte sich da schon etwas schlauer machen.
Der Durchschnittspreis für Milch lag über das ganze Jahr gesehen für das Gros der Bauern bei 33ct. ! Schön für jeden, der zwischendrin mehr Glück mit seiner Molkerei hatte !

Und der Vergleich mit dem Getreidemarkt hinkt, da Getreide aus Überschußproduktion immer noch als Futtergetreide verkauft oder in der Biogasanlage verwertet werden kann. Diese Wege stehen Milchbauern nicht offen.
Darüber hinaus gibt es bei Getreide keine Exportbeschränkungen mehr (allerdings auch keine Stützungskäufe, aber die sind bei Milch auch Geschichte).

Und noch etwas macht den Vergleich wackelig:
ein Pflanzenbauer kann seine angebauten Pflanzen von einem zum nächsten Jahr ändern. Ohne große Investitionskosten oder finanzielle Verluste. Wenn sich Getreide nicht mehr lohnt, wird im nächsten Jahr eben mehr Kartoffel, Mais oder "Biomasse" (Stichwort: Bioethanol, Biogas) angebaut.
Ein Milchviehhalter ist da sehr viel eingeschränkter. Seine Kuh hört nicht von heute auf morgen auf, Milch zu geben. Für ihr Fleisch bekommt man auch kein wirkliches Geld. Und die Investitionen für Maschinen und Ausstattung (nirgends in der Agrarwirtschaft sind die Auflagen für Hygiene höher als in der Milchviehwirtschaft) wollen auch abbezahlt werden. Das macht Milchviehhaltung zu einem ziemlich zähen Apparat, um zeitnah auf veränderte Bedingungen reagieren zu können.

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