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Juso-Vorsitzende im Interview: "Wir müssen den Kapitalismus hinter uns lassen"

Die Chefin der SPD-Jugendorganisation Jusos, Franziska Drohsel, hat sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung politisch weit links positioniert und "stellt die Systemfrage". Drohsel unterstützt Kurt Beck in seinem Bestreben, die SPD nicht nur auf die Mitte auszurichten

Menschen hätten "eben nicht nur einen Wert hinsichtlich ihrer ökonomischen Verwertbarkeit". Sie betonte außerdem, dass die Jusos in "einem Kapitalismus, der soziale Ungleichheit produziert", nicht leben wollten.

Dieser solle langfristig mit demokratischen Sozialismus überwunden werden. Die Frage, ob die SPD über eine Koalition mit der Linkspartei nachdenken solle, vertagte sie: Es sei der "falsche Zeitpunkt, Koalitionen mit der Linkspartei auszuschließen oder herbeizureden".


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WebReporter: Portunus
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Interview, Kapital, Vorsitz, Vorsitzende, Kapitalismus, Juso
Quelle: www.sueddeutsche.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.06.2008 19:08 Uhr von KorbanDallas
 
+8 | -8
 
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Ja ja die Kleine muss noch viel Lernen was man öffentlich sagen und besser für sich behalten sollte, weiter Links als Sie kann man jedenfalls nicht sein.

Direkteintritt bei der Linken wäre ihr sicherlich nahe zu legen.
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01.06.2008 19:08 Uhr von artefaktum
 
+6 | -7
 
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Ich finde Kapitalismus eigentlich ganz okay aber wenn er weiter so zunehmend entartet, wird er sich selbst in Zukunt in Gefahr bringen.
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01.06.2008 19:24 Uhr von dose89
 
+11 | -4
 
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endlich mal ein wichtiges thema: schade dass die spd selber diese ansicht nicht vertritt

ich finde sehr gut, was fr. drohsel hier angesprochen hat, da es aktuell eins der deutschen hauptprobleme darstellt

man dürfte doch inzwischen gemerkt haben, dass weder
hardcore-kommunismus noch hardcore-kapitalismus (der in D allmählich einzug hält) verbesserungen bringen (außer für ein paar leute), man muss ein ausgewogenes system in der mitte finden

und an alle, die hier jetzt wieder über linke gesinnungen schimpfen; die mittleren parteien, die D seit dem zweiten Weltkrieg regieren, haben nie etwas besonderes zustande gebracht (besonders die cdu), sie haben nur von den günstigen verhältnissen im land profitiert, und heute wollen sie alle so sein wie die usa

ich denke, eine linke regierung würde D auch nicht mehr schaden (wenn überhaupt) als die aktuellen "mittleren" regierungen, und man würde dann ja sehen, ob sich eine solche bewähren würde
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01.06.2008 19:43 Uhr von Jimyp
 
+5 | -10
 
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Die ist doch nur ein kleines Marionetten-Püppchen, das vom linken Flügel der SPD gesteuert und benutzt wird!
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01.06.2008 19:57 Uhr von CyG_Warrior
 
+4 | -4
 
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Einige interessante Aussagen: die sie da von sich gibt.

Das man "Die Linke" langfristig nicht mehr ignorieren kann, sollte jedem klar sein. Ob die regierungsfähig sind...dazu würde ich sagen MOMENTAN nicht, aber mal abwarten. Auf jedem Fall wirbeln die innenpolitisch ´ne Menge Staub auf und das ist auch gut so!

Was mich stört ist die Nennung eines "Demokratischen Sozialismusses", mir wäre ein "Sozialer Kapitalismus" lieber.
So klingt das irgendwie nach "DDR 2.0".
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01.06.2008 21:03 Uhr von csu-mitglied
 
+2 | -4
 
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Was soll man von einer jungen "Frau" wie der auch großes erwarten, wenn man bedenkt, dass sie selbst vor einiger Zeit in einer, vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation Mitglied war und erst unter schärfster Kritik ausgetreten ist.
Für mich ist die zweifellos zu Links für die SPD eingestellt. Vielleicht sollte sich Frau Drohsel mal über eine Mitgliedschaft bei den Linken Gedanken machen.
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01.06.2008 22:23 Uhr von 102033
 
+5 | -1
 
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Wo sie recht hat, hat sie Recht! Schade, das morgen alles wieder vergessen ist.
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01.06.2008 22:59 Uhr von meisterthomas
 
+2 | -0
 
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politische Ausgewogenheit: Politische Ausgewogenheit verlangt gleiche Gewichte in beiden Waagschalen, aber uns ist die Linke schon vor sehr langer Zeit heruntergefallen.
Auch die Jusos werden die nicht wieder einhängen.
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02.06.2008 02:16 Uhr von exekutive
 
+5 | -2
 
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@ csu-mitglied: und vielleicht sollten sie sich mal gedanken über die prinzipien einer demokratie machen.. die csu soll darin ja "angeblich" beträchtliche defizite haben

leute welche zudem alles immer links/rechts einordnen müssen brauchen wir wirklich nicht mehr..

es geht darum das alte system zu überwinden oder wenn wir dies nicht tun gemeinsam mit ihm unterzugehen -und das ist etwas grundlegendes -nichts rechts oder links liegendes

gerade die cdu/csu krallen sich an dem klumpen blei welcher unter anderem von ihnen ins offene meer geworfen wurde..
und dabei versuchen sie ganz deutschland mitzureißen
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02.06.2008 04:01 Uhr von dose89
 
+4 | -0
 
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thx: "es geht darum das alte system zu überwinden oder wenn wir dies nicht tun gemeinsam mit ihm unterzugehen"

diesen satz sollte man in den reichstag meißeln ^^
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02.06.2008 10:38 Uhr von HateDept
 
+3 | -0
 
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@CyG_Warrior: Du störst Dich an "demokratischer Sozialismus"? Dabei gehören diese Begriffe unmittelbar zusammen - auch ein Zeichen dafür, dass die DDR mit dem Sozialismus nicht weit war, denn sie war ebenso ungerecht wie unser heutiges System - aber wesentlich sozialer!

Kapitalismus und Demokratie zusammen zu bringen halte ich für wesentlich schwieriger - der Kapitalismus (das Kapital) lebt von effizienter Ausbeutung - da ist Antidemokratie bzw. Ungerechtigkeit vorprogrammiert.
--> Reichtum kann nur existieren weil es Armut gibt! Der einzig gerechte Weg reich zu werden ist ein Lottogewinn bzw. ein Gewinn im Spielcasino. Bei allen anderen Varianten wurde Vermögen ungerecht angereichert und ggf. vererbt. Die geschaffenen Werte wurden also demjenigen, der sie geschaffen hat, nicht vollständig ausgezahlt. Der Kapitalist besitzt die Produktionsmittel, schafft aber selbst nicht die Werte, nimmt sich jedoch vom Gewinn einen zu großen Anteil - eben das müsste verändert werden, kann mir aber nicht vorstellen, dass das Kapital da je mitspielt.
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02.06.2008 11:57 Uhr von Slippy01
 
+0 | -3
 
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@HateDept: >>"Bei allen anderen Varianten wurde Vermögen ungerecht angereichert"
Du vergisst das die Wirtschaft mit unsichern Daten arbeitet, d.h. das Risiko hast du vergessen und das kannst du nicht objektiv bewerten. Ergo deine Verwendung von Ungerechtigkeit ist völlig subjektiv.
Außerdem ist deine gewünschte Änderung zur fast idealisierten Welt nicht möglich, aufgrund der Unvollständigkeit der Märkte.

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