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Edeka und Lidl reagieren auf Milch-Streit und gehen auf die Bauern ein

Fünf Cent pro Liter Milch sollen es sein, die aus dem Verkauf der beiden Ketten Lidl und Edeka direkt an die Milchbauern weitergeleitet werden. Seit Tagen wütet ein Streit über zu niedrige Milchpreise und Auslieferungsstopps der Bauern. Das Thema Versorgungsknappheit macht die Runde.

Dem widerspricht freilich der Milchindustrie-Verband. Er gibt zwar zu, dass es sich mittlerweile um "eine schwierige Situation" handele und die wachsende Streikbereitschaft der Landwirte zur Kenntnis nehme. Von Lieferproblemen sei aber keine Rede. Außerdem gebe es ja auch noch Milch im Ausland.

Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des deutschen Einzelhandels sieht weder Anlass zur Panik noch für Vorratskäufe. Leere in den Regalen werde es nicht geben. Wirtschaftsminister Seehofer steht in Gesprächen mit beiden Seiten, sieht aber keinen Handlungsbedarf der Politik, von außen einzugreifen.


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WebReporter: tomeck
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Streit, Bauer, Milch, Lidl, Edeka, Milch-Streit
Quelle: www.spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.05.2008 16:05 Uhr von blub
 
+0 | -5
 
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Was bedeutet das für den Bürger ? Natürlich in nächster Zeit Edeka und Lidl meiden weil die alle Mehrausgaben vom Kunden zurückholen werden....so einfach ist die Rechnung.
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31.05.2008 16:06 Uhr von CHR.BEST
 
+5 | -1
 
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Fotoshooting für Milchbauern: Sorry, daran mußte ich gerade denken als ich "Lidl" las.

Aber im Ernst, es ist gut, wenn sich die kleinen Milchbauern im In- und Ausland zusammenschließen, um für ihr Lebensmittel einen anständigen Preis zu erhalten.
Viel wirksamer als diesen Lieferboykott schätze ich allerdings die Streikposten vor den Molkereien ein.
Ich weiß noch wie die Molkereien (Landliebe usw.) vor dem Streik große Töne gespuckt hatten, daß sie genug andere Milchlieferanten hätten.

... hilft nur nichts, wenn der LKW nicht durchkommt.
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31.05.2008 18:41 Uhr von BuvHunter
 
+4 | -1
 
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5 cent für Bauern: Das heißt, der Preis wird steigen. Wären es nur 5 cent, wäre die Welt in Ordnung.
Aber stattdessen sind es
5 Cent für den Bauern
2 Cent für den Händler, um seine Gewinnspanne zu halten
1-2 Cent MwSt. für den Staat, der ja gar nicht einzugreifen braucht, um abzukassieren. Naja, hätte man auch gleich drauf kommen können.
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31.05.2008 18:57 Uhr von christi244
 
+2 | -0
 
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Na ja, wenn: der Preis mal wieder in höchsten Höhen auf den Verbrauchen gewälzt werden soll, so hat dieser noch immer die Möglichkeit, die Abzocker mit Boykott abzustrafen. Dann dürfen die Läden ihr Zeugs selber trinken und essen.

Das Thema der Erhöhung hatten wir bereits und es ließ sich nicht durchsetzen.
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31.05.2008 22:52 Uhr von hpo78
 
+4 | -0
 
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soso, und die Brezn kostet beim Bäcker anstatt 45 cent anfang des jahres mittlerweile 55 cent weil die rohstoffpreise ja gestigen sind.... jaja, genau. die 2 cent teurere butter, und
10 cent billigere milch das unverändert billige mehl etc. haben dafür gesorgt dass eine winzige breze sooooviel kostet.

ich geh davon aus, dass die inustrie die bauern genauso verarscht wie uns endkunden.
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01.06.2008 11:25 Uhr von Maku28
 
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mhh: Lild ist ein Discounter..und das verträgt sich net mit fair !
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01.06.2008 13:08 Uhr von rodibur
 
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Milchstreik: Sauer

Solange die Milch aus Schleswig-Holstein mit Spezialwagen nach Meck-Pomm gekarrt, dort veredelt und dann mit Lkws auch wieder nach Schleswig-Holstein transportiert wird, habe ich nur bedingt Verständnis für die Forderungen der Bauern. Gäbe es - wie früher - mehr Meierein in der Nähe der Milcherzeuger, könnten Sie möglicherweise auch mehr Geld bekommen. So landet es - auf der Straße.
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01.06.2008 15:44 Uhr von tomeck
 
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@ rodibur aber sind die bauern für die transportwege verantwortlich?
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02.06.2008 09:55 Uhr von rodibur
 
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Milchstreit: Selbstverständlich sind die Bauern nicht für die Transportwege der Milch zuständig. Aber die Kosten für den "Veredelungstransfer" schlägt sich kräftig auf die Preise nieder. Deshalb meine Forderung: Milch muss in der Region verarbeitet werden, sonst werden Konsumenten und Erzeuger stärker gemolken als die Kühe. Außerdem: Die Meiereien erhalten hochwertige Milch, sahnen im wahrsten Sinne des Bauer 50 Cent pro Liter Milch erhalten könnte und der Verbraucher trotzdem nicht mehr als 40 Cent für normale Milch bezahlen müsste.

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