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USA: Frau starb nach 55 Jahren in der "Eisernen Lunge" nach einem Stromausfall

Fast ihr ganzes Leben hat die 58-jährige Dianne Odell in der "Eisernen Lunge" verbracht. Mit drei Jahren war sie damals an (Polio) Kinderlähmung erkrankt, seitdem lebte die Amerikanerin aus Jackson im Bundesstaat Tennessee in der riesigen Maschine.

Sie glaubte, dass Gott es so wollte. Darum hat sie ihr Leben in dem zwei Meter langen, stählernen Ungetüm ertragen. Doch nach fünf Jahrzehnten hat sie den Kampf ums Überleben verloren, als die Stromversorgung in ihrem Wohnviertel ausfiel und die Maschine darum abschaltete.

Sie wollte immer schreiben lernen, aber da ihre Arme gelähmt waren, musste sie mit den Zehen schreiben. Auch den Schulabschluss konnte sie mit Auszeichnung beenden. Danach begann sie ein Fernstudium und schrieb ein Kinderbuch. Sie wurde mit der Ehrendoktorwürde ihres Colleges ausgezeichnet.


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WebReporter: ringella
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Frau, Jahr, Strom, Lunge, Stromausfall
Quelle: www.express.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.05.2008 20:42 Uhr von ringella
 
+0 | -0
 
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Ich finde es unwahrscheinlich, welchen Lebensmut manche Menschen auch in der schwersten Situation immer noch haben! Allen Respekt!
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30.05.2008 21:26 Uhr von badboyoli
 
+20 | -1
 
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Wie der Autor auch schon schrieb: Respekt!
Ein ganzes Leben lang, an solch eine Maschine gefesselt zu sein ohne aufzugeben.

Andererseits muss man auch sehen, das sie nun von ihrem Leidensweg erlöst ist. Wenn auch die Umstände etwas befremdlich sind.
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30.05.2008 21:36 Uhr von Dr.G0nz0
 
+31 | -1
 
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USV: man kann mir nicht ernsthaft erzählen, dass bei so einem sensiblen gerät keine USV-Geräte eingesetzt werden, um die stromversorgung in notsituationen zu gewährleisten.

ich habe im krankenhaus gearbeitet und wir hatten solche dinger sogar an rechnern die einfach nur aufzeichnungen gemacht haben und für keine vitalen funktionen wichtig waren ...
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30.05.2008 21:45 Uhr von Marple67
 
+18 | -1
 
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USV: Das mit der USV war auch mein erster Gedanke, wenigstens ein handelsübliches Notstromaggregat hätten sie haben sollen.
Schon irgendwie traurig, da kämpft sie ihr ganzes Leben und stirbt dann durch so eine überflüssige Panne.
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30.05.2008 22:08 Uhr von pullerum
 
+5 | -1
 
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Hm... ich kann mir nur schwer vorstellen wie es ist 55 Jahre in einem 2 meter großen Eisenkasten zu sitzen. Vielleicht ist es, da sie ist nicht anders gewohnt ist, gar nicht so schlimm wie viele annehmen. Ich glaube nach 55 Jahren hat sie sich gut daran gewöhnt und wäre vielleicht glücklich alt geworden... schade
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30.05.2008 22:25 Uhr von müderJoe
 
+5 | -1
 
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Eiserne Lunge? Ja was für eine veraltete Gerätschaft! Heute gibt es durchaus bessere Mittel, um einen Menschen zu beatmen! Im Klinischen Bereich werden eiserne Lungen nicht einmal mehr eingesetzt und in Deutschland findet man sowas nur in Museen. Vielleicht war die Frau der meinung, dass die die Lunge nach 40 Jahren nicht mehr verlassen will!
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30.05.2008 22:29 Uhr von littlemouse
 
+3 | -1
 
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ich hab mal ein bericht gesehen das diese eiserenen lungen total veraltet sind und man gar nciht mehr in diesem kasten liegen muß, sondern schon geräte hat mit denen man fortbewgungsfähig ist. die frau wollte allerdings nicht die moderne technik , wollte in ihrem kasten bleiben.
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30.05.2008 22:38 Uhr von DerTuerke81
 
+5 | -1
 
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news: schleckiche vorstellung in so einem kasten zu leben ich hatte bei RTL einen Bericht von der armen frau gesehen sie hat immer gekämpft und sie war glücklich

jetzt bin ich wirklich traurig :-(
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30.05.2008 22:48 Uhr von cwaiggles
 
+2 | -1
 
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@littlemouse: "die frau wollte allerdings nicht die moderne technik , wollte in ihrem kasten bleiben."

soweit ich weiß, hatte die kinderlähmung das rückgrat der frau so schwer deformiert, dass es für sie unmöglich war, in ein moderneres gerät "umzuziehen".

auch hatte die familie wohl einen notstromgenerator - allerdings schafften sie es nicht, ihn anzuschmeißen bzw. auch dort gab es eine panne.
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30.05.2008 23:07 Uhr von JustMe27
 
+3 | -1
 
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Im Bericht hiess es, Dianne habe Angst gehabt, plötzlich aus ihrer Röhre zu kommen und dieses Schicksal selbst bevorzugt. Ausserdem wären die Risiken einer Operation zu groß gewesen. Eine USV hatte das Gerät, dass noch aus den 40er-Jahren stammte, noch nicht, und die Familie hat es nicht geschafft, schnell genug ein externes Notaggregat anzuschliessen.
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31.05.2008 02:37 Uhr von Calistos
 
+7 | -1
 
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Schrecklich Ich weiss nicht, mir macht der Name "Eiserne Lunge" schon angst.. ich glaube ich könnte nie vor so einem Gerät stehen, ich habe schon Panische Angst so ein Bild anzuschauen. Das erinnert mich mehr an ein Folterinstument als an ein Medizinisches Gerät. Ich finde ja schon die "röhren" schlimm... aber sowas... neee.. ist ja wie ein Sarg :-(
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31.05.2008 09:16 Uhr von -tObI-
 
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wenn jemand im kraftwerk dafür verantwortlich war, ist das dann fahrlässige tötung?
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31.05.2008 10:42 Uhr von DerTuerke81
 
+1 | -3
 
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@ -tObI-: was ist das denn für eine frage?
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31.05.2008 11:05 Uhr von coolio11
 
+2 | -0
 
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@-tObI-: ich bin zwar kein Jurist, aber nach meiner Einschätzung läge hier - jedenfalls nach deutschem Recht - der Tatbestand der fahrlässigen Tötung seitens der Verantwortlichen des Energieversorgungsunternehmens keinesfalls vor.

Wie dieser Fall nach US-amerikanischem Recht einzuschätzen ist, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen.
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31.05.2008 11:51 Uhr von EmperorsArm
 
+2 | -0
 
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Grausames Schicksal: Was für eine Tragödie - sie hat so lange durchgehalten und so viel erreicht! Schulabschluss mit Auszeichnung, Fernstudium, Ehrendoktor und sogar Autorin! Unglaublich wie viel Entschlossenheit diese Frau hat. Die aller größte Hochachtung! Da kommt man sich mit seinen alltäglichen Problemchen doch ziemlich albern vor, wenn man darüber jammert.
Und dann so ein tragisches Ende! Die Familie bei dem Versuch ihr zu helfen und muss zusehen,w ie sie erstickt. Grausam.
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31.05.2008 12:07 Uhr von deltafox1002
 
+0 | -2
 
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55 Jahre ohen Stromausfall ?? Mir kann doch keiner erzählen, das in den ganzen 55 Jahren, kein einziger Stromausfall gewesen ist ?? Was haben die denn bei den anderen Ausfällen gemacht ?
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31.05.2008 15:42 Uhr von Hirnfurz
 
+1 | -0
 
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Ironie des Schicksals: Trotzdem bemerkenswert, was diese Frau aus ihrem Leben gemacht hat und sich nicht einfach hat hängen lassen
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31.05.2008 18:55 Uhr von fin-eek
 
+3 | -0
 
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Das Schicksal der Frau sollte uns zum Anlass geben, Schutzimpfungen unserer Kinder sehr ernst zu nehmen. Nicht nur gegen Polio, sondern beispielsweise auch gegen die nur scheinbar (!) harmlosen Masern.

Es ist unglaublich, dass es heute Organisationen von sogenannten "Impfgegnern" gibt, die in der Bevölkerung irrationale Ängste schüren. Die Folge sind dann Masernepidemien, wie kürzlich eine in Teilen Österreichs grassierte...

Gruß,
Steffen

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