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USA: Lehrerin lässt autistischen Jungen aus der Klasse werfen

Alex ist fünf Jahre alt und verhält sich in der Vorschule anders als andere Kinder, weil er eine Form von Autismus hat. Er versucht Hausaufgaben zu essen oder brummt vor sich hin. Seiner Lehrerin ging das zu weit, so dass sie ihn vor die Tür setzte. Kurz danach durfte er wieder zurück kommen.

Er musste sich seine negativen Seiten anhören, die die Klasse im Auftrag der Lehrerin vorher aufgeschrieben hatte. Es folgte eine Abstimmung, in der die Lehrerin die Klasse befragte, ob Alex bleiben kann. Das Ergebnis: Nur zwei Kinder wollten, dass Alex bleibt, vierzehn waren dagegen.

Die Mutter ist entsetzt. Alex hat Angst, wieder in die Vorschule zu gehen. Die Staatsanwaltschaft sieht aber keine emotionale "Kindesmisshandlung", um gegen die Lehrerin vorzugehen. Suspendiert ist sie derzeit trotzdem, wohl auch wegen vielfacher Proteste, die bis nach Japan reichen.


WebReporter: tomeck
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Junge, Lehrer, Klasse
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.05.2008 18:03 Uhr von SiggiSorglos
 
+9 | -33
 
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30.05.2008 18:19 Uhr von suriceau
 
+23 | -2
 
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trotz allem: ist der Junge erst 5!!Jahre alt!

"Er musste sich seine negativen Seiten anhören, die die Klasse im Auftrag der Lehrerin vorher aufgeschrieben hatte."

Entschuldigung, aber das geht für mich persönlich zu weit!
Ich finde, die Lehrerin hätte das Problem mit dem Direktor/Direktorin und den Eltern besprechen müssen und nicht vor den ganzen Kindern. Auch wenn der kleine Alex den Unterricht durch seine Krankheit stört (er kann ja überhaupt nichts dafür), dann sollte doch die Lehrerin nicht ihren Unmut darüber an ihm persönlich auslassen und die anderen Kinder noch mit hineinziehen, in diesem Alter verstehen sie ja noch nicht wirklich worum es geht und sie erhalten möglicherweise ein falsches Bild.

Ich bin auch nicht für "aufgezwungene" Integration, aber ein bisschen pädagogisches Feingefühl im Umgang mit Kindern sollte doch nicht zuviel verlangt sein...
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30.05.2008 18:42 Uhr von Raizm
 
+3 | -9
 
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gutmensch das ist ja ne tolle einstellung..gerade in der vorschule lernt man viel...seht mal in die länder,,die bei pisa vorne lagen..da setzt man sehr viel wert auf vorschule und kindergarten...

und ja,ich kann die lehrerin irgendwie verstehen...aber ich hätt doch lieber um ein gespräch gebeten mit den eltern,um das kind vllt in eine bessere einrichtung zu schicken,wo das personal mehr erfahrung mit autismus hat...
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30.05.2008 18:45 Uhr von kampfkeksMHL
 
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also bitte: wie kann man denn so mit einem 5jährigen umgehen...natürlich hat er den unterricht gestört aber ein bisschen toleranz ist ja nicht zu viel verlangt und wirklich unterricht kann man das auch nich nennen die kinder werden nur vorbereitet auf das was nach der vorschule kommt... kann das verstehen wenn der kleine angst vor der schule hat stolze leistung frau lehrerin >_<

zum thema: wir hatten auch einmal einen autisten in unserer schule (gymnasium) und der hat da den unterricht ganz normal mitgemacht...er hat jedoch noch einen betreuer bei sich der sich um ihn gekümmert hat...
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30.05.2008 19:06 Uhr von Jorka
 
+7 | -2
 
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So eine dumme Kuh Als Schulbehörde hätte ich dafür gesorgt das sie die Schule verlässt...
Kann wohl nicht angehen sowas, die Frau hat ganz klar ihren Beruf verfehlt.
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30.05.2008 19:25 Uhr von SiggiSorglos
 
+2 | -3
 
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@kampfkeks: "natürlich hat er den unterricht gestört aber ein bisschen toleranz ist ja nicht zu viel verlangt"

du weißt aber nicht, ob das nun eine einmalige Aktion war oder, was ich vermute, diese Störungen schon länger gingen...
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30.05.2008 19:34 Uhr von Hawkeye1976
 
+11 | -0
 
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Wenn ich hier lese, dass einige das Vorgehen der Lehrerin auch noch befürworten wundert es mich nicht, dass wir ein Land sehen, in dem asoziale Emotionskrüppel gezüchtet werden, die keinerlei Achtung vor der Würde und Persönlichkeit anderer haben.
Hier geht es um Persönlichkeitsbildung und positives Sozialverhalten gegenüber Schwächeren. Das gehört definitiv in die (Vor-)Schule!
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30.05.2008 19:46 Uhr von maexchen21
 
+6 | -0
 
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@ siggi sorglos 1. Komentar: das ist total unverantwortungslos, und unhuman was die lehrerin da abgezogen hat!!!
So etwas darf nicht passieren, das eine erziehungsleitende person soetwas veranleitet! das hat nichts mit pedagogik zu tun!!!
Dich sollten sie auch gleich rauswerfen!!!
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30.05.2008 22:51 Uhr von NoGo
 
+2 | -1
 
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Was die Lehrerin da gemacht hat: ist nicht richtig. Andererseits sollte man zumindest bei einer derartigen Behinderung dafür sorgen, dass der Kleine seiner Behinderung angemessen betreut wird. Ich glaube kaum, dass eine "normale" Vorschule/Lehrerin dafür geeignet ist.
Außerdem sollte man den anderen Kindern der Klasse ganz genau erklären, wieso der Junge das macht was er macht und dass es für ihn ganz normal ist, so etwas zu tun.
Wie kann man von solchen Kindern noch erwarten, dass sie später, in ähnlichen Situationen (z.B. auf der High-School, im Beruf oder auch einfach so), noch Respekt vor solchen Menschen haben.
Mal wieder so ein fettes USA-negativ-Beispiel. (Ja, ich weiß, dass es so etwas bei uns auch gibt, wenn auch nicht in der (Vor-)Schule, aber in Deutschland wäre das wahrscheinlich ganz anders für die Lehrerin ausgegangen.)
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31.05.2008 10:18 Uhr von One of three
 
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@ Gutmensch: Die Vorschule in den USA entspricht nicht dem, was wir unter "Vorschule" verstehen.
In den USA gibt es das staatliche "Headstart"-Programm, welches exakt festlegt was Kinder in der Vorschule lernen müssen, bzw. wie weit z.B: die sprachliche Entwicklung sein muss.
Diese Ziele sind für die Sozialpädagogen absolut verbindlich. Deswegen werden z.B. auch die Eltern in die Unterrichtseinheiten integriert - oder zumindest dazu animiert, aktiv mitzumachen.
Ein Kind in den USA, welches die vorgegebenen Ziele (aus welchen Gründen auch immer) nicht erreichen kann ist unter Umständen also leider wirklich ein Problem für die Gemeinschaft.
Allerdings gibt es dort auch exzellente Hilfemöglichkeiten für derartige Kinder. Man muss nur das nötige Kleingeld haben ...

Ich bin bei dieser Thematik hin- und hergerissen. Einerseits hat das Kind imho das Recht auf eine möglichst normale schulische Erziehung - gerade auch im Hinblich auf die Entwicklung sozialer Kompetenz.
Andererseits ist es auch nicht fair dass "normale" Kinder dadurch in ihrer Entwicklung behindert werden.
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31.05.2008 11:22 Uhr von makabere_makkaroni
 
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Einige User: sollten sich mal bewusst werden, dass Autisten nur bedingt für ihr Verhalten verantwortlich sind(vor allem 5-jährige Kinder), da sie eine andere, eine verschobene Wahrnehmung der Außenwelt haben.Bei Autisten sind linke und rechte Gehirnhälfte ohne Informationfilter verbunden, so dass sie zwar über ein enormes Potential verfügen, da sie ihre mentalen Fähigkeiten uneingeschränkt nutzen können; aber genau dort liegt auch das Problem.Denn nicht umsonst gibt es diesen Informationsfilter, denn ohne ihn erreichen die Wahrnehmung sämtliche Sinneseindrücke, ohne dass die unrelevanten Informationen herausgenommen sind. Autisten sind einer Informationsflut ausgesetzt und brauchen eine besondere Betreuung, da sie alleine überfordert wären.

Anstatt ein solches Kind zum Aussätzigen zu erklären sollte man ihm helfen; schließlich sollte jeder das Recht auf ein Leben in der Gesellschaft haben.
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31.05.2008 11:35 Uhr von T¡ppfehler
 
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Immerhin hat er es als Einziger richtig gemacht: und die Hausaufgaben aufgegessen, ...
Die Lehrer wollen den Kindern wohl die Schule schon vermiesen, bevor sie anfängt. Hausaufgaben können sie später immer noch genug machen. Der ist erst 5!
Ich habe selbst ein autistisches Kind, das zwar nicht bei mir lebt, sondern bei seiner Mutter und schon in der ersten Klasse auf einer Erziehungshilfeschule zusammen mit ADHS-Kindern gelandet ist. (Die Symptome sind ähnlich, aber die Ursachen völlig anders und damit sollten auch die eingesetzten Mittel anders sein, um das Problem zu minimieren.) Dass es jetzt noch mehr Probleme gibt, als in der normalen Grundschule, können sich manche von Euch sicher gut vorstellen. Das Schlimmste ist, dass ich als Vater überhaupt nichts dagegen unternehmen kann, besonders, seit ich die fragwürdigen Erziehungsmethoden der Sonderschule angezweifelt habe.
Mein Tipp: Das Kind so lange, wie möglich auf der "normalen" Schule lassen, wenn möglich, den Lehrer wechseln.
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31.05.2008 12:34 Uhr von Swaneefaye
 
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hallooo?? alo ich bin wirklich empört... es ist schon für ´gesunde´ kinder schwer derartiges zu ertragen, wie soll das dann bei einem autistischem kind sein?
ich bin wirklich schockiert... und das soll keine misshandlung sein? alter bei sowas könnt´ ich vor wut an die decke gehen
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04.06.2008 19:30 Uhr von Canhoto
 
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hefitg: ich kann mir nicht vorstellen das sich die anderen kinder da alle super benehmen. wie schon gesagt es ist immerhin die vorschule. ist ja schön und gut das sie es "demokratisch" gemacht hat aber wie muss sich der junge fühlen wenn er schon mit 5 zu spüren bekommt das ihn niemand leiden kann...
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04.06.2008 19:44 Uhr von hxmbrsel
 
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Ich fass es nicht Was hier für Kommentare vom Stapel gelassen werden.
Wir reden hier von einem Land in dem 12 Jährige Jungs mitten in der nacht vom FBI in Hand und Fußfesseln abgeholt werden nur weil eine blöde Nachbarin gesehen haben will das er seine kleine 5 jährige Schwester sexuell Mißbraucht haben soll (hier ging es darum das der Knabe seiner Schwester beim Pullern geholfen hat)mehrere Tage gefängniss.
Was sind denn das für werte die 5 Jährigen vermittelt werden wenn sie ein Geistig behindertes Kind einfach so aus ihrer Gemeinschaft Rauswählen können, soviel zum Thema Euthanasie (ist doch fast das selbe) .
Für manche Kommentare muß ich mich echt Schämen.
Die Lehrerin gehört von den Eltern richtig verklagt.10 000 000 Dollar schadensersatz mindestens .

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