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USA: Angebliche Vergewaltigung - Unschuldig zwölf Jahre in Haft gesessen

1994 wurde ein Mann aus dem US-Staat Illinois zu einer 40-jährigen Haftstrafe verurteilt, weil er eine 15-Jährige vergewaltigt haben soll.

Am vergangenen Dienstagabend wurde der Mann nun aus dem Gefängnis entlassen, nachdem er über zwölf Jahre unschuldig im Gefängnis verbüßt hatte. Die Organisation "Innocence Projects", die sich mit Irrtümern der Gerichte befasst, hatte einen DNA-Test erwirkt.

Dadurch wurde die Unschuld von Cage festgestellt. Cage hatte immer gesagt, dass er unschuldig und am Tatzeitpunkt zu Hause gewesen sei.


WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Jahr, Haft, Vergewaltigung, Unschuld
Quelle: www.krone.at
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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.05.2008 09:55 Uhr von Fixel21
 
+43 | -5
 
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kann er aber froh sein das er nicht in der Todeszelle saß.
Hoffentlich verklagt er Illinois nun auf horrende Schadensersatzsummen.

Aber das ist halt das Problem eines Geschworenengerichts..
Trotz fehlender Beweislage wirst du einfach mal 12 Jahre weggesperrt..
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29.05.2008 10:03 Uhr von Shnowtzer
 
+17 | -5
 
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dass ist eben das Problem der USA: Wegen zu hoher Verbrechen werden eben n paar weggesperrt dass die Leute wieder zufrieden sind.

Der Mann bekommt ja aber so oder so eine Entschädigung, wobei ich mich frage wie man 12Jahre Freiheit ersetzen soll.

Gibt es in Illinois die Todesstrafe?
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29.05.2008 10:05 Uhr von Jaecko
 
+15 | -5
 
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10 EUR/Tag? Oder wie viel sinds hier?
Meine mal irgendsowas gehört zu haben.
Wenns da drüben in etwa auch so viel sind, dann wärens für die 12 Jahre "nur" 43800 Eulen. Nicht grad viel...
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29.05.2008 10:08 Uhr von Kausalsatz
 
+14 | -5
 
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Krank: Die Amis spinnen doch eh.

Mit diesem Three-Strikes-Law würden die sogar jemand für 25 Jahre wegsperren, weil er Kippen geklaut hat. (zumindest in Kalifornien. Bei den anderen müssen es wenigstens "violent-crimes" sein(Gewaltverbrechen))

und trotzdem. USA zeigt zwar immer wieder das du bei anzeigen horrende Summen raushandeln kannst, erst recht beim Staat)
Aber wie gibst du jemandem 12 Jahre wieder???
Wenn ich überleg, dass ich in 12Jahren die ersten Zahlen und Buchstaben gelernt hab und zum schluss mein Fachabi hab...

Einfach nur scheiße. Ich glaub die Geschworenen können jetz in Schutzhaft gehen^^
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29.05.2008 10:20 Uhr von quartiotismus
 
+11 | -5
 
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besser: er kommt jetzt raus als in 28 jahren, allerdings sind die 12 jahre trotzdem weg.. die kann ihm auch keiner mehr geben. egal wie hoch die entschädigung auch ausfallen mag.
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29.05.2008 10:21 Uhr von fhd
 
+17 | -1
 
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In zwölf Jahren kann man nen PhD UND MBA machen und ein Schweinegeld verdienen - das wird er wohl kaum zurück bekommen.

Das ist ein gutes Beispiel, warum Beweise WICHTIG sind, vielen Shortnewsern ist so etwas völlig egal, hier herrscht bei vielen Artikeln extreme Lynchjustiz.

Und das ist auch der Grund, warum "wer nichts böses tut hat nichts zu befürchten"-Sager FALSCH liegen, es GIBT etwas zu befürchten.

Es werden immer unschuldige im Gefängnis sitzen, unabhängig vom Überwachungsgrad.
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29.05.2008 10:45 Uhr von anilingus
 
+4 | -2
 
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kein kommentar: sonst wird er gelöscht...

a->b ist üblich, jetzt drehens wir mal um... b->a

;)
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29.05.2008 10:46 Uhr von Hirnfurz
 
+5 | -1
 
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Was ich bei sowas: schlimm finde: Wenn er nun nach Hause zurückkehrt, was denken die Nachbarn? Ich hätte bei sowas immer das Gefühl, man merkt mir an, dass ich 12 Jahre hinter der Zeit bin oder grad ausm Bau rausgekommen bin. Ich glaube, Geld kann diesen immensen Verlust niemals wett machen. Es sei denn er setzt sich ab und beginnt nochmal ganz woanders von neuem, wo ihn niemand kennt. Der Bundesstaat hats auf jeden Fall verdient, zu bluten, auch wenn Fehler menschlich sind.
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29.05.2008 11:07 Uhr von Ottokar VI
 
+9 | -2
 
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@ rrromka: Denk bitte nach, bevor Du soetwas schreibst.
Einen Einzelrichter gibt es nur bei Vergehen. Längere Strafen gibts bei sowas nie!!
Weiterhin sitzt immer ein Staatsanwalt dabei und wenn es tatsächlich mal um Haft geht, auch immer ein Verteidiger (Wahl oder Pflicht). Wenn der Richter es verkackt, dann haben Staatsanwalt und Verteidiger die Möglichkeit der Berufung. Bei der Berufung sitzen da dann mehrere Richter.

Einer alleine wird also niemals soeine Entscheidung treffen.

btw: Ich finde einen vernünftig ausgebildeten Einzelrichter wesentlich beruhigender als eine Horde Bildzeitunglesender Geschworener, die keine Ahnung haben und sich möglicherweise durch Äußerlichkeiten beeinlussen lassen.
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29.05.2008 11:25 Uhr von Aquilibrium
 
+11 | -1
 
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In Deutschland eine Dunkelziffer von 5-10% Unschuldige in Gefängnissen. Wie kommt man auf diese Ziffer?

1. Aus Verbrechen die später aufgelöst wurden wo der angebliche Täter bereits im Gefängnis saß.
2. Aus Fällen die in der Vergangenheit liegen und erst jetzt geklärt wurden. Wobei der Häftling bereits entlassen wurde, weil er seine Haftstrafe abgesessen hat.
3. Aus Fällen die in der Vergangenheit liegen und erst jetzt geklärt wurden. Wobei der Häftling entlassen und bereits verstorben ist.
4. Aus Fällen die in der Vergangenheit liegen und erst jetzt geklärt wurden. Wobei der Häftling noch im Gefängniss saß und dort verstorben ist.

Ich habe selbst mit einigen Unschuldigen die im Gefängnis saßen kontakt gehabt. Eine Entschuldigen bekommen diese Personen nicht weder von der BKA noch von Landgerichten oder Bundesgerichten. Eine Entschädigung zu bekommen ist nicht vorgesehen, hier muss man mit erheblichem Widerstand der Justiz rechnen. Warum weil die Justiz KEINEN FEHLER macht. Genauso die BKA heisst es: Zitat "wir haben keinen Fehler begangen und sind nicht schuldberechtigt, daher ist eine Entschuldigung ausgeschlossen"

Das heisst für die betroffenen Personen langjährige Kämpfe mit der Justiz um an sein Recht zu kommen und eine Entschädigung zu erhalten.

Ausserdem ist man bereits gezeichnet fürs ganze Leben mit dem eines Vergewaltigers, Kinderschänders oder Mörders und so bleibt es auch. Da die Justiz nicht offiziell bekannt gibt das sie einen Fehler begangen haben, daher glaubt der Nachbar weiterhin immer noch hier nebenan wohnt ein Kinderschänder.

Die Leute glauben lieber was in den Zeitungen oder im Fernsehen gesagt wird und zwar von hochdekorierten Amtspersonen. Eine Unschuldsaussage eines angeblichen Mörders nimmt keiner ab.

Abgesehen von den kriminellen Staatsanwälten und Richtern, die selbst aus Eigennutz und Intrige, strafrechtliche Verbrechen vertuschen oder auslösen. Ich könnte einige Namen nennen, aber das ginge zuweit.

So sieht die traurige Realität aus, ein Hoch auf unser Justizsystem.

gez. Äquilibrium
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29.05.2008 12:32 Uhr von gzaal
 
+3 | -1
 
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Schadensersatz: Mich würde mal interessieren, was der Mann da in einem Land bekommt, in dem man für Verbrennungen durch heißen Kaffe Hunderttausende bekommt.

Klar, ein reiner "Verdienstausfall" könnte schon locker einige Hunderttausend Dollar sein, nur wie macht man den psychischen und "sozialen" Schaden von jemandem wieder gut, der 12 Jahre lang die höchste gesetzliche Strafe neben der Todesstrafe erleiden musste und dessen komplettes Umfeld und Freundeskreis ihn für den Vergewaltiger einer Minderjährigen hielt.

Der Kerl tut mir auf jeden Fall richtig Leid.
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29.05.2008 12:51 Uhr von rainbowworld
 
+1 | -3
 
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viel schlimmer finde ich, dass der wahre Täter noch draußen rumläuft. OK, der Kerl tut mir auch leid, wie gesagt, 12 Jahre kann man nicht einfach nachholen.
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29.05.2008 13:14 Uhr von JaPPe
 
+1 | -3
 
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Entschädigung: Das schlimme ist doch, dass der (Bundes)-Staat die Entschädigung zahlen müsste.
Aber: woher hat der Staat sein Geld? Natürlich aus Steuereinnahmen.
Aber: wer zahlt Steuern? Jeder, der da wohnt / arbeitet / ... (Ausnahmen ignorieren wir)
Also: Die Bürger, jeder einzelne zahlt dessen Entschädigung.
Warum? Haben die den verurteilt? Wie viele "straft" man damit, dass 15 (?) Leute Sch... gebaut haben?

Nein, das aus meiner Sicht einzig richtige wäre, den Richter, die Geschworenen und wer noch so zu diesem Haufen an "Staatsdienern" gehört blechen zu lassen.

Just my 2 cent...
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29.05.2008 14:09 Uhr von solitude
 
+3 | -2
 
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40 jahre Haft für ein Verbrechen, welches man nicht begangen hat sind mehr als hart.
Doch da in den USA vor Gericht der Geldbeutel und weniger die Fakten zählen, wird es solche Fehlurteile immer wieder geben.
Interessanterweise wird in den Staaten auf grundlegende Mittel zur Wahrheitsfindung (in diesem fall ein DNA-Test) verzichtet, weil die Gerichte durch Medien und Öffentlichkeit stark beeinflußt werden.
Es zählt also anscheinend nicht das Recht des Angeklagten auf einen fairen Prozess, sondern die Meinung der Öffentlichkeit.
Nun steht natürlich noch die Frage im raum, ob der Mann entsprechend entschädigt wird und ob diejenigen, die einen Unschuldigen 12 Jahre wegsperren liessen für dieses Unrecht belangt werden können.
Dieser Mann hat die Unfähigkeit der Justiz überlebt, doch wie viele sind aufgrund von Indizien schon auf dem E-Stuhl oder in der Gaskammer gelandet.
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29.05.2008 14:10 Uhr von Ottokar VI
 
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@ userXY: Ich habe keine Ahnung, wie Du Dir Rechtsprechung vorstellst. Dein Beitrag läßt vermuten, daß Du nicht wirklich weißt, wovon Du redest.

Mein Tip für Dich: Die Bildzeitung bildet selten das wahre Leben ab. Und das wahre Leben ist meistens um einiges vielschichtiger, als es die RTL II Reality Sendungen vermitteln wollen.
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29.05.2008 14:51 Uhr von Tomjek2007
 
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Ich wünsche mir: in solchen Fällen daß in der öffentlichkeit von der Presse genauso "reisserisch" eine Gegendarstellung und Rehabilitierung des nachweislich unschuldig Verurteilten statt findet!
Aber ich kann mir vordtellen das dies den Verantwortlichen gerade mal einen 3-Zeiler Wert sein wird.

Das sollte man verpflichtend festschreiben!
Wenn in der Zeitung ganz gross drin steht Sexmonster mus für 40 Jahre in Haft!

Dann muss im gegenzug für dolche Fälle mindestens genauso gross die Schlagzeile auftauchen:

Skandal! Unschuldig für 12 Jahre im Knast und das genau so l
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29.05.2008 16:30 Uhr von Racery
 
+3 | -3
 
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unglaublich: ich finde das bei solchen fällen, wo frauen oder mädchen irgendwechen männern aus rache oder geldgeilheit eine vergewaltigung anhängen, und diese dann inn knast gehen, sollte die Frau mindestens genau so lange ins gefängnis wie der dessen leben sie zerstört haben.
(klingt hart, aber ess sollte wirklich so sein)
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29.05.2008 17:17 Uhr von arbeitslos_12345
 
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ich finde es ja gut: dass man in amerika vergewaltiger hart bestraft, aber noch besser fände ich es, wenn die unschuldigen gerecht entschädigt werden würden - 12 jahre? wie wärs mit 1 million dollar?
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29.05.2008 17:21 Uhr von theTruthIsALieIs...
 
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menschliche Justiz ist ein einziger Irrtum und noch dazu ein kläglicher Versuch, für Gerechtigkeit zu sorgen!!!
In unserer Gesellschaft entscheiden mehr Finanzen und Verbindungen über schuldig oder unschuldig!!!
Nicht selten, dass jemand Unschuldiges als Sündenbock verknackt wird, damit die Öffentlichkeit Ruhe gibt!!!!!!!
Aber macht ruhig weiter so.....werden noch sehen, wo das hinführt!
*sorg*
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29.05.2008 17:26 Uhr von flokiel1991
 
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Einfach schrecklich soetwas. Es war ja nicht nur die Strafe für sich, sondern auch noch die Demütigung als ein Sexualverbrecher angesehen zu werden, vor allen Freunden und der Familie und dann auch noch die Selbstzweifel, die er auch bestimmt gehabt hat ob er es doch nicht war, er hatte ja genügend Zeit über sein gesamtes vergangenes Leben nachzudenken.
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29.05.2008 18:05 Uhr von theTruthIsALieIs...
 
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@judasII: jo, haste recht....das is ein einziges Dilemma!!!
wat willste machen???
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29.05.2008 22:04 Uhr von snake-deluxe
 
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@Otto: Was soll das gepöbel?

Einfach nur affig, wenn du mich fragst!
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29.05.2008 23:48 Uhr von Janina 2000
 
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eine Frage an euch: Es ist natürlich ein riesengrosses Leid was dem Unschuldigen zugefügt wurde. Aber wenigstens beommt man in den USA soviel Entschädigung, dass man davon locker ein Haus kaufen kann. In Deutschland hingegen würde die Entschädigung lediglich für einen Kleinwagen reichen.
Und nun frage ich euch, was ist gerechter ?
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30.05.2008 02:44 Uhr von Scopion-c
 
+2 | -2
 
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Als Kindsvergewaltiger und Mörder: ist man auch in den USA der letzte Dreck im Gefängnis genau wie hier. Deswegen muss unter allen umständen bei sowas noch genauer ermittelt werden als so bei anderen Verbrechen schon. 12 Jahre Unschuldig, als Vergewaltiger und Mörder eines Kindes ist schlimmer als das Warten auf die Vollsreckung der Todesstrafe. Dafür muss einfach viel Geld rausspringen denn man hat immer den Stempel "Kindermörder" egal was man probiert. Denn vor Gericht bist du vielleicht unschuldig aber jeder hat ja in der Bild gelesen was du für ein Schwein bist.
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30.05.2008 11:26 Uhr von Artemis500
 
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Warum dauert das so lange mit dem DNA Text? Den gibts doch seit einiger Zeit schon, warum hat man nicht gleich als es sowas gab mal alle Fälle in denen man keine klaren Beweise hatte durchgetestet?
Muss da erst ne Organisation hingehen und das erwirken?

Wenn alles gegen den Mann sprach, dann kann man sagen, okay, bedauerlicher Justizirrtum, aber dass Gentests von Leuten die schon im Knast sitzen nur auf Anfrage gemacht werden find ich ne Sauerei.

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