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Fraunhofer-Institut entwickelt neues Glasschneideverfahren

Seit langer Zeit wird Glas auf die selbe Art geschnitten: Mit einem harten Werkstoff, z.B. Keramik oder Industriediamanten, wird die Oberfläche angeritzt und danach an dieser geschwächten Stelle gebrochen. Der große Nachteil: Hierbei entstehen auch ungewollte Mikrorisse die die Festigkeit verringern.

Dr. Rainer Kübler vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik in Freiburg hat zusammen mit seinem Team ein verbessertes Verfahren entwickelt. Mit einem CO2-Laser wird das Glas entlang der Trennlinie lokal erhitzt und sofort im Anschluss mit kalter Luft aus einer Düse wieder abgekühlt.

Hierdurch entstehen thermische Spannungen im Glas, an denen, genau wie bei klassischen Glasschneider, das Material gebrochen werden kann. Da diese Spannungen aber wesentlich lokaler auftreten bleibt die Materialqualität erhalten und es kann auf teure Nachbearbeitung verzichtet werden.


WebReporter: lordxxl
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Institut
Quelle: www.fraunhofer.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.05.2008 15:12 Uhr von lordxxl
 
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CO2-Laser Anlagen werden auch immer billiger. Somit könnte es selbst für den mittelständischen Glaser um die Ecke interessant werden sich so ein Schneidgerät anzuschaffen. Weniger Ausschuss und erheblich größere Gestaltungsmöglichkeiten könnten die Investition schnell bezahlt machen.
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28.05.2008 23:15 Uhr von jsbach
 
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Gerade die Mölichkeiten mit Laser: wurde doch schon länger erprobt und wird auch in der Praxis durchgeführt, Dass kann aber manchmal dauern bis da wieder was ganz Neues erfunden wurde....
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28.05.2008 23:32 Uhr von lordxxl
 
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@ bach: "die Möglichkeit"

Raus mit der Sprache, wo, bei welcher Firma? Quellen! ;-)
Kann ja auch sagen "auf den Mars fliegen? Warum? Da waren wir ja schon"
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29.05.2008 13:43 Uhr von ravne182
 
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warum nicht mit einem wasserstrahl? Haben die doch bei Knoff Hoff mal gemacht =)
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29.05.2008 15:23 Uhr von der_flyer
 
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@ ravne182: hast du dafür noch einen Link?
hab das irgendwann mal gesehen *glaub*, finde es aber nicht mehr.. wäre nett *g*
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29.05.2008 15:25 Uhr von der_flyer
 
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oops hat sich erledigt.. *wiedergefunden*
bei der Hitze die letzten Tage ...
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29.05.2008 17:26 Uhr von ravne182
 
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herrlich schick mal den Link, würds auch gern wieder sehen ;)
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30.05.2008 17:52 Uhr von CHR.BEST
 
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Offen gesagt hatte ich an ein solches Verfahren auch schon mal gedacht.
Es wäre ein logischer Entwicklungsschritt denn zum einen gibt es schon lange CO2-Laser, die 3D-Grafiken in Glasblöcke lasern können und zum anderen werden z. B. Blechteile auch per Industrielaser ausgeschnitten.

Übrigens gibt es schon lange als Alternative zum Diamantschneider die Wasserstrahltechnik, die sehr saubere Schnitte produziert. Leider ist diese Technik recht langsam und daher für Massenproduktion schlechter geeignet.

Beim Laser gibt es dasselbe Problem, außerdem braucht so ein Laser Unmengen Strom während ein traditioneller Diamantschneider nur die reine Bewegungsenergie verbraucht und beim sog. "Anreißen" auch noch recht flott zu Werke geht.

Die Frauenhofner sollten dieses Lasersystem so erweitern, daß die scharfen Ränder im selben Produktionsschritt auch entgratet werden können. Dann könnte man wirklich viel Geld sparen.

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