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Berlin: Neues Denkmal soll an verfolgte und getötete Homosexuelle der NS-Zeit erinnern

In Berlin ist ein nationales Denkmal für die während der Nazi-Zeit verfolgten homosexuellen Menschen offiziell eingeweiht worden. Während der NS-Zeit sind mehr als 50.000 homosexuelle Menschen verurteilt worden. Tausende wurden getötet.

Kulturstaatsminister Neumann sagte bei der Einweihung, dass diese Opfergruppe lange nicht wahrgenommen wurde. Er führte weiter aus, dass die Errichtung des Mahnmals sehr spät komme, aber dennoch würde es zeigen, dass es in Deutschland keine Diskriminierung von Homosexuellen geben dürfe.

Jedoch gab es vor der feierlichen Eröffnung ein Problem. Neumann soll angeblich das Motiv der Einladungskarten, zwei sich küssende Männer, untersagt haben. Das Mahnmal wurde am südlichen Rand des Tiergartens errichtet. Bereits 2003 wurde beschlossen, dass ein solches Mahnmal errichtet werden soll.


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WebReporter: borgir
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Tod, Berlin, Sex, Zeit, Homosexualität, Denkmal, Nationalsozialismus
Quelle: www.tagesschau.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.05.2008 16:24 Uhr von Jimyp
 
+17 | -14
 
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Und [edit, thekid] Es gibt doch nun schon genug Denkmäler für die Opfer der NS-Zeit, muss jetzt jede Randgruppe ihr eigenes bekommen?
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27.05.2008 16:27 Uhr von madmind
 
+15 | -4
 
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...wir haben in Berlin auch noch nicht genug Denkmäler und Mahnmale *koppschüddl*


Laut nem Radiointerview heute morgen mit Klaus Wowereit ist das Dingens übertrieben ein Steinklotz mit nem "Guggloch" drin, wo man dann eine Videoinstallation sehen kann, wie sich 2 homosexuelle küssen.

Kostenpunkt : 600 000 Euro !!!!



Das war alles sehr sehr schrecklich, was damals passiert ist, das kann und darf man auch nicht schön reden, aber so langsam reicht es mit den Mahnmalen in Berlin. Ich leb nun auch schon einige Zeit dort und man stolpert schon in jedem Bezirkt über solche Teile.

Allein der "Unterhalt" und die Instandsetzung verschlingt Millionen im Jahr- die die Stadt nicht hat!


Alles schön und gut, aber so langsam bekommt Berlin den "Mahnmalwahn"....
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27.05.2008 16:32 Uhr von JCR
 
+10 | -7
 
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Schon wieder ein "Klotz" die deutschen Künstler waren auch schonmal kreativer.

Gibt´s eigentlich schon ein Mahnmal für die "Asozialen" KZ-Insassen? Damit müssten sich gerade in Berlin doch viele identifizieren können (insbesondere gewisse Politiker).
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27.05.2008 16:34 Uhr von makabere_makkaroni
 
+15 | -2
 
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Ein einziges zentrales Denkmal: für alle Opfer der NS-Zeit wäre viel sinnvoller. Damit wäre aller Opfer gedacht, die in dieser grausamen Zeit einen sinnlosen Tod starben.
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27.05.2008 16:40 Uhr von botcherO
 
+10 | -7
 
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Ich will: ein Denkmal für 50jahre zu spät geborene, verfolgte Raubmordkopierkillervideospielespieler der NS-Zeit.
Das ist die Randgruppe, die momentan am allermeisten Leiden muss, und die von der Gesellschafft enorm ausgegrenzt wird!
Für 1 Mio Euro baue ich das sogar selbst ;)
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27.05.2008 18:03 Uhr von cheetah181
 
+5 | -2
 
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Jimyp & rrromka: @Jimyp: "[edit, thekid -> kommentar bereits editiert]"


@rrromka: Wenn du von nem Schwulen ins KZ gesteckt und vergast wirst melde dich nochmal, dann bekommst du sicher dein Denkmal.

@Thema: Stimme makabere_makkaroni da zu.
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27.05.2008 18:09 Uhr von cheetah181
 
+2 | -0
 
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@servec: Wie kommst du darauf?
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27.05.2008 18:10 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+7 | -3
 
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Wurde aber auch mal Zeit ! Es wurde aber auch mal Zeit, dass auch den verfolgten und ermordeten Schwulen und Lesben ein Denkmal gesetzt wird.

Aber warum musste man die Videoinstalation zweier sich küssender Männer in einem Betonklotz verstecken? Wäre eine Statue von zwei sich küssenden Männern nicht VIEL ansprechender gewesen?
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27.05.2008 18:26 Uhr von cheetah181
 
+3 | -2
 
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servec: "Weil es so ist" ist keine Erklärung.
"Warum dreht sich die Sonne um die Erde?" - "Weil es so ist."

Und die diversen Sexualpraktiken betreiben auch viele Frauen, findest du die auch pervers?
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27.05.2008 19:03 Uhr von landlord
 
+2 | -2
 
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Bei uns auf dem Friedhof: ist ein Massengrab mit 30 Grabsteinen auf einem stehen drei Namen mit Geburts und Todesjahr, eine Familie. Das letzte Geburtsjahr ist 1936 das Todesjahr 1944 sie wurde acht Jahre alt sie wurde nicht von den Nazis getötet aber auch sie ist ein Opfer.
Ich finde es traurig das huntertausende Euros für irgendwelche Denkmäler und Stolperstein ausgegeben werden dabei aber dabei aber die tausende von Opfern in der Zivilbevölkerung vergessen werden.
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27.05.2008 19:18 Uhr von charma
 
+2 | -2
 
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Schon wieder Ich find auch dass das mit den Mahm- und Denkmälern langsam mal ein Ende nehmen sollte. Kein Geld für Bildung vorhanden, aber Hauptsache für alles und jeden ein Mal und nach wie vor überhöhte und überholte Entschädigungszahlungen.

Deutschland du richtest dich selbst zu Grunde....
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27.05.2008 19:38 Uhr von mueppl
 
+3 | -1
 
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Na ja, ich weiss nicht warum nicht gleich auch noch ein Mahnmal für die vielen Homosexuellen, die bis weit in die 80er in Psychiatrien und Gefängnissen saßen. Denn bis dahin war Homosexualität ind Deutschland strafbar.

"§175 StGB - Unzucht zwischen Männern

existierte vom 15. Mai 1871 bis zum 10. März 1994. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe. Bis 1969 bestrafte er auch die „widernatürliche Unzucht mit Tieren“ (ab 1935 nach Paragraph 175b ausgelagert). Insgesamt wurden etwa 140.000 Männer nach den verschiedenen Fassungen des Paragraphen 175 verurteilt.

1935 verschärften die Nationalsozialisten den Paragraphen 175, unter anderem durch Anhebung der Höchststrafe von sechs Monaten auf fünf Jahre Gefängnis. Darüber hinaus wurde der Tatbestand von beischlafähnlichen auf sämtliche „unzüchtigen“ Handlungen ausgeweitet. Der neu eingefügte Paragraph 175a bestimmte für „erschwerte Fälle“ zwischen einem und zehn Jahren Zuchthaus.

Die DDR kehrte 1950 zur alten Fassung des Paragraphen 175 zurück, beharrte aber gleichzeitig auf einer weiteren Anwendung des Paragraphen 175a. Ab Ende der 50er Jahre wurde einfache Homosexualität unter Erwachsenen nicht mehr geahndet. 1968 erhielt die DDR ein eigenes Strafgesetzbuch, das in Paragraph 151 homosexuelle Handlungen mit Jugendlichen sowohl für Frauen als auch für Männer unter Strafe stellte. 1988 wurde dieser Paragraph ersatzlos gestrichen.

Die Bundesrepublik hielt zwei Jahrzehnte lang an den Fassungen der Paragraphen 175 und 175a aus der Zeit des Nationalsozialismus fest. 1969 kam es zu einer ersten, 1973 zu einer zweiten Reform. Seitdem waren nur noch homosexuelle Handlungen mit männlichen Jugendlichen unter 18 Jahren strafbar. Nach einer gescheiterten Gesetzesinitiative der Grünen in den 80er Jahren wurde der Paragraph 175 im Zuge der Rechtsangleichung mit der ehemaligen DDR erst 1994 aufgehoben.

Im Volksmund wurden Schwule oft als 175er bezeichnet. Gleichzeitig nannte man den 17. 5. zahlenspielerisch den „Feiertag der Schwulen“.
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27.05.2008 19:38 Uhr von alphanova
 
+3 | -0
 
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was bringt so ein denkmal wenn es zumindest bei den heranwachsenden generationen so gravierende bildungslücken gibt, dass sie mit dem denkmal nichts anfangen können?
davon mal abgesehen, bin ich der meinung, dass ein einziges denkmal oder mahnmal für die opfer der nazi diktatur völlig ausreicht, zb das mahnmal mit den zig steinsäulen in berlin. ok die bauqualität ist nicht besonders gut, dafür dass es so schweineteuer war, aber es macht definitiv mehr eindruck, wenn man dort hineingeht und es immer stiller wird, je tiefer man drin ist.
ich denke bei dem neuen denkmal kommt so ein eindruck nicht rüber.. man guckt rein, sieht 2 küssende männer, denkt sich "ok" und geht weiter.
mein fazit: die 600000 euro hätte man besser anlegen können (und bei sowas krieg ich sooooooooooooooo n hals *grml*)
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27.05.2008 19:47 Uhr von Springbok
 
+0 | -0
 
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Tol Bald steht Berlin nur noch voller komischer Denkmäler die niemand braucht und nach 2 Jahren wieder kaputt gehen, Hauptsache es hat viel viel Geld gekostet....
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27.05.2008 20:31 Uhr von Python44
 
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Suum cuique: Es kann ja schließlich nicht erwartet werden, das sich Juden, "fahrendes Volk" (Sinti und Roma schließt nicht alle ein), Sozialdemokraten und Kommunisten sich EIN Denkmal mit Homosexuellen oder sogar Euthanasieopfern teilen müssen...
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27.05.2008 20:35 Uhr von theTruthIsALieIs...
 
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finde es echt bescheuert dass es ein Mahnmal für diese Opfer gibt, eines für jene Opfer, usw. und so fort!!
Warum wird das Mahnmal nicht gleich für alle Opfer der NS-Zeit gebaut, sind die denn alle so unterschiedlich, abgesehen von ihren sexuellen Vorlieben????? Aber Hauptsache immer ordentlich Kohle raushauen, die Opfer (ich mein die Experten, denen sowas einfällt)!!!!!!!!
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27.05.2008 20:49 Uhr von Premier-Design
 
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Na Endlich!!! Endlich bauen die dieses Denkmal, darauf habe ich schon mein ganzes Leben lang gewartet!!! Jetzt fehlt nur noch ein Denkmal fur die umgebrachten Frauen, die umgebrachten Kinder, die umgebrachten Handwerker, die umgebrachten Lehrer, die umgebrachten Ingenieure, die umgebrachten Künstler, die umgebrachten............ Ach ja, die sind ja alle zur Zeit nicht so in Mode... Lasst uns doch alle schwul werden, so mit gleichen Rechten und Toleranz und so, dann gibt es sicherlich eine Geburtenexplosion. Und wenn der letzte Mensch dann ausgestorben ist, noch so ein Denkmal bauen - aber diesmal bitte ein monumentales!
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27.05.2008 21:31 Uhr von rotto23
 
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@ theTruthIsALieIs Ein zentrales Denkmal steht irgendwo in der Gegend rum. Irgendwann interessiert es keinen mehr, und die die es kennen denken sich nur "Ja, damals wurden einige Leute verfolgt." aber wieviele Menschen, aus welchen Gründen, und aus wievielen Schichten der Gesellschaft von den Nazis abgeschlachtet wurden weis dann keiner mehr.
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27.05.2008 22:05 Uhr von dashandwerk
 
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ich finde: man sollte jede freie Stelle mit einem Mahnmal zustellen.

Für 600000€ finde ich das ne Klasse Idee.

Besser so viel Geld für nen Künstler als damit Spielplätze oder kinderreiche Familien zu unterstützen.

Mann kann das Geld ja beim Sprit oder Tabaksteuer locker wieder rein holen.

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