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Bundesgerichtshof: Aktuelles Grundsatzurteil bezüglich Schwarzarbeit

Karlsruhe: Am vergangenen Donnerstag verkündete der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das aktuelle Urteil. In diesem Urteil heißt es, dass auch bei Schwarzarbeit ein Anspruch auf Schadenersatz besteht. Diese Entscheidung ist rechtskräftig, wenn die Arbeit bereits ausgeführt worden ist.

Geklagt hat ein Geschädigter, welche ein Haus gebaut hatte. Die ohne Rechnung erstellte Abdichtung der Terrasse war Mangelhaft. In einem anderen Fall hatte ein Vermessungsingenieur die Hausposition falsch berechnet, hier war ein Umbau des Hauses notwendig.

Beide Schwarzarbeiter wiesen aufgrund der Schwarzarbeit die Schadensforderungen von den Auftraggebern ab. Beide Geschädigte klagten, mit Erfolg.


WebReporter: do-28
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Grund, Schwarz, Bundesgerichtshof, Bundesgericht, Grundsatz
Quelle: www.epochtimes.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.05.2008 12:31 Uhr von brycer
 
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Richtig so! Nehmen wir mal an es wäre anders herum gewesen und die, in diesen Fällen hier geschädigten, hätten einfach nicht gezahlt, dann hätten die Schwarzarbeiter auch geklagt - und das wohl auch mit Erfolg.
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27.05.2008 12:53 Uhr von IsharYa
 
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Naja wie will man denn ohne Rechnung nachweisen, das derjenige es getan hat? Hier steht Aussage gegen Aussage, wenn der Schwarzarbeiter sagt..."ich war gar nicht und habe nix gebaut"... ohne was schriftliches hat man hier schlechte Karten
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27.05.2008 15:43 Uhr von Numanoid
 
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Kontraproduktiv: Mit diesem Urteil leistet unsere Justiz der Schwarzarbeit quasi Vorschub.
Hätte das Gericht den Schadenersatzanspruch hingegen verneint, dann hätten es sich in Zukunft sicherlich einige Leute ganz genau überlegt, ob sie so ein Risiko eingehen wollen.
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27.05.2008 16:43 Uhr von Luzifers Hammer
 
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Ich weiss nicht: Weder sollte man bei Pfusch den Schwarzarbeiter belangen können ,noch sollte der Schwarzarbeiter seinen Lohn einklagen dürfen.
Beides ist in Deutschland möglich.
Nur wenn man beides nicht kann ,könnte man die Unsitte der Schwarzarbeit ein wenig eindämmen.
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27.05.2008 17:41 Uhr von Sven_
 
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hmm: "Unsitte Schwarzarbeit".

Ich schau einmal auf mein Konto und sehe was Netto von dem Brutto-Betrag rauskommt und schon verstehe ich jeden der sich schwarz ein bischen steuerfrei verdient.

Moralapostel scheinen entweder zuviel zu verdienen als das es sie stört oder werden von mir mitfinanziert.
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27.05.2008 18:36 Uhr von Gloi
 
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@ Sven_: Du könntest mehr verdienen wenn es keine Schwarzarbeit geben würde.

Ich finde das Urteil nicht gut. Wer sich auf Kosten der legal arbeitenden Menschen bereichert sollte nicht auch noch über schlechte Leistungen für schlechte Bezahlung klagen.
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27.05.2008 20:04 Uhr von Luzifers Hammer
 
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Lieber Sven: Ich bekomme zur Zeit Alg 2(Hartz 4) und bin ein Gegner von Schwarzarbeit.
Als Maler und Lackierer könnte ich wunderbar auf Kosten der Steuerzahler nebenbei Kohle verdienen.
Nur dann käme ich mir wirklich schäbig vor.
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27.05.2008 20:06 Uhr von CHR.BEST
 
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Die Absicht hinter diesem Urteil ist klar: Das Gericht will Schwarzarbeit unattraktiver machen.
Der Grund aber, weshalb die Schwarzarbeit in Deutschland immer mehr wird, liegt aber nicht darin, daß die Menschen immer krimineller werden sondern daran, daß dieser Staat mit Steuergelder immer verschwenderischer umgeht oder anders gesagt: Die horrenden Staatseinkünfte aus Steuern und Abgaben fließt immer häufiger in Kanäle, die am Bürger vorbei führen.
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27.05.2008 20:28 Uhr von Gloi
 
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@ CHR.BEST: Grundsätzlich stimme ich dir zu, was die Verschwendung von Einnahmen des Staates angeht.
Hier mal eine Studie zum Thema Sozialausgaben, die das untermauert:
http://www.spiegel.de/...
"Nur ein Bruchteil der Sozialausgaben in Deutschland, nämlich 2,5 Prozent, kommen den wirklich Armen zugute."

Schwarzarbeit ist deshalb besonders attraktiv weil ich mit Hartz IV und ein paar "Nebeneinkünften" gut leben kann. Damit will ich nicht sagen das die Sozialleistungen zu hoch sind, aber man muss gegen die Schwarzarbeit mit allen Mitteln vorgehen. Nicht nur um die Anreize für Erwerbsarbeit zu steigern, sondern vor allem um reguläre Arbeitsplätze zu sichern.
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27.05.2008 20:39 Uhr von Luzifers Hammer
 
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@Gloi: @Schwarzarbeit ist deshalb besonders attraktiv weil ich mit Hartz IV und ein paar "Nebeneinkünften" gut leben kann.

Du solltest eines nicht unterschätzen ,das sind in meiner Berufsgruppe (Maler und Lackierer) viele die eine feste Anstellung haben und trotzdem Schwarz arbeiten.
Und glaub mir das waren und sind nicht wenige.

@CHR.BEST
Du scheinst Schwarzarbeit als Notwehr gegen den Staat anzusehen.
Steuerhinterziehung,Versicherungsbetrug etc.gehöhren wahrscheinlich auch dazu oder wie ?

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