25.05.08 16:25 Uhr
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CDU-Generalsekretär Pofalla: Zweifel am Armutsbericht

Laut Ronald Pofalla sei der neue Armutsbericht, welcher die Situation aus dem Jahre 2005 widerspiegelt, alleine auf die damalige rot-grüne Regierung zurückzuführen. Seit den Wahlen gäbe es in Deutschland längst eine Trendwende, die aber in dem Bericht keine Berücksichtigung findet.

Unterstützung bekommt Pofalla von dem ifo-Chef Werner Sinn, welcher argumentiert, dass seit 2005 über 1,6 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen wurden und auf Grund dessen die Menschen in Deutschland gar nicht so bedürftig sein können, wie der Armutsbericht vermuten lässt.

In einem Beitrag in der "Wirtschaftswoche" schrieb der ifo-Präsident, dass kaum jemand, der sich legal in Deutschland aufhielte, arm sein könne. Ebenfalls wies er die Zahlen zurück, worin jeder achte Deutsche als arm gilt. Laut seinen Berechnungen liege die Armut bei nur vier Prozent.


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WebReporter: exekutive
Rubrik:   Politik
Schlagworte: CDU, General, Armut, Zweifel, Generalsekretär
Quelle: www.netzeitung.de

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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.05.2008 15:41 Uhr von exekutive
 
+0 | -0
 
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nunja, was soll man als bürger zu solchen behauptungen eigentlich noch sagen..

solche realitätsfremden durchhalte parolen erinnern immer stärker an triveale propaganda Phrasen

glauben tuts die bevölkerung schon lange nicht mehr... einzig und alleine die herrschende politkaste will die wahrheit nicht einsehen und versucht sie -die wahrheit- weiterhin mit den größten lügen zu verklären -in der hoffnung so die bevölkerung noch ein wenig länger effektiv hinters licht zu führen
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25.05.2008 16:29 Uhr von Noseman
 
+28 | -4
 
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Pofalla trifft keine Schuld: Der macht das nicht mit Absicht.

Der ist _wirklich_ so doof.
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25.05.2008 16:44 Uhr von dr.b
 
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25.05.2008 16:55 Uhr von Technomicky
 
+17 | -4
 
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"Seit den Wahlen gäbe es in Deutschland längst eine Trendwende..."

Ja richtig, eine Wende zu noch mehr und höheren Steuern!

Genauso wie der Spruch, dass 1,6 Millionen Arbeitsplätze geschaffen wurden ... WAHNSINN! Nur die Tatsache das es sich dabei um Jobs mit Hungerlöhne handelt und man immer noch zur Unter- bzw Armutsschicht gehört sagt keiner!
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25.05.2008 16:58 Uhr von fiver0904
 
+9 | -3
 
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Trendwende? Während 2005 vielleicht 1,6 Mio. neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, wurden im:

Quartal 1: 175.122
Quartal 2: 268.025
Quartal 3: 189.709
Quartal 4 (61 Tage): 362.963

Macht: 995.819 VERNICHTET.
Wenn meine Müdheit nicht alles täuscht handelt es sich hierbei um fast 10 Millionen!

Quelle: http://www.egon-w-kreutzer.de/...
(Ganz herunterscrollen und auf die entspr. Links klicken!)
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25.05.2008 17:03 Uhr von artefaktum
 
+10 | -1
 
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Die Politik soll die Armut bekämpfen und nicht die Definition von Armut.

Mir kommt das hier immer mehr vor wie in der DDR (wenn auch mit anderen Vorzeichen):

Eine Ideologie die nicht irren kann (darf) und wenn die Realität nicht der Ideologie entspricht wird die Realität einfach umgedeutet. Und unser neoliberaler Hohepriester Sinn passt da auch sehr gut rein. Vielleicht sollte der auch so ne Art "Schwarzen Kanal" aufmachen in dem er uns erzählt, wie toll hier doch alles ist und wir das ganze nur völlig falsch sehen.
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25.05.2008 17:03 Uhr von fiver0904
 
+8 | -1
 
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*kopfschüttel*: Sorry, ihr dürft mich nun ausnahmsweise mal rot machen, ich bin seit 19 Stunden wach, da kann sowas vorkommen...!
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25.05.2008 17:03 Uhr von exekutive
 
+6 | -3
 
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sicherlich ist armut relativ

letztendlich definiere ich armut als synonym für mangel im verhältnis zum überfluss bzw. im verhältnis zu einem idealwert innerhalb bestimmter begrenzungen

und mangel haben sehr viele menschen in deutschland auf sehr vielen unterschiedlichen ebenen.. sprich, nicht nur was es die finanzen betrifft und was daraus resultiert

fakt ist, das die mehrheit der bevölkerung immer mehr spüren das sie real von mangel betroffen sind... und sei es schon alleine der mangel in der politischen führung welche ihrerseits dafür sorgen, neue arten bzw. varianten des mangels zu verbreiten

oder gar der mangel an gerechtigkeit, wenn menschen in deutschland 3 jobs haben müssen und dabei sämtliche freizeit opfern müssen um die eigene famielie mit ach und krach über die runden zu bekommen -ohne- das dabei das selbstwertgefühl auf der strecke bleibt

die menschen spüren das sie in dieser gesellschaft nur so viel wert haben, wie sie an geld verfügen

DAS ist kapitalismus.. das leben an sich zählt nichts.. nur das geld zählt

und auch das ist ein zeugnis riesiger geistiger armut..
ein system welches an mangel und armut nicht mehr zu übertreffen ist, da es in seiner perversion fast absolut ist

diese entwicklungen wurden von kritisch denkenden menschen schon vor über hundert jahren vorherr gesagt

genau so recht haben werden jene menschen welche immer lauter den untergang diesen weltumspannenden unrechtsystems des künstlichen mangels und gezielter armut zum ausdruck bringen

die ganzen probleme welche in immer größeren ordnungen an die "oberfläche" kommen sind nur die vorboten..

aber genau so wie es komtm MUSS es kommen.. denn sonst würde die menschheit niemals lernen das an erster stelle das leben steht und nicht die macht, das geld und irgendwelche anderen schweinereien
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25.05.2008 17:05 Uhr von meisterthomas
 
+11 | -3
 
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Armut aus und Aufschwung einreden: Seit vielen Jahren schon versucht man uns die Armut aus und den Aufschwung einzureden.

Nicht zuletzt auch das IFO -- Schade eigentlich, ein Institut mit wissenschaftlichen Poteintial, aber auf dem Niveau einer neoliberalen Sekte.
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25.05.2008 17:06 Uhr von makabere_makkaroni
 
+10 | -1
 
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Arme gibt es sehr viele, leider. Nicht umsonst gibt es Projekte wie Tafeln in diversen Stätden, wo Lebensmittel kostenlos an Bedürftige verteilt werden; und das mit immer größerem Zulauf.

Und lieber Herr Pofalla: Naturlich müssen sie sagen, dass der Armutsbericht nicht stimmt, sonst hätte die SPD ja ein gutes Argument für den Mindestlohn, nämlich dass Menschen trotz Arbeit ARM sind. Aber natürlich sind nur 4% der Bevölkerumg arm, und erst recht nicht die, die für gerademal 3Euro/Stunde irgendwo schuften müssen.
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25.05.2008 17:15 Uhr von artefaktum
 
+8 | -1
 
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@meisterthomas: "(...) aber auf dem Niveau einer neoliberalen Sekte."

Das trifft´s sehr gut. Hat viel von einer Religion: Es gibt Priester (Sinn), Ketzer, die Mahnung an Demut und Bescheidenheit (Reformen) und das Heilsversprechen (nachdem es euch schlechter geht wird es euch später dafür besser gehen). Und ja, natürlich Kirchenobere und Verkünder dieses "Glaubens" die in Saus und Braus leben.
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25.05.2008 17:34 Uhr von artefaktum
 
+4 | -1
 
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LordRoscommon: Danke für dein nettes Kompliment.

Pofalla sehe ich so ähnlich wie du. Es gab unter Kohl einen, der war noch schlimmer: Hintze, erinnerst du dich noch an den? Der war nur noch devoter als Pofalla. War so´ne Art Salacious Crumb von Kohl (der Speichellecker von Jabba the Hutt in Star Wars).

http://www.blueharvest.net/...
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25.05.2008 17:39 Uhr von hossler
 
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25.05.2008 17:40 Uhr von xjv8
 
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Mein Freund: RONALD, war leider nicht anwesend, als Hirn verteilt wurde, ansonsten könnte er nicht so einen Schwachsinn seiern. Das zeigt mal wieder wie realitätsfremd die Politiker geworden sind. Ich würde was drum geben, wenn die Pfeife nur ein Jahr lang von H4 leben müsste.
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25.05.2008 17:43 Uhr von Gloi
 
+5 | -1
 
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Da ist mit Stoiber oder Lafontaine lieber: die haben wenigstens noch einen Unterhaltungswert.

Obwohl ich Gewalt ablehne, bekomme ich jedes Mal, wenn ich den Mann höre, so merkwürdige Fantasien.
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25.05.2008 17:50 Uhr von artefaktum
 
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@hossler: Es gibt auch genügend Ökonomen, die das ganz anders sehen.

Es gibt in den Gesellschaftswissenschaften (und eben auch der Ökonomie) kein richtig und falsch, im Grunde geht es um Interessen und Wertvorstellungen.

Deswegen sind solche Diskussionen immer reine Auslegungssache. Armut ist relativ. Wenn ich Armut so definiere, dass Menschen nicht auf der Strasse verhungern, ja dann hat Pofalla recht.

Immer mehr Menschen können nicht mehr richtig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, weil sie nicht genügend Geld haben. Die gab es immer schon und die werden immer mehr. Da mag "Deutschlands klügster Professor" noch so oft das Gegenteil behaupten.

Unsere Politiker und Ökonomen wie Sinn sollten aufpassen, dass sie nicht irgendwann von der Realität (nämlich den Menschen) eingeholt werden.

Das hatten wir ja schon mal auf deutschem Boden. "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben". Da glaubt auch eine kleine Elite den Menschen erklären zu müssen, wie sie die Realität zu sehen hätten. Wie das ausging, ist bekannt.
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25.05.2008 17:55 Uhr von exekutive
 
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@ hossler: ich bezweifle das man für etwas verständnis haben kann, was man nicht versteht -von daher ist ihr nicht verständis eine logische konsequents

die problematik an sich ist elementar... innerhalb irgendwelcher doktrinärer wirtschaftsgesetzte welche wiederum auf ein system aufbauen, welches nicht auf dauer funktinieren kann ist es engstirnig zu glauben, die wirklichen problemlösungen könne nur von jener wirtschaft kommen, welche ein kind des problemaufwerfenden systems ist

die probleme in diesem land und auf der erde können NICHT von der wirtschaft gelöst werden, das ist paradox

ganz im gegenteil, da die problematik bereits in den elementaren dingen steckt kann der erde mit ihren problemen nur noch durch eine philosophische transzendentale grundklärung gehlfen werden

das system ist der fehler an sich -das heißt auch, das solange das system nicht grundlegend refomiert bzw. abgerissen und neu aufgebaut wird -der kriminogenen wirtschaft ein maulkorb verhängt werden sollte

nur um mal derer arroganz ein riegel vorzuschieben

was es herr sinn betrifft, so ist er ein konsequenter technokrat
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25.05.2008 17:57 Uhr von Gloi
 
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@ hossler: Deine Rechnungen wird der 50-Jährige Hartz IV Empfänger, der in seinem Leben nicht mehr mit einem Arbeitsplatz rechnen kann, nicht verstehen. Auch die Friseuse oder Floristin, die mit 1200 Euro Brutto in der Großstadt lebt, wird deiner Argumentation nicht folgen können.

Der Begriff Armut ist sicher missverständlich. Ich bin mir aber ziemlich sicher das sehr viele Menschen im Land sich heute deutlich weniger leisten können als vor 10-20 Jahren.
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25.05.2008 18:00 Uhr von Paddex-k
 
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Ist doch wohl eher ein Märchen! Was sind denn die angeblich neu geschaffenen Arbeitsplätze wirklich wert? 80% der dort gezahlten Löhne müssen mit Steuergeldern aufgefüllt werden, damit wenigstens der Sozialhilfestandart erreicht wird. Das Volk sollte sich nicht nur über die Steuergeschenke an die großen Konzernen aufregen, sondern noch extremer gegen die Versklavung!
Milliardengewinne durch Steuerfinanzierte Billigkräfte!
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25.05.2008 18:24 Uhr von artefaktum
 
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@ LordRoscommon: "Die Hand, die einen füttert, muß einem schon das Überleben ermöglichen"

Zudem man den Satz "Die Hand die einen füttert, schlägt man nicht" ja auch andersum sehen kann. Der Arbeitgeber ist ja auch "Arbeitnehmer", daß heißt er bekommt ja auch etwas vom Arbeitnehmer, nämlich dessen Arbeitskraft.

Verdächtig finde ich ja immer, wenn man Kritik an unserer Wirtschaft sofort mit dem "Sozialismusreflex" unterbinden möchte. So ganz unideologisch ist diese ganze Gedankengebäude von Menschen wie Sinn ja auch nicht. Ich will sogar mal behaupten, dass unsere Marktanbeter den Sozialisten in Sachen Ideologieverblendetheit näher stehen als Kritiker von beiden.
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25.05.2008 18:39 Uhr von maki
 
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Arschplumpser & Unsinn, mache Gestalten gehören einfach verboten...
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25.05.2008 19:03 Uhr von Superhecht
 
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vieles ist noch kaschiert: es ist in Wahrheit noch viel schlimmer, als die 12% + 12%

Durch innergroßfamiliäre/verwandtschaftliche Hilfe, nachbarschaftliche/bekanntschaftliche Unterstützung wird so mancher Mangel ausgeglichen. Wieviele Azubis oder Studis kämen ohne Finanzspritze der Eltern überhaupt nicht zurecht? Wieviele ältere Arbeitnehmer oder sogar Rentner buttern bei ihren Erwachsenen Kindern dazu? Und wieviele schweigen aus Scham und führen lieber ein kümmerliches Dasein am Rande des Existenzminimums, anstatt sich und anderen einugestehen, dass man arm ist und staatlicher Hilfe bedarf? Wieviele bettelarme Rentner gibt es?
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25.05.2008 19:10 Uhr von artefaktum
 
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@LordRoscommon: "Autos kaufen keine Autos. Menschen kaufen Autos."

Lass dich mit dem Satz aber nicht von Sinn erwischen. Dieser Zusammenhang wird von Sinn geleugnet bis ins letzte.
Er hat mal in einem Interview gesagt, das sei der dümmste Satz, der je geäußert worden wäre.

Wahrscheinlich muss man aber erst 8 Semester Volkswirtschaft bei Sinn studiert haben, bevor man solche ganz banalen Zusammenhänge im Kopf um 180 Grad drehen kann. Orwell hätte das wohl Doppeldenk genannt, eine Fähigkeit aller Ideologen.
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25.05.2008 19:35 Uhr von artefaktum
 
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@LordRoscommon: "Kannman hier eigentlich auch User bewerten, oder muß man jedem Kommentar einzeln das "+" geben?"

Das kann man nicht. Freut mich aber auch so, dass dir meine Beiträge gefallen.

Falls du noch ein Geschenk suchst: ;-)

http://ecx.images-amazon.com/...
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25.05.2008 21:16 Uhr von artefaktum
 
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@LordRoscommon: Ich hasse Sinn nicht und respektiere ihn als Privatmann (okay, manchmal mache ich mich über ihn lustig aber wer so wie er ständig die Öffentlichkeit sucht, muss damit leben können). Deshalb muss ich aber noch lange nicht seine berufliche Meinung teilen. Ich seh das eher sportlich.

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