25.05.08 10:59 Uhr
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Dubiose Spendenwerbung durch Gesine Schwan?

Eigentlich hatte die SPD geplant, Universitätspräsidentin Gesine Schwan als Gegenkandidatin für den amtierenden Bundespräsidenten Horst Köhler aufzustellen. Doch jetzt wird der Verdacht laut, Schwan sei in eine Spendenaffäre verwickelt.

Es geht dabei um den Medikamentenhersteller "Ratiopharm", dem Schwan ein verbessertes öffentliches Image in Aussicht gestellt habe, wenn dieser Spenden für universitäre Einrichtungen tätige. Die Bitte um eine Spende gestand Schwan inzwischen ein.

Dass sie als Gegenleistung für ein besseres Ansehen des Pharmakonzerns sorgen sollte, betritt sie allerdings. Von Seiten der CSU wird bereits gefordert, eine Nominierung Schwans für das Amt des Bundespräsidenten zurückzustellen bis alle Vorwürfe beseitigt seien.


WebReporter: kleofas
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Spende, Schwan
Quelle: www.bild.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.05.2008 06:59 Uhr von kleofas
 
+0 | -0
 
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Man muss abwarten, was da noch herauskommt. In jedem Falle sollte ein Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten keine Altlasten mitbringen. Und wenn man sich die Meinung eines möglichen Bundespräsidenten "kaufen" kann, wäre das kein gutes Zeichen.
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25.05.2008 11:26 Uhr von maki
 
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*lol*: 1. Typische Wahlkampfdreckwerferei
2. Für was hat denn der Köhler schon alles geworben?!
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25.05.2008 11:32 Uhr von artefaktum
 
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Ich weiss ja nicht, was an den Vorwürfen dran ist, aber das ganze klingt doch sehr nach Schlammschlacht.

Interessanter finde ich aber ganz was anderes: In den letzten Jahren wird zunehmend propagiert und auch umgesetzt, die Hochschulen sollen sich der Wirtschaft öffnen. Und sofort kommt so was dabei raus, das man sich mit Bestechungsvorwürfen (ich weiss ja nicht, ob die stimmen) auseinandersetzen muss. Wer die Freiheit der Wissenschaft aufgibt, indem er mit der Wirtschaft paktiert (und eben dem Geld der Wirtschaft) der muss mit so was rechnen. Ein Fortschritt, als den das immer hingestellt wird, ist das ganz bestimmt nicht.
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25.05.2008 12:11 Uhr von LordKelvin
 
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hmm: @artefaktum
ja, du hast mit deiner Argumentation irgendwo schon recht, aber bedenke folgendes. Wenn ein Dekan so etwas macht, ist das ok. Aber die mächtigste Person in Deutschland sollte nicht einem Pharmahersteller etwas schuldig sein... Womit wir wieder bei dem sind was maki geschrieben hat. Wer weiss was Köhler früher alles versprochen hat...

So gesehen ist es also wohl doch nur eine Schlammschlacht...
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25.05.2008 12:19 Uhr von nettesMädel
 
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@Artefaktum: Du sprichst von der "Freiheit der Wissenschaft", die es aber schon längst nicht mehr gibt.

Leider ist die Situation der Universitäten mittlerweile so, dass ohne so genannte Drittmittel, die in der Regel aus der Wirtschaft/Industrie kommen, gar nichts mehr geht. Die Gelder die von den Ländern an die Unis fließen, versickert zu 99% in der Verwaltung und in der Lehre. Für die Forschung an sich bleibt da nix mehr über.

Ich fange demnächst meine Promotion an der Uni an und arbeite da auch, aber ich muss erstmal Geld eintreiben, damit meine Stelle überhaupt gesichert ist...aber das geht nur MIT Industriepartnern!
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25.05.2008 12:37 Uhr von artefaktum
 
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@nettesMädel: "(...) aber das geht nur MIT Industriepartnern!"

Schlimm genug. Abhängigkeit ist das Gegenteil von Freiheit.
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25.05.2008 12:40 Uhr von nettesMädel
 
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@artefaktum: Selbst so genannte Stiftungen die DFG, DBU, etc. fordern Industriepartner in ihren Anforderungen....was soll man denn machen?

Gegenvorschläge?
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25.05.2008 12:44 Uhr von artefaktum
 
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@nettesMädel: Solide Finanzierung. Es gibt kein Naturgesetz das besagt, öffentliche(!) Universitäten können nur mit Geldern der Privatwirtschaft finanziert werden.
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25.05.2008 13:50 Uhr von Jimyp
 
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Die Schwan hat schon einmal gegen Köhler verloren und wird es auch ein zweites Mal!
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25.05.2008 14:00 Uhr von ElCommandante
 
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LOL: Ach, das is mal wieder typisch CDU/CSU. Haben selber jede Menge Dreck am Stecken, aber wenns um andere geht, haben sie die große Klappe...lächerlich.
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25.05.2008 14:51 Uhr von nettesMädel
 
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@artefaktum: *lach* welche solide Finanzierung? Vom Staat kommt ja nix!

Und die Wirtschaftsgelder sind so genannte Drittmittel - sollen also das Budget aufstocken. Aber wie soll da bitte funktionieren, wenn ein Professor sich nicht mal mehr eine Sekretärin leisten kann, weil von der Uni keine Planstelle vorgesehen ist. Die Unis streichen mittlerweile sobald jemand eine Planstelle verlässt (also in der Regel in Rente geht) und dann bekommt diese Abteilung kein Gehalt mehr, hat aber weiterhin die Arbeit! Also muss diese Stelle ebenfalls über Drittmittel finanziert werden.

Was verstehst du denn unter "solider Finanzierung"?
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25.05.2008 16:30 Uhr von artefaktum
 
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@nettesMädel: "*lach* welche solide Finanzierung? Vom Staat kommt ja nix!"

Das ist ja politisch auch so gewollt und wird seit Jahren forciert. Das ist aber kein Naturgesetz gegen das wir nichts machen können auch wenn uns das so verkauft wird. Wie hat der Staat das denn früher gemacht?

Hier sind ganz absichtlich Weichen so gestellt worden, dass es zu dieser Entwicklung kam. Also bitte nicht das als Naturgegeben hinnehmen sondern kritisch hinterfragen.

In diesem Land wird ja nicht weniger verdient als früher. Geld haben wir hier genug, halt aber in den Händen immer weniger während die meisten immer weniger haben. Das wird absichtlich so gestaltet.
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25.05.2008 20:29 Uhr von nettesMädel
 
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@artefaktum: Dann nenn mir bitte Möglichkeiten das zu ändern! Ich kenne nämlich keine.

Unser hochverehrter Finanzminister hat ja erst die ganzen Gelder für die Forschung eingefroren.

Und Drittmittel gab es schon immer, nur standen die früher nicht im Vordergrund - dieser Staat (so wie er jetzt existiert) kann sich keine Forschung mehr leisten. Das ist Fakt und ich wüsste nicht, wie ICH das ändern könnte.

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