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Bespitzelungsvorwürfe jetzt auch gegen die Telekom

Nachdem es wegen der Überwachung von Mitarbeitern öffentliche Vorwürfe gegen Lidl, Aldi, Burger King und andere Unternehmen gab, hat es jetzt die Telekom erwischt. Der Unterschied: von Interesse waren nicht die "kleinen" Angestellten. Die Überwachung betraf eine andere Gehaltsgruppe.

Es ging um die Führungsebene. Vermutet wurden durchlässige Stellen im Aufsichtsrat und Vorstand. So wurden über ein Jahr lang die telefonischen Verbindungsdaten ranghoher Telekom-Mitarbeiter überwacht, um sie durch eine externe Firma mit Journalistendaten abzugleichen.

Rene Obermann, Chef der Telekom, leitete die brisanten Daten eigenen Angaben zufolge an die Bonner Staatsanwaltschaft weiter. Weitere Angaben wollte das Unternehmen nicht machen. Der Auftrag der Bespitzelungen stammt noch aus der Zeit vor Obermann Antritt.


WebReporter: tomeck
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Telekom
Quelle: www.spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2008 16:43 Uhr von kleofas
 
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...Westen nichts Neues.
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24.05.2008 16:59 Uhr von Gloi
 
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Im Westen was neues: Diese Vorwürfe haben eine andere Qualität als die Vorwürfe gegen die Praktiken der Überwachung von Mitarbeitern im Einzelhandel.

Was hier passiert ist, hat eine größere Dimension. Die Telekom verwaltet hoch sensible Daten von Millionen von Kunden. Wenn die Firma in diesen Daten herum schnüffelt, sollte man überlegen ob sie den Schutz des Fernmeldegeheimnisses, das immerhin zu den Grundrechten (Art. 10 GG) zählt, weiterhin gewährleisten kann.

Nach anderen Quellen hat die Telekom zugegeben das es eine
„Auswertung mehrerer Hunderttausend Festnetz- und Mobilfunk-Verbindungsdatensätze der wichtigsten über die Telekom berichtenden Journalisten und deren private Kontaktpersonen“ gab.
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24.05.2008 22:03 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Das Fermeldegeheimis gibt es - faktisch - sowieso nicht mehr.
Verbindungsdaten werden per EMail versendet (die jeder abrufen könnte). Herr Schäuble lauscht sowieso mit und die Verbindungsdaten werden an Abmahnanwälte und an die amerikanische Musik- und Filmindustrie verteilt - es genügt der Verdacht ein Liedchen gesaugt zu haben. Die Mails werden ja auch längst gelesen ...!

Ich wage zu behaupten, dass erst der Wahn von Herrn Schäuble, Verbindungsdaten bereitzustellen und zu speichern, zum Missbrauch auf grosser Ebene in Deutschland führt.
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25.05.2008 00:30 Uhr von Borgir
 
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bespitzelt: wird man doch überall...ob per kamera, handy-ortung oder irgendwelche punkte-karten....
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25.05.2008 11:47 Uhr von Gloi
 
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herchy1: So etwas wie in diesem Fall ist sicher nicht üblich. Es geht hier darum das ein Unternehmen, dass davon lebt hoch sensible Kundendaten die einen besonderen Vertrauensschutz genießen, analysiert um eigene Mitarbeiter zu bespitzeln.

Es geht hier nicht um das ausspionieren der Manager. Ein vergleichbarer Fall wäre es wenn die Deutsche Post Briefe ihrer Kunden öffnet um zu sehen ob diese ggf. mit Mitarbeitern Korrespondieren.

Die Brisanz dieses Vorfalls ist so hoch das sich der neue Vorstandsvorsitzende selbst an die Staatsanwalt und das Bundeskanzleramt gewendet hat, weil er weiß das dahinter ein großer Skandal steht der dem Unternehmen massiven Schaden zufügen kann. Nur in wenigen Branchen ist die Reputation der Firma und das Vertrauen der Kunden so wichtig wie in der Telekommunikationsbranche.

Ich hoffe das die Telekom, auch als Warnung an andere Unternehmen, hierdurch massiv Schaden nimmt und möglichst viele Kunden dem Unternehmen den Rücken kehren. Und ich hoffe das hier Köpfe rollen, von den Technikern die wussten was sie analysieren bis in die Vorstandsetage wie dies angeordnet wurde.

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