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Studenten nehmen vermehrt einen Nebenverdienst als Versuchskaninchen an

Viele Studenten beteiligen sich freiwillig an Medikamententests als Versuchskaninchen. Die hohen Verdienste sowie der Zeitmangel für richtige Nebenjobs führen zu dieser Entscheidung. Der Trend hierzu ist steigend. Rund 60 Prozent der Probanden in Deutschland sind Studenten.

Die Testpersonen erhalten Vergütungen von bis zu 250 Euro. Diesen Betrag erhalten sie für jeden Tag eines stationären Aufenthaltes. Die steigende Tendenz verdeutlicht, dass immer weniger Studenten einen Nebenjob annehmen. Die Kliniken hängen an den schwarzen Brettern der Universitäten ihre Angebote aus.

Auch wenn die Tests von Pillen und Pharmaka hohe und nicht berechenbare Risiken beinhalten, werden diese Versuchsjobs immer beliebter. Nur wenige der eingereichten Anträge für klinische Prüfungen werden vom BfArM bezüglich einer Gefahr abgelehnt.


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WebReporter: do-28
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Student, Versuch
Quelle: magazine.web.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.05.2008 12:25 Uhr von mr_bob_dobalina
 
+17 | -2
 
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Sicher gibt es "solche & solche" Studenten,
ich kenne auch einige die den ganzen Tag in der Uni stecken
und Abends für den nächsten Tag oder Klausur vorbereiten, lernen etc.

Man muss wirklich sagen das es eine starke
finanzielle Belastung ist zu studieren.

Mich wundert es da nicht dass sich einige als Versuchskaninchen nebenher "schnelles Geld" verdienen. (Wie kann man nur so doof sein? und sowas studiert auch noch, das sollte die Not aufzeigen)

Mal schaun wann der nächste Skandal (ist ja nicht das erstemal) an die Öffentlichkeit kommt.

Dennoch, eine Wahl hat man immer.
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23.05.2008 12:56 Uhr von JCR
 
+17 | -3
 
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@ Blackman: "Einige meiner Freunde studieren, die sind den ganzen Tag im ICQ online, haben fast den ganzen Sommer Ferien, meist nur einen 3-5h Tag, gelernt wird fast nie, weil durch kommt man schon irgendwie."

Das sagt wohl mehr über ihren Freundeskreis aus als über die Mehrhit der Studenten....
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23.05.2008 13:19 Uhr von Bungarus
 
+8 | -1
 
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Da bekommt der Spruch: "Stoppt Tierversuche, nehmt Studenten" eine neue Bedeutung. Nebenjobs werden nu auch nicht so toll bezahlt. Solange die Studies wissen auf was sie sich einlassen sollen sie doch. Nur hinterher rumjammern is nicht.
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23.05.2008 13:31 Uhr von cheetah181
 
+11 | -0
 
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Blackman86: Nicht jeder studiert Philosophie oder Soziologie.

(um auch mal mit Klischees um sich zu werfen)

Der Trend wird sich auf jeden Fall fortsetzen, vor allem wenn die Studiengebühren noch erhöht werden.
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23.05.2008 13:46 Uhr von Great.Humungus
 
+13 | -1
 
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Bildung nurnoch für Reiche? Tatsache ist, dass das Studieren heutzutage teuer ist und das vorallem die Menschen aus dem einfachen Volk trifft. So soll eine Studiengebühr Langzeitstudenten abschrecken.

Aber wer sind diese Langzeitstudenten?! In der Regel Kinder von gut betuchten Eltern denen es im Endeffekt egal ist ob sie nun 5000 oder 6000 für 2 Semester hinblättern. Normale Bürger werden in der Regel durch die hohen Kosten und das Risiko das am Ende auser Spesen nichts gewesen raus kommen abgeschreckt. Hier ist ein Faktor warum die Kluft zwischen "Normalen" und Reichen wächst.

Ich denke die Lebenserhaltungskosten wie Miete, Essen, Strom usw. sind Abschreckung genug gegen unentschlossene die die Plätze blockieren und denen denen die Lebenserhaltungskosten egal sind, die kümmern auch die Studiengebühren nicht. Bildung ist der eigentliche Exportschlager aus Deutschland, schließlich würde keiner den Audi usw. kaufen wenn er nicht die neueste Technik bieten würde. Wieso werden also den Studierenden bzw. Schülern und Arbeitern/Arbeitgebern von Morgen Steine wie die Studiengebühren in den Weg gelegt?

Lieber in die Zukunft investieren als die Gegenwart verbauen
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23.05.2008 13:54 Uhr von A_I_R_O_W
 
+6 | -1
 
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schliesse mich dem Beitrag von Humungus an, gibt nichts weiter hinzuzufügen.
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23.05.2008 14:19 Uhr von Asian_Lotus
 
+2 | -0
 
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Wurde mir gestern sogar angeboten... 1 woche Uniklinik mit tests 1000 Euro...nein Danke da sind auch schon viele abgekratzt...da gabs doch mal nen ganz krassen fall...
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23.05.2008 15:39 Uhr von h1pe
 
+3 | -0
 
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versuchskaninchen: ist glaube ich ein zu ahrter begriff...es geht hier nicht um aids-gleiche viren, sondern sicher um normale und vorallem neue wirkstoffe die weder gefaehrlich sind noch irgendwas anderes, sollten sie jedoch "gefaehrlich" sein, wird hier natuerlich besondere obacht ueber die studenten gegeben, da es schon allein von den pharma konzernen vorgeschrieben wird, versuchskaninchen, aus schweren nebenwirkungen rauszuholen....

es ist zwar eine grosse zahl, aber trubel darum wuerde ich nicht machen! :) studieren ist nun mal ein starkes finanzielle fiasko.. :D
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23.05.2008 16:39 Uhr von CHR.BEST
 
+1 | -0
 
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@Asian_Lotus: Jepp, in England sind vor ein paar Jahren etliche Tester gestorben oder gesundheitlich für den Rest ihres Lebens stark angeschlagen.
Kein Geld der Welt ist es Wert, daß man dafür seine Gesundheit oder sogar sein Leben riskiert.

Einzig diesen Test, wo man wochenlang im Bett liegen mußte um Schwerelosigkeit zu simulieren, fand ich irgendwie cool ;-)
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23.05.2008 17:49 Uhr von Bongolus
 
+7 | -0
 
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@Blackman: Für so ne blöden Sprüche müsste man dich mit nem Mathebuch verprügeln.

Ich bin jeden Tag von 9-16h an der Uni (dank Laptop kann ich da auch ins ICQ), ausser Mittwochs, da muss ich arbeiten (was heißt ich muss Vorlesungen schwänzen, da ich von den Bafög-Alibi nicht leben kann). Und glaub mal nicht, dass ich 16h dann Feierabend hab. Dann gehts erst los, Übungszettel müssen gemacht werden und der Stoff, der in den Vorlesungen behandelt wird, will auch gelernt werden.

Nur weil du kleiner A... mal von 2 Studenten gehört hast, bei denen das nicht so ist, heißt das noch lange nicht, dass alle Studenten so sind. Gibt an meiner Uni zwar auch ein paar von der Sorte, aber die sind auch nichtmehr lange da.
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23.05.2008 18:45 Uhr von Pyromen
 
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is doch gut: kann doch jeder selbst entscheiden, ich würds auch machen aber nur mit btm medikamenten.
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23.05.2008 20:37 Uhr von LoudAndProud
 
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naja Jeder der sich ueber die Studengebuehren beschwert..

Kommt mal hier nach Amerika. Jedem dem ich hier erzaehle, dass das studieren bei uns praktisch umsonst ist, guckt mich ersteinmal unglauebig an!

Hier kostet ein Semester College bzw. Universitaet von ca. 30000 - 55000 $. Nehmt das x 4. ca. 120 000 - 200 000 $ nur fuer einen Bachelorabschluss...
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23.05.2008 21:20 Uhr von saber_
 
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@ Blackman86: ja... solche studenten kenn ich auch...

aber wenn man nicht zufaellig irgend son sinnfreies fach wie die geschichte des paarungsverhaltens ostboehmischer pflastersteine studiert... dann wirds hart soviel freizeit zu haben...


ich studier maschinenbau und lern ehrlichgesagt nicht viel - aber von freizeit ist nirgendwo auch nur ne spur zu sehen...
ich arbeite 20 stunden die woche nebenbei als werkstudent und hab auch noch ueber 20 vorlesungen,praktika und uebungen in der woche....

in den letzten 3 jahren hab ichs noch nicht geschafft meine semesterferien zu geniessen... nach dem abi hab ich die 3 monate genutzt um mir mein konto bissl zu fuellen... in den ersten semesterferien hab ich dann sogar 2 wochen frei gehabt... und diesen winter auch ne woche... sonst waren meine letzten 3 jahre nicht wirklich mit vielen freien tagen bestueckt... das leben ist teuer, man will was lernen und man will bei seinem evtl zukuenftigen arbeitgeber auch nen guten eindruck hinterlassen...


also kommt mir nicht an mit faule studenten...


was noch anzumerken waere ist die tatsache das diese einstellung eigentlich schon fast eine deutsche erfindung ist...

in meiner praxis in einer etwas groesseren firma traf ich bei den deutschen kollegen doch auf sehr viel abstossung... die typen haben mir klar und deutlich gesagt das ich einer dieser arschloecher sein werde die mal mehr wie sie verdienen...und der nix weiss...

und bei den auslaendern in der firma wurde ich gelobt... da hiess es: "junge das is gut was du machst, machs fertig und machs gescheit...dann musst du nicht wie wir idioten buckeln und hast ein schoenes leben"...

wenn ich hier in deutschland jemandem sag das ich maschinenbau studier, dann schauen mich 80% der leute schief an und denken sich in etwa: "wasn spasst...wie kann man nur..."

sag ich in kroatien das ich maschinenbau studier schauen mich die leute verbluefft an und zollen mir respekt... "wow, maschinenbau ist schwer - nur weiter so"...

da fuehlt man sich schon bissl besser wenn man sowas hoert neh?

aber im land der pessimisten und neider ist es ja nichts neues...


* HEY SCHAUMA - NACHBAR HAT WIEDER NEN NEUEN WAGEN - WIE KANN SICH DER TYP DAS LEISTEN MIMIMI*
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24.05.2008 00:20 Uhr von cheetah181
 
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LoudAndProud: Das ist richtig, aber daran muss man sich ja nicht orientieren.
Man kann in den USA ja auch gut die Schere zwischen arm und reich beobachten.
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24.05.2008 10:54 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ cheetah: Man kann natürlich immer alles ignorieren, was einem nicht passt. In der Tat gibt es in den USA eine starke Schere zwischen arm und reich, aber eben auch ein sehr gut ausgebautes Stipendiensystem.
Ich konnte z.B. in D kein BaFöG bekommen, weil meine Eltern zuviel verdient haben, aber in USA habe ich nahezu umsonst studiert und sogar noch ein monatliches Gehalt für Assistententätigkeiten bekommen, das locker ausgereicht hat, um mein Leben zu finanzieren.

Um es auf den Punkt zu bringen: das Problem in Deutschland sind nicht die vergleichsweise lächerlichen Studiengebühren, sondern das nahezu nicht vorhandene Stipendiensystem - denn wie schon ein Vorredner anmerkte: Bafög alleine reicht eben nicht.
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24.05.2008 11:03 Uhr von al3x
 
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@saber_: volle zustimmung!

ich studiere bwl an einer gut angesehen uni und muss mir trotzdem viele dumme sprüche anhören...
vor kurzem sagte eine friseurin sinngemäß zu mir (ohne sie jetzt abwerten zu wollen), als ich sagte, dass ich bwl studiere, das könne doch eigentlich jeder...
da bin ich fast geplatzt...
würde gern sehen wie so leute gucken würden, wenn sie sich in eine wirtschaftsmathematische vorlesung setzen würden, nur mal als beispiel...

gerade leute, die nicht studieren oder studiert haben sind häufig sehr abwertend gegenüber studenten, weil sie einfach nicht bewerten können, was alles dazu gehört...

und wenn man sich die bildungsqualität einer berufsschule bzw. den schwierigkeitsgrad anschaut, dann schweige ich ab sofort lieber...
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24.05.2008 11:10 Uhr von Tleining
 
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@ Roadrunner: das Problem liegt eher an der unterschiedlichen Auffassung. In Deutschland war die Bildung bis vor kurzem frei. In den USA nicht. Und bei den Stipendiensystemen in den USA ist auch nicht immer eine Gleichberechtigung gegeben. Gewisse Personengruppen werden bevorzugt. Natürlich ist es gut, wenn man eines bekommt, man sollte aber nicht vergessen, dass es viele gibt die keines bekommen und deswegen nicht studieren können oder sich nicht schon am Anfang des Studiums an ein Unternehmen binden wollen (wie es bei Stipendien manchmal der Fall ist).

Und inwiefern ist das gut ausgebaute System jetzt eine Antwort auf das Problem der Schere zwischen arm und reich? Hilft es dagegen? Scheinbar nicht. (es macht es aber wohl auch nicht schlimmer)

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