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Bundeswehr Deutschland: Die Massenkündigungen der Piloten

Eine Flut von Kündigungen von Piloten und Fluglehrer überschüttet die Bundeswehr. Im Moment fehlt etwa ein Drittel der Crewmitglieder. Nach Aussagen von Experten fehlen 30 Prozent im Bereich des Transports und der Marine.

Viele Piloten kündigen, weil sie bei zivilen Fluggesellschaften eine bessere Bezahlung erhalten. Laut einer Zeitung werben die Gesellschaften sogar das Personal ab. Allein in Köln haben bereits 36 Flugzeugkommandanten gekündigt. Eine Forderung bezüglich erhöhter Zulagen ist abgelehnt worden.

Solange die Wahlperiode andauert, kann keine finanzielle Besserstellung durchgeführt werden. Die Bundeswehr möchte ein "Attraktivitätsprogramm" anbieten, um die Piloten zu halten. Es ist nicht in ihrem Sinn, nur gute Flugführer auszubilden, um diese an die Airlines zu verlieren.


WebReporter: do-28
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Bundeswehr, Pilot, Masse
Quelle: www.welt.de

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43 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.05.2008 16:35 Uhr von Montrey
 
+16 | -3
 
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Aber: ich denke mal das kommt auch drauf an welche Position man besetzt
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22.05.2008 16:43 Uhr von Disclosure
 
+37 | -3
 
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"Eine Forderung bezüglich erhöhter Zulagen ist abgelehnt worden."

Dann hat die BW es nicht anders verdient.
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22.05.2008 16:57 Uhr von MrRazor
 
+18 | -2
 
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Verständlich! Wenn andere Arbeitgeber mehr zahlen, würden die meisten Arbeitnehmer doch wohl den Job wechseln.

Der Job bei einer Airline ist auch ungefährlicher, da man dort nicht bei Kriegs- oder Aufklärungsflügen fliegen muss. Bei solchen Flügen hätte ich oft Angst, man würde mich abschießen.
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22.05.2008 16:59 Uhr von 08_15
 
+18 | -9
 
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20 Jahre "aktiver" Dienst, sonst keine Ausbildung: oder die jetzige Regelung und bei vorzeitiger Kündigung ist die Ausbildung SOFORT und UNVERZÜGLICH in VOLLER HÖHE zurückzuzahlen.

Abhilfe bringt auch den illegalen EInsatz der Tornado- und anderer Kampfpiloten in Afghanistan zu beenden.
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22.05.2008 16:59 Uhr von Jimyp
 
+19 | -9
 
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@ ICHREGMICHABERAUF: Ein Pilot bei der Bundeswehr ist nicht mit einem 0815 Mannschaftssoldaten zu vergleichen und deshalb sicherlich nicht schlecht qualifiziert. Und ein schlechter Arbeitgeber ist die Bundeswehr schon gar nicht. Sicherer Arbeitsplatz, Krankenversorgung inklusive und Überstunden/Mehrarbeit wird auch bezahlt.
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22.05.2008 16:59 Uhr von CHR.BEST
 
+9 | -0
 
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Tja: Wenn ein Arbeitgeber gute Leistung will muß er sich das auch etwas kosten lassen. Eine Binsenweisheit, die viele Arbeitgeber noch längst nicht verinnerlicht haben und so wird lieber weiterhin ein "Fachkräftemangel" moniert.

Erst letztens hatte ich vernommen, daß einigen Politikern die derzeitigen Militärausgaben noch zu hoch sind. Also in Afghanistan präsent sein und gleichzeitig Geld sparen geht zusammen nicht - entweder oder.
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22.05.2008 17:01 Uhr von peppie2k
 
+13 | -1
 
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Kündigen? Ein Soldat der Bundeswehr kann nicht mal eben so kündigen wie ein ziviler Mitarbeiter.

Der Soldat verpflichtet sich für eine gewisse Zeit dem Dienstherren zu dienen und nach dieser Zeit, kann der Soldat dann in einem zivilen Unternehmen anfangen. Und eine Entlassung nach §55 (persönliche Härte) wird die Bw sicher nicht akzeptieren, wernn als Hauptgrund "Bei einer zivilen Airline kann ich mehr verdienen" angeführt wird.
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22.05.2008 17:13 Uhr von Hawkeye1976
 
+11 | -14
 
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Naja, ich schätze mal, dass die meisten dieser Piloten in die BW eingetreten sind, bevor es Sitte wurde, die BW auch in völkerrechtswidrigen Angriffskriegen einzusetzen.
Die Statuten der Nato wurden ja dahingehend geändert, dass NATO-Streitkräfte (also auch die BW) nicht nur zur Verteidigung der Bündnispartner eingesetzt werden können, sondern auch, wenn Ressourcen in Gefahr sind. Also die Nato verteidigt nicht nur, was ihr gehört, sondern auch das, was sie gerne hätte.
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22.05.2008 17:35 Uhr von Onkeld
 
+1 | -18
 
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22.05.2008 17:45 Uhr von medru
 
+2 | -8
 
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hmm.. da wird schonmal aufgeräumt für den fall, dass in den nächsten wochen der ölpreis weiter steigt...

bald werden wohl die ersten flieger am boden bleiben.
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22.05.2008 17:53 Uhr von KillA SharK
 
+10 | -1
 
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generelles Problem hierzulande: qualifizierte Leute nicht adäquat bezahlen wollen,
und sich dann wundern, warum die dann zur Konkurrenz oder ins Ausland verschwinden...
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22.05.2008 18:02 Uhr von solitude
 
+8 | -1
 
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Sowas ähnliches hatten wir schon einmal, und zwar Anfang der 90er, genauer gesagt während der esten Golfkrise.
Damals verweigerten viele Offiziere nachträglich den Wehrdienst, weil sie ja nicht wußten, daß man als Soldat auch in Kampfeinsätze geschickt werden könne.
Ich bin der Meinung, das die Piloten ihre Ausbildungskosten an den Staat zurückzahlen sollten, die sind nämlich sehr hoch.
Und ich bin mir ziemlich sicher, das die Besoldung der Offiziere in der BW mehr als ausreichend ist, denn diese Erfahrung durfte ich selber auch machen, obwohl ich selber nur OMt war.
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22.05.2008 18:18 Uhr von Onkeld
 
+3 | -1
 
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@ medru: glaube du hast den text nicht verstanden.
oder ich versteh dich nicht.
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22.05.2008 19:03 Uhr von Keulerkiller
 
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@ medru: na sicher!
als wenn der staat sich selbst steuern auferlegen würde :)

wäre ja logisch so könnten die ja einen großteil des bundeswehr-etat durch mineralöl,umwelt und was-weiß-ich steuern wieder reinholen.

achja... wieso wirbt eigentlich keiner die sesselfurzer aufm arbeitsamt ab? richtig die können nix außer kaffee trinken!

aber nein... da lässt sich die regierung doch wirklich leute abwerben für die sie jedes jahr einen haufen geld zum fenster herausgeworfen haben für deren ausbildung, unterbringung, verpflegung u.s.w. -.-
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22.05.2008 19:49 Uhr von medru
 
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nee... onkeld: ich wollte nur andeuten, dass die piloten ihre jobs bei ryanair und co. vllt. auch bald wieder verlieren werden, da der flugverkehr in den nächsten wochen und monaten zurückgehen wird.

auf der anderen seite haben die fluggesellschaften in den letzten jahren so schlecht (im sinne der quantität, nicht der qualität) ausgebildet, dass sie evtl. bereit sind piloten auch dann zu halten, wenn die ersten urlaubsflieger nicht mehr ausgelastet sind...

oder anders... ich würde den piloten bei der bundeswehr raten abzuwarten, bis sich der ölpreis und dollarkurs wieder stabilisieren.
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22.05.2008 19:51 Uhr von tribun77
 
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Jimyp: "...Krankenversorgung inklusive und Überstunden/Mehrarbeit wird auch bezahlt..."

Hast dir aber mal die Krankenversorgung angeschaut? Das ist Minimalversorgung und teilweise mehr als unqualifiziertes Personal im SANI-Bereich. Ich habe es grundsätzlich in den 8 Jahren vermieden zum BW-Arzt zu gehen. Nur im dringendsten Notfall. Seit wann werden denn bitte Überstunden bezahlt? Du kann dir DuZ auszahlen lassen oder vielleicht noch halbe und volle Arbeitstage (DA), die du mehr geleistet hast. Wenn ich aber an 20 Tagen im Monat jeweils 2 Überstunden gemacht habe sind die grundsätzlich nur abzubummeln. Aber selbst wenn man ´nen halben oder auch ganzen DA bekommen hat, durch Wachdienst etc. ist das ´nen Witz was man dafür bekommt. Einfach mal besser informieren.
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22.05.2008 19:52 Uhr von medru
 
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@Keulerkiller: dir ist bekannt, dass kerosin in deutschland nicht besteuert wird... ?
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22.05.2008 19:54 Uhr von hk-one1
 
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@KillA SharK: ich bin absolut deiner meinung, dem ist nichts hinzuzufügen!!!
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22.05.2008 20:13 Uhr von Keulerkiller
 
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@ medru: gut zu wissen :) werd gleich mal nen triebwerk aufs auto schnallen^^
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22.05.2008 21:02 Uhr von Schlomo Raffzahn
 
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Wehrpflicht vs. Söldnerheer: Meiner Meinung nach ist die finanzielle Seite ein Aspekt, der Gewissenskonflikt ein anderer.

Es gab bereits diverse Reportagen im TV über Piloten die den Afghanistaneinsatz verweigerten. Zu verdenken ist den Piloten das nicht. Immerhin ging es in ein Kriegsgebiet ohne gedeckten Auftrag durch das Grundgesetz. Die zunehmende Verheizung deutscher Soldaten an allen Fronten des globalen Kapitals stellt viele Soldaten vor eine Gewissensfrage. Ein Einsatz für die Verteidigung des eigenen Landes ja - das Leben für einen imperialistischen Krieg zu verlieren - nein.

Will die Bundesregierung ihre internationalen Kriegsspiele weiter betreiben und den USA damit weiter in den Arsch kriechen - dann wird sie an einer Berufsarmee nicht mehr vorbeikommen. Menschen mit Gewissen sind diese Söldner dann nämlich nicht.
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22.05.2008 21:37 Uhr von devil05
 
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wird immer mehr zunehmen: Da die Pilot bei der Bw schon garnicht mehr zum fliegen kommen und die Motivation in der Truppe sehr schlecht ist. Kündigungen hat es schon immer gegeben und je nach Zeit zwischen der Ausbildung und Kündigung muss der Soldat entsprechend zurück zahlen.
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22.05.2008 21:37 Uhr von devil05
 
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wird immer mehr zunehmen: Da die Pilot bei der Bw schon garnicht mehr zum fliegen kommen und die Motivation in der Truppe sehr schlecht ist. Kündigungen hat es schon immer gegeben und je nach Zeit zwischen der Ausbildung und Kündigung muss der Soldat entsprechend zurück zahlen.
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22.05.2008 22:37 Uhr von devil05
 
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beim Thema bleiben: hier gehts es um Piloten und nicht Manschaften und Unteroffiziere. Bleibt doch mal beim Thema. Die Zivilluftfahrt bezhalt halt mal doppelt bis dreifache Mal so viel wie Y-Reisen. Ob die Airline-Piloten deshalb aber glücklicher sind stehr auf einem anderen Blatt, nur immer Busfahren (auf den Luftstraßen herumfliegen) macht auch nicht immer Spaß, keine Freiheit, aber zumindest der Gehalt stimmt.
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22.05.2008 22:44 Uhr von Iceman_der_Erste
 
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@ Dr.Koffein

Du hast vollkommen Recht, so sieht es überall aus, aber nicht nur beim Bund.

@ Schlomo Raffzahn

Was soll den der Sch...
Seit wann können sich die Herren Soldaten aussuchen ob sie in denn Krieg ziehen oder nicht.
Diese Diskusion ist ja zum Himmel schreien, Wenn Ich Beim Bund Unterschreibe weiß Ich das ich unter umständen Krieg Spielen muß.
Wenn Ich bei der Polizei anfange weiß Ich auch das Ich Ärger mit Verbrechen bekommen kann, oder wenn Ich Arzt werde muß Ich im Krankenhaus dienst schieben und Blut sehen.
Man was ist blos los in Deutschland, jeder sucht sich seinen Job seblber aus, keiner zwingt euch das zu tun was Ihr macht.
Also kneift den Arsch zusammen und macht euren Job,Freierabend.
Die Herren Piloten würden bei mir alles auf Heller und Pfennig zurück zahlen, was Sie dem Staat an Ausbildung gekostet haben.
Ich halte diese Leute einfach nur für Schmarotzer und Drückeberger die uns alle ausnehmen und an der Nase herumführen. Die sind nicht besser als die Hartz 4 Schmarotzer.
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22.05.2008 23:01 Uhr von Slippy01
 
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Einigen hier leg ich das Zitat von Dieter Nuhr: nahe... ;)
Aber mal im Ernst, die meisten wissen doch gar nicht wie die Piloten arbeiten.
Außerdem vermute ich das es sich bei den Piloten nicht um Jet-Piloten handelt, denn im Artikel geht es um die Bereiche Transport/ Marine und das Piloten aus Köln gekündigt haben. Die Marine Jet-Piloten sind aber wo anders stationiert. Dazu kommt das die Jet-Piloten ab ein Alter von 41 (oder wars 42) nicht mehr weiterfliegen dürfen bzw in "Rente" gehen. Danach gehen diese dann (erst) oftmals in den privaten Flugbereich.
Zumindest für die Jet-Piloten kann ich auch sagen, die tun was für ihr Geld. ;)

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