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Aktuelles Urteil: Betrunkene Radfahrer müssen auch den Führerschein abgeben

Ein aktuelles Gerichtsurteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig besagt, dass die Fahrerlaubnis auch bei Fahrradfahrern eingezogen werden kann. Dies kann passieren, wenn der Promillewert mindestens 1,6 beträgt und die Gefahr, mit dem Auto am Straßenverkehr teilzunehmen, gegeben ist.

Das Gericht wies die Klage eines Mannes ab, der eine Blutalkoholkonzentration von 2,09 Promille hatte. Der Führerschein wurde ihm entzogen. Der Radfahrer klagte zuerst vor dem Verwaltungsgericht Potsdam. Die Bundesrichter verwiesen auf die Fahrerlaubnisverordnung.

Diese besagt, dass ein Wert von 1,6 zum Zweifel veranlasst, auch nach der Fahrt mit dem Rad ein Kraftfahrzeug zu steuern. Unter Berücksichtigung der Vorgeschichte und der Persönlichkeit einer Person, soll ein medizinisch-psychologisches Gutachten weiter helfen.


WebReporter: do-28
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Führerschein, Trunkenheit, Führer, Radfahrer
Quelle: www.tagesschau.de

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42 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.05.2008 10:00 Uhr von zuo
 
+26 | -15
 
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Also normal ist das nicht ich finde zwar das es eine Gefährdung ist im Straßenverkehr betrunken mit dem Fahrad zu fahren aber gleich Führerschein weg finde ich dafür zu hart.

Die sollen froh sein das er nicht mit einem Auto gefahren ist.
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22.05.2008 10:03 Uhr von vote_4_free_tibet
 
+22 | -4
 
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Das Leben ist kein Ponyhof: Das weiss jeder Autofahrer, dass man nicht betrunten Rad fahren soll.

Ich persöhnlich finde es absolut schwachsinig, wird aber nix an dem Gesetz ändern.

Man sollte im Bundestag mal über eine Änderung des Gesetztesentwurfes reden!
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22.05.2008 10:24 Uhr von Einmischer
 
+11 | -16
 
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Natürlich ist das richtig ein besoffener Radfahrer ist ... wenn er auch nicht mit seinem Auto unterwegs ist - grob fahrlässig - wenn er als Strassenverkehrsteilnehmer - mit dem Fahrrad unverantwortlich - gegenüber allen anderen Verkehrsteinehmern handelt - zur Rechenschaft zu ziehen ... sprich: " Lappen " weg !!!
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22.05.2008 10:26 Uhr von Einmischer
 
+5 | -24
 
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22.05.2008 10:37 Uhr von dragon08
 
+7 | -4
 
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ist doch eigentlich ganz einfach: Als Radfahrer ist man genau so ein Verkehrsteilnehmer.Es ist egal , ob man mit Auto , Motorrad oder eben mit dem Rad unterwegs ist.

Die Ausrede , mit dem Rad kann Ich weniger Schaden anrichtet ist Schwachsinn.Besoffen einem Autofahrer vor das Auto fahren und damit einen Schweren Verkehrsunfall auslösen soll weniger Schaden sein ?
Hat schon mal jemand von Euch in einem Auto gesessen und ein Radfahrer hat schlagartig die Richtung geändert , weil Er besoffen war ? Ich schon , als Beifahrer . Der BESOFFENE Radfahrer hat es nicht überlebt.Du hast als Autofahrer da keine Chance.



.
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22.05.2008 10:50 Uhr von RainerHass
 
+2 | -2
 
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Und wie: wird das bei Jugendlichen gehandhabt, viele haben eben nicht das Geld für ein Taxi und vor allem Leute die nicht so oft trinken sind halt dann von 2 Bier schon angetrunken? Das sind zwar keine 1,6 Promille aber die sind trotzdem eine "Gefährdung"!
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22.05.2008 10:52 Uhr von Sensai-RW
 
+7 | -6
 
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find ich richtig so.
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22.05.2008 10:55 Uhr von Onkeld
 
+8 | -2
 
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ich fahr zwar kein fahrrad: aber seit wann wird auf "vermutungen" ein urteil gefällt?
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22.05.2008 10:58 Uhr von Botlike
 
+2 | -1
 
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@Gollum666: Man kann auch ohne Führrschein Punkte sammeln. Die verhindern dann z.B. einen neuen Schein zu machen. Wenn du den Verkehr behinderst, kannst du theoretisch sogar als Fußgänger Punkte kriegen.
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22.05.2008 11:00 Uhr von Gloi
 
+5 | -1
 
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Ben29: Allein deine Überlegungen lassen Zweifel an deiner Zuverlässigkeit als Kraftfahrer aufkommen.

Es geht hier um einen Promillewert von über 1,6 Promille. Damit ist man absolut fahruntauglich. Wer sich mit so einem Wert in den Stassenverkehr begibt gefährdet sich und andere. Und wenn das Gericht, anhand der Vorgeschichte und der Persönlichkeit des Angeklagten, zu dem Schluss kommt dieser Mann könnte sich auch Betrunken ins Auto setzen, ist der Entzug der Fahrerlaubnis sicher eine angemessene Maßregel der Besserung und Sicherung.

Ganz nebenbei, kennst du einen Blinden Menschen der im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist?
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22.05.2008 11:18 Uhr von müderJoe
 
+2 | -2
 
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jaaa: schon lang bekannt, alter hut!
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22.05.2008 11:30 Uhr von chefchen2008
 
+2 | -2
 
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hmmm: grundsätzlich sollte man betrunken auch kein fahrrad fahren....aber ich verliere den führerschein also die berechtigung auto zu fahren....weil ich fahrrad gefahren bin für das ich keine berechtigung brauche....eigentlich unlogisch.
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22.05.2008 11:34 Uhr von JustMe27
 
+1 | -2
 
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Früher bin ich immer mehrere Kilometer an einem Fluß entlang mit dem Rad zu einem Grillplatz gefahren, wo es dann hoch herging. Zurück diente das Rad mir oft nur noch zum festhalten... Nur, da wo ich unterwegs war, kam gar kein Polizeiauto hin, und im dunklen bezweifle ich, dass ein Polizist zu Fuß mich hätte aufhalten können...
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22.05.2008 12:29 Uhr von BackToBasics
 
+1 | -2
 
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altbekannt: kwt
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22.05.2008 12:51 Uhr von EduFreak
 
+0 | -2
 
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ich wurde mit 1,51 promille erwischt, hab aber neben einem verkehrserziehungskurs nichts bekommen. wären es 0,09 mehr gewesen, hätte ich auch die mpu machen müssen. nochmal glück gehabt :-)
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22.05.2008 13:00 Uhr von Schwertträger
 
+6 | -3
 
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@Jampel und Ben29: Genau wegen Eurer Argumentation entzieht das Gericht ja den Schein.

Die sagen sich "wenn einer schon das Gefahrenpotential eines Fahrrades nicht einschätzen kann, dann kann er das evtl. generell bezüglich des gesamten Verkehrsgeschenens nicht mehr. Sorgen wir mal dafür, dass er gar nciht mehr am Verkehr teilnimmt, vorerst".

Mit einem Fahrrad kann man auch einem Linienbus vor die Nase fahren, der dann mit 12 Fahrgästen ausweicht, die Böschung runterfährt und umkippt, wobei dann 13 PErsonen verletzt werden.

Ein Fahrrad IST ein Verkehrsmittel!
Daran ändert auch die im Vergleich zum Auto geringere Geschwindigkeit nichts.

Ab einem gewissen Grad an Alkoholisierung würde ich auch einem Fußgänger den Führerschein abnehmen, wenn er verkehrsgefährdend unterwegs ist.
Allerdings nicht mit der Begründung, er könnte evtl. Auto fahren, sondern mit der Begründung, dass er mit seinem Zustand die Gefährdung anderer in Kauf nimmt und auf diese Weise wenig Verantwortungsbewusstsein zeigt.

Wenn man aber einmal wenig Verantwortungsbewusstsein zeigt, kann man als Aussenstehender schon auf die Idee kommen, dass das an aderer Stelle dann auch so gemacht wird.


Generell gilt: Wenn man so viel trinkt, dass man nicht mehr gerade gehen und auf Reize angemessen reagieren kann, dann sollte man sich nur noch in nüchterner Begleitung in den öffentlichen Verkehrsraum wagen.
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22.05.2008 13:27 Uhr von KillA SharK
 
+2 | -5
 
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Fahrräder haben kein Nummernschild: und wenn man schnell fährt, kann man auch nicht umfallen.

Der Rest bleibt jedem selbst überlassen.
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22.05.2008 13:28 Uhr von Luzifers Hammer
 
+4 | -1
 
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Das soll ne Neuigkeit sein: Was lernt ihr heute eigentlich in der Fahrschule ?
Ich habe meinen 1978 gemacht da war das schon ein alter Hut.
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22.05.2008 13:50 Uhr von Widukind
 
+6 | -2
 
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1. alt: 2. richtig
3. Man kann auch auf einem Fahrrad eine Menge Unheil anrichten. Passiert jeden Tag, sogar Tote hat es schon bei reinen Fahrrad-/Fußgängerunfällen gegeben.
4. Wieso sollte ein Volltrunkener ausgerechnet auf einem Balancegefühl erfordernden Zweirad als kompetenter Verkehrsteilnehmer gelten?
5. Die Schlussfolgerung unserer trotzigen Kinder, dann könne man ja gleich mit dem Auto fahren, bestätigt meine informierte Einschätzung des Reifegrades vieler autofahrender Zeitgenossen...

Grüße,
Widukind
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22.05.2008 13:54 Uhr von MisterTorture
 
+5 | -2
 
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Richtig so Obwohls ein alter Hut ist, find ich´s richtig so. Egal mit welchem Fahrzeug jemand am Strassenverkehr teilnimmt, sollte bei gleichem Vergehen gleichermassen bestraft werden.

Das gleiche gilt im übrigen für diese Hobby-möchtegern-Radrennfahrer, die ohne Rücksicht auf Verluste auch über rote Ampeln fahren usw. (da krieg ich jedes mal nen riesen Hals) und wenn man sie drauf anspricht auch noch frech und unverschämt werden.

Sollte bei uns so gelöst werden wie in der Schweiz, dass jedes Fahrrad ein Kennzeichen hat, bzw eine Nummer, die auf den Besitzer/Fahrer zugelassen ist.

Dann hat man auch mal die Möglichkeit solche unverschämten Ars...öcher anzuzeigen.
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22.05.2008 14:02 Uhr von Flocke20
 
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´Wer das Geld fürs saufen hat, sollte auch Geld fürs Taxi bereit haben (oder eben mit einem nüchternen Kumpel nach hause fahren)

@MisterTorture
Genau... ich fahre selbst viel Rad aber diese Art als Radfahrer sich alles rauszunehmen ist zum kotzen. Ob das nun rote Ampeln sind, Rad fahren auf der Straße trotz Radweg oder an ner Ampel rechts bis ganz nach vorne fahren...
Als Radfahrer ist man Verkehrsteilnehmer wie jeder andere auch und muss sich an die Regeln halten.
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22.05.2008 14:27 Uhr von nettesMädel
 
+3 | -0
 
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1,6 Promille: Äh, kann es sein, dass einige hier übersehen, dass es hier um 1,6 Promille geht und nicht um ein paar Schluck Bier?

Bei 1,6 Promille kann man bei den meisten Menschen davon ausgehen, dass sie nicht mehr gerade aus gehen können, geschweige denn vernünftig auf einem Rad fahren...

Wer so viel trinkt, ist sowohl als Fußgänger als auch als Radfahrer eine erhebliche Gefahr im Straßenverkehr, von daher ist das völlig berechtigt!

Wie gesagt, es geht hier nicht um ein Gläschen Wein zum Abendessen...
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22.05.2008 14:34 Uhr von x-fusion
 
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gar kein so aktuelles urteil: siehe urteil des verwaltungsgerichtst karlsruhe aus dem jahr 2002:

http://www.vgkarlsruhe.de/...
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22.05.2008 14:38 Uhr von Kandis2
 
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Abstrus Ein Fahrradfahrer ist ein Verkehrsteilner, natürlich. Aber darum gleich den Lappen abzunehmen entbehrt schon ein wenig der Logik, denn auch ein Fußgänger ist ein Verkehrsteilnehmer. Oder wenn ich mit Rollschuhen, Skateboard oder oder oder unterwegs bin.

Man sollte schon genau defferenzieren. Für ein Fahrrad brauche ich keine Fahrerlaubnis. Somit sollte man das nicht unbedingt gleichsetzen.

Keine Frage, betrunken mit einem Fahrrad kann man auch viel Schaden anrichten ... aber der Bezug zu einem Autoführerschein scheint mir eher weniger gegeben.

Ich denke, hier sollte man nicht alle über einen Kamm scheren und Äpfel mit Birnen vergleichen.

Eine entsprechende Ordnungsstrafe wäre angebracht, aber Führerscheinentzug? Nein ...
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22.05.2008 14:39 Uhr von P_Elle
 
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Dieses Urteil erinnert mich an den Film ´The Minority Report´, in dem die Täter vor der eigentlichen Tat bereits verurteilt werden. So ist es doch mit den Fahrradfahrern genauso, die abgemahnt werden, bevor sie überhaupt in ein Auto gestiegen sind.
Ich persönlich finde es nicht gut, schon Fahrradfahrern den Führerschein zu entziehen. Womöglich sind eben diese auf das Fahrrad gestiegen, um nicht mit dem Auto eine noch größere Gefahr darzustellen.

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