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9.000 E.ON-Beschäftigte legen Arbeit nieder - Arbeitskampf droht zu eskalieren

Nachdem bereits drei Tarifverhandlungsrunden gescheitert sind, haben am Mittwoch 9.000 E.ON-Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Kraftwerkskapazitäten fielen bei dem Warnstreik allerdings nicht weg, so dass die Kunden nichts von dem Aufall spürten.

Während E.ON die Wochenarbeitszeit um eine Stunde auf 37 Stunden erhöhen will, sollen die Löhne lediglich um fünf Prozent steigen. Zudem wird eine Einmalzahlung von 400 Euro geboten. Auszubildende sollen eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro erhalten.

Aus Sicht der Gewerkschaften Verdi und IG BCE sei dies, angesichts der geforderten Gehaltserhöhung von 8,5 Prozent, eine Provokation. Die Gewerkschaften kündigten an, dass auch Kraftwerksleistung "vom Netz gehen" könnten, falls E.ON kein verbessertes Angebot vorlegt.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Beschäftigte
Quelle: de.reuters.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.05.2008 19:28 Uhr von hans_peter002
 
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Leider wurden in dem Artikel einige Fakten weggelassen:
1. Die Zahl von 9.000 in aus diesem Grund "beeindruckend", weil zwar E.ON-weit 72.000 Menschen beschäftigt sind, in der E.ON Energie allerdings "nur" 24.000 zum Warnstreik aufgerufen waren.
2. Die Gehaltssteigerung würde bei einer Stunde mehr Arbeit bei lediglich 2,2 Prozent liegen (RWE und Vatterfall erzielten in diesem Jahr 3,9 Prozent bzw. 4,35 Prozent)
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21.05.2008 20:54 Uhr von hans_peter002
 
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@ben29: ähmmmm.....merkwürdiger kommentar...sehr belustigend...
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21.05.2008 22:29 Uhr von jsbach
 
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Das Recht muss man den: Beschäftigten zugestehen. Unternehmensgewinne (soll ja gemacht werden), satter Gehaltszuschlag für die Manager (naja) und dann wie ver.di errechnet, bleiben von den geforderten 8,5 Prozent nur 1,9 Prozent übrig....?
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21.05.2008 22:50 Uhr von hans_peter002
 
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@Blackman86: Man sollte bedenken, dass E.ON der größte Energiekonzern Deutshclands und einer größten weltweit ist...Ist dann wirklich "nur" Weihnachtsgeld in Ordnung?! Steigen für E.ON-Beschäftige die Preise nicht?!

Natürlich geht es Mitarbeitern E.ON´s nicht schlecht, aber sollen sie deshalb stagnieren, obwohl es dem Konzern glänzent geht?

Es geht bei der Arbeitzeiterhöhung vorallem daran, dass diese mit einer richtig kräftigen Gehaltserhöhung entlohnt wird.
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22.05.2008 00:38 Uhr von Borgir
 
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von einer: 37 stunden woche kann man in anderen branchen nur träumen. lächerlich.
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22.05.2008 02:04 Uhr von stephanB1978
 
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was fehlt ist um wieviel prozent in diesem jahr das gehalt der manager gestiegen ist ;-) ist es die selbe hoehe, geht es auch bei den arbeitern in ordnung. ist es jedoch weitaus mehr... ;-)

sicher wuerde eon auch bei eine vollen erfuellung der forderung noch gewinn erziehlen und dividenden zahlen koennen. management und aktionaere verdanken ihre gewinne den arbeitern, also sollen sie auch einen gerechten anteil daran haben. wobei dies waere wohl der untergang des abendlandes und des kapitalismus
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22.05.2008 10:40 Uhr von artefaktum
 
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@Blackman86: "Was ich nie verstehe wie man "nur" 37h oder weniger arbeiten gehen kann und sich dann immernoch beschwert. Es heißt immer jeder soll froh sein Arbeit zu haben."

Was ich nie verstehe ist, dass es immer noch Arbeitnehmer gibt, die sich für so dumm verkaufen lassen wie du.

Wir leben in einer Demokratie. Das heißt: Interessengruppen versuchen ihre Interessen durchzusetzen.

Ob das Arbeitgeber sind (völlig legitim), Manager (eigentlich ja auch Arbeitnehmer, völlig legitim) oder eben auch Arbeitnehmer (völlig legitim).

Diese Argumentation, wenn Arbeitnehmer aber dieses oder jenes haben (37-Stunden Woche oder überhaupt einen Job - wie gnädig!) dann müssen sie ähnlich wie Sklaven zu allem Ja und Amen sagen ist entweder

a) Eine Verdummungsstrategie von Arbeitgebern oder
b) Eine Argumentation von ganz dummen Arbeitnehmern die auf eine solche Arbeitgeberpropaganda (die ich übrigens völlig legitim finde, nur glauben muss man sie ja nicht) hereinfallen.
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22.05.2008 12:09 Uhr von Lustikus
 
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lol: manche hier naja ich sage gezz lieber nix falsches.

Bei uns darf IMMER 45 Stunden gearbeitet werden bei hoher Auftragslage und bis zu 8 Wochen im Jahr pro Abteilung sogar 50 Stunden. Dafür gabs auch ne Lohnerhöhung und ich denke wir verdienen nicht schlecht.

Aber 37 Stunden? Das hatten wir schon lange nicht mehr *träum*
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22.05.2008 12:13 Uhr von artefaktum
 
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@Blackman86: "Will ich mehr Geld muss ich halt verdammt nochmal länger arbeiten."

Schon mal was von Inflation gehört? Wenn ich nominal 20 Jahre das gleiche verdiene (sagen wir 2000 Euro im Monat) ist das real eine Lohnkürzung, da in diesem Zeitraum mein Leben und meine Arbeitskraft (aufgrund steigender Preise) teurer geworden ist. Dein Chef wird für sein Produkt bzw. seine Dienstleistung ja auch nicht den gleichen Preis verlangen wie vor 20 Jahren.

"der Chef in meiner alten Firma hat immer gesagt "das ist hier kein Urlaubsparadies"

Ja, natürlich sagt der das. Klappern gehört zum Handwerk, gerade in der Wirtschaft. Und deshalb muss ich nicht alles glauben was Arbeitgeber, Gewerkschaften oder andere Interessengruppen auf einem Markt sagen. So naiv kann man doch wirklich nicht sein?
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22.05.2008 13:56 Uhr von stephanB1978
 
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arbeitszeitverlaengerungen: werden oft nur dazu genutzt bei solchen angeboten um effektiv weniger anzubieten als es aussieht.

@blackman es geht nicht um die stunde mehr oder weniger. es geht darum das das angebot von 2.2% wahrscheinlich einen reallohnverlust bedeutet. sprich die 2.2% gleichen nicht die preissteigerung aus. um wieviel prozent sind alleine die nahrungs-, benzin- und energiepreise gestiegen? und wenn man sich den gestiegenen gewinn anschaut haben die arbeiter das recht einen angemessenen anteil daran zu fordern und nicht abgespeist zu werden
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22.05.2008 15:12 Uhr von artefaktum
 
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@Blackman86: "... nur sie gehen bereits jetzt für einen Lohn arbeiten wo andere 40h gehen müssen."

Es gibt auch Arbeitnehmer, die verdienen 2500 Euro die Stunde und es gibt solche, die arbeiten für 3,60 Euro die Stunde (Tariflohn für Friseure, in irgendeinem ostdeutschen Bundesland).

Du kannst immer alles runter- aber auch rauf relativieren. Müssen alle für 3,60 Euro die Stunde arbeiten nur weil einige Friseure das in Ostdeutschland tun? Kann ich jetzt für alle Arbeitnehmer 2500 Euro Stundenlohn verlangen, nur weil René Obermann die bei der deutschen Telekom bekommt?

Wir sollten uns mal davon verabschieden, Löhne immer als eine Gerechtigkeitsfrage zu verstehen. Darüber kann man ja nett diskutieren aber im wesentlichen geht es um etwas anderes: Welche Löhne setze ich durch, die bekommt man nicht geschenkt. Glaub mal, auch Spitzenmanager bekommen diese horrenden Gehälter nicht weil sie "gerecht" oder angemessen sind (auch wenn sie natürlich immer so tun, aber das gehört zu dem von mir bereits erwähnten klappern). Undas gilt eben für alle Löhne und auch eben für die der sog. Normalverdiener.

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