Prinz Ernst August von Hannover: Neuer Prozessauftakt?
Ob ein Prozess gegen den Prinzen Ernst August von Hannover neu verhandelt wird, das wird vom Hildesheimer Landgericht geprüft. Denn der Prinz akzeptiert das Urteil nicht. Er soll vor acht Jahren auf der Insel Lamu in Kenia den Besitzer einer Diskothek mit einem Schlagring geschlagen haben.
Der Prinz behauptet, es seien nur Ohrfeigen gewesen. Der Urenkel von Kaiser Wilhelm II. will erreichen, wegen tätlicher Beleidigung oder vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt zu werden. Das Landgericht Hannover entschied in seinem Urteil vom 25. November 2004 auf gefährliche Körperverletzung.
Da ein Einheimischer das Opfer festgehalten haben soll, sollen fünf kenianische Augenzeugen aussagen - zugunsten des Prinzen. Im Urteil des Gerichts steht zur weiteren Begründung, dass der Prinz dem Diskobesitzer drohte, ihm eine Mafia-Bande zu schicken, die ihn in Stücke schneidet.