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Innenministerium stoppt Verbreitung des Buchs "Computerspiele(r) verstehen"

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) darf auf Geheiß des ihr übergestellten Bundesinnenministeriums das von ihr ausgegebene Buch "Computerspiele(r) verstehen" vorerst nicht weiter verbreiten.

Ein Medienwissenschaftler der Fachhochschule Köln, der für die meisten in dem Sammelband veröffentlichte Beiträge zuständig war, gestand dem "Spiegel", von im Web publizierten Texten abgeschrieben und dabei die Quellen nicht immer angegeben zu haben.

Zuvor hatte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) bereits bemängelt, dass der Artikel negative Folgen durch das Spielen von Videospielen außen vor lässt oder bagatellisiert und die FH der Spielindustrie nahe stünde, nachdem sie Nintendo und ES finanziell unterstützt hatte.


WebReporter: DonDan
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Computer, Innenminister, Computerspiel, Innenministerium
Quelle: www.heise.de
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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.05.2008 20:33 Uhr von Sharillon
 
+35 | -4
 
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Tja. Das Innenministerium mal wieder Wer ist den da bloß unser "Chef".

Es wurde wohl kaum gestoppt, weil der Autor nicht alles selbst "gemacht" hat.
Wohl eher, weil das Innenministerium das Image des Videospielers wieder ins schlechte Licht rücken will.

Ich hab das Gefühl, dass bald wieder etwas "astonishing" passieren wird und alle wieder die Videospieler für alles verantwortlich machen werden. Da wird man doch paranoid, wenn man sich die deutschen Politiker anschaut..
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18.05.2008 20:33 Uhr von trench
 
+20 | -1
 
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news nicht verstanden? zunächst mal heisst der laden EA, nicht ES, und internationale marktführer auf dem konsolen- und spielemarkt werden selten von mittelgrossen deutschen fhs unterstützt, die fh hat geld von nintendo und ea bekommen. wundert mich immer wieder was hier alles zugelassen wird.
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18.05.2008 20:55 Uhr von ne_echt
 
+27 | -2
 
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glaube das man da nur versucht das killerspieler image aufrecht zu erhalten.
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18.05.2008 21:38 Uhr von Scorpio76
 
+13 | -2
 
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BPjM: Tja - sowas können die stoppen, aber die Chefin der BPjM kennt noch nicht mal Halo3 oder GTA 4!

Aber ab 7.500 € + Spesen und Zulagen pro Monat würden mir auch nach ner Zeit das Hirn vernebeln
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18.05.2008 23:19 Uhr von In extremo
 
+6 | -3
 
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nicht immer sofort angegriffen fühlen: Kommt mal runter, wenn es die Medienwissenschafter der Fachhochschule Köln selber zugeben, ist dass schon ein guter Grund. Könnte schließlich zu Anzeigen wegen des Urheberrechts kommen. (ein Schelm wer sich Böses dabei denkt ;) )

Was andererseits die KFN angeht, würde ich manchmal den Leuten dort ebenfalls befangenheit vorwerfen. Wenn irgendwelche Studien zum Thema Computerspiele kommen, wird auch immer meist nur über negative Folgen von PC-Spielen berichtet.



@Scorpio76 Wieso sollte sie diese Spiele auch kennen? Gut als jemand der sich mit dem Genre auskennt, weiß man das sind zwei mächtigt gehypte Spiele (zu recht oder zu unrecht lass ich mal außenvor), aber die BPJM muss ja alle Spiele prüfen und denen ist es dann wohl auch egal wie gut sich die Spiele wohl verkaufen werden.

Wobei die FSK gerne Hollywood Produktion eine geringere Altersfreigabe gibt,...
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18.05.2008 23:45 Uhr von Mario1985
 
+6 | -6
 
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ACHTUNG ACHTUNG: SCHÄUBLE IS WATCHING YOU!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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19.05.2008 00:43 Uhr von Botlike
 
+4 | -1
 
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Habe nur wenig Verständnis für diese Entscheidung. Ok, vielleicht darf man bemängeln, dass Texte abgeschrieben wurden. Als Gamer aber kann ich mich nur darüber kaputtlachen, dass sich sogar da Kriminologische Forschunsinstitut darüber echauffiert, "dass der Artikel negative Folgen durch das Spielen von Videospielen außen vor lässt".
Ist doch klar, dass die Folgen außen vor gelassen werden. Das Buch heisst ja auch nicht "Computerspieler verurteilen", sondern VERSTEHEN. Dann sollen sie auch bitte verstehen, dass ich Counter-Strike so ziemlich seit dem release spiele und trotzdem keinerlei interesse daran habe, Amok zu laufen. Und ich glaube kaum, dass mit den "negativen Folgen" solche Sachen wie zerstörte Beziehungen beim Genuss von zu viel World of Warcraft gemeint sind, wenn diese Aussage von irgendwelchen Kriminologen kommt.
Ich würde mich zu gerne mal mit einigen dieser Leute darüber unterhalten, die öffentlich gegen die von ihnen als "Killerspiele" titulierten Spiele hetzen, ohne jemals auch nur eine Sekunde ingame gewesen zu sein. Sorry für das bisschen Offtopic aber so langsam hab ich das Gefühl, dass diese Anti-Gamer-Welle wieder aufkommt. Sollen sie mal lieber was gegen Rassismus oder so tun...
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19.05.2008 02:13 Uhr von fotosebastian
 
+4 | -1
 
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Ich finde, dass mit der gewählten Überschrift, auch wenn diese syntaktisch in Ordnung ist, ein falsches Licht auf die ohnehin durch die Herren Schäuble et cetera geworfen wird.

Es klingt, als wolle man in der Politik/im In-Min. verhindern, dass das Killerspiele-Cliché aufgeklärt wird.

Wenn das In-Min. aufgrund von Urheberrechtsverletzungen der Verbreitung des Buches Einhalt gebietet, habe ich nichts daran auszusetzen. Ich gehe davon aus, dass dieses Buch in naher Zukunft in korrigierter Form veröffentlicht wird.

Ich hoffe nur, dass dieses Buch - ich habe es noch nicht gelesen (, wie auch ;-) - nicht erneut die konventionelle und konservative Haltung der Politik bekräftigt.

Kinder! Die Amokläufer töten nicht, weil sie auf PCs sehen, wie´s geht, sondern weil es ihnen an Perspektive mangelt!!

Danke.
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19.05.2008 04:23 Uhr von Sh4dy313
 
+1 | -4
 
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BuchEs: Buches, nicht Buchs.
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19.05.2008 07:38 Uhr von Sharillon
 
+1 | -0
 
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@fotosebastian: Gerade das Gefühl, dass es nochmal publiziert wird, habe ich irgendwie nicht.

Die Politiker, jedenfalls der Großteil davon, können/konnten mit der "Killerspiele"-Diskussion doch wieder über andere Probleme ablenken. Da steht ihnen so ein Buch doch nur im Weg.
Könnten sich Leute ja denken, dass die Videospieler doch nicht so "böse" sind, wie immer getan wird.


Wenn das Buch dann wider meinen Erwartens neu publiziert wird, könnte es dann auf einmal ne ganz neue Richtung einschlagen, so wie es das "Innenministerium" will.

Ich verstehe sowieso momentan nicht, dass diese Diskussion wieder entflammt. Gerade in Zeiten, wo auch "Nongamer" viel mit Singstar, Wiifit, Eyetoy etc. spielen...
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19.05.2008 07:44 Uhr von denksport
 
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Seltsam: Kaum ist ein Buch auf dem Markt was auch über gute Aspekte berichtet, wird es verboten, wegen Copyright, trallala, Schnupfen oder so ähnlich.
Irgendwie ein komisches Gefühl was da entsteht.
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19.05.2008 08:55 Uhr von mort76
 
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Scheinheilig. Die Regierung hat es ja auch nie gestört, daß die Zigarettenindustrie die Anti-Raucher-Kampagnen "unterstützen" (bzw. behindern und abschwächen) durfte. Wenn man sich da an die "Rauchen ist Cool"- und "Nikotin wirkt sofort"- Plakate und Fernsehspots erinnert, die nur vordergründig GEGEN Rauchen wirkten, in Wirklichkeit aber eher Werbung waren......für sowas zahle ich natürlich gerne Steuern.

Die Computerspiellobby sollte wie unsere Stromkonzerne und die Zigarettenindustrie einfach die Regierung bestechen, die haben doch sicher auch noch ein paar Berater- oder Vorstandspöstchen zu vergeben...
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19.05.2008 13:02 Uhr von Borgir
 
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die haben doch nur angst: dass ihr szenario des schüler-mordenden-killerspiele-spielers in luft aufgeht....
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19.05.2008 15:18 Uhr von Jean-Dupres
 
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Der (Bundes-)Innenminister sollte sich: das Werk "Computerspiele(r) verstehen" mal selbst zu Gemüte führen !!!

Denn bekanntlich kann man nur über Themen mitsprechen von denen man selbst eine Ahnung hat oder die man auch selbst ausprobiert hat.
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19.05.2008 17:07 Uhr von Luzifers Hammer
 
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Die Fachhochschule Köln: Wird von den Lobbyisten der Computerspielindustrie unterstützt.
Das weiss natürlich keiner hier.
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19.05.2008 18:17 Uhr von boesartig
 
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.. Ohhh So viel zum Thema: "Meinungsfreiheit"...

Grüße
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19.05.2008 19:25 Uhr von In extremo
 
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@boesartig: Falsch, soviel zum Thema Urheberrecht.

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