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Rauchverbot in Bayern: Schauspieler Max Tidof zieht vor Bundesverfassungsgericht

Schauspieler Max Tidof hat die Nase voll vom Rauchverbot in Bayerns Gaststätten. Er sieht sich diskriminiert und in seiner Handlungsfreiheit eingeschränkt. Tidof will deswegen vor das Bundesverfassungsgericht ziehen und hat den selben Anwalt wie der Gaststättenverband eingeschaltet.

Das Bundesverfassungsgericht hat bereits angekündigt, unabhängig von Tidofs Klage, die Rauchverbote noch vor der Sommerpause zu prüfen und zu entscheiden. Selbst das Kreisverwaltungsreferat sieht das Gesetz als nicht durchführbar an.

Ein für alle Beteiligten annehmbarer Kompromiss wäre die so genannte "spanische Lösung". In Spanien entscheiden die Wirte selbst, je nach Größe, ob sie Raucherzimmer einrichten, oder wenn nur ein Raum zur Verfügung steht, ob das Rauchverbot umgesetzt wird. Auch Tidof wäre mit dieser Lösung zufrieden.


WebReporter: JustMe27
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bayern, Bayer, Schauspieler, Schau, Rauch, Rauchverbot, Bundesverfassungsgericht
Quelle: www.tz-online.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.05.2008 13:18 Uhr von JustMe27
 
+0 | -0
 
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Ich finde das ebenfalls eine gute Möglichkeit. Ich halte mich zwar aus Prinzip an alle Rauchverbote, aber dennoch würde ich gerne beim Bierchen wieder rauchen dürfen.
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18.05.2008 15:03 Uhr von Dohnny
 
+9 | -6
 
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Sucht: Die Sucht muss schon ziemlich stark sein...

Außerdem geht so jemand ja kaum in eine kleine Eckkneipe und trinkt "ein Bier".
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18.05.2008 15:07 Uhr von TrangleC
 
+11 | -10
 
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die Freiheit andere schädigen zu dürfen: Ich bin kein militanter Nichtraucher, aber ich werd klangsam zu einem wenn ich mitbekomme wie die Raucher tun nur weil man von ihnen verlangt ihre Sucht und ihren Gestank etwas besser für sich zu behalten. Für mich wiegt die Gesundheit der Angestellten in den Gaststätten deutlich mehr als das Recht der Raucher zu machen was sie wollen. Die Freiheit des Einzelnen muss dort enden wo die Freiheit, die Sicherheit und die Gesundheit des anderen beeinträchtigt werden.
Es ist ne Tatsache dass einem in den meisten Kneipen eine blaue Wolke entgegen kommt wenn man die Türe aufmacht. Den ganzen Tag da drin zu arbeiten kann kaum gesund sein und angenehm ist es schon garnicht.
Schon mich kotzt es an dass meine Klamotten ständig nach Rauch stinken obwohl ich selber nicht rauche, nur weil ich der einzige in unserem Haushalt bin der nicht raucht und das ganze Haus danach stinkt.
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18.05.2008 15:25 Uhr von ElChefo
 
+9 | -5
 
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Wie schon bei der Pendlerpauschale wird das BVG auch hier wieder entscheiden, das die getroffene gesetzliche Regelung nicht verfassungskonform ist, wohl aber kaum Lösungen anbieten. Dieser schwarze Peter wird dann wieder der Politik zugeschoben, die halt extra lang für ne neue Lösung brauchen wird, aber bis dahin an der jetzigen Lösung festhalten wird.

Thema Persönlichkeitsentfaltung.
Genauso wie kein Mensch gezwungen ist, zu rauchen, ist auch kein Mensch gezwungen, sich in Gesellschaft von Rauchern zu begeben. Auch Raucher sind Menschen mit Rechten. Und nicht nur Melkkühe für Steuern, Gesundheitssystem und Rentenkasse.
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18.05.2008 15:39 Uhr von Cyberfighter
 
+6 | -11
 
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Stimme TrangleC voll und ganz zu. Du hättest es nicht besser sagen. Ist doch lächerlich, in seiner Freiheit gefährdet ^^. Ich fühl mich auch in meiner Freiheit gefährdet wenn ich nicht frische Luft einatmen kann sondern den Assi Gestank der Raucher die dir sowieso immer mitten ins Gesicht rauchen weil sich wegdrehen und woanders hinqualmen ziemlich schwer sein muss. So am Rande in Australien ist in der Öffentlichkeit rauchen verboten, da beschwert sich keiner dass des net geht, ... Armes Deutschland, armes Bayern. Die Politiker wollen nur wieder ihre Haut retten wenn sie da was ändern, aber dass sie sich lächerlich machen merken sie net. Schwach is auch dass der Wähler trotzdem noch zu dumm ist und net merkt dass diese Politiker die ihre Meinung ändern wie andere ihre Unterwäsche wechseln eh nix mehr sind. Aber ihn Bayern haben eh fast alle Wähler ein Brett vorm Hirn ;-)
PS: Bin auch aus Bayern. Hab aber nicht diese Hirndübel gewählt.
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18.05.2008 15:41 Uhr von Cyberfighter
 
+1 | -8
 
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mehr=wert: mehr=wert
scheiss schreibfehler ^^
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18.05.2008 15:45 Uhr von ne_echt
 
+9 | -1
 
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@TrangleC: also ich bin auch raucher und halte von dem gesetz wenig. bzw sollte es anders durchgesetzt werden. in gaststätten oder restaurants finde ich es total okay. bloß in kneipen oder discos finde ich es nicht durchsetzbar. ich bin allemal lieber in einer total verrauchten disco als in einer disco die nach schweiss stinkt.
das sagen auch viele nichtraucher aus meinem bekantenkreis
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18.05.2008 15:48 Uhr von zocs
 
+5 | -8
 
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Tidof, wer ist Tidof und er sollte mal ein Gespräch eines Therapeuten suchen und nicht das Verfassungsgericht - die haben wichtigeres zu tun.
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18.05.2008 15:53 Uhr von Noseman
 
+12 | -3
 
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Ich hab mir das Rauchen zwar abgewöhnt: Aber in einer Kneipe finde ich es eigentlich selbstverständlich, dasss geraucht und natürlich gesoffen wird.

Das ist doch der Grund warum man da hingeht.

Wer es nicht möchte, braucht es ja nicht tun.

Es wird ja auch niemand gezwungen, an einen FKK-Strand zu gehen.

Die einzige Instanz, die meines Erachtens drüber verfügen darf, ob geraucht oder nicht wird, wäre der Wirt.

Gerade hier würde bestimmt eine gesunde Konkurrenz aufkommen im Wettbewerb zwischen Raucher- und Nichtraucherkneipen.

Natürlich ist das für die Beschäftigten (Nichtraucher) ein Problem, aber haben denn die Politik jemals die Rechte der Beschäftigten interessiert? Das hier als Argument vorzuführen, nehme ich _einzelnen_ Betroffenen noch halbwegs ab (bloss worum man dann überhaupt in dem Metier arbeiten will verstehe ich nicht so ganz), der Politik aber nicht.
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18.05.2008 18:07 Uhr von moloche
 
+4 | -9
 
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ich dachte: Rauchen führt zu Gefässerkrankungen, Impotenz und Krebs. Aber anscheinend hat es auch Auswirkungen auf die kognitive Leistung. Anders kann ich mir eine solche Klage nicht erklären.
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18.05.2008 18:13 Uhr von Ixxion
 
+7 | -1
 
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@Noseman: Ja ich kenn das selber noch aus meiner Raucherzeit, zu einem Bierchen passt nunmal eine Kippe und ich seh da auch nicht so ein grosses Problem drin, wobei man natürlich nicht vergessen sollte, das die Konzentration in einer Kneipe schon extrem ist, bei den Rauchern.

Aber das eigentlich schlimme, an Tidof seiner Aussage, ist meiner Meinung nach nicht die Tatsache das er dagegen sondern das er sich in seiner Persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlt.
Er sollte das mal mit ein wenig mehr Weitsicht und Blick auf die anderen Leute beurteilen.

Ich fühl mich durch Autos übrigens auch in meiner Persönlichen Freiheit eingeschränkt, wegen diesen Mistdingern kann ich nicht quer über die Straße gehen so wie ich es will, sondern muss auch noch aufpassen.

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