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Ärztepräsident Hoppe: Zwangsläufige Rationalisierung der medizinischen Versorgung

Der Präsident des Ärzteverbands Jörg-Dietrich Hoppe hat in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" erstmals zugegeben, dass seit Jahren medizinische Leistungen heimlich rationalisiert werden. Bislang sei es aber den Ärzten gelungen den Abbau zu kompensieren.

Dies ist jedoch nicht mehr länger in dieser Form möglich. Wegen der stickten Ausgabenbegrenzung sei die Medizin bald nicht mehr für jedermann bezahlbar. Im Hinblick auf den am nächsten Dienstag stattfindenden Ärztetag fordert Hoppe, dass diese Einsparungen für die Patienten "transparent" werden.

Darüber hinaus müsse ein Gremium, wie in Schweden, geschaffen werden, das Empfehlungen an die Politik gibt, welche Prioritäten bei der medizinischen Versorgung gelten sollen. Akute Erkrankungen sollen weiterhin finanziert werden. Bestimmte Leistungen müssten die Patienten jedoch selbst bezahlen.


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WebReporter: badboyoli
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Zwang, Versorgung, Ratio
Quelle: www.n-tv.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.05.2008 11:53 Uhr von artefaktum
 
+10 | -0
 
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Merkt ihr was? Immer mehr Armut, medizinische Versorgung für viele immer unzureichender. Kann es sein, das unser so viel gelobtes Wirtschaftssystem langsam aber sicher zu Dritte-Welt-Verhältnissen führt?
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18.05.2008 11:55 Uhr von Mistbratze
 
+5 | -0
 
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Ist doch schon lange so: Siehe Zahnbehandlung oder bei Brillen da zahlen die Kassen nur noch teilweise bis gar nichts mehr.

Problem an der ganzen Geschichte ist nur das die Beitragssätze immer mehr ansteigen und die Leistungen immer weniger werden. Vielleicht sollte man doch lieber bei dem Riesen Wasserkopf den die Verwaltungen der Krankenkassen ausmachen sparen. Warum brauen wir über 100 gesetzliche Krankenkassen mit je einer eigenen Verwaltung?

Genauso ist es mit der Krankenkassenreform. Ärzte müssen das billigste Medikament verschreiben und im Gegenzug bekommen die Apotheken den "Umsatzverlust" an Ausgleichszahlungen von der jeweiligen Krankenkasse ersetzt.
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18.05.2008 12:13 Uhr von dragon08
 
+3 | -0
 
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ZAhlen darf jeder aber Krank werden , das darf man trotz der Beitragszahlung nicht mehr werden.Krank sein wird in naher Zukunft wohl für OTTO-Normal ein Luxus.

Wo bleiben denn die Beiträge , wo wird das Geld verpraßt ?





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18.05.2008 12:13 Uhr von BigMad
 
+7 | -0
 
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Gesundheit muß für jeden Bürger bezahlbar sein. Es kann nicht sein, das Reiche oder Gutverdienende die beste Medizin bekommen, und die Ärmeren in diesem unserem Lande, auf gut Deutsch gesagt die Arschkarte ziehen, und das schlechtere, bzw. billigere Medikament bekommen....

Meiner Meinung nach, sind die Krankenkassen die Wurzel des Übels. Einsparen bei den Patienten, aber Verwaltungskomplexe in die Prärie stellen, das einem Angst und Bange wird. Die Krankenkassen sind dazu da, mit unseren Beiträgen die Menschen zu unterstützen, die darauf angewiesen sind, und nicht um sich zu bereichern, und genau das geschieht (Managergehälter usw..).

Ich frage mich manchmal wie Ärzte mit dieser Situation umgehen, wie verstehen Ärzte von heute ihren Hypokratischen Eid? Erst der Mensch und dann das Geld, oder erst das Geld und dann der Mensch?

Wenn erst das Geld kommt, ist der Hypokratische Eid, das Papier nicht mehr Wert auf dem er geschrieben steht. Wenn jemand aus Überzeugung Arzt wird um Menschen zu helfen, und ich glaube das es noch viele davon gibt, dann müßte dieser Zustand den wir jetzt haben, für einen Mediziner doch untragbar sein
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18.05.2008 12:26 Uhr von Mistbratze
 
+2 | -0
 
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Hippokrtische Eid: Zitat Wikipedia:

" Der Eid des Hippokrates wird in seiner klassischen Form heute nicht mehr von Ärzten geleistet und hat keine Rechtswirkung, hat aber gleichwohl immer noch Einfluss auf die Formulierung moderner Alternativen."

Moderne Alternative: "Genfer Deklaration des Weltärztebundes"

Gelöbnis [Bearbeiten]Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand:

Ich gelobe feierlich mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen;

Ich werde meinen Lehrern die Achtung und Dankbarkeit erweisen, die ihnen gebührt;

Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben;

Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein;

Ich werde die mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren;

Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten;

Meine Kolleginnen und Kollegen sollen meine Schwestern und Brüder sein;

Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung;

Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden;

Dies alles verspreche ich feierlich, frei und auf meine Ehre.

Quelle: http://de.wikipedia.org/...
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18.05.2008 13:08 Uhr von El_kritiko
 
+3 | -0
 
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Der EID endet beim Geldbeutel: Viele Arztpraxen können sich nur noch über Wasser halten weil sie Privatpatienten haben. An Kassenpatienten verdient heutzutage niemand mehr etwas. Die bezahlten Kassenbeträge sind immer geringer geworden. Inzwischen haben viele Praxen richtige Kassen-Quoten eingeführt, behandeln also nur noch z.B. 100 Kassenpatienten pro Monat und der Rest wird mit Terminen fürs nächste Jahr vergrault.
Eigentlich ist es ja verständlich, eine Praxis muss wirtschaftlich handeln um Miete, Personal etc.. bezahlen zu können.

Da unser Sozialsystem immer tiefere Einschnitte zu verkraften hat wird den Ärzten gar nicht anderes mehr übrig bleiben als zwischen Privat (=gute medizinische Versorgung) und Kassenpatient (=mangelhafte med. Vers.) zu unterscheiden. Diese Tendenz wird noch sehr stark zunehmen. Ich sehe es schon kommen das man irgendwann einmal wie in den USA erstmal seine Kreditkarte vorzeigen muss um überhaupt behandelt werden zu dürfen.
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18.05.2008 19:28 Uhr von politikerhasser
 
+1 | -0
 
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Ist doch schön wenn die Armen aussterben - so verbessert sich die Armutsstatistik schnell und effizient! Ein weiterer Erfolg in Merkels Lügenstatistik!
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18.05.2008 19:34 Uhr von diehard84
 
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...und das obwohl der bürger: immer mehr belastet wird und überall drauf oder zuzahlen muss. wie geht das denn bitte? wohin verschwindet das ganze zusätzliche geld was dadurch eingenommen wird?

wenn man aber auch mal so in die krankenhäuser schaut wer dort so liegt und geld kostet...da gibts genug auf deutsch gesagt assis die alle 2 wochen auf entzug paar tage dort verbringen oder mal wieder dem suff erlegen sind oder sonstwas...wieso wird solchen versagern überhaupt immer wieder geholfen? und die allgemeinheit muss es zahlen und die eigene behandlung muss man natürlich auch kräftig finanziell mit unterstützen...alles so nebenbei mal wärend alle anderen kosten weiterlaufen..ach ja und vergesst ned die altersvorsorge immer schön was zurücklegen is ja genug über...
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18.05.2008 21:46 Uhr von Newton67
 
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Es werden ja auch immer weniger Beitragszahler . Die wichtigsten sozialen Leistungen sollten nicht mehr von Löhnen und Gehältern, sondern über die Mehrwertsteuer und Kapitalsteuer finanziert werden. Aber das will man ja nicht ! Stattdessen will man die gesetzliche Krankenversicherung immer mehr aushöhlen und das Solidarprinzip auflösen.

Es wir langsam zeit für Revolution!

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