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Post vom Amtsgericht: Das W-LAN vom Nachbarn genutzt

Bereits im letzten Jahr urteilte das Amtsgericht Wuppertal, dass es strafbar ist, sich in ein ungesichertes Netzwerk einzuklinken. In einem Fall nutzte ein Nachbar das WLAN-Netz des Nachbarn, um so die monatlichen Kosten zu sparen.

Da er dies mit seinem Laptop vom Bürgersteig aus tat, wurde er vom WLAN-Besitzer entdeckt, welcher ihn bei der Polizei anzeigte. Dem Richter nach, hat der Eindringling gegen Abhörverbot nach §89 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) verstoßen, da er "Nachrichten" abgehört habe.

Als "Nachricht" bezeichnete der Richter die Zuweisung der IP-Adresse des Nachbarn durch dessen Router. Außerdem habe der Beschuldigte in Kauf genommen, dass bei möglicher Zeit- oder Volumenabrechnung Kosten entstünden. Da die Rechtslage noch immer unklar ist, sprach man nur eine Verwarnung aus.


WebReporter: Chriz82
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Post, Nachbar, WLAN, LAN
Quelle: www.teltarif.de

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39 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.05.2008 19:09 Uhr von Chriz82
 
+0 | -0
 
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Wenn die Rechtslage immernoch so "unklar" ist, wieso ist sie dann so glasklar, wenn es um Filesharing geht, indem mein Nachbar mein WLAN nutzt, um Urheberrechtsverletzungen zu tätigen? Da bin ich als Eigentümer dann plötzlich der Blöde und Schuldige. Und in diesem Fall nicht? Ok verstehe, hier steht keine geldgierige Erpresserindustrie dahinter. Da ist das egal.
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17.05.2008 19:26 Uhr von Gregor ausm Kreml
 
+18 | -9
 
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Tztz: Wer so "clever" ist und sein Netz ungeschützt lässt ist selbst Schuld. Im übrigen hätte er es viel früher erkennen können wenn er sich mal mit den Dingen die er sein Eigen nennt BEFASST hätte. So ziemlich jeder Router zeigt an was für IP`s z.Z. vergeben sind.
Was den anderen Typ betrifft:
Und wenn ich nen ungesichertes Netz vor der Nase hätte und das nutzen könnte, dann würde ich bestimmt nicht "nur surfen"... man, man, man
a) Netzwerknamen ändern
b) MAC Spoofer aktivieren
c) Jetzt wirds lustig: Cain & Abel
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17.05.2008 20:00 Uhr von Onkeld
 
+20 | -5
 
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also: ich freu mich immer über ein offenes wlan ;)

schön bei sonnenschein im garten der oma hocken und auf ssn surfen. was besseres gibts fast net.
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17.05.2008 20:10 Uhr von casus
 
+12 | -1
 
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Und immer schoen (mit-)teilen ;-): http://de.wikipedia.org/...

wäre ja auch zu schade, wenn nicht alle anderen dann auch daran teilhaben könnten ;-)
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17.05.2008 20:12 Uhr von Kausalsatz
 
+22 | -0
 
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toller §: Kann jemand diesen §89 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) an unseren liebsten Schäuble schicken?

Aber bitte erst wenn der Fall "klar" ist. Sonst kommt DER am Ende auch mit einer Verwarnung davon...
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17.05.2008 20:13 Uhr von heliopolis
 
+9 | -0
 
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Was war das denn für ein W-LAN? Und wenn der zu dem an den Gehsteig fahren/laufen muss, kann man wohl kaum vom Nachbarn sprechen.

Das Urteil empfinde ich ein wenig feige. Wenn ein Tatbestand gegen genannten Paragraphen besteht, sollte man einen Präzedenzfall erzeugen. Die oberen Gerichte können den dann immer noch kippen. So käme zumindest einmal Bewegung in die Sache. Wenn es nur triviale Verwarnungen gibt, sollte man sich fast motiviert sehen mal mit seinem Notebook die W-LAN´s unsicher zu machen.
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17.05.2008 20:18 Uhr von madmind
 
+5 | -1
 
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Also ich hab grab eben mal zum Spass mit nem Sniffer geschaut, was ich hier bei mir ,von der Wohnung aus, so an W-Lan Netzen finde..

Insgesamt waren es 11 Stück, davon 8 WPA gesichert und 3 komplett "open"..

Ich kann mich da nur Gregor ausm Kremel anschliessen. Wenn man schon so eine Technik nutzt, dann sollte man sich zumindest schon mit befasst haben, was die Sicherheit betrifft.


So kann sich jeder in ein ungeschütztes Netzwerk einklinken und mit einem P2P Schnorrer Client schön urhebergeschütztes Material abgreifen.
Die Post vom Abmahnanwalt bekommt ja dann der Owner des ungesicherten Netzwerk und nicht der, der sich die ganzen Files darüber aus Netz gelutscht hat...

Ich denke mir auch, das wenn einer ein gesichertes Netzwerk "gehackt" hat, der Eigentümer nicht haftbar zu machen ist (z.B. durch Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung), weil er ist ja seiner "Pflicht" der Absicherung ja dann nach gekommen und somit ist man ja dann auch irgendwie auf der sicheren Seite, oder nicht?


Verschlüsseln und Ruhe haben, oder nicht und evtl.eine aufn Deckel bekommen und dann ja nicht wundern... *meine Meinung*
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17.05.2008 20:43 Uhr von Cybertronic
 
+3 | -4
 
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Wie aus der Werbung: ist es nicht schön zu teilen ?
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17.05.2008 21:04 Uhr von Blubbsert
 
+5 | -2
 
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Man: sollte einmal dazu sagen das es verschiedene arten von Sicherung eines WLans gibt.

Nicht nur WEP und WPA/2

Gibt ja auch die möglichkeit nen WLan zu schützen durch die autorisierung der Mac Adresse.

Wobei WEP/WPA nur dazu dieht das man keine Daten Lesen kann die rein/raus gehen. Somit kann man aber auch nicht drauf zugreifen.

Via Mac-Adresse macht es auch "dicht".

Nur das man die Daten "abfangen" könnte und mitlesen könnte.

Am besten beides an und gut is.
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17.05.2008 21:04 Uhr von goofydel
 
+9 | -0
 
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Es geht mal wieder um die Sicherheit wenn ich mein wlan nicht ausreichend sicher, ist es kein Wunder das ich ( respektive mein DSL Anschluss) missbraucht werde.
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17.05.2008 21:11 Uhr von Med2k
 
+3 | -3
 
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vielleicht sollte der Typ den Nachbarn verklagen, das dessen Router in seinen Laptop eingetrungen und daten verändert hat = hack (Ip einstellung umgeschrieben)

Ich glaub das darf man laut Hackerparagraphen auch nicht.
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17.05.2008 22:31 Uhr von Briefmarkenanlecker
 
+3 | -0
 
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Es darf doch stark bezweifelt werden, dass das Wuppertaler Amtsgericht über die nötigen Kenntnisse verfügt um darüber angemessen urteilen zu können.
Anscheinend hat doch der Richter letztendlich selbst definiert, dass das blosse sich zuweisen lassen einer IP-Adresse dem Abhören von Nachrichten gleich komme. Die Zusammenhänge sollen wir vielleicht gar nicht verstehen können.

Ich glaube nicht, dass dieses Urteil nach einer Berufungsverhandlung Bestand hätte.
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17.05.2008 23:11 Uhr von metin2006
 
+5 | -0
 
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Selbst Schuld sage ich da nur. Wenn ich mal die Wlans in meiner Umgebung scanne, dann sind immer mindestens 4 Wlans offen. Alle sind auch zugänglich. Hätte ich kein eigenes Wlan, würde ich auch diese nutzen. Die sollen froh sein, dass ich mit deren Netzen kein Mist baue.
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17.05.2008 23:12 Uhr von Newton67
 
+3 | -7
 
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vorsatz: ich würde es doch schon als vorsatz sehen wenn man nach offenen w-lans sucht um sich einen geldwerten vorteil zu erschleichen

wenn also jemand jede türklinke bei parkenden autos testet um zu sehen welches offen ist , ist doch die absicht erkennbar

alles um sonnst haben wollen und wenn dann die Infrastruktur am boden ist jammern .
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17.05.2008 23:47 Uhr von Lebensgefahr
 
+4 | -0
 
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Das ist das gleiche wie bei Bluetooth: fast alle Handys sind fabrikmässig auf geöffnete Bluetooth-Verbindungen eingestellt. Bei Notebooks ist meist auch vom Hersteller WLan aktiviert und nicht verschlüsselt.
Von meiner Wohnung aus könnte ich 3 unverschlüsselte Zugänge auswählen. Wenn ich mit dem Handy durch den Bahnhof laufe finde ich zig offene Bluetooth Handys.
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18.05.2008 00:46 Uhr von Press Enter
 
+8 | -0
 
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Komisch: ist das Urteil schon (oder mehr die Verwarnung).
Wenn ich mein Auto unabgeschlossen Parke und ein Polizist (oder Politesse) kommt vorbei sieht das, bekomme ich ein Bußgeldbescheid wegen Verführung zu einer Straftat und meine Versicherung würd auch nix zahlen wenn das Auto dann weg ist.
Hat mein Nachbar ein offenes Wlan und ich sitz im Garten mit mein Laptop und schließ mein Stick ein der sich das Netz selbst sucht und statt meins das von Nachbarrn nimmt weil sein Signal stärker ist als das von mein Router bekomm ich ein drauf.
Die Rechtsprechung wird auch immer bunter hier im Lande
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18.05.2008 02:57 Uhr von Search&Destroy
 
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Was JEDER machen sollte: Man kann doch im Router einstellen:
- Nur bestimmte MACs haben zugriff auf den Router
- die Anzahl der zu vergebenen IPs auf die Anzahl der im Haushalt genutzen Rechner einstellen
- SSID ändern
- SSID verschleiern
- WPA2 einrichten
Meiner Meinung nach sollte das JEDER können der sich das Benutzerhandbuch seines Routers durchliesst.

Oder noch besser, "back to the roots" -> jeder nutzt wieder nur Kabel :D
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18.05.2008 04:53 Uhr von Dr. Colossus
 
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ich könnte bei mir auch auf zwei offene netze zugreifen, und das schon seit zig monaten. wer heutzutage noch so blöd ist und sein w-lan offen lässt, hat es auch nicht anders verdient.
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18.05.2008 09:04 Uhr von bommeler
 
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bei: mir kommen nur kabel ins haus, sicher ist sicher
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18.05.2008 10:10 Uhr von müderJoe
 
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die frage ist ja, warum noch Router verkauft werden, die Standartmäßig ein offenes W-Lan mitliefern. Wenn jetzt einer den Router anschließt und mit Kabel sürft merkt der gar nicht, dass sein W-Lan offen umherfunkt, weil er sich noch nie genauer mit dem Router beschäftigt hat und denkt, dass er das W-Lan erst aktivieren muss, falls er es mal braucht. Und bei der Telekom z.B. steht bei einigen Routern nicht einmal in der Anleitung, dass es wichtig ist, dass das W-Lan geschützt wird.
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18.05.2008 10:34 Uhr von Pitbullowner545
 
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mein: nachbar hat auch sein WLAN offen, UND das routerpasswort ist 0000..

.. der wundert sich wohl warum öfters sein WLAN aus ist ..
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18.05.2008 10:53 Uhr von die_Sonja
 
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Wieder ist: es traurig zu lesen was so alles strafbar ist.
Sicherheitshalber ist mal alles strafbar was von Politik und Gerichtsbarkeit nicht gleich verstanden wird.
Und das ist eine Menge.
Müssen wir uns alles bieten lassen?
Sind wir die Verbrecher oder die "Führer" die von uns hoch bezahlt werden...um uns an die Wand zu fahren??
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18.05.2008 11:23 Uhr von CrazyWolf1981
 
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Wenns absichtlich war ist es klar. Aber was ist, wenn es unabsichtlich passiert? Ist Bekannten mal passiert, da hat die WLan-Karte das Signal eines Nachbarn stärker empfangen als das eigene, und automatisch immer ins Nachbarnetz eingeklinkt, ohne das man selbst was davon gemerkt hat. Rausbekommen haben wirs derzeit auch nur als wir den Router vom Strom nahmen, und jemand festgestellt hat, dass das Internet noch immer geht.
Solang sowas von technischer Seite passieren kann, darf sowas nicht generell unter Strafe gestellt werden. Dann muss klar bewiesen werden, dass man sich absichtlich dort eingeklinkt hat.
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18.05.2008 11:50 Uhr von BadBorgBarclay
 
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Offene WLans: gibt es bei uns in der Nachbarschaft viele, ich hab also ne Menge Auswahl. Ich bin ja über Kabel mit meinem Router verbunden weil die Funke von dem Ding zu Schwach ist. Nur für das zugelassene Notebook ist mein WLan an, getarnt, verschlüsselt und lehnt automatisch jedes neue Gerät ab.
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18.05.2008 12:39 Uhr von Floppy77
 
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Der Typ: auf der Straße war wahrscheinlich nur ein Bundestrojaner der sich hat erwischen lassen.

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