Der EU-Lateinamerikagipfel: Szenen wie im Krieg
In Lima will man offenbar auf Nummer-Ganz-Sicher gehen, um den EU-Lateinamerikagipfel nicht zu gefährden. Die Sicherheitsvorkehrungen erinnern an ein Kriegs- oder Bürgerkriegsszenario. Perus Regierung hat insgesamt 95.000 Polizisten aufgestellt, dazu 500 auf Sprengstoff ausgerichtete Hunde.
Das Gebiet um den Tagungsort herum wird zusätzlich durch sogenannte "Stahlmänner" geziert, die auf Nuklear-, Bio- und Chemiewaffen spezialisiert sind. Man möchte auch einem Angriff mit Massenvernichtungswaffen gewappnet sein. Sonderausbildungen in den USA, Kanada und Australien runden das Bild ab.
Die Teilnehmer aus 27 Ländern werden mit russischen Suchoi S25-Fliegern und A37-Kampfjets aus den USA eskortiert, was man vielleicht als "Papa-Mobil der EU" bezeichnen könnte. Es ist anzunehmen, dass der Alternativgipfel mit seinen 2.000 Teilnehmern - ebenfalls in Lima - wenig Aufwand betreibt.