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Privatversicherte bringen den Ärzten viel mehr Profit

Die Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem, Stefan Greß und Anke Walendzik von der Universität Duisburg-Essen und Hochschule Fulda haben in einer Studie festgestellt, dass Ärzte an Privatversicherten im Durchschnitt mindestens das Doppelte verdienen im Vergleich zu einem Pflichtversicherten.

Die Studie wurde von der Hans-Böckler-Stiftung unterstützt. Es ist anzunehmen, dass darin auch der Grund liegt, warum Privatversicherte bei Terminvereinbarungen bevorzugt und allgemein freundlicher behandelt werden.

Grund für diese Tendenz ist die unterschiedliche Vergütungsstruktur beider Versicherungssysteme, die es Ärzten ermöglicht, bei Privatversicherten mehr in Rechnung zu stellen.


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WebReporter: :raven:
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Sicherheit, Arzt, Profi, Profit
Quelle: www.welt.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.05.2008 10:12 Uhr von :raven:
 
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Wow, die Studie ist ja wirklich wichtig! Manchmal frage ich mich, was ich im Leben falsch gemacht habe. Wenn es hochdekorierte "Gesundheitsökonomen" bedarf, um das festzustellen, was alle bereits in ihrer Umgebung wahrnehmen.
Schon der Begriff "Gesundheitsökonom" ist für mich ein Unding! Gesundheit wird immer mehr zum Luxusgut. Und wie die Tendenz bei Luxusgütern nun mal gerade ist, werden es sich viele bald vollends nicht mehr leisten können, einen Arzt oder die Behandlung zu bezahlen.
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16.05.2008 11:09 Uhr von Sir.Locke
 
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mhh, nicht wirklich neu. gut, jetzt hat man eine studie gemacht die das nochmals beweist, aber neue fakten sind das nicht...
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16.05.2008 11:34 Uhr von shortcomment
 
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Sinn? Wenn sogar der Autor schreibt dass er sich fragt wieso solche sinnlosen Studien gemacht werden, warum ist es dann eine News wert?
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16.05.2008 11:49 Uhr von SiggiSorglos
 
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hinlänglich bekannt: während Pflichtversicherte um jeden cent betteln müssen und jegliche Behandlung vorher mit der Kasse abklären müssen, kann der Privatversicherte (dank höherer Mitgliedbeiträge) aus dem vollen schöpfen. Und das weiß der Arzt auch und bevorzugt diese dann halt. Mancher kann seine Praxis ja nur noch durch die Privaten am Laufen lassen.... soviel zum Sozialstaat Deutschland
Aber da sanieren sich die hohen Tiere in Berlin lieber gesund und in die eigenen Taschen, als dass die Grundversorgung gesichert und nachhaltig kostengünstig gehalten wird.
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16.05.2008 12:18 Uhr von trinito
 
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@shortcomment: Recht hast du, eigentlich ist diese Studie nicht erwähnenswert.
Andererseits kann man mit dieser News einen Teil der Folgen der Gesundheitsrefom darstellen, nämlich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Gesundheitsbereich.
Warum muss ein Pflichtversicherter mit einer akuten Gallenblasenentzündung drei Monate auf einen OP-Termin warten??? Einen Privatversicherten stellt man vielleicht noch zwei Termine zur Auswahl bereit.
Wenn diese Entwicklung in diesem Masse weitergeht, kommen in einigen Jahren noch ganz andere Diskussionen auf.
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16.05.2008 12:38 Uhr von Sir.Locke
 
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@trinito: ich muss dir da zum teil widersprechen, bzw. etwas richtig stellen. denn die "bevorzugung" privat-versicherter gibt es schon seit etlichen jahren. mir persönlich ist dieses zum ersten mal mitte der neunziger aufgefallen, also weit vor der "gesundheitsrefom".

mfg
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16.05.2008 12:51 Uhr von SaxenPaule
 
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Sogar: ziemlich genau das 2,5-fache :-/. Ein Blick auf die Rechnung genügt.

Wobei das natürlich mit den pauschalen bei der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr ganz so klar gesagt werden kann. Da würde ich glatt noch auf mehr tippen.
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16.05.2008 14:08 Uhr von Jorka
 
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Eigentlich: eine Schweinerei wenn mans mal überlegt.
In erster Linie sollte die Gesundheit der Menschen viel wichtiger sein als der Profit.

Klar mit der gegenwärtigen Handlungsweise verstößt man gegen keinerlei Gesetze aber vom menschlichen Standpunkt her ist es dennoch eigentlich eine Sauerei.....
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16.05.2008 15:52 Uhr von Falkone
 
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Eben ein Leistungsprinzip wenn ich "Gut" in eine (Kranken)versicherung einzahle, und diese auch nur Inanspruch nehme, wenn es wirklich notwendig ist, dann möchte ich auch gerne eine Gute Gegenleistung.
Je weniger ich von dem Geld Inanspruchnehme, das ich eingezahlt habe, umso besser kann ich mich dann mit (mehr vorhandenen) Geld behandeln lassen.

Vor allem scheinen sich da die Vorstände nicht so viel an
Gehältern auszahlen zu lassen.

Und als Arzt hat man ebenfalls die Möglichkeit Gut daran zu verdienen...

Geiz ist Geil funktioniert eben nicht.

Früher hat man Geizhälse schräg angeguckt....
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16.05.2008 16:35 Uhr von SdS-Donnergott
 
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Ach kommt Wo ist da bitte Bevorzugung... immer wenn ich einen Artzt brauche (1-2x im Jahr) dann rufe ich einfach irgendwo an und sage ich haette gerneo sobald wie moeglich die einen Termin. Die kennen mich nicht und es klappt immer.Oftmals sage ich auch, naja passt mir nicht gehts nicht eher/spaeter usw. ich bin privat versichert und ich habe das noch NIE erwaehnt und trotzdem immer die Termine bekommen die ich wollte (am Telefon wissen die ja weder wer ich bin noch wie ich verischert bin).

Mir kann keiner erzaehlen, dass man keinen Termin kriegt wenn man nicht privatversichert ist, bzw. nicht rechtzeitig. Ich wurde auch noch NIE gefragt wenn ich einen Termin ausgemacht habe wo ich vorher noch nicht war.

Leztes mal habe ich bei einem Arzt 2,5 h gewartet und alle gesetzlich versicherten und sogar die Pharmavertreterin kam vor mir dran (nach dem einchecken wissen die ja dass ich privat bin). Sogar Gesetzlich Versicherte die nach mir kamen und die Praxisgebuehr nicht zahlen wollten kamen vor mir dran. Wenn es umgekehrt waere wuerde natuerlich jeder sofort annehmen es sei Diskreminierung...
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16.05.2008 18:00 Uhr von Ben Sisko
 
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Früher hab ich Termine relativ zeitnah bekommen. Mitterlweile kann ich froh sein, wenn sie noch im gleichen Quartal stattfinden.

Hab mal nen Test gemacht, Lactoseuntersuchung, etwas, was nebenbei gemacht wird und auch kein Arzt bei sein muss: 2,5 Monate Wartezeit.

3 Tage später unter falschem Namen angerufen, gleiche Untersuchung, aber als privat versichert: eine Woche frühstmöglich, dannach nach Wunsch weitere Termine, wie es mir denn am besten passen würde.

Und das war jetzt nix Wichtiges, man stelle sich eine Situation vor, in der man Schmerzen oder andere schwerere Symptome hat...

Aber manche sind halt gleicher als andere.
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16.05.2008 18:05 Uhr von Ben Sisko
 
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Nachtrag: Wobei ich nicht die privat Versicherten diskreditieren will. Die können ja nix dafür.

Der Kostendruck lastet schwer auf den Ärzten, hatte da schon das ein oder andere informative Gespräch mit meinem Hausarzt.

Das System ist absolut krank !!!
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16.05.2008 19:42 Uhr von jsbach
 
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Wer immer noch nicht begriffen: hat, das UNSER Gesundheitssystem schon total am A**** ist, tut mir gelinde gesagt, leid.
Um manchen Newsern -da slebst PKV-versichert - sage ich nur mal die Sätze der GOÄ. Normal Blutabnhame 1,8 fach, normale Beratung 2,3 fach und OPs in begründeten Fällen das 3,5 fache.
Warum bekomme ich denn bei Wehwechen so schnell einen Termin? Jaja, das liebe Geld, das auch jeder Arzt bräuchte, bei den Kassenhonoraren alleine, könnte ein Arzt und sein Personal NICHT überleben. Gegenbeweis: Gibt es nicht.
Wir sind erst am Anfang der Misere, dass kommt noch WESENTLICH schlimmer..wetten!
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17.05.2008 11:44 Uhr von Lustikus
 
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@Jorka: eine Arztpraxis ist nunmal ein selbstständiges Unternehmen - ist doch klar, daß die größtmöglichen Reibach machen wollen!

Und jetzt komm mir nicht einer damit, daß Ärzte Ärzte geworden sind, weil sie den Menschen helfen wollen *LOL*
Das Einzige wem die helfen wollen ist dem Rubel damit er schneller in die Tasche springt!
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17.05.2008 15:40 Uhr von Great.Humungus
 
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Menschen sind alle gleich...

wieso zum Teufel hat der Staat dann ermöglicht das Menschen mit mehr geld die Möglichkeit auf bessere gesundheitlich Behandlung haben?

Ach ich vergas, Beamte und Politiker (Die Gesetzgeben (und dazu Leute die nichts zur Staatskasse beitragen außer die zu leeren)sind automatisch privat versichert).
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17.05.2008 15:43 Uhr von Great.Humungus
 
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Achja das Beispiel vergessen.

Als ich meinen Finger gebrochen hatte musste ich 2 Monate auf einen Termin beim Facharzt warten. Nach den 2 Monaten hat er sich den Finger angesehn und gesagt das es zu spät ist da der Knochen bereits schief angewachsen ist. Najo wär ich privat versichert hätte er vielleicht trozdem noch was machen können wie ihn chirurgisch wieder zu richten.
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17.05.2008 19:41 Uhr von marshaus
 
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vielleicht: machen sie es ja auch bald wie in england...die zahnaerzte z.b. nehmen nur wenige hns patienten noch auf...nur privatversicherte wilkommen.....
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17.05.2008 23:47 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Wirklich neu ist das nicht, wie ich nach dem letzten Besuch meines Zahnarztes feststellen musste....
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18.05.2008 02:36 Uhr von Scarb.vis
 
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Nur mal so: Sagen wir es mal so. Ein Kumpel zerhaut sich das ganze Knie beim Handball und muss 3 Wochen aufs MRT warten. Ich habe ein leichtes WehWeh am Fuss und habe meinen Termin am nächsten morgen.(Aber auch nur, weil ich Nachmittags zum Arzt ohne Anmeldung bin)

Auch wenn es mich persöhnlich nicht trifft. Es ist total krank mit den Wartezeiten. Wo ich sofort jedes mal unter einen Ultraschall geschleift werde, bekommes es andere nicht einmal, selbst wenn sie 1 Monat darauf warten.

Ich kann nur froh sein, das es noch jemand anderes für mich bezahlt, demächst bin ich auch ein KassenOpfer. Leider

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