13.05.08 13:25 Uhr
 203
 

Apartheidopfer streben Schadensersatz von Großkonzernen an

Das Supreme Court der USA hat in Washington eine Schadensersatzklage über 400 Mrd. US-Dollar gegen ca. 50 Unternehmen zugelassen, die zwischen 1948 und 1994 mit dem Apartheidsregime in Südafrika zusammenarbeiteten. Nach US-Recht steht nämlich Opfern von Menschenrechtsverletzungen Schadensersatz zu.

Die Beklagten sind Unternehmen wie Ford und Coca-Cola, aber auch die Deutsche Bank. Die Geschäfte mit der südafrikanischen Regierung hätten gegen die Menschenrechte verstoßen, so die Klagenden.

Das Supreme Court war von den Beklagten angerufen worden, um den Prozess zu verhindern, entschied sich aber dagegen. Vier der beteiligten Richter erklärten sich jedoch unter anderem wegen Aktienanteilen an den Firmen für befangen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: EmperorsArm
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schaden, Schadensersatz
Quelle: www.n-tv.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Prozess: Bottroper Apotheker gab unterdosierte Krebsmedikamente an Tausende aus
Venezuela: Diebe stehlen Zootiere, um sie zu essen
Indien: Kind von vergewaltigter Zehnjähriger nun geboren

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
13.05.2008 12:17 Uhr von EmperorsArm
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ich hoffe zwar, dass die Opfer bekommen, was sie verdienen, allerdings finde ich die Begründung komisch - ich kenne kein Menschenrecht, dass Geschäfte verbietet. Könnte aber sein, dass es einfach um die Unterstützung des Regimes ging und das hier nur verkürzt dargestellt wurde. Interessant finde ich, dass Bundesrichter an Firmen beteiligt sein können. Positiv aber immerhin deren Befangenheitserklärung - das System funktioniert scheinbar.
Kommentar ansehen
13.05.2008 13:35 Uhr von hpo78
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
langwierig: Wäre ich Südafrikaner ginge es mir jetzt am dreckigsten dort weil ich zu den "coloured" zählen würde, die dort jetzt auch von den Schwarzen diskrimiert werden (soz. als Verräter der eigenen Rasse).

Zum Thema: Ich denke das wird ne langwierige Geschichte, Ok ich gönne den Opfern ihren Schadensersatz, glaube aber, dass kein Geld der Welt die Scham, Wut und Trauer ob der Situation in der sie damals waren wegwaschen kann. Diese Erinnerung und die damit verbundenen Gefühle werden bleiben. Wenn allerdings damals jemand einen echten Geldwerten Nachteil erleiden musste macht die Klage Sinn.

Ich stand mal als 12-jähriger in der DB und wollte den Sparschweininhalt einzahlen, da kam ne Frau rein (weiss) und schimpfte: Ihr Ar*****er von der DB! Die armen Ne*erkinder. etc. Ich war echt perplex als sie mich da mitreinziehen wollte und hab damals natürlich gar nix verstanden. Jetzt wirkt das schon etwas anders.
Kommentar ansehen
13.05.2008 15:07 Uhr von Python44
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
würde mir mal jemand erklären, wie z.B. Coca Cola eine Mitschuld am Apartheitsregime hat ? Als nächstes verklagt jemand Kellogs, weil sich ein Verbrecher mit den Flocken für seinen Raubzug stärken konnte ???
Kommentar ansehen
13.05.2008 16:56 Uhr von EmperorsArm
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Python44: DIe Unternehmen sind sicher nicht zufällig ausgesucht. Vielleicht gab es z.B. ein Cola Werk in Südafrika, wo Schwarze für Hungerlöne arbeiten mussten, etc.
Kommentar ansehen
13.05.2008 22:24 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Da komme mal einer: mir wegen der Sammelklagen. Die das meiste einstecken sind doch die gewieften Anwälte mit ihren immensen Honorarforderungen. Witti hats das Genick gebrochen, der konnte den Hals nicht voll bekommen und jetzt... ist er pleite und die tatsächlichen Leidtragenden haben - wenn überhaupt - nur einen Bruchteil des Geldes gesehen.

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Nazi-Chiffriergerät: Hobbyschatzsucher entdecken bei München "Hitlermühle"
AfD blamiert sich mit Wahlplakat: Schweizer Matterhorn nach Deutschland verlegt
Prozess: Bottroper Apotheker gab unterdosierte Krebsmedikamente an Tausende aus


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?