11.05.08 18:06 Uhr
 14.135
 

2003 verglühte die Columbia - Daten einer Festplatte wurden lesbar gemacht

Vor etwas mehr als fünf Jahren zerfiel Spaceshuttle Columbia bei der Rückkehr zur Erde in unzählige Teile, die sich dann über die USA ergossen. Alle Astronauten an Bord kamen ums Leben.

Unter den gefunden Überbleibseln der Columbia waren auch zwei miteinander verschmolzene Metallstücke. Durch den Sturz aus 60 Kilometern Höhe kam es zu zusätzlichen Beschädigungen. Eines dieser Stücke war der Überrest einer Festplatte.

Diese Festplatte wurde von der NASA an das Unternehmen Kroll Ontrack weitergegeben. Hierbei handelt es sich um die herausragendsten Computer-Forensiker der Erde. Die Experten konnten die Daten der Platte komplett auslesen. Sie wurden in einem Fachmagazin abgedruckt.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: rheih
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Daten, Festplatte
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Autonome Rollstühle sollen Pflegepersonal ersetzen
Bald sollen Mikrosatelliten mit Dampfantrieb in den Erdorbit geschossen werden
Barack Obama bricht mit Tweet über Charlottesville Twitter-Rekord

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
11.05.2008 18:39 Uhr von hk-one1
 
+56 | -1
 
ANZEIGEN
eindrucksvoll: wirklich eindrucksvoll, aus was diese computer-forensiker noch daten auslesen können ... damit wäre so ziemlich jede irdische methode ausgeräumt, eine festplatte zu zerstören
Kommentar ansehen
11.05.2008 18:46 Uhr von Dohnny
 
+27 | -76
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
11.05.2008 18:58 Uhr von hfshooter
 
+24 | -4
 
ANZEIGEN
Mich würde mal interessieren: wie lange die dafür gebraucht haben, also ob das nun ganze 5 Jahre gedauert hat oder ob die die HDD erst vor einem Jahr von der NASA bekommen haben.

mfg
Kommentar ansehen
11.05.2008 18:59 Uhr von nabbi
 
+18 | -5
 
ANZEIGEN
naja ich denke schon das da eine normale festplatte drinnen war. immerhin wird jedes shuttel nach der landung in seine e
einzelteile zerlegt, von daher wird das sicherlich auch immer auf den neusten stand gebracht.
Kommentar ansehen
11.05.2008 19:32 Uhr von lzero
 
+6 | -3
 
ANZEIGEN
die plate: hier ist doch die plate die ist aber nicht so zerschmolzen also die braucht nur ne neue platine und solte gereinigt werden ansonsten is die doch okey!! http://www.spiegel.de/...
Kommentar ansehen
11.05.2008 19:36 Uhr von casus
 
+18 | -2
 
ANZEIGEN
@fairaberhart: "wer weiss wer weiss :-)" ...

Ein jeder, der sich die Mühe macht den als Quelle von rheih verlinkten Artikel komplett durchzulesen.

Übrigens, auch heute noch funktioniert eine Festplatte nach dem selben Prinzip wie in den 70ern [ http://de.wikipedia.org/... ].
Die heutigen haben nur eine größere Packungsdichte bei gleichzeitig kleinerer Baugröße. Dazu arbeiten sie geräuscharmer, energieeffizienter und sind Erschütterungsunempfindlicher.

Neuere Techniken, die nicht mehr Daten auf eine hartmagnetische Beschichtung einer rotierenden Plattenoberfläche schreiben, werden umgangssprachlich zwar auch noch als Festplatten bezeichnet, dies ist so aber sachlich nicht korrekt. Aber man weiss was gemeint ist. (zB. Flash Disk - Flash Festplatte).
Im privaten, heimischen PC werden die wenigsten solche Technologien finden.

Wenn man den Artikel gelesen hat, findet man auch den eigentlichen Hintergrund, wieso die Daten wiederhergestellt werden konnten. Dies lag nicht an der "veralteten" Plattentechnik, deren Prinzip ja, wie wir jetzt wissen, sich bis heute nicht wesentlich verändert hat. Sondern an dem verwendeten Betriebssystem DOS, das eine etwas andere Datenorganisiation für die Speicherung verwendete. Alles an einem Stück zusammenhängend. So arbeiten heutige Festplatten nicht mehr. Wenn bei heutigen Platten, die "Inhaltsverzeichnissinformationen" physikalisch zerstört sind, dann wird es sehr schwer. Zumal wenn es sich um lange Listen von Technischen Daten und nicht um von Menschen lesbare und mit Verstand schnell sortierbare Textinformationen handelt.

".. ausser natürlich wenn es ein extra PC an board gabt .."
Na sowas, steht da doch im Artikel: "Die Columbia-Festplatte war von einem Rechner beschrieben worden, der unter DOS lief, ..."

Wen es übrigens interessiert: Datenrettung ´Blue-Laser-Scanning´, macht sich die Eigenschaft zu nutze, das eine magnetisierte Oberfläche ebenfalls ihre optischen Eigenschaften ändert. Hier mal ein Nano Bericht [ http://www.3sat.de/... ] zum Thema.
Kommentar ansehen
11.05.2008 20:44 Uhr von CHR.BEST
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Das funktioniert halt nur soweit die Information entweder durch das Magnetfeld oder durch die "Minihügel" gespeichert bleibt. Da beides zusammenhängt kann man Daten wohl nur dann sicher löschen wenn man entweder die Platte einem weit massiverem Magnetfeld ausrichtet wie z. B. von einem Schrottplatzmagneten. Auch eine Art Schredder wäre denkbar. Oder man schmilzt das Metall komplett ein, was beim Shuttle offenbar nicht völlig geschehen war.

So gut es in diesem Fall ist, Informationen zurückzugewinnen, so gefährlich ist es in Hinblick auf den Datenschutz. Für die Zukunft wird man sich bessere Techniken überlegen müssen, um sensible Daten wirklich endgültig und für alle Zeiten zu löschen.
Kommentar ansehen
11.05.2008 21:12 Uhr von Lustikus
 
+3 | -14
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
11.05.2008 21:45 Uhr von casus
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
@Lustikus: Ich gebe ja zu, das es sich ein wenig seltsam liest, wenn da von dem "Strömungsverhalten von flüssigem Xenon" und "Verhalten von Sprühsahne" die Rede ist. Allerdings steht da auch, das es sich genau um diese Daten drehte. Es ginge dabei letztendlich um die "Entwicklung von Schmierstoffen beispielsweise für Motoren".

Die "Mit dem Xenon-Experiment", nach dem die Firma die Daten rekonstruiert hatte, nun vorliegen.

Dies liest sich aus dem Satz: "Das meiste war bereits während des Fluges an die Bodenstation gefunkt worden."
"Das meiste" meint wohl, eben nicht alles. Da zu kam, das es sich wohl um ein etwas ausergewöhnliches EOF [ http://de.wikipedia.org/... ] gehandelt haben dürfe.
Kommentar ansehen
11.05.2008 21:51 Uhr von Lustikus
 
+3 | -7
 
ANZEIGEN
@casus: das ist schon ok soweit habe ich das auch verstanden... aber sorry das ist in Anbetracht des Todes der 7 Leute SOWAS von unwichtig...
Kommentar ansehen
11.05.2008 22:19 Uhr von casus
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@CHR.BEST: "Für die Zukunft wird man sich bessere Techniken überlegen müssen, um sensible Daten wirklich endgültig und für alle Zeiten zu löschen."

Nein, man muss die entsprechenden Programme nur einfach anwenden....

Ein kleines Beispiel aus der Freeware: [ http://de.wikipedia.org/... ]

Dazu gehört aber auch, das Menschen begreifen was genau sensible Daten sind und wie man mit diesen Umgeht. Nicht einzelne Daten sind für sich zu Betrachten, sondern die Summe aller.

Beispiele (Windows):

1. Einfaches Löschen:
* Entspricht dem Ausheften einer Seite aus dem Ringbuch und nach hinten heften hinter das Deckblatt mit der Aufschrift gelöscht.

2. Papierkorb löschen:
* Entspricht dem Ausradieren der Farbe der Notizen auf einer Papierseite im Ringbuch. Abdrücke bleiben und können mit einem einfachen Bleisift wieder sichtbar gemacht werden. Auch wenn die Seite selbst ein , zweimal wieder überschrieben wurde.

3. Datei aus dem Paperkorb löschen:
* Entspricht dem einfachen ausradieren der Zeile im Inhaltsverzeichnisses im Ringbuch, wo ein Hinweis auf die ehemals im Papierkorbordner untergebrachten, gelöschten Seiten liegen.

4. Eraser secure löschen:
* Enspricht dem ausradieren der Farbe und dem 35 fachen, wiederholtem übeschreiben der Notizen mit sinnlosen, sich immer veraenderten Zeichenfolgen und jeweils wieder löschen. So das sich sämtlichte furchen im Papier ueberkreuzen und unleserlich durcheinander laufen.
Auch das Inhaltsverzeichniss wird gelesen, die Seiten 35 fach überschrieben und blank gerieben. Dann werden nur noch die gültigen, Informationen zurückgeschrieben.

Bei der Bundswehr gibt es übrigens Abteilungen mit der Regel: Was an elektronischen Datenträgern rein kommt, verlässt die Anlage entweder fein geschredert oder garnicht. Peinlich für einen IT Berater, der sich nicht daran gehalten hatte. War ein teures Notebook ;-)
Kommentar ansehen
11.05.2008 22:48 Uhr von casus
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@Lustikus: Soll heissen, etwas das im Spiegel unter:
Nachrichten > Netzwelt > Tech > IT-FORENSIK

steht und unter Shortnews in der Rubrik:
High Tech / Elektronik / Sonstiges / Fakten

ist auf Grund des ursprünglichen Geschehens nur noch mit einem "ja ich Trauer auch" Disclaimer zu diskutieren?

Der eigentlicht Hintergrund dieses Absturzes war übrigend nicht nur das Geld oder die Wartung. Hier auch noch mal nachzulesen: [ http://www.wdr.de/... ]

Hier wurden Warnungen ignoriert und gegen uneinsichtige Vorgesetzte bzw. Entscheider die bei im Notfall wichtige Ausrüstungen sparen wollen damit sie besser dastehen, hilft kein Geld der Welt.

Aber das war nicht das Thema diese Shortnews und des Spiegelartikels. Hier gehts um die Möglichkeit Daten zu rekonsturieren. Das sich daraus ableitende Thema Datensicherheit in Bezug auf sicheres Löschen, das liegt nahe.

Mal ganz abgesehen davon, das ich es schlimme finde, wenn man nicht alles mögliche Versucht, um zumindest die Arbeit des Astronauten Teams zu sichern.

Jeder, dessen zukünftige Arbeit auf Grundlage dieser Daten basiert, wird immer wieder an den Tod des Astronautenteams und die Begleitumstände erinnert werden. Das wird am besten helfen, in der Zukunft Dinge zu ändern und die Menschen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. (Der Spiegelartikel und diese Shortnews sind ein gutes Beispiel dafür.)
Kommentar ansehen
11.05.2008 23:12 Uhr von Lustikus
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
@casus: Jupp 100%ack...

wollte es nur nochmal ins Gedächtnis rufen... ich finde es natürlich auch genial wenn die sowas rekonstruieren können. ob es allerdings sein muß ist eine andere Frage!
Kommentar ansehen
11.05.2008 23:34 Uhr von Mabie
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Kroll Ontrack ? Derist der bese Computer-Forensiker der Welt? (was ist das eigentlich?)

Kaum zu glauben =/
Kommentar ansehen
12.05.2008 00:02 Uhr von casus
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@Mabie: Hast Du den Artikel in der Quelle gelesen? Ich frag ja nur ;-)

Quelle <Klick> [ http://www.spiegel.de/... ]

Mitte Artikel: MEHR ÜBER...
Festplatte Columbia Challenger Computer-Forensik
zu SPIEGEL WISSEN

Computer-Forensik <klick> [ http://wissen.spiegel.de/... ]

1. Ergebnis Wikipedia: IT-Forensik <klick> [
http://de.wikipedia.org/... ]

2. Ergebnis Spiegel: "Der PC ist ein Beweismittel" <klick>
[ http://www.spiegel.de/... ]

3. Ergebnis Spiegel: "DATENSCHUTZ: Verräterische Magnetspuren" <klick>
[ http://wissen.spiegel.de/... ]

Hoffe geholfen zu haben ;-)
Kommentar ansehen
12.05.2008 01:45 Uhr von Borgir
 
+0 | -4
 
ANZEIGEN
seltsam: dass man die daten noch auslesen konnte..noch viel komischer, dass man die festplatte gefunden hat bei den vielen einzelteilen die über einen immens großen raum niedergegangen sind....schon komisch
Kommentar ansehen
12.05.2008 09:47 Uhr von MrRazor
 
+0 | -3
 
ANZEIGEN
"Unzählige Teile die sich über die USA ergossen"

Das heißt ja, dass der Fund der Festplatte so etwas wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen war.

Geheim können die Daten ja nicht gewesen seien, wenn die Nasa sie in einem Fachmagazin abdrucken hat lassen.

Wenn der Finder nicht Mitarbeiter der Nasa war, hat er denen die Festplatte hoffentlich zu einem hohen Preis verkauft. (Nasa könnte geimeint haben, die Daten dürften nicht der Konkurrenz in die Finger gelangen). Das wäre das Geschäft seines Leben gewesen.
Kommentar ansehen
12.05.2008 11:36 Uhr von 08_15
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
Ich frage mich manchmal wirklich: wie hier einige User so massives Unwissen ansammeln können.

RESPEKT!

Einige haben es ja versucht und auch gar recht gut zu erklären Lustig fand ich das mit dem Controller basteln ... WAS HAT DER CONTROLLER MIT DER LESBARKEIT EINER PLATTE ZU SCHAFFEN? Und auch lustig das es tatsächlich noch Menschen gibt die glauben das Daten mit format c: tatsächlich gelöscht sind.

Wenn ich sicherheitsrelevante Platten lösche, dann richtig. Dann wird da halt ne ganze Nacht rübergeschrieben. Dafür gibt es solche Programme und Firmen die das professionell machen.

Ich habe als Serveradmin oft genug mit Bankdaten zu schaffen gehabt. Schon nett (sehr lustig) zu lesen hier...

Die haben auch sicher keine 5 Jahre gebraucht um es zu lesen ... allerdings sind einige Tage realistisch .... erstmal die Scheibe retten, dann einen Rahmen bauen in einem Staubfreien Raum .... nur mal so grob gesagt. Das dauert und auch die Auswertung was das niedere Volk sehen darf, gell?
Kommentar ansehen
12.05.2008 12:44 Uhr von Doktor_Frankistone
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
Hmm, Da war bestimmt die unglaubliche reise in einem verrückten Raumschiff drauf.
Kommentar ansehen
12.05.2008 14:34 Uhr von casus
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@08_15: Hier mal ein paar Links für dich:

Computer:
[ http://www.wdrmaus.de/... ]

Internet:
[ http://www.wdrmaus.de/... ]

ich bin sicher, du kannst da noch einiges Lernen *)

Was das "massive Unwissen" angeht.

Was glaubst Du, soll ein Mensch den glauben, wenn er ein Dokument auf ein Papierkorbsymbol zieht und dieser beim Befehl

Papierkorb leeren mit einer kurzen Flammenanimation und einem hörbaren knistern anzeigt, daß der Papierkorbinhalt ein

Dokument gerade verbrennt....

Nach der normalen Lebenserfahrung bleibt dann von dem Brief Asche über. Nirgens wird bei diesem Vorgang vor

Datenüberbleibseln gewarnt.

Es ist natürlich einfacher, sich in seinen Elfenbeinturm zurück zu ziehen und hämische Bemerkungen auf das vermeintliche "am Boden krabbelnde, unwissende Getier" zu werfen.

Das stellt einen nicht besser, schützt aber davor herauszubekommen, ob man überhaupt in der Lage wäre sein "Fachwissen"

vernünftig aufzubereiten und sinnvoll, nachhaltig zu vermitteln.

Ich glaube dir gerne das du ein, nach deiner Aussage, sehr fähiger Sysadmin bist. Allerdings fällt das für mich in deinem

Fall mehr unter das Stichwort: [ http://de.wikipedia.org/... ]
Bis zum Beweis des Gegenteils, glaube ich ersteinmal nur, das Du die technische Seite beherrscht.

Deine sonstige Postings lassen sich für mich, dem ersten Eindruck nach, wohl eher unter dem Begriff:
[ http://wortschatz.uni-leipzig.de/... ]
zusammenfassen. Dessen Synonyme treffen genau meinen ersten Eindruck.

Ich kann durchaus auch ein wenig bissig sein, aber dann zumeist, weil ich von gewissen Grundkenntnissen ausgehe, die auch

ohne Computer vorhanden sein müssten. Aber auch dann kann man weiterführende Informationen unterbringen. Nicht jeder ist

es gewöhnt mit Suchmaschinen schnell und effektiv Informationen zu finden: [ http://www.suchfibel.de/ ]



*) Wissensvermittlung ;-)
Kommentar ansehen
12.05.2008 14:58 Uhr von casus
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@fairaberhart: > "naja was für ein high tech rechner im jahre 2003 lief denn mit dos ausser die völlig veraltete technik des shuttles ???"

DOS meint in diesem Fall ein "Disk Operating System" [ http://de.wikipedia.org/... ] das "kleine und einfache Betriebssysteme für Computer bezeichnet, deren Hauptaufgabe die Verwaltung von magnetischen Speichermedien wie Disketten und Festplatten sind."

Also würde auch ein heute sehr moderner Rechner, dessen einzige Aufgabe in der Datenspeicherung und Speichermedienverwaltung liegt, "nur" ein DOS laufen haben. Mit MS, PC Dos oder gar Windows hat dies insofern also nicht wirklich etwas zu tun ;-)
In soweit war der von mir aus dem Spiegelartikel zitierte Satz: "...der unter DOS lief..." ein wenig missverständlich.

Auf der Wikipediaseite zum Thema Space Shuttle [ http://de.wikipedia.org/... ] findet sich unter andern ein Link zu einer sehr detailierten Seite [ http://www.bernd-leitenberger.de/... ]. Dort findet sich unter der Überschrift "Kommunikation und Computer" eine genauerer Darstellung der verwendeten Computertechnik.

> und die technik des shuttles war schon in den 80ern nicht mehr hightech wie jedem bekannt ist, der sich mit der shuttle technik auch nur jemals beschäftigt hat :)

Hast Du?
Sehr interessant finde ich den Abschnitt über die Weiterentwicklung der Triebwerkstechnik. Unter veraltet verstehe ich etwas anderes. Das man so teure System möglichst lange wie möglich verwenden möchte, sollte bei den Kosten klar sein. Ausserdem wird jede Erfahrung die mit dem aktuellem System gemacht wird, als wertvoller Wissenshintergrund in die Entwicklung der nächsten Generation einfliessen und dort sich mehr als bezahlt machen.

> "17 notebook mit 3ghz p4 von nexoc mit windows xp, also lichtjahre weiter als nasa hightech. :)"

Die Flugdauer der Discovery, Mission STS-114 [ http://de.wikipedia.org/... ], nach dem Comlumbiaunglück betrug: 13d 21h 32min 22s.

Hast Du schonmal mit Deinem Notebook 13 Tage rund um die Uhr ohne bluescreen gearbeitet und würdest Du diesem System für diesen langen Zeitraum Dein Leben anvertrauen? Hoffentlich ist der Prozessor genauso Strahlungsunempfindlich wie zB. die verwendete alte Spezialversion Version des 8086 Prozessors. [ http://de.wikipedia.org/... ] ;-)

Einige Probleme muten etwas seltsam an: [ http://www.spiegel.de/... ]
Aber die technik bringt die Space Shuttle immern noch in die Umlaufbahn und sicher zurück.

Es nicht so einfach, schnell mal eben neue Soft- und Hardeware zu entwickeln. Astronauten können nuneinmal nicht als Betatestern herangenommen werden, wie das sonst auf dem Betriebssystemmarkt der Fall ist.

Es geht zudem noch um eine hohe Ausfallsicherheit. Ich würde für Anlagen, denen ich mein Leben anvertrauen muss, mindestens die Hochverfügbarkeitsklasse [ http://de.wikipedia.org/... ] AEC-4 / Fault Tolerant einfordern.

Aber eigentlich ging es hier ursprünglich um Computer Daten Forensik.
Kommentar ansehen
12.05.2008 15:46 Uhr von casus
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Weiter Infos/Antworten zum Artikel: Wie gross war die Festplatte?:

Zitat Quelle: Bildbeschriftung Bild 5

... die 340-Megabyte-Festplatte, auf der sich die Daten eines Xenon-Experimentes fanden, ...

Zitat Ontrack Seite:

"... in a nearly 400-megabyte commercial hard drive ..."


Wieviele Daten waren schon auf der Erde:

Zitat Ontrack Seite:

"The group downloaded about 85 percent of the data from the 370-hour experiment while Columbia was in orbit"


Wieviel wurde wieder hergestellt?:

Zitat Ontrackartikel:

"The data came back about 99 percent complete..."


Warum hat es so lange gedauert:

Es war erst vermuttet worden, das die Daten verloren waren. Die Festplatte wurde erst viel später in den Shuttelresten gefunden.

Zitat Ontrackartikel:

"But engineers from Johnson Space Center had actually found the apparatus in the hanger at Kennedy Space Center where workers had laid out the Columbia debris..."

Dann waren die Ergebnisse sehr umfassend.

Zitat Ontrackartikel:

"...the results were so complex that isolating the shear-thinning effect took an additional several years..."


Warum war es so wichtig die Daten wieder herzustellen:

Die Nasa verfolgt nicht mehr vorrangig die Grundlagenforschung. So hätte dieses Experiment für eine sehr lange Zeit nicht wiederholt werden können. Wenn es überhaupt wiederholt worden wäre.

Zitat Ontrackartikel:

"... With NASA´s priorities shifting away from basic research, he says, "this is the sort of experiment that won´t be duplicated for a long time, if ever. ..."


Wer den Arikel sucht, trage einfach mal "Kroll Ontrack" in Google ein.

Archiv Link zu Spiegelartikeln zum Absturz der Columbia:

[ http://www.spiegel.de/...
]
Kommentar ansehen
13.05.2008 00:45 Uhr von CHR.BEST
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@casus: Ich bin mir nicht sicher ob abwechselnde Bitmuster wirklich 100% alles löschen, weil der Schreib-/Lesekopf immer nur in einer bestimmten Ober- und Untergrenze der magnetischen Feldstärke (Einheit Tesla oder Gauß glaube ich) arbeitet.

Forensiker hingegen befreien die Platten aus dem Gehäuse und lesen die magnetische Struktur mit ultrasensiblen Messgeräten aus und finden so auch noch die kleinsten Restinformationen, die mit der gröberen Laufwerkstechnik schlicht unter den Tisch fallen würden.

Überleg mal, wenn ein Schreib-/Lesekopf 2x hintereinander sich laut PC-Steuerbefehle genau auf denselben Fleck positionieren soll, dann wird es immer minimale Toleranzen geben, weil die Festplatte ja auch ständig rotiert und der Kopf sich bewegt.

Also angenommen der Kopf ist beim 2. Mal ein paar Nanometer neben der Spur gelandet und beginnt dort zu schreiben. Dann ist die ursprüngliche Information trotzdem noch gespeichert und ließe sich unter Umständen mit o. g. Meßgeräten noch auslesen. Bei Festplatten zählt nur das Preis/Leistungsverhältnis. Die Mechanik muß daher nur so genau sein, wie unbedingt nötig.
Öfteres Überschreiben macht die Sache natürlich schwieriger aber wohl auch nicht völlig unmöglich.

Nur indem man die Platte physisch restlos zerstört (einschmelzen, schreddern, zu Metallstaub zerreiben usw.) kann man - meiner Meinung - wirklich 100% sicher sein, daß sich nichts mehr rekonstruieren läßt.
Kommentar ansehen
13.05.2008 07:30 Uhr von Bertrand-der-II
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Also so schwer beschädigt, wie es der Artikel vermuten lässt, war die Festplatte also gar nicht. Keine verschmolzenen Metallteile.

Und ja, es ist wahr, die NASA setzt in ihren Shuttles Computretechnologie der 70er und 80er Jahre ein. Weil ich das jetzt auch behauptet habe, fang ich mir bestimmt gleich noch ein paar negative Bewertungen ein.
Kommentar ansehen
13.05.2008 23:24 Uhr von casus
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@CHR.BEST: @CHR.BEST

In dem von mir angegebenen Link findet sich ein Hinweis zu unterschiedlichen Algorithmen und Empfehlungen staatlicher Aufsichtsbehörden:

> Ein kleines Beispiel aus der Freeware: [ http://de.wikipedia.org/... ]

Bei mir ist die Gutmann-Methode [ http://de.wikipedia.org/... ] eingestellt.

"Peter Gutmann führte mit seiner Abhandlung Secure Deletion of Data from Magnetic and Solid-State Memory eine 35-fache Überschreibung ein, siehe Gutmann-Methode."

Das sollte reichen. Unter dem Gutmann Link findet sich dann auch gleich ein Grund, wieso da doch Daten der Löschung Entkommen könnten. Moderne Festplatten verwalten ihre Sektoren selbst und schalten, wie USB Sticks defekte bzw. als unsicher erkannte Sektoren auf gesperrt für das weitere Datenbeschreiben. Fällt nicht wirklich auf. Das ist so mit eingeplant.

Insofern hast Du natürlich recht. Erst die Schmelze vernichtet die Daten wirklich zu 100% ;-)

Refresh |<-- <-   1-25/28   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Spanien: Nach Terroranschlag in Barcelona - Vermisster Junge ist tot
Baden-Württemberg: Illegales Autorennen mit 20 Wagen
US-Komiker Jerry Lewis gestorben


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?