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Grünenthal: Millionen-Zahlung an Contergan-Opfer

Die Conterganstiftung für behinderte Menschen wird von Aachener Unternehmen Grünenthal eine einmalige Zahlung von 50 Millionen Euro erhalten. Das Pharmaunternehmen möchte mit der Zusatzzahlung eine bessere Versorgung der 2.800 in Deutschland lebenden Opfer ermöglichen.

Die Bundesregierung beschloss gleichzeitig eine Verdoppelung der Renten, die bisher maximal 545 Euro monatlich betragen hatten. Beide Maßnahmen zusammen bringen den Geschädigten bis zu 15.000 Euro mehr als zuvor.

Das damals rezeptfreie Schlafmittel Contergan hatte zwischen 1957 und 1961 bei insgesamt etwa 5.000 Ungeborenen starke Fehlbildungen an den Gliedmaßen verursacht. Die Opfer benötigten wegen der Spätfolgen mehr Geld, als ihnen derzeit zur Verfügung stehe, so Grünenthal-Chef Wirtz.


WebReporter: Portunus
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Million, Opfer, Die Grünen, Zahlung
Quelle: www.faz.net

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.05.2008 18:09 Uhr von Portunus
 
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Eine vorbildliche Aktion - stellt sich nur die Frage, warum nur die Opfer in Deutschland mehr Geld erhalten.
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09.05.2008 19:06 Uhr von nONEtro
 
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in einem interview von vor 2 jahren ließ grünenthal noch verlauten, dass man damals millionen bezahlt habe und nun keine verpflichtung mehr für den fall empfinde... und nun so ein sinneswechsel?
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09.05.2008 19:20 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Ich bin auch ein wenig verwundert über die plötzliche Ankündigung von Grünenthal.
Zumal sich das Unternehmen lange Zeit mit allen Mitteln gegen die Ausstrahlung des WDR-Fernsehfilms zu diesem Thema gewehrt hatte.
Gleichwohl halte ich diese Ankündigung für ein absolut positives Zeichen. Die Geschädigten werden zwar damit nicht wieder gesund, aber dieses Zeichen der Anerkennung ist aller Ehren wert. Es wäre allerdings noch wesentlich positiver für das Unternehmen ausgegangen, wenn Sie dies vor dem WDR-Film und etwaigen Prozessen gemacht hätten.
Aber auch so ist es eine gute Nachricht. Die Verantwortlichen von Grünenthal verdienen dafür Respekt, zumal die Aktion "freiwillig" ist.
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09.05.2008 19:29 Uhr von GottesBote
 
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Geld heilt nicht alle Wunden: Was soll man mit dem Geld anfangen wenn man solche Missbildungen hat... schade um die Opfer.
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09.05.2008 20:43 Uhr von poseidon17
 
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Die: Geschädigten können das Geld gut gebrauchen, insofern ist das schon gut so.

Die Opfer gehen mit bewundernswerter Einstellung durchs Leben, ich weiss nicht, wer von Euch den Film dazu gesehen hat, da wirst du verrückt bei dem Anblick des Mädchens, die noch dazu schauspielerisches Talent zeigte.
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10.05.2008 00:50 Uhr von hossler
 
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Erwähnenswert: Grünenthal hat ja auch keine Rechtliche Verpflichtung den Geschädigten mehr gegenüber da die festgelegten Zahlungen abgegolten sind.
Das Unternehmen sieht aber ja anscheinend jetzt eine Moralische Verpflichtung. Ob es nur für das Image der Firma ist, ist in dem Fall mir egal wenn es den opfern hilft. Ich habe selbst Contergan-Geschädigte in meinem Umfeld. Eine wirklich schlimme Sache.
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10.05.2008 10:59 Uhr von uwele2
 
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Renten: Es ist gut dass die Bundesregierung die Renten für die Opfer verdoppelt. Aber wieso zahlt das der Staat und nicht Grünenthal?
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10.05.2008 12:34 Uhr von hundheim
 
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Die Meldung ist irreführend. Wenn man sich den Artikel genau durchliest, so wird man feststellen, dass die Zahlung nicht den Contergangeschädigten zukommt, sondern der Stiftung. Nur die aus diesem Geld erzielte Verzinsung soll an die Geschädigten ausgezahlt werden. Perfider wird das Ganze, wenn Grünenthal auch noch ankündigt, dass dieses Geld in 35 Jahresraten bezahlt wird.
Schade finde ich nur, dass sich die FAZ zu so einem Täuschungsmanöver hergibt.
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10.05.2008 16:02 Uhr von abcde85
 
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Schade das das so lang gedauert hat bis mal endlich Bewegung in die Sache gekommen ist.Hätte schon viel früher passieren müssen.
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14.05.2008 18:54 Uhr von meep
 
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Nur: 545€ monatlich hatten die zur Verfügung? Ich meine, es ist ja jetzt schön und gut, dass die armen Menschen endlich mehr Geld erhalten, auch wenn es ihnen nichts hilft, was umso trauriger ist, allerdings muss man sich mal vor Augen führen, dass diese Fälle schon einige Jahrzehnte zurückliegen und in all´ dieser Zeit nichts passiert ist.

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