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Neuseeland verstaatlicht nach 15 Jahren seine Bahn wieder

Im Jahre 1993 veräußerte die neuseeländische Regierung die staatliche Eisenbahn an private Unternehmer. Jetzt bedauerte der Finanzminister öffentlich diesen schmerzlichen Fehler, der das Land ein Vermögen gekostet habe.

Vor 15 Jahren war das Unternehmen für umgerechnet 202 Millionen Euro privatisiert worden, nun will man es um 336 Millionen Euro wieder verstaatlichen. Es hatte sich gezeigt, dass man ohne Mithilfe des Staates nicht imstande war, profitabel zu arbeiten und eine moderne Infrastruktur zu errichten.

Ähnlich hat man vor einigen Jahren mit einer vorher privatisierten Fluglinie verfahren. Nachdem der Staat nach einer kräftigen Finanzspritze wieder Mehrheitseigentümer ist, macht "Air New Zealand" auch wieder Gewinn.


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WebReporter: bauernkasten
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Jahr, Bahn, Neuseeland
Quelle: www.kurier.at

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05.05.2008 12:14 Uhr von usambara
 
+24 | -1
 
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so läufts die Deutsche Bahn privatisieren, profitabel ausweiden und
irgendwann bis nicht mehr geht wieder auf Kosten der Steuerzahler verstaatlichen.
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05.05.2008 12:35 Uhr von anilingus
 
+8 | -1
 
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schaut nach england! was die für einen guten bahn service haben... wow...

inselaffen !
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05.05.2008 12:45 Uhr von Alfadhir
 
+7 | -1
 
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naja in deutschland: werden wir genau so verarscht und das nicht nur bei der bahn leider fällt sowas dem volk immer erst auf wenn es zu spät ist
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05.05.2008 12:50 Uhr von mueppl
 
+8 | -0
 
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@ Spackofatz: da muss man gar nicht nach den Fehlern anderer Staaten schauen.
Sage nur:
Postprivatisierung
Krankenhausprivatisierung
Müllabfuhrprivatisierung
Libalisierung des Strommarktes

Überall wo sich der Staat zurückgezogen hat, überwiegen die Nachteile für den Verbraucher.
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05.05.2008 13:17 Uhr von rotto23
 
+5 | -2
 
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Dummerweise hat ja der Kapitalismus den kalten Krieg gewonnen, und damit auch die Theoretiker die gerne einen Nachtwächterstaat hätten und den freien, unregulierten Markt für das Allheilmittel aller Probleme halten. Wer es noch wagt das Maul dagegen aufzumachen ist natürlich ein verblendeter Spinner, schließlich "hat die Geschichte bewiesen das der Staat unfähig ist" und nur jemand mit einem Profit Motiv ordentlich arbeitet. Das die Leute denen die freie Markt Ideologie so gut gefällt auch die sind die reichlich Geld für Wahlkampfspenden und Pressekampagnen aufwenden können sind beweist für diese Spinner ja nur das sie recht haben. Evolution, wa.
Und wer heut was werden will, der muss sich im Rahmen dieser Ideologie profilieren um bloß schnell Karriere zu machen, möglichst indem er Maßnahmen wie ein Holzhammer umsetzt die zumindest für die Freihandelsideologen gut aussehen, tatsächliche Resultate sind dabei natürlich volkommen egal, schließlich hat jemand der nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist überhaupt kein Interesse daran gute Arbeit zu tun sondern nur daran möglichst schnell wegbefördert zu werden, das gilt für Politiker genauso wie für Manager und Beamte. Das System ist im Arsch, die Reichen werden Reicher und alle anderen werden gefistet bis das Blut kommt.
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05.05.2008 13:18 Uhr von Canada-Fan
 
+2 | -10
 
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Hab ich irgendwas verpasst? Bei der Deutschen Bahn ist im Bundestag beschlossen worden eine Minderheitsbeteiligung von 24,9% zu verkaufen, so dass man eben nicht einem Privaten den Staatsbetrieb in die Hände gibt. Also wer keine Ahnung hat, besser mal den Mund halten.

Wo gibt es denn bei der Post Nachteile für den Verbraucher??? Letztendlich machte der steigende Wettbewerb auf Dauer den Preis sogar billiger. Briefporto ist seit Jahren nicht mehr gestiegen. Den einzigsten Nachteil den ich zur Zeit erkenne ist der, das es keine Beamten mehr sind, jedenfalls zum größten Teil, die jetzt Streiken dürfen und dadurch mal plötzlich keine Post kommt oder so. Aber das ist ja vollkommen in Ordnung, soll ja auch jedem Mitarbeiter zustehen.

Müllabfuhr läuft hier schon über 20 Jahre privat ohne irgendein Problem und günstiger als wenn die Stadt das macht. Läuft aber nicht immer so problemlos. Die gesamtdeutschen Zahlen sagen da, das rund 40 % der Städte die das Privatisieren, es nicht auf die Reihe bekommen das das vernünftig läuft.

Strommarkt? Den hast du doch nur dazugeschrieben, weil dir dir die Preisgestaltung nicht passt. Der Preis wäre auch in Staatshand gestiegen.
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05.05.2008 13:30 Uhr von mueppl
 
+9 | -1
 
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@ Canada-Fan: "Wo gibt es denn bei der Post Nachteile für den Verbraucher??? ......"

Viele Post Filialen schließen....
Postbank nicht mehr überall verfügbar (bei uns ist die nächste ca 15 km entfernt - vorher war sie am Ort).

"Müllabfuhr läuft hier schon über 20 Jahre privat ohne irgendein Problem und günstiger als wenn die Stadt das macht. Läuft aber nicht immer so problemlos. Die gesamtdeutschen Zahlen sagen da, das rund 40 % der Städte die das Privatisieren, es nicht auf die Reihe bekommen das das vernünftig läuft....."

Du glücklicher.....

"Strommarkt? Den hast du doch nur dazugeschrieben, weil dir dir die Preisgestaltung nicht passt. Der Preis wäre auch in Staatshand gestiegen. ..."

Wo findet hier denn ein Wettbewerb statt, der angeblich so Verbraucherorientiert sein soll?
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05.05.2008 13:41 Uhr von Canada-Fan
 
+0 | -4
 
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Postbank im übrigen ist ein ganz anderes Unternehmen....
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05.05.2008 13:49 Uhr von Canada-Fan
 
+0 | -6
 
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schonmal überlegt, dass das einer der Gründe mit ist, das der Preis der Briefbeförderung so günstig bleiben konnte. Der wäre bei Staatsbetrieb sicherlich höher. Und das nenn ich Vorteil der eindeutig überwiegt für den Verbraucher.

Im übrigen, kannst du deine Post dem Briefträger mitgeben muss nur frankiert sein. Und es wird ja nicht so schwer sein, wenn man sowieso in der Stadt ist ne Briefmarke mehr zu kaufen.
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05.05.2008 14:07 Uhr von mueppl
 
+4 | -1
 
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@ Canada-Fan: Postbank ein anderes Unternehmen?

Sicher, nachdem man krampfhaft versucht hat die Post in Teilsegmente zu zerlegen.
Post - Postbank - Telekom
War aber früher einmal Post.
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05.05.2008 14:20 Uhr von Canada-Fan
 
+0 | -9
 
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ja, früher kurz davor hatten wir auch noch einen Führer.

Bank und Telefon passt ja auch nicht wirklich zu Post. Mal ganz abgesehen davon braucht Deutschland nicht wirklich 2 Banken in staatlich/kommunaler Hand. Die eine ist schon zu viel.

Ist im übrigen auch nicht krampfhaft passiert. Waren früher schon drei quasi "eigenständige" unternehmen in Staatshand unter dem Dach der Post. Trennen brauchte man da nicht viel.

Briefporto für Standartbrief ist sogar heute noch günstiger wie
früher. 1,10 DM = 56,... Cent heute 55 Cent.
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05.05.2008 14:27 Uhr von fruchteis
 
+6 | -0
 
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@Canada-Fan: Das, was du hier als positiv hinstellst an Privatisierungen früher staatlicher Betriebe, ist allesamt nach hinten ausgeschlagen.

Post: Wurde in verschiedene Teilbetriebe zerschlagen. Briefporto für die unteren Gewichtsklassen ist zwar auf dem Niveau von 2002 (Euroeinführung) und geringfügig darüber und darunter, aber andere Leistungen haben sich verteuert, mal abgesehen von Zwangsmaßnahmen, dass man bei bestimmten Paketleistungen jetzt Zusatztarife nehmen muss, um den Effekt zu erzielen, den man früher mit Normalporto hatte.

Müllabfuhr: Die Preise sind auf über das Doppelte gestiegen und Grundtarife werden selbst denen aufgezwungen, die fast keinen restmüll produzieren.

Strom/Gas: Die Preise sind um 40-60% gestiegen seit der Euroeinführung, und die Paketpreise sind so doof gewählt, dass man bei einem Singlepaket z.B. noch für 600-800 kWh zuzahlen muss zu teurem kWh-Preis oder das Paket für Paare nimmt, das mindestens 400-500 kWh zu hoch für einen Einzelnen ist. Sparst du Strom, schlägt sich das kaum in Geldeinsparung nieder wegen des Grundpreises, der auch derselbe ist, wenn du Energiesparlampen verwendest und dein Standby abschaffst.

Bahn: Diese 24,9% sind doch nur der erste Schritt, ein Zugeständnis an die Proteste und an den Wahlkampf. Irgendwann wird das klammheimlich erweitert, erst auf 27,5%, dann auf 30% usw., bis man es dann ganz liberalisiert. Und dann kommen die Streckenstillegungen, Abschaffung von Zwischenhalten und weitere Tariferhöhungen.
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05.05.2008 14:48 Uhr von Canada-Fan
 
+0 | -9
 
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Wegen meiner alles privatisieren. Stadtwerke.... Der Stadt braucht keine eigenen Unternehmen. Die Private Hand wirtschaftet in jedem Fall besser und vor allem billiger.

Was allerdings nicht passieren darf/durfte, ist dass die Infrastruktur verkauft wird. Also Strassen, Leitungen, Rohre, Gleise... Da kann der Staat dann hinterher wieder hinterherrennen mit irgendwelchen unnötigen Agenturen mit wahrscheinlich hunderten Beamten - Bundesnetzagentur zum Beispiel - die dann kontrollieren, ob der Wettbewerb noch funktioniert. Tut er eigentlich dann nicht mehr, da Monopolstellung eines einzelnen.
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05.05.2008 15:34 Uhr von Bärtram
 
+3 | -0
 
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Wenn Mehdorn dann im Ohrensessel sitzt und mit seiner Schoßmietze Suckale (iiiiiiiigitt) seine Millionenabfindung durchbringt, werden wir uns in Deutschland erinnern, was 2008 in Neuseeland geschah. Das Schienennetz am Boden, die Infrastruktur (Bahnhöfe etc.) drumherum verscherbelt und verramscht und das Rollende Material ... Wenn ich sehe was ein paar süße Schäfchen mit dem Glanzstück der DB veranstalten, lobe ich mir die alten russischen schweren Dieselloks der DR. Schneepflug runter, Augen zu und durch.....und am anderen Ende auf Schienen wieder raus. Aber das ist ein anderes Thema.

Jedem sein Denkmal: Mehdorn mit Bahn an die Börse.
Viele Denkmale jedoch fallen, Marx, Engels, Lenin Saddam Hussein sind nur ein paar Beispiele
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05.05.2008 16:02 Uhr von maki
 
+3 | -1
 
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Iiiihrgendwie riechts in diesem Thread nach: Protonen-Furz...
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05.05.2008 17:07 Uhr von Kaeseplatte
 
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Staaten unter sich warum soll denn der eine Staat nicht vom anderen lernen ?
wie komme ich an die kleinen Peanuts der vielen Bürger, und das immer wieder und immer öfters?
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05.05.2008 18:39 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Jaja die Bahn Zum einen glaube ich nicht, dass man die Deutsche Bahn AG mit seinem Streckennetz mit dem der verstaatlichten Bahn vergleichen kann. Hier bietet sich eher die Ausschreibung einzelner Bahnlinien an, da Neuseeland mit Sicherheit nicht fast 100 Städte mit jeweils 100.000 Einwohnern miteinander verbindet.

Trotzdem bleibt das Grundsätzliche.
Mit scheint bei der Bahnreform mit angeschlossenem Börsengang noch ein anderer Aspekt wichtig zu sein. Wie wir bereits aus dem vergangenen Jahr wissen, hat sich vor allem das Bahnmanagement kräftig belohnt. Ein Börsengang könnte schnell die Begehrlichkeiten noch weiter steigern. Ein Vergütungsanstieg von 76 Prozent ist bei Lohnrunden von fünf, acht oder sogar zwölf Prozent für die "kleinen" Bahnangestellten mehr als widerlich. Es steht zu befürchten, dass sich die Gier nach einem Börsengang erst richtig auslebt.

Bedenke Herr Mehdorn: Auch mit 300.000 oder 500.000 Euro kann man sich ein vortreffliches Leben leisten. Die Bahncard erster Klasse gönne ich Ihnen sogar.
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08.05.2008 14:02 Uhr von medru
 
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@Kruppa: >>Hier bietet sich eher die Ausschreibung einzelner Bahnlinien an, da Neuseeland mit Sicherheit nicht fast 100 Städte mit jeweils 100.000 Einwohnern miteinander verbindet.<<

lol ? einzelne bahnlinien zum verkauf ausschreiben.... genau damit der steuerzahler auch ja auf den unrentablen strecken sitzen bleibt und sich die heuschrecken, die profitablen fernverkehrstrassen unter den nagel reißen können...

ansonsten schreiben die länder schon heute die verbindungen im regionalverkhr aus..... (zahlen neben dem kunden an die bahn)

der börsengang der bahn bringt dem deutschen steuerzahler keinerlei vorteile... die bahn, wird die mrd. einnahmen ähnlich wie die post nicht hier investieren, sondern marode bahnunternehmen in GB und osteuropa aufkaufen... der bahnkunde darf dann diese unnötigen abenteuer mit höheren preisen und schlechterem service bezahlen (siehe GB)

die managergehälter sind bei einer privatisierung doch das kleinste problem....


(zur privatisierung der post)

ich muss immer wieder lachen, wenn leute hier behaupten, ohne die zerschlagung und privatisierung der post, würde es heute keine handys geben... das ist einfach nur schwachsinn...

wer treibt denn heute dvb-t voran... private investoren ?nein, der bund.
wer wollte denn schon vor 18 jahren hd-fähige satteliten in den orbit schießen... genau die post.
--------
zum thema privat wirtschaftet immer besser, empfehle ich folgenden link.
http://www.tagesspiegel.de/...
http://www.guardian.co.uk/...
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11.05.2008 18:44 Uhr von ringella
 
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Verstaatlicht Bahn, wir machen es anders rum und privatisieren:-)

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