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Autismus ist keine Krankheit - deshalb keine "Heilung"

Die autistische Community kämpft seit längerem gegen die Annahme, dass Autismus eine Krankheit sei.

Zumeist werden Autisten in der Autismus-Debatte aber nicht zur Kenntnis genommen - viele Forscher suchen weiterhin nach einer Heilung oder Behandlung.

Inzwischen gibt es auch einige Forscher - darunter Autisten wie auch Nichtautisten -, die Autismus nicht als Krankheit, sondern als einen Teil neurologischer Vielfalt sehen.


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WebReporter: sundstroem
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krank, Krankheit, Heilung
Quelle: jungle-world.com

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.05.2008 16:44 Uhr von sundstroem
 
+0 | -0
 
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Ein sehr guter Artikel, der die aktuelle Debatte und die unterschiedlichen Positionen zu Autismus beleuchtet.
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02.05.2008 17:28 Uhr von TequilaFlavor
 
+12 | -1
 
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Was ist eine Krankheit? Am Ende läuft es auf die Frage heraus, was genau eine Krankheit überhaupt ist. Ich denke Autisten sehen nicht ein, weshalb ihre Andersartigkeit, die ja auch Vorteile hat, so abgelehnt und als "Krankheit" bezeichnet wird.
Ich persönlich finde, dass man Autismus als Krankheit bezeichnen kann, da es eine physiologische Andersartigkeit ist, die im großen und ganzen eher von Nachteil ist, auch wenn viele große Entdeckungen wohl von Autisten gemacht wurden.
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02.05.2008 17:29 Uhr von kathrinchen
 
+15 | -12
 
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@abimelech: was gibt es da zu beschönigen? manche menschen sind halt anders als die anderen. aber du als aufgeklärter und toleranter normalo kommst damit sicher gut klar.
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02.05.2008 17:48 Uhr von kathrinchen
 
+6 | -5
 
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@ Abimelech: weiß jetzt nicht, was meine aussage mit euphenismus zu tun hat.
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02.05.2008 18:04 Uhr von kathrinchen
 
+9 | -4
 
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wobei krankheit ne sache der definition ist. nicht alles was anders ist, ist auch ne krankheit.
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02.05.2008 18:14 Uhr von Bertrand-der-II
 
+4 | -3
 
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Nicht-heilbare Krankheit: halte ich für eine bessere Beschreibung. Dass diese Form der Andersartigkeit eine Krankheit ist, sollte doch klar sein.

Auch wenn Schizophrene halluzinieren und damit leben können, sind sie trotzdem psychisch krank.


Die Meldung ist recht kurz ausgefallen; gibt´s denn wenigstens einen aktuellen Anlass, dass das gerade jetzt gemeldet wurde?
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02.05.2008 20:06 Uhr von cidre
 
+6 | -5
 
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also: meiner meinung nach sind autisten weder krank noch behindert...sie sind anders begabt
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02.05.2008 20:39 Uhr von Einz
 
+3 | -2
 
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mmm: Mit Synästhetikern wars auch nicht anders. Früher wurden sie als bekloppt in die Klapse gesteckt, heute sprechen einige sogar von evolutionären Entwicklungen (worüber man natürlich streiten kann). Auf jeden Fall finde ich auch, dass man den Autisten Gehör schenken sollte, wenn sie sich nicht als krank empfinden und es sie eher stört, wenn man sie als Kranke bezeichnet und behandelt. Ich meine, ähnlich wie bei den Synästhetikern hat das dauernde Gerede, dass sie krank/verrückt seien nicht gerade geholfen, sondern ihre Situation verschlimmert.
Und wissenschaftlich weiss man bei Autismus eben auch nur, dass diese Menschen anders sind (psychisch wie physisch). Und in dem Kontext ist es definitiv sinnvoller, den Autismus ernst zu nehmen, ihn verstehen zu lernen, anstatt ihn nur Krankheit, die es zu heilen gilt zu sehen.

Da es wissenschaftlich anscheinend auch keine Heilung gibt, sollten wir besser zuhören, was die Autisten sagen, um ihnen ein angenehmes Leben zu ermöglichen, wie wir es uns doch alle wünschen.

Liebe Grüsse, Einz
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02.05.2008 21:22 Uhr von Borgir
 
+4 | -5
 
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alle: "krankheiten" aus dem psychischen krankheitsbild sind keine krankheiten sondern einfach nur andersartigkeiten. psychiater haben nur geschafft, mit möchtegern-therapien ohne jedes verständnis für die menschliche psyche kohle zu machen.
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03.05.2008 09:22 Uhr von vostei
 
+3 | -1
 
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Primär ist doch wohl das Entscheidende: ob ein Mensch alleine klar kommt mit dem Leben und dem Alltag - wenn nicht, wenn er also hilfs- oder betreuungsbedürftig ist...

Alter zB ist ja auch keine Krankheit - im Prinzip ist es also nur eine Diskussion über eine Befriffsbestimmung.
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03.05.2008 10:03 Uhr von Gnomeo
 
+3 | -3
 
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@ vorredner: stimmt genau. ich verstehe ehrlich gesagt die diskussion nicht ganz. wie kann es sich nicht um eine krankheit handeln, wenn ein autist sich doch eindeutig mit dem leben / überleben deutlich schwerer tut, als der durchschnitt?!
im zuge der selektion kann das ja wohl nur ein nachteil sein, insofern ist es zwar "moderne vielfalt", wie jede andere behinderung, mit der die menschen heute trotzdem normal lang leben, was aber dennoch, realistisch betrachtet, nichts anderes ist als eine krankheit.
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03.05.2008 12:39 Uhr von metin2006
 
+3 | -4
 
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Die Autisten Community hat einen an der Waffel: Wenn Autismus nicht mehr als Krankheit anerkannt wird, dann gibt es keine Kostenerstattung von den Kassen. Und ebenfalls keine sonderbehandlung bei HarzIV. Lieber Brain einschalten anstatt einen auf Ehre machen.
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03.05.2008 15:18 Uhr von Ribbity
 
+2 | -4
 
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In 20 Jahren: wird man über die Leute von heute lachen weil man dachte autismus sei eine krankheit.

Homosexualität wurde auch jahrelang als Krankheit gesehen und man hat gedacht man könnte es therapieren
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03.05.2008 15:22 Uhr von Misskorbut
 
+4 | -1
 
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Krankheiten kann man behandeln oder sogar heilen, zumindest Symptome lindern.

Autismus nicht.

Man kann Autisten helfen, besser mit ihrer Umwelt zurecht zu kommen und z.B. Stereotypien zu überwinden - aber man kann sie nicht heilen..

Und leider kann nur ein kleiner Teil der Autisten überhaubt für seine Rechte eintreten, denn die meisten sind so "gestört", dass sie nicht mal in der Lage sind, mit ihrer Aussenwelt zu kommunizieren. Bzw. die Eindrücke um sie herum nicht verarbeiten können und sich daher zurückziehen.

Und bitte glaubt nicht, dass Autisten lauter Rainmen sind...
Diese Art Autismus ist das sog. Asperger Syndrom - dieser sehr kleine Teil diagnostizierter Autisten ist in der Lage ein relativ normales Leben zu führen und haben z.T. auch stark ausgeprägte Begabungen.
Aber sie sind leider die Ausnahme.

Und jeder, der mich jetzt anfeindet ...ich bin mit Autisten aufgewachsen und arbeite mit einigen...in jeder erdenklichen Form und Schweregrad incl. Asperger...
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03.05.2008 15:57 Uhr von Bertrand-der-II
 
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@ Vor-Vorredner: Ich hab erst vor wenigen Wochen einen Artikel gelesen, in dem ein Psychologe behauptete, Homosexualität SEI heilbar. Meiner Meinung ist das eher nach eine Missachtung bzw. Nicht-Anerkennung.
Beim Autismus ist da aber etwas anders: Viele Autisten sind ohne fremde Hilfe gar nicht lebensfähig und können von sich aus keine Kontakte knüpfen. An meiner Schule gab es einen, der wurde durch ein Integrationsprogramm in die Gemeinschaft aufgenommen, anders hätte es wahrscheinlich nie geklappt, weil die Mitschüler (damals um die 12 Jahre) seine Krankheit/Andersartigkeit nicht vertehen konnten. Da stellt sich mir die Frage: Weiß der Autist, dass er anders als die anderen ist?
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03.05.2008 17:45 Uhr von Simbyte
 
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Mein Gott: "Ich bin nicht behindert, ich habe nur besondere Bedürftnisse". Man kann alles schönreden. Wenn man sich danach besser fühlt, warum nicht..
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03.05.2008 21:46 Uhr von datenfehler
 
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@Abi melech: "Und Down-Syndrom ist chromosomale Vielfalt. Man kann alles beschönigen."

Falsch! Das ist ein Defekt.

Man muss etwas medizinisches Grundwissen mitbringen, aber befasse dich mit beiden Krankheiten und du wirst den Unterschied erkennen...
Und bitte, nicht einfach so deinen Senft dazu geben, obwohl dir jegliche Grundlage dafür fehlt...
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03.05.2008 23:44 Uhr von Daedalus1337
 
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Keine Krankheit: Ich als Betroffener kann der Aussage "Autismus ist keine Krankheit" nur zustimmen. Ich fühle mich weder krank, noch leide ich daran. Ich habe lediglich ein anderes Interessengebiet als viele andere Menschen und andere Bedürfnisse.
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04.05.2008 14:17 Uhr von ringella
 
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keine heilung? bin gespannt wann es etwas geben wird
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04.05.2008 14:24 Uhr von Unrealmirakulix
 
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richtig: früher glaubt ja auch keiner, dass man irgenwann fliegen könnte, außer natürlich auf dem Rücken eines Drachen (#ironie#)...
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07.05.2008 18:25 Uhr von aquarius565
 
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Krankheit: ist dass alle Menschen etwas ausserhalb der Norm als krank ansehen. Sind wir Menschen nicht alle krank?

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