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Egal, was die Milch kostet: Beim Bauern kommt bei teurer Milch genauso wenig an

Egal ob man billige oder teure Milch im Supermarkt kauft, beim Milchbauern kommt so gut wie immer gleich viel an. Zum Beispiel wird für die "Landliebe"-Milch von Campina im Handel für 50 Cent pro Liter mehr verlangt, beim Milchbauern kommt da nur etwa ein halber Cent mehr an.

Von den hohen Milchpreisen profitieren die Molkereien. Sie üben Druck auf die Milchbauern aus und versuchen, die Milch so billig wie möglich zu bekommen. Auf der anderen Seite treiben sie die Preise der Milch für die Verbraucher in die Höhe, um mehr Gewinn zu machen.

Den Verbrauchern wird geraten, billige Frischmilch zu kaufen. Denn dadurch wird keine Molkerei finanziert.


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WebReporter: flofree
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bauer, Milch
Quelle: lifestyle.t-online.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.05.2008 16:50 Uhr von kathrinchen
 
+20 | -1
 
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bauern: solange sich die bäuerlichen vereinigungen da nicht einig sind und höhere preise fordern, wird sich daran auch nichts ändern. ich als verbraucher bin natürlich auch an niedrigen preisen interessiert, aber so lange ein mars-riegel mehr kostet als ein liter milch läuft was falsch.
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02.05.2008 17:28 Uhr von P_Elle
 
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Ich verstehe einfach nicht wie man ein im Grunde so unterentwickeltes Verhalten an den Tag legen kann? Den Molkereien geht es um einige Tausend Euro mehr, den Milchbauern geht es um ihre Existenz. Dem Verbraucher geht es auf die Geldtasche, was sich wieder auf den Zustand des Staats auswirkt.
Wie kann man so gierig sein? So egoistisch?
Das ist im Grunde Dummheit, nix anderes. Nicht zu realisieren, was man verursacht!
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02.05.2008 17:48 Uhr von Scarb.vis
 
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Genau Terrorstorm! genauso sehe ich das auch. Wer sich ausbeuten lässt. Pech gehabt. Wer höhere Produktionskosten hat, als der Marktpreis ist, wird "aussortiert". Ansonsten könnten wir uns auch eine Planwirtschaft anschaffen. Genauso sind Subventionen keine wirkliche Option, da mit Subventionen der Anreiz verloren geht, wirtschaftlicher zu arbeiten.

Und wenn die Gewinnmarge für manche zu gering ist, dann kann man auch etwas anderes machen. Da man aber lieber rumweint, das alle so gemein sind, wird sich auch nichts daran ändern.
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02.05.2008 18:20 Uhr von ksros
 
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Is doch beim Kaffee, Kakao & Co ähnlich: Würden wir nur die Bauern bezahlen, kostet der Pfund Kaffee 40 Cent. Der Reibach wird doch hier gemacht. Wird der Kaffee 1 Euro teurer kommt eh nur 1 Cent mehr bei den Anbauern an.
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02.05.2008 19:37 Uhr von Gegen alles
 
+4 | -2
 
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By by Monopolisten: Willkomen Globalisierung.
Wie topnewsman schon schrieb, eines Tages haben wir für jede Sparte Megakonzerne die uns die Preise diktieren.
Friss oder stirb, das wird dann die Devise sein.
Unsere Regierung wird dann keine Macht mehr haben, die Eurokraten in Brüssel werden das Sagen haben.
So wie jetzt mit den Agrarsubventionen.
Es kann doch nicht sein dass eine Familie Thurn und Taxis Millionen an Subventionen kassiert, und der kleine Milchbauer geht kaputt.
Danke Deutschland, danke EU.
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02.05.2008 20:35 Uhr von Draco Nobilis
 
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Ich muss bei dem Begriff Konzern oder Megakonzern immer an das Shadowrun Universum denken.
Die Konzerne entwickeln sich ja langsam in die Richtuung.
Fehlt nur noch Polizei in privater Hand.

Aber das kommt vieleicht noch wenn das dem Staat zu teuer wird^^

back4topic:

Frischmilch ist eh gesünder als Ultrahocherhitzte Milch.
Wenn die Bauern in DE sagen:"Gibts nicht!" dann wird Milch aus dem Osten importiert. Sowas ist für die Handelsketten und Molkereien kein Problem.
Eher noch ein Grund den Preis steigen zu lassen.
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02.05.2008 21:05 Uhr von Pirat999
 
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300 Milchbetriebe aus Bayern: haben ja gegen die Preise von Müllermilch protestiert, dann wurden sie bestraft, indem man Ihnen die Verträge kündigte und die Milch nicht mehr abholte.
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02.05.2008 21:23 Uhr von Borgir
 
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verdienen: tun halt nur die molkereien...bauer und verbraucher sind der arsch vom dienst. und das ist in allen branchen so,....aber das geht wie schon oft gesagt nur, weil wir es uns gefallen lassen.
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02.05.2008 21:53 Uhr von Slaydom
 
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hab ich doch gleich gesagt: und bei ner anderen news habe ich dafür -punkte geerntet.^^
So da habt ihrs jetzt von^^
Eingetlich weiss man doch wo das Problem da ist, also muss man da was ändern und nicht immer die Bauern in den arsch treten
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02.05.2008 21:58 Uhr von Philippba
 
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Kauft weniger Milchprodukte: Kauft keine Milch, keinen Joghurt und was dazu gehört. Alles eine Frage der Zeit und die werden die Preise überdenken. Das geht aber NUR wenn alle mitmachen. Ich bin schon längst dabei!
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02.05.2008 23:22 Uhr von CHR.BEST
 
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Hab mal gehört daß Asien immer mehr Milch exportiert - daher kommt vielleicht die Arroganz der Molkereien.

Persönlich denke ich, daß deutsche Milch qualitativ besser ist als z. B. Milch aus China (alleine schon durch die langen Transportwege). Für den Landliebe-Boss ist freilich Milch gleich Milch. Das ist das Standard-Argument von Managern um den EK-Preis zu drücken.

Letztenendes müssen die Milchbauern, wenn sie wirklich an ihr Produkt glauben, die Milch selber vertreiben/verarbeiten denn es ist klar, daß bei nur wenigen großen Molkereien, es irgendwann keine echte Konkurenz mehr gibt und - wie beim Strommarkt auch - ein Oligopol die Preise nach Lust und Laune diktiert.

Wenn die Bauern dann wirtschaftlich auf gesunden Füßen stehen lassen sich auch endlich diese unsinnigen Subventionen abbauen. Denn das, was die Milch dann mehr kostet, läßt sich durch weniger Steuern leicht bezahlen.
Natürlich vorausgesetzt, die EU und die Regierigen geben den Subventionsabbau auch 1:1 an den Bürger weiter.
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03.05.2008 02:15 Uhr von Onkeld
 
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das verdanken mir: zum teil unsrer tollen EU.

die bauern dürfen ohne "geprüft" KEINE milch verkaufen.
weder hier in .de noch in .it noch sonst wo. nicht einmal selbst geschlachtetes darf man verkaufen. warum verkauft es euer bauer nicht? weil er es sich nicht leisten kann, ein siegel zu kaufen. mit der milch verhält es sich nicht anders als mit fleisch.

woher ich das weis? ich wollte am montag mir ne kanne milch mitnehmen, vlt noch ein saftiges frisches steak. scheiße wars der mond schien helle. 120km nur wegen ner kettensäge und nem sägebock gefahren, einfach, ohne erstklassige milch, die man sogar noch brauchbar verarbeiten kann wenn se sauer ist, ohnen kotzreiz zu bekommen. ohne erstklassige wurst. nur 30 eier mitgenommen. aber immerhin entschädigt der geschmack von denen gegenüber dem dreck was uns angeboten wird.
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03.05.2008 09:27 Uhr von moloche
 
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ungesund: Milch ist eh ungesund.
Der erwachsene Körper kann das Zeug eh nicht mehr verwerten.
Ausser Eis und Kaffeeverdünnung wird das Zeug bei mir eh nicht mehr verwendet.

Ich halts für sehr bedenklich solch einen biologisch aktiven Stoff zu sich zu nehmen.
Der Satz aus den 70ern, Milch ist Gesund, ist auf jeden Fall nicht wahr.

(bischen vom Thema abgedriftet, aber sowas muss ein Thread aushalten)
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03.05.2008 10:44 Uhr von veil123
 
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verkehrte Welt: Das die Händler den Produzenten deren Preise diktieren ist wohl einmalig in der freien Marktwirtschaft.
Die Bauern sollten ihre Milch selbst abfüllen und mit anderen Bauen regionale Vertriebsnetzte aufbauen. Die Milch sollte von ihnen dann direkt an die Einzelhändler geliefert werden.

Für alle anderen Produkte kommen dann die Molkereien ins Spiel. Diese müssten die Preise der Bauern akzeptieren, da diese finanziell unabhängiger wären und sich somit nicht mehr erpressen lassen müssen.
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03.05.2008 14:27 Uhr von Mi-Ka
 
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Man hat schon als Kunde: die Möglichkeit, dagegen was zu tun, wenn man bereit ist ein paar Cent mehr zu bezahlen.
Das ist meine Milch:
http://www.oekolandbau.de/...
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04.05.2008 13:03 Uhr von spatenklopper
 
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@ CHR.BEST: denke du verwechselst da was.
Asien importiert immer mehr Milch aus der EU.
Das liegt daran, dass die Milch in der EU durch Subventionen biller produziert wird als beispielsweise in Indien.

Gab es leztens einen guten Bericht im ZDF drüber hieß glaub ich "Hunger und Wut" , wenn es den noch irgendwo zu sehen gibt empfehle ich euch mal diesen Bericht.
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04.05.2008 14:31 Uhr von EduFreak
 
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bisher hat es mich nicht gestört, mehr für die milch auszugeben (bzw. meine eltern :-), aber wenn die bauern immernoch so wenig bekommen, ist es eine schweinerei.
nieder mit campina und co.^^
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04.05.2008 15:50 Uhr von TheOrder84
 
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Wieder was dazugelernt: Ich versuche bei meinen Einkäufen immer Produkte aus Deutschland zu erwerben und achte dabei auch nie auf den Preis. Doch bei solchen Meldungen gibt mir das ganze nocheinmal zu überlegen. Wie schaut es dann mit Bio-Produkten aus? Zb kaufe ich Eier nur aus Bio-Produktionen die fast das 5 fache von den billigen kosten, ist es dort genauso? Und wie schaut es bei Obst aus? Wird bei Bio nur die Haltung der Hühner zB bezahlt oder bekommt der Bauer dort auch eine Ecke mehr ab? Würde mich mal echt Interessieren, danke im voraus.
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27.05.2008 21:13 Uhr von uhlenkoeper
 
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Apropos Subventionen: Um mal mit dem Vorurteil aufzuräumen, Milchbauern bekämen ja so und soviel Subventionen:
es gibt keine Subventionen in der landwirtschaftlichen Milchwirtschaft. Und das gros der Milchbauern hat seit mehr als 10 Jahren nicht mehr kostendeckend produzieren können. Sehr viele Betriebe versuch(t)en, das durch andere Produktionszweige oder aber durch ein zweites, außerlandwirtschaftliches Einkommen des Betriebsleiters bzw. des Partners auszugleichen.

Wenn in der Kette zwischen Produzent und Konsument irgendwer Subventionen einstreicht, dann höchstens die Molkereien bzw. der Zwischenhandel, die das über den Umweg des Transportes über EU-Ländergrenzen bewerkstelligen. Ansonsten gibt es keine Milchsubventionen !

Und bevor jetzt wieder die allgegenwärtige QUOTE genannt wird :
Die Milchquote ist keine Subvention, sondern eine Mengenbegrenzung. Nur in der Menge, die die Quote vorgibt, darf ein Milchbauer überhaupt Milch an die Molkerei abliefern. Liefert er mehr, muß er Strafabgaben zahlen. Der Steuerzahler zahlt nicht einen cent für die Quote !
Und diese Quoten (= Milchlieferrechte) müssen die Betriebe selbst auch noch teuer kaufen. Ein Grund dafür, dass die Quotierung erst 2015 ausläuft: so lange dauert die Abschreibungsfrist für Quoten, bis bis zu dem Tag gekauft wurden, an dem der Ausstieg aus der Quote beschlossen wurde. Und ein Grund dafür, dass Milchbauern ewig versuchen, "durchzuhalten" und auf bessere Preise zu hoffen, statt sich dem Defizit zu beugen.

Nur mal so als Info ......
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27.05.2008 21:19 Uhr von uhlenkoeper
 
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@ qwertz1234567: >>irgendwo hab ich gelesen,das 2/3 der molkereien genossenschaftlich geführt werden und somit ja den bauern gehören. langsam denk ich das der verbraucher hier gewaltig verarscht werden soll, jeder schiebt den schwarzen peter jemand anderen zu. mal sind es die discounter, dann die chinesen und jetzt die molkereien. wer soll den mist jetzt noch glauben?<<


So einfach ist die Chose mit den "Genossenschaften" aber nicht :
die meisten Volksbanken z.B. sind dem Namen nach auch "Genossenschaftsbanken". Bestimmt dort etwa der einzelne Kunde, was und wie die Bank die Geschäfte führt ?

Und genauso geht es mit den Großmolkereien in Genossenschaftsform.
Anders sieht das bei Kleinmolkereien aus. Aber die gibt es nur noch sehr selten als eigenständige Betriebe. Die meisten sind von den großen Konzernen geschluckt worden, auch wenn das nicht "draufsteht".

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