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Guantanamo: Kameramann von al-Dschasira nach sechs Jahren wieder frei

Seit Mitte 2002 war Sami al-Hadsch, Kameramann des arabischen Senders al-Dschasira in Gefangenschaft in Guantanamo, im Dezember 2001 war er festgenommen worden. Der Grund war ein angebliches Interview mit Osama bin Laden. Der Sudanese kam nun zusammen mit zwei Landsmännern frei.

Schon am Freitag traf er in der Hauptstadt des Sudans ein, wo er einige Tage in einem Krankenhaus verbringen wird und endlich seine Frau und sein Kind wiedersehen kann.

Da es nie eine Anklage oder ein Verfahren gegen ihn gegeben hatte, war der Mann im Januar letzten Jahres in den Hungerstreik getreten, was ihn gesundheitlich, trotz Zwangsernährung, sehr geschädigt hat.


WebReporter: EmperorsArm
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Kamera, Guantanamo, Kameramann
Quelle: www.sueddeutsche.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.05.2008 13:02 Uhr von EmperorsArm
 
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Guantánamo ist der beste Beweis dafür, dass die US-Vorreiter für Freiheit und Gerechtigkeit allesamt Heuchler sind. Entweder sind die Leute dort Verbrecher, dann klagt sie an, oder eben nicht, also lasst sie frei. Abgesehen davon würde mich mal interessieren, wie ein Interview zu führen eine kriegerische Handlung ist, die einem zu einem feindlichen Kombatanten macht - werden die CNN-Leute, die regelmäßig die Videos von bin Laden senden dann auch eingesperrt? Gute Besserung für den Mann!
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02.05.2008 15:25 Uhr von tesla_roger
 
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endlich_frei! für mich ein wunder, dass es überhaupt jemanden aus diesen KZ leben geschafft hat. gute besserung für alle!
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03.05.2008 00:57 Uhr von Borgir
 
+5 | -0
 
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ohne verfahren, ohne anklage: sechs jahre lang festgehalten....unfassbar....usa, rechtsfreier raum und folterstaat...daneben kriegstreiber und kriegsverbrecher....was die sich alles erlauben dürfen.
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03.05.2008 12:49 Uhr von Bleifuss88
 
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Was hat er denn verbrochen? Also ein Interview mit bin Laden zu führen sollte nicht der grund sein, dass er eingebuchtet wurde. Leider kann man nur über die wahren Gründe spekulieren.

Also einige, die wirklich was im Schilde führten, sind in diesem Lager zwar schon gut aufgehoben (bei denen erübrigt sich dann auch mein Mitleid), aber solche Fälle sind einfach indiskutabel. Das darf nicht passieren.

Keine Entschädigung - vorausgesetzt es gibt überhaupt eine! - wird seine erlittenen Qualen je wiedergutmachen können. Er wird wohl den Rest seines Lebens an Alpträumen zu leiden haben.
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03.05.2008 21:58 Uhr von K-rad
 
+1 | -0
 
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Sowas ist ja leider nichts Neues: Auch Murat Kurnaz war 5 Jahre unschuldig in Guantanamo gefangen , wurde gefoltert und ohne Anklage dort gehalten.
Die Ami´s können sich eben alles erlauben und keiner kann was dagegen unternehmen. Sie verkaufen sich selbst als die Bringer von Frieden und Demoktkratie aber Foltern , Morden und geben einen Scheiss um andere Menschen. Das einzige was der amerikanischen Politik wichtig ist , ist es den eigenen Wohlstand zu sichern und dafür geht man über Leichen.

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