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Rügen: Jugendliche bauen "Potato-Guns" und verstoßen gegen Waffengesetz

In der Stadt Bergen auf der Insel Rügen (Mecklenburg-Vorpommern)haben Heranwachsende eine so genannte Kartoffelkanone gebaut. Sie haben damit das bestehende Waffengesetz ausgehebelt und somit dagegen verstoßen.

Wie die zuständige Polizei in Stralsund am vergangenen Montag mitteilte, sollte Haarspray als Beschleunigungsmittel eingesetzt werden. Dies schlug jedoch fehl und das Schießgerät wurde von den Behörden beschlagnahmt.

Gegen den 22-jährigen Mann, dem die Kanone gehörte, wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Diese aus Abflussrohren selbst gebastelten Kanonen werden auch "Potato-Guns" genannt. Damit lassen sich Kartoffeln bis zu 300 Meter weit verschießen, die auch noch eine hohe Durchschlagskraft haben.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Jugend, Jugendliche, Waffe, Rügen, Waffengesetz
Quelle: neu.az-web.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.04.2008 19:40 Uhr von jsbach
 
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Ich kenne solche abgewandelten Kanonen, womit bei Faschings(Karneval)-Umzügen mittels Druckluft, Bierdeckel mit einem lauten Knall „abgeschossen“ werden.
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30.04.2008 20:40 Uhr von jsbach
 
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@Underclass Hero: Dann freue ich mich schon auf die 20.001 News von Dir :)

Die letzte dieser News stammt von 2005 und davor waren 2004 drei hier bei SN zu lesen.
Deine Suchmaschine wird doch auch so funktionieren wie bei mir. :)
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01.05.2008 10:33 Uhr von Blackybd2
 
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"Potato-Guns": Was für ein grauenhafter Anglizismus. Tut ja fast weh. :)
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01.05.2008 13:01 Uhr von derTechnokrat
 
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@Blackybd2: Getroffen werden tut mehr weh ...
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01.05.2008 13:45 Uhr von Lapje
 
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mal ne Frage Wie kann man gegen etwas verstoßen was man aushebelt? Ich dachte immer das "aushebeln" so etwas wie ein "Schlupfloch" bedeutet...
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01.05.2008 19:24 Uhr von Rabbiat
 
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OMG: Mein Gott, jeder kleine Spass ist verboten, da kann ja was passieren. Vielleicht war der Typ ja ein Terrorist der einen Kartoffelanschlag geplant hat! ^^

Naja, ich finds eher lächerlich jemand wegen so nem Scheiß, der nicht mal funktioniert, zu ermitteln. Ich glaub es gibt wichtigeres, aber die Gerichte haben ja Zeit, wenn man z.B. Steuern hinterzieht kann man sich ja melden und es passiert nix.
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01.05.2008 23:09 Uhr von Mullax
 
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Rabbiat: Bin ganz Deiner Meinung. Das zeigt eigentlich nur, dass die Behörden dort nicht ausgelastet sind! Wahrscheinlich war der dorfbekannte Hühnerdieb gerade im Urlaub, sodass der Dorfsheriff Zeit hatte, sich die Jugendlichen aufs Korn zu nehmen. *ROFL* Das Waffengesetz wegen so einer Kinderei zu bemühen, finde ich weit übertrieben!

@Autor, der Ausdruck "das Waffengesetz ausgehebelt" ist in dieser News etwas unglücklich gewählt und hat mich für einen Moment verwirrt.
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02.05.2008 04:06 Uhr von call.medic
 
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Kartoffelkanonen: Eine Vorrichtung, die eine Kartoffel 300 Meter weit schiessen kann ist eine Waffe und dementsprechend gefährlich. Mit so einem Gerät kann man wesentlich mehr als Fenster einschiessen. Die Kartoffeln werden ins geschärfte Rohr gepresst sodass sie es luftdicht abschliessen, wenn man dann auf den Auslöser drückt werden die Kartoffeln bis zu 250 Stundenkilometern schnell und bauen bei Stahlrohrkonstruktionen ca. 500 Joule auf. Diese Geschosse zertrümmern ohne größere Probleme Knochen und Schädel, der Gedanke dass irgendwelche Halbwüchsigen sich damit in den Wald hocken und auf Spaziergänger ballern ist sowieso schon schlimm genug. Seit dem letzten Autobahnattentat dürfte sich ja auch herumgesprochen haben, welche kinetische Energie ein Holzklotz entwickeln kann, wenn er mit knapp über 100 Stundenkilometern durch die Frontscheibe fliegt. Kartoffeln sind zwar leichter, dafür dann aber 250 Stundenkilometer schnell und der Einschlag konzentriert sich auf einen kleineren Punkt. Wer meint, eine Kartoffel wäre ja weich soll einfach mal einen Bauchklatscher vom 5er ins "weiche" Wasser machen.

Hört sich lustig an, ein "Gemüse" zu verschiessen, ist aber bitterer Ernst.
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02.05.2008 07:37 Uhr von LordOfThunder
 
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Was ein Unsinn Schön, die Dinger sind gefährlich *rolleyes*. Das sind Löffel aber auch? Oder Schuhe? Wenn man jemanden verletzen will, dann kann man das machen, da hilft auch kein Verbot.
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02.05.2008 14:18 Uhr von call.medic
 
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Zur Verharmlosung von Kartoffelkanonen: Eine regelrechte "Kanone" mit einem Gegenstand des täglichen Gebrauchs wie einem Löffel oder einem Schuh gleichzusetzen ist doch wohl ein Witz, oder? Eine Kanone baut man zu dem einzigen Zweck, Gegenstände durch die Luft feuern zu können, andere potentiell gefährliche Gegenstände haben eine nützliche "Primärfunktion". Auch Handharpunen sind z.B. verboten, weil ihr Nutzen in keinem Verhältnis zu der Gefahr steht, die von ihnen ausgehen. Signalpistolen wiederum sind erlaubt, weil von ihnen ein Nutzen ausgeht - das Erregen von Aufmerksamkeit zur Herleitung von Rettungsdiensten.

Die Kartoffelkanone umgeht das Waffengesetz, da jeder sie bauen kann. Nicht jeder sollte eine Schusswaffe erwerben dürfen, sondern zum Schutz des Benutzers und der Allgemeinheit nur solche Leute, die die Befähigung nachgewiesen haben eine Schusswaffen diesen Typs handhaben zu können und die sich der Verantwortung bewusst sind. Waffen können auch Sportgeräte sein, z.B. für Sportschützen - aber diese müssen sich in einem gewissen rechtlichen Rahmen bewegen um ihr Hobby ausüben zu dürfen. Man darf diese Waffen auch nur mit Sondererlaubnis (z.B. für Polizisten) geladen mit sich führen und sie ausserhalb eines Schießstandes abfeuern. Mit dem Bau einer Kartoffelkanone entzieht man sich den Regeln die für den Gebrauch von Schusswaffen gelten - man muss nicht nachweisen dass man diese Waffen korrekt handhaben und warten kann, man muss nicht nachweisen dass der Gebrauch einem sportlichen Zweck dient und man ein verantwortungsvoller Mensch ist, man kann die Kartoffelkanone jederzeit munitionieren und niemand weiss dass man eine hat wenn man sie selbst gebaut hat. Sie werden als "improvisierte" Waffen auch nicht in einem Schießstand abgefeuert sondern in der Öffentlichkeit.

Ein Schuss aus einer Kartoffelkanone ist relativ anonym, da kann kein Ballistiker feststellen aus welcher Kanone das Geschoss gefeuert und wo diese Kanone hergestellt wurde. Irgendwann wird sicherlich mal jemand durch so eine Waffe umkommen, aber man muss es den Schützen nicht auch noch leicht machen, sich so eine Waffe zu bauen und ihnen das Gefühl geben, sie tun nichts Falsches. So eine Kanone muss ja nicht primär gebaut werden um jemanden zu verletzen. Menschen sterben auch durch Unfälle, wenn z.B. ein Unbeteiligter die Schussbahn kreuzt, z.B. ein Spaziergänger im Wald. Wenn so eine Kartoffel 300 Meter durch den Wald fliegt kann kein Mensch sehen wo sie landet wenn sie nicht gerade an einem Baum platzt da man sie auch im ballistischen Bogen feuern kann. Wenn sie einen Spaziergänger trifft kann der durch den Treffer schwer verletzt werden oder sofort sterben. Der Schütze macht sich aus dem Staub, es war ja "ein Unfall" und er hat nie was Böses gewollt. Am Ende sind 2 Leben ruiniert, und nur für das zweifelhafte Vergnügen eines Kartoffelkanonenbaus.
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03.05.2008 18:00 Uhr von derTechnokrat
 
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Die Diskussion geht nach hinten los und mit jedem Bericht werden die Dinger interessanter für Jugendliche. Und mit jedem Verbot erst recht.
Es gibt viele Informationen in der heutigen Zeit die Menschen unter 30 Jahren nicht zugänglich gemacht werden dürften. Ich behaupte mal, das 95% der zukünftigen Kartoffelkanonenbauer erst durch die Medien auf die Idee kommen so was zu bauen. Ich hatte die Idee auch mit 15 und die Pläne waren fertig, incl Berechnung der Druckbelastung für das Rohr. Wir haben es damals nicht gebaut, weil wir keine Informationen über die Belastbarkeit der Abwasserrohre hatten und nicht wollten, daß uns der Scheiß um die Ohren fliegt. Heute wissen die Kids dank Pro7, daß ein Abwasserrohr der Belastung stand hält ....
Ein anderes Beispiel:
Vor vielen Jahren fand ein Versuch mit den Jugendlichen in zwei Orten statt. Im ersten Ort fand eine massive Drogenaufklärungskampange statt, im zweiten Ort haben die Eltern nur beläufig erwähnt, daß Drogen böse sind.
Ratet mal in welchem Ort mehr Jugendliche bei den fingierten Dealern einkauften? Ja genau, dort wo sie über Wirkung und Gefahren der einzelnen Substanzen aufgeklärt waren.
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03.05.2008 21:12 Uhr von dragon08
 
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Solche NAchrichten / Informationen habe wohl immer ZWEI Seiten.

1. Wer es noch nicht kannte , wird Neugierig und Probiert es eventuell.

2. So wird den Leuten die Information gegeben , das Sie etwas illigales und gefährliches bauen/nutzen , was lt Gesetz unter Strafe steht.


Ich kenne Berichte über die Kartoffelkanonen und die Teile sind wirklich sehr gefährlich.

Nun muß jeder selber Entscheiden , wie diese Info zu nutzen ist.Leider geht es wohl eher in Richtung "Mal Bauen"


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