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Aribert H. ist meistgesuchter Nazi-Verbrecher

Die Nazi-Jäger des Simon-Wiesenthal-Zentrums haben eine aktualisierte Fassung der Liste der meistgesuchten NS-Verbrecher veröffentlicht. Der aus Österreich stammende Lagerarzt Aribert H. ist die Nr. 1 dieser berüchtigten Liste.

H. war einer der gefürchtetsten SS-Lagerärzte des 3. Reiches. Als "Dr. Tod" soll er im Konzentrationslager Mauthausen für die Ermordung und Folterung mehrerer hundert Häftlinge verantwortlich gewesen sein.

Die Belohnung für seine Ergreifung wurde von Deutschland, Österreich und dem Wiesenthal-Zentrum gemeinsam auf 310.000 Euro erhöht.


WebReporter: Ajnat
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Nazi, Verbrecher
Quelle: www.focus.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.04.2008 11:47 Uhr von Ajnat
 
+0 | -0
 
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Diese Unmenschen haben es nicht anders verdient, als wie Tiere gejagt und zur Strecke gebracht zu werden. Hoffentlich erwischen sie noch einige.
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30.04.2008 12:45 Uhr von Kakerl
 
+4 | -1
 
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Aribert H. Und für was steht das H?
Oder darf das aus datenschutzgründen nicht bekannt gegeben werden?
okay, laut Quelle: Heim

Find ich zwar gut, dass er gesucht wird, aber ich bezweifle, dass er gefunden wird bzw. noch lebt.
Aber jedenfalls ist es besser selbst jetzt noch zu suchen statt zu sagen "ach, ist eh schon egal", das wäre das falsche zeichen
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30.04.2008 13:10 Uhr von coolio11
 
+2 | -1
 
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Der Fahndungsaufruf: findet sich seit Jahren auf der Website des Bundeskriminalamtes:
http://www.bka.de > Fahndungen > Fahndungen nach Personen > Meistgesuchte Personen > Dr. Heim, Aribert
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30.04.2008 15:20 Uhr von Zylon
 
+5 | -4
 
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Tja Die Frage ist nur, was bringt das jetzt noch? Einen alten und kaputten Mann einsperren? Das er die letzten Jahre seines Lebens in irgendeinem Loch verbringt? Verdient hätte er es garantiert, aber das hilft auch niemandem mehr.

Achja, "Nazi-Jäger", nettes Wort, kommt das aus der "BILD"?
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30.04.2008 17:07 Uhr von pINT
 
+3 | -5
 
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Cooler Beruf: Hat man als Nazi-Jäger auch so ne Ausrüstung wie Blade?
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30.04.2008 18:54 Uhr von coolio11
 
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@Zylon: gut möglich, dass der Mann bereits gestorben ist. Er ist Jahrgang 1914. Falls er also noch leben sollte, würde er im Juni 94 Jahre alt werden.
Aber Mord verjährt nach deutschem Recht nicht und das ist gut so. Und (Zitat aus dem BKA-Fahndungsaufruf)
"Dr. Aribert HEIM ist dringend verdächtig im Jahre 1941 als SS-Lagerarzt des früheren Konzentrationslagers Mauthausen zahlreiche Häftlinge durch Herzinjektionen ermordet zu haben."
Wenn einer als Arzt solche Verbrechen begeht, ist es doch völlig richtig, dass er bis zu seinem letzten Atemzug befürchten muss, dass er doch noch gefasst wird.
Wenn er noch lebt, wünsche ich ihm, dass sie ihn noch kriegen.
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01.05.2008 09:26 Uhr von coolio11
 
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Noch ein Aspekt zum Thema: Wenn ich mich recht erinnere, wurde 1969 das deutsche Strafrecht in einem wichtigen Punkt geändert: Die bis dahin geltende Verjährungsfrist für Mord von 25 Jahren wurde ersatzlos gestrichen. Für einen Mord kann seitdem in Deutschland ein Beschuldigter auch dann noch vor Gericht gestellt werden, wenn seit der Tat viele Jahrzehnte zurück liegt (das traf dann, Ironie des Schicksals, auch einen, der kein Nazi war: Erich Mielke wurde 1992 für eine Tat verurteilt, die 61 Jahre zurück lag).

Der Grund für die Änderung lag auf der Hand: Hätte man die Verjährungsfrist von 25 Jahren beibehalten, wären sämtliche Verbrechen der Nazizeit ab 1970 verjährt gewesen. Reihenweise wären Mörder/Massenmörder aus ihren Verstecken gekommen und hätten offen über ihre Verbrechen gesprochen und geschrieben und ein Teil derer hätten sich ihrer Taten gebrüstet, etwa nach dem Motto „ich würde es wieder tun“.
Um den überlebenden Opfern des Naziterrors diese für sie unerträgliche Situation zu ersparen und weil es dem Ansehen Deutschlands in der Welt massiv geschadet hätte, hat man damals völlig richtig gehandelt. In diesem Zusammenhang ist nach meiner Einschätzung auch zu sehen, dass die Leugnung des Holocausts unter Strafe gestellt wurde.

Allein der Gedanke ist einfach unerträglich, dass so ein Verbrecher wie zum Beispiel Dr. Aribert Heim in zehn Jahren im Alter von sagen wir 105 Jahren und noch in erstaunlicher geistiger Frische triumphierend in einem Fernseh-Interview seine Taten eingehend schildert – und das wohlgemerkt ohne jedes Anzeichen von Reue.

Wenn eines Tages keines der Opfer mehr am Leben ist, sollte – so meine Meinung – die Strafbarkeit der Leugnung des Holocaust aufgehoben werden. Aber die Nichtverjährung von Mord sollte man gleichwohl beibehalten.
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03.05.2008 00:51 Uhr von Borgir
 
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dürften die nicht all: schon richtig alt sein? an die 90 oder drüber? die würden doch einen prozess gar nicht mehr erleben.

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