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Biophysiker der TU München stellt erstmals künstliche Spinnenseide her

Spinnenfäden bestehen aus einer speziellen Mischung verschiedener Proteine, die durch Zugabe Kaliumphosphat und Säure zu stabilen Strukturen verbunden werden. Durch frühere wissenschaftliche Arbeiten an der TU München ist es bereits möglich die Grundstoffe in ausreichender Menge zu synthetisieren.

Die Besonderheit bei der Produktion seitens der Spinne besteht darin, dass diese erst kurz vor dem Austritt die Komponenten in den gerade benötigten Mengenverhältnissen vermischt. Sebastian Rammensee, Doktorand an der TU München ist es jetzt gelungen, einen künstlichen Spinnenkanal nachzubilden.

Im Rahmen der sogenannten "Mikrofluidik" wurden hierfür in eine Plexiglasplatte winzige Kanäle eingebracht durch die die notwendigen Proteine und die zusätzlichen Chemikalien einzeln zugeführt werden können. Eine industrielle Produktion von Spinnenseide wäre ein großer Fortschritt für Medizin und Wirtschaft.


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WebReporter: lordxxl
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: München, Spinne, TU
Quelle: portal.mytum.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.04.2008 15:54 Uhr von lordxxl
 
+0 | -0
 
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Auch wenn im weiteren Verlauf erwähnt wird dass die Forscher noch weit von der Qualität natürlicher Spinnenseide entfernt sind ist dies doch ein riesiger Schritt.
Da Spinnenseide ein organisches Produkt ist das biologisch abgebaut werden kann wäre sie z.B. perfekt geeignet um Wunden zu vernähen ohne Abstoßungsreaktionen hervorzurufen.
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29.04.2008 17:10 Uhr von Mordo
 
+6 | -10
 
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29.04.2008 21:01 Uhr von HunterS.
 
+3 | -0
 
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Dazu: ist das verdammte Zeug ungemein leicht und Stabil bei vergleichsweise geringem Durchmesser!
Super Meldung, freue mich schon auf die ersten Produkte :)
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29.04.2008 23:01 Uhr von Teilzeitfrosch
 
+1 | -0
 
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Theoretisch währe es dann möglich Schusssichere T-Shirts herzustellen, oder Taue der stärke eines Bleistiftes die zu einem Netz verwoben ein Passagierflugzeug einfangen können
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29.04.2008 23:05 Uhr von Cybertronic
 
+7 | -3
 
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Die: spinnen die Münchner !
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29.04.2008 23:28 Uhr von CyG_Warrior
 
+3 | -0
 
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Wenn: wirklich in Zukunft synthetische Spinnenseide industriell hergestellt werden kann, ist das ein RIESIGER Sprung in der Forschung!
DA jabbeln doch schon zig Forscher seit Ewigkeiten hinterher.
Das Material ist nahezu einzigartig und universell einsetzbar.

Glückwunsch an die TU München, das dürfte (bei konsequenter Weiterentwicklung) reichlich Lizensgebühren in die Kasse spühlen...und gerade TU´s u.ä. haben sowas echt nötig.
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30.04.2008 12:21 Uhr von Ad.Astra
 
+1 | -0
 
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super Arbeit: Das nenne ich doch mal eine Leistung. Ich hoffe der Stoff verspricht auch das, was er sein soll. Leicht und super stabil, wie die natürliche Spinnenseide.

Ich bin mal auf die ersten Produkte gespannt. Das ermöglicht nun viele neue Bauprojekte und andere Anwendungen.
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30.04.2008 13:14 Uhr von Maku28
 
+1 | -0
 
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sehr gut: habe in einer Reportage mal gesehen, wie stabil Spinnenseide ist..unfassbar ! Sollte es irgendwann möglich sein , den in grossen Mengen künstlich herzustellen, würden sich unglaublich viele neue Möglichkeiten auftun. Respekt !
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30.04.2008 14:47 Uhr von Sev
 
+1 | -0
 
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Taue, T-Shirts nicht nur flexible Stoffe, wie Taue und Stoff für kugelsichere T-Shirts wären denkbar. Auch Faserverbundwerkstoffe ähnlich Carbon könnten damit hergestellt werden. Sie wären damit noch leichter und noch stabiler.

Aber merkwürdig finde ich, daß ich vor Jahren schonmal soetwas im Fernsehen gesehen habe. Dort hatten Forscher Darmbakterien genetisch so modifiziert, daß diese ebenfalls Spinnenseide produzierten. Man sah dort einen Forscher, der einen hauchdünnen Faden aus einer Flüssigkeit zog.
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30.04.2008 16:51 Uhr von karsten77
 
+0 | -0
 
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Spinnenseide: Als Angehöriger der chemischen Zunft bleibt mir eines zu sagen:
Eine schier unglaubliche, großartige Leistung! Meinen uneingeschränkten Respekt!
Wird zwar noch ein wenig dauern, aber auf die Produkte bin ich ebenfalls gespannt wie ein "Flitzebogen".

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