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Managergehälter: SPD macht ernst (update)

Die SPD hat in ihrem Präsidiumsbeschluss nun die endgültige Marschrichtung festgelegt. Neben der bereits verlautbarten verminderten Steuerabzugsfähigkeit von Jahresgehältern über eine Mio. Euro, soll die Transparenz der Saläre erhöht und Manager persönlich haftbar gemacht werden.

Kritik an dem vorgestellten Maßnahmenkatalog kam auch aus dem eigenem Haus. Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) sprach von einer "lustigen Nummer" und "klassische[r] Symbolpolitik, die gar nichts bringt".

Während CSU und FDP die Pläne der Sozialdemokraten ablehnten, äußerte sich überraschend der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister, Karl-Josef Laumann (CDU), wohlwollend: "Wir brauchen eine Gesellschaft, die zusammenhält. Und da sind Symbole auch wichtig."


WebReporter: mamuko
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Manager, Managergehälter
Quelle: www.tagesschau.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.04.2008 22:11 Uhr von mamuko
 
+0 | -0
 
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Ich bin ja so aufgeregt, was dabei am Ende raus kommt! ;-)
Jetzt fehlt mir nur noch ne Tüte Popcorn und ne Coke...
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29.04.2008 10:23 Uhr von Sven_
 
+8 | -7
 
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hmmm: "Symbolpolitik" trifft es wohl am besten, denn das gefällt natürlich dem wählenden Pöbel wenn es so aussieht als würden die großen Haue bekommen.

so kleine Details wie die 60-Stunden-Woche die bei Managern gang und gebe ist, die werden natürlich nicht erwähnt.

Und was kommt raus wenn die Pläne durchgesetzt werden? Von 1 Million bezahltem gehalt werden erst 50% vom Staat durch steuern genommen, bleiben noch 500.000€ die ausgezahlt werden, die dann wiederrum zu 48% privat versteuert werden. Was kommt raus? Der Staat schnappt sich von 1 Million Euro ganze 750.000! Ein Steuersatz von 75% im Endeffekt.

Und das ist wirklich unverschämt, wer sich mal ansieht wie Firmen vom Staat ausgebeutet werden, der wundert sich nicht mehr darüber, dass der Gewinn und damit die Steuern gedrückt werden wo es nur geht.

Die Lehnnebenkosten mach Deutschland ja zum absoluten Horrorland, da wundern einen die 9 Millionen Arbeitslose nicht, wie soll man denn auch Leute zu vernünftigen Löhnen einstellen, wenn der Staat jedes mal dick in die Tasche greift. Und diese Gehalts-Debatte macht es nicht grad besser
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29.04.2008 10:27 Uhr von maki
 
+6 | -1
 
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Managergehälter? Wird wohl hauptsächlich für "Facility-Manager", "Sales-Manager" und "IT-Manager" o.ä. gelten...
:-DDD
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29.04.2008 10:45 Uhr von DarkFux
 
+4 | -10
 
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Oh man lass doch die Leut ihr Geld verdienen, wenn die gut sind wieso kann man es ihnen nicht gönnen. Was für eine Neidgesellschaft, nur damit sich die kleinen Leute "besser" fühlen, weil keiner so viel verdienen darf.

Die Topmanager haben irgendwann auch keine Lust mehr und lassen sich die Kohle einfach im Ausland ausbezahlen, dann hat der Staat und seine Bürger überhaupt nichts mehr davon.

Dann wundern sich die Leute hier das so ein Werk wie Nokia sein Werk in ein Billiglohnland verschiebt, bei der Ausbeute die hier an den Firmen stattfindet.

PS. Bin Normalverdiener, also betrifft es mich eigentlich nicht, aber den Neid kann man sich an den anderen "besser Lebenden" nicht mehr anschauen.
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29.04.2008 11:02 Uhr von SiggiSorglos
 
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DarkFux: spätestens wenn dein Job wegrationalisiert wird, weil den Investoren die +5% Dividende pro Jahr zu wenig ist, wirst du deinen Chef verteufeln, der dafür dann eine zweistellige Gehaltserhöhung bewilligt bekommt.
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29.04.2008 11:03 Uhr von maki
 
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Wenn die Nieten in Nadelstreifen denn: wenigstens mal "Topmanager" wären...
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29.04.2008 11:28 Uhr von artefaktum
 
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@DarkFux: "Die Topmanager haben irgendwann auch keine Lust mehr und lassen sich die Kohle einfach im Ausland ausbezahlen, dann hat der Staat und seine Bürger überhaupt nichts mehr davon."

*lol* Diese "Topmanager" sind Angestellte genau wie alle anderen auch. Finds aber lustig, das immer noch Leute auf den von den Managern selbst erfundenen Mythos des "Halbgottes in Nadelstreif" hereinfallen, der in seiner "göttlichen Gnade" sein "göttliches Wissen verteilt" - oder auch nicht.

Hey, wach mal auf! So Obrigkeitshörig kann im 21. Jahrhundert doch wohl wirklich keiner mehr sein!
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29.04.2008 11:30 Uhr von JCR
 
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Wirklich wichtig ist nur der letzte Punkt: Manager müssen für ihr Versagen persönlich haften. Wenn ein paar tausend Mitarbeiter entlassen werden, weil´s die Hauptaktionäre freut, oder ganz nebenbei die eingenen Anteile pusht, müssen die Verantwortlichen dafür haftbar gemacht werden können. Ebenso solche Pleiten wie bei der IKB.
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29.04.2008 12:46 Uhr von Petaa
 
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so sehe ich das auch: Wer ein solches Gehalt hat hat auch eine entsprechende Verantwortung zu tragen. Die Manager haben zwar die Verantwortung aber wenn etwas daneben geht sind sie auf einmal nicht mehr verantwortlich.... Das kann es nicht geben und darf es in Zukunft auch nicht mehr geben.

Mal abgesehen davon kann ich eine Sache nicht verstehen. Wie produktiv muss man sein um ein Gehalt von 60 Mio / Jahr zu "verdienen" und nicht einfach nur zu "erhalten" ?!?!?!? Das kann ein einzelner Mensch gar nicht sein !!!
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29.04.2008 12:53 Uhr von DarkFux
 
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Sollen bei diesem Gehalt schon zur Verantwortung gezogen werden, der Meinung bin ich auch, aber nach Oben hin eine Grenze von staatlicher Seite zu setzen finde ich nicht gut.

@Petaa ein Bäcker schufftet sich auch den ganzen Tag den Ar*** ab und trotzdem wird er nicht so gut bezahlt.

Was aber haben die Multis gemacht, bestimmt nicht mehr als die Arbeiter unter Ihnen. Trotzdem empfinde ich keinen Neid, wenn er es verdient hat, ok, ich verdiene halt sehr weit unter denen. Mein Leben kann ich trotzdem schöner leben. Geld ist nunmal nicht alles.
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29.04.2008 13:00 Uhr von s3m
 
+3 | -0
 
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@Petaa: "Mal abgesehen davon kann ich eine Sache nicht verstehen. Wie produktiv muss man sein um ein Gehalt von 60 Mio / Jahr zu "verdienen" und nicht einfach nur zu "erhalten" ?!?!?!? Das kann ein einzelner Mensch gar nicht sein !!!"

Wendelin Wiedeking ist einer der wenigen Menschen dem ich diese Summe aus ganzem Herzen gönne. Porsche hat fast perfekte Bilanzen, Zitat aus der Wikipedia: "Seit dem Geschäftsjahr 1994/96 werden wieder Gewinne ausgewiesen und die Gesellschaft hat sich zum rentabelsten Automobilhersteller der Welt und zum größten Steuerzahler Stuttgarts, noch vor Daimler entwickelt."
Wiedeking wurde 1993 Vorstandsvorsitzender.
Auch sehr interessant: http://de.wikipedia.org/...
und trotz dieser unglaublichen Gewinne wurden keine Mitarbeiter entlassen sondern die meisten wurden am Gewinn beteiligt. (es tut mir übrigens fast weh dass ich heutzutage "trotz" schreiben muss..)
Also was spricht dann noch gegen ein Gehalt von 60mio € bei seinen Leistungen?
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29.04.2008 13:14 Uhr von Kingbee
 
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Ich kann mir nicht helfen: aber der Name:

WENDELIN WIEDEKING

klingt für mich wie eine Figur aus einem Micky-Mouse-Comic..
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29.04.2008 15:18 Uhr von Mordo
 
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@ JCR: > ist nur der letzte Punkt: Manager müssen für ihr Versagen persönlich haften. Wenn ein paar tausend Mitarbeiter entlassen werden, weil´s die Hauptaktionäre freut, oder ganz nebenbei die eingenen Anteile pusht, müssen die Verantwortlichen dafür haftbar gemacht werden können. Ebenso solche Pleiten wie bei der IKB. <

Am besten sollte man die Abfindung und die Schadenssumme gegeneinander aufrechnen.
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29.04.2008 19:50 Uhr von chris5
 
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ich: versteh die wut der leute auf besserverdienende auch nicht.
wenn man etwas ungerecht finden kann dann ist es, wenn jemand ohne eigene arbeit reich wird also zb lottogewinner oder erben ... aber hey das leben ist eben nicht gerecht und nicht alle menschen sind gleich und das ist auch gut so.

manager großer unternehmen haben unglaublich harte arbeit geleistet um an ihren platz zu kommen , da ist nix mit 35 stundenwoche, die machen schonmal leicht das doppelte, deshalb sterben auch viele im alter von 45 jahren an herzinfarkten.

jeder ist seines glückes schmied!
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30.04.2008 07:35 Uhr von das_opimon
 
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@Vorredner: Wenn jemand aufgrund der Tatsache, dass die Hauptaktionäre das wünschen, eine Menge Leute entlässt, so ist das vollkommen rechtens, weil die Hauptaktionäre die EIGENTÜMER des Ladens sind und der Manager auch nur ein Angestellter ist!

Und ich weiß ja nicht, wie es auf eurem Arbeitsplatz ist, aber den Anweisungen des Chefs sollte man doch wohl Folge leisten!?

Zum Thema Gehälter:
Wir haben nunmal in Deutschland die Vertragsfreiheit, ob es Euch passt oder nicht. Das heißt, das jeder für die Aushandlung seines Gehaltes selbst verantwortlich ist.
Wenn der eine aufgrund einer besseren Qualifikation halt mehr verdienen kann, warum soll man ihm es neiden? Dafür hat er diese Qualifikation doch erworben und mehr Verantwortung an der Backe.
Versucht euch selbst weiterzubilden, damit ihr auch an diese Gehälter kommt aber wartet nicht darauf, dass jemand sagt: "... du armer, armer Mensch. Hier hast du ein Gehalt von 20.0000,- € / Monat"

Wie sagte schon der Ex-Bundespräsident Roman Herzog:
"Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen!"
und nicht "Lasst uns gemeinsam jammern!"

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