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Reformierte Studiengänge kommen vor allem der Wirtschaft entgegen

An etwa 70 Prozent der deutschen Universitäten ist es mittlerweile möglich, einen Bachelor-Studiengang zu absolvieren. 1999 war die Reform der Universitätsausbildung in Bologna (Italien) beschlossen worden. Vorteil dieser Reform ist vor allem die kurze Studienzeit von sechs Semestern.

Die neuen Studiengänge wurden mit ihrer kurzen Ausbildungsdauer bei gleichzeitig sehr arbeitsintensiven Inhalten direkt an die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnitten. Kritiker bemängeln jedoch, dass der Bachelor nicht auf Augenhöhe mit den alten Studienabschlüssen wie Diplom oder Magister liegt.

Auf dem Arbeitsmarkt stellen Absolventen mit Bachelor-Abschluss noch ein Novum dar; bei "Spiegel online" berichten deshalb zwölf von ihnen über ihre Erfahrungen beim Start ins Berufsleben - und widerlegen damit großteils die Vorurteile, mit denen sie während ihrer Studienzeit zu kämpfen hatten.


WebReporter: OscarWilde
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Wirtschaft, Studie, Reform
Quelle: www.spiegel.de

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28.04.2008 16:38 Uhr von OscarWilde
 
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Dass die Bachelor-Abschlüsse zur "Verflachung" der Wissenschaft beitragen sollen, ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Interessant sind hierzu die zwölf Porträts in der Quelle: Berufseinsteiger scheinen mit dem Bachelor gut zu fahren - wer allerdings in der Forschung bleiben möchte, kommt um einen zusätzlichen Master-Studiengang auf keinen Fall herum.
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28.04.2008 17:49 Uhr von SiggiSorglos
 
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klar: ein Bachelor is auch günstiger in der Unterhaltung als ein fertiger Diplomer und Masterplätze werden künstlich knapp gehalten
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28.04.2008 18:15 Uhr von Shoggo
 
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Stress: @Siggi Sorglos: Kommt auf den Studiengang an, im Informatikbereich liegen die Gehälter im Schnitt sogar über den von Diplomanden.
Dafür haben die Bachelor-Studenten wesentlich mehr zu tun als Diplomanden, ist zumindest mein Eindruck, da ich in einem Bachelorstudiengang bin.
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28.04.2008 18:17 Uhr von SaxenPaule
 
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Naja: Also ich studieren Informatik noch im Diplomstudiengang und kenne auch die Studienordnung vom Ba/Mastudiengang sehr genau.

Beim Bachelor müssen im Vergleich zum alten Diplomstudiengang in den ersten 6 Semestern 2 Vorlesungen á 2 Stunden pro Woche mehr gemacht werden, sowie eine fachfremde Veranstaltung (Studium Generale - weiß auch niemand was das so richtig soll) und die Studienarbeit (vorher 3 Monate vollzeit) ist zur Bachelorarbeit (nun 5 Monate Vollzeit) geworden.

Da fehlt noch einiges zum Diplom, insbesondere die einjährige Projektphase usw.! Der Menge ist etwas mehr geworden, insgesamt würde ich aber beim Bachelor nicht aufhören.

In Praktika wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte einfach nur nen Bachelor zu machen und bei denen direkt anzufangen. Warum ist klar - man braucht nicht immer die volle Qualifikation, kann sie ggf. selber noch ein bißchen weiterbilden und zahlt (wie schon von meinem Vorschreiber erwähnt) doch etwas weniger Gehalt.

Internationale Vergleichbarkeit finde ich gut, nun die neuen Abschlüsse so hochzuloben (insbes. den Bachelor) finde ich nicht unbedingt angebracht (und nicht nur weil ich noch im Diplomstudiengang bin ;-), könnte ja wechseln).
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28.04.2008 18:18 Uhr von SaxenPaule
 
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@Shoggo: Ich bin in einem kombinierten Bachelor-Diplom Studiengang, in dem die Einführung des Bachelors getestet wurde.

Sollte ich mich nun mit dem Bachelor bewerben und das Diplom verschweigen :-)?
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28.04.2008 18:56 Uhr von Shoggo
 
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@SaxenPaule: Wohl eher nicht! :)
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28.04.2008 19:31 Uhr von Slippy01
 
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Naja, anscheinend wird zwischen den Ausbildungsberufen und dem Diplomberufen noch eine Zwischenstufe nachgefragt. Die neuen Bachelor. Doch nicht überall reicht ein Bachelor, siehe Medizin, Jura und Wirtschaftsprüfung.
Den Lernaufwand seh ich bei beiden Abschlüssen ziemlich gleich an. Die Bachelor-Leute haben halt ein Paar andere Hürden (zumindest an meiner Uni). Sie können die Klausuren nur einmal wiederholen, Zwangsanmeldung. Halt ehr organisatorische Hürden.
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28.04.2008 20:15 Uhr von wolfinger
 
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bachelor != diplom: master = diplom

nich vergessen, bachelor ist nich dem diplom gleichgestellt sondern (ich glaube) der zwischenprüfung im diplom!

master is dann wie diplom! olé
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28.04.2008 21:06 Uhr von notalent
 
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kenne beides! hab damals das diplom angfangen, vordiplom gemacht, und dann igendwie die lust verloren...
um jetzt nach n paar jahren an der uni nicht ohne abschluss zu gehen, und mir nicht jetzt noch die komplette wucht des diploms aufzubürden, hab ich den wechsel gewagt, und mich mit meinem vordiplom ins 4. semester bachlor versetzen lassen.
um jetzt mal einem vorredner zu antworten: bachlor ist definitiv nicht wie ein vordiplom, bzw. eine zwischenprüfung, sondern wesentlich höher anzusiedeln (vgl. 16 scheine = vordiplom - 27 scheine + bachlorarbet = bachlor)!
andererseits ist er aber auch längst nicht in reichweite eines diploms!
die scheine, die mir fehlen zwischen meinem vordiplom und dem abschluss als bachlor, sind definitiv allgemeinere prüfungen als es ein diplomstudiengang verlangen würde. im endeffekt wird das basiswissen erweitert.
die differenzierung des studiums durch veranstaltungen an anderen institute (asq) halte ich persönlich für sehr positiv, denn ein ´über-den tellerrand´-schauen hat noch keinem geschadet...
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28.04.2008 23:32 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Die Bologna-Reform: macht gerade in den meisten Studienfächern absoluten Sinn. In vielen anderen europäischen Ländern lagen die Studienzeiten schon vor 20 Jahren bei deutlich weniger Semestern als an den deutschen Hochschulen.

Jetzt müssten vor allem die großen Uni nur noch für den Exzellenzbetrieb ertüchtigt werden. In Köln fielen vor wenigen Wochen die Lampen aus der Halterung, weil sie einfach marode waren. Hier hapert´s noch gewaltig. Denn bedenke: Professionelle Ausbildung braucht eine professionelle Umgebung. Gerade an den großen Unis sehe ich noch gewaltigen Handlungsbedarf.
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29.04.2008 06:42 Uhr von Sharillon
 
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Finds immer noch schwachsinnig Vor allem, wenn man bedenkt, dass man mit Bachelor-Abschlüssen bei einigen Studiengängen danach nichts anfangen kann und man keine Jobzulassung bekommt. Ist man da nicht gut genug im Studiengang um den Master zu machen, war das Studium eigentlich fürn Arsch.


Da bleib ich doch lieber bei meinem Staatsexamen ;)
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29.04.2008 07:57 Uhr von kian_os
 
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Also ich studiere Diplom Informatik, ich weiß zwar nicht wie es bei den anderen Studiengängen aussieht (bzw. Fakultäten) aber hier ist der Diplom Studiengang weitaus umfangreicher als der Bachelor.

Diplom(8 Semester --> 6 Fachsemester + 2 Praxissemester):
Studienarbeit
Diplomarbeit
12 SWS an Wahlpflichtfächern (der Großteil der Wahlpfichtfächer haben 2 SWS!!!)
Seminararbeit
2 Praxissemester

Bachelor(6 Semester --> 5 FS + 1 PS):
Seminararbeit
Bachelor-Thesis (ne Art Diplomarbeit)
6 SWS an Wahlpflichtfächern
1 Praxissemester
(und zusätzlich ein paar lächerliche Vorlesungen wie Englisch, Rhetorik, XML-Internetprogramming in Englisch)

Als ich mit dem Studium angefangen hatte, hatten die Bachelor nicht einmal mehr Mathematik 2(was allerdings jetzt neu dazugekommen ist, aber in einer abgeschwächten Form in dem noch die Vorlesung für Statistik hinzugepackt wurde).

Zudem habe ich neulich von einem Bachelor gehört das es vermutlich für Bachelor schwer sein könnte den Master zu machen, da laut deren Prüfungsordnung insgesamt zu wenig Punkte(SWS) zu holen sind, die man für die Anmeldung benötigt.

Laut dem amerikanischen System ist der Diplom(FH) ungefähr vergleichbar mit dem "Bachelor of Honors"(oder so ähnlich).
Der liegt zwischen Bachelor und Master.

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