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Jobagenturen vermittelten Arbeitslose für drei Euro Stundenlohn auf Schiffe

Mehrere Jobagenturen in Nordrhein-Westfalen vermittelten Arbeitslose auf Binnenschiffe für Stundenlöhne von weniger als drei Euro. Das geht aus dem Bericht eines ZDF-Magazins hervor.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gab diese Vermittlungen zu. Unter anderem wurde ein Arbeitsloser gezwungen, einen Arbeitsvertrag in Rumänien zu unterzeichnen, der 850 Euro Nettolohn im Monat für eine Wochenarbeitszeit von 70 Stunden beinhaltete.

Die BA hat das Projekt "Crewing - für Kreuzfahrtschiffe" zunächst gestoppt, die Arbeit mit dem privaten Bildungsträger werde geprüft. Ver.di sprach wörtlich von "sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen", der Fall habe Beispielcharakter.


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WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Arbeit, Stunde, Schiff, Stundenlohn
Quelle: www.rp-online.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.04.2008 16:02 Uhr von Savina
 
+1 | -1
 
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genauso ein Witz: ist das mit dem Ein-Euro-Job!
Da wollte jemand einen Harz-IV-Empfänger als Ein-Euro-Jobber einstellen .... und kriegt gesagt:
Na, so einfach wie sie sich das vorstellen geht das nicht. Nur weil der Unternehmer (in diesem Fall ein Verein) nicht als "suchend" angemeldet ist, gibt es Schwierigkeiten.
Der Jobber ist da und will arbeiten - und der Verein hat Schwierigkeiten mit der Vermittlung. Die Richtlinien wären kürzlich geändert worden - seien aber noch nicht offiziell. Und zudem käme jede Menge Papierkrieg auf den Verein zu!

Man könne nicht einfach so kommen und sagen dass man jemanden hätte, der gerne diesen Job machen würde. Das ginge nicht.
Die Leute müssten vom Amt vermittelt werden.

Also irgendwie ist das doch "Bürokratie" pur! Hierläuft doch etwas nicht richtig. Die sollen doch froh sein, wenn jemand arbeiten will - und nun darf er nicht, weil es nicht nach Schema läuft.

Also ich muß das jetzt nicht verstehen, oder?
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28.04.2008 17:22 Uhr von Savina
 
+6 | -1
 
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nicht nur Holland auch in Belgien und Frankreich verdient man viel mehr als bei uns!!
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28.04.2008 17:52 Uhr von CHR.BEST
 
+7 | -0
 
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Das passt: Man sollte grundsätzlich immer jedes Arbeitsangebot auf den Stundenlohn runterrechnen. Nur so wird deutlich daß viele "Lohnerhöhungen" von Arbeitgebern bei gleichzeitiger Arbeitszeitverlängerung oft in Wahrheit Lohnsenkungen sind.

Wie die Vorredner bereits sagten, in vielen anderen Ländern verdient man bedeutend mehr und ein Leben, in dem man sich praktisch nur noch Kost und Logis leisten kann IST Sklavenarbeit. Es gibt viele europäische Länder, die ordentliche Löhne zahlen können, aber in Deutschland sollst du irgendwann wohl noch Geld zum Arbeitsplatz mitbringen.
Es wird allerhöchste Zeit für den uneingeschränkten, branchenübergreifenden Mindestlohn.

@wok!: Also wenn der Betroffene die BA´ler verklagt hat dann ist wohl doch mehr dran an dieser Geschichte.
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28.04.2008 18:31 Uhr von Various
 
+7 | -2
 
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joah bald werde ich auch meinen unterbezahlten job als storemanager an den nagel hängen! verdiene zz 995€ bei 8std täglich.

werde auf harz4 knapp 700€ und 2 400€ jobs schwarz umsteigen. so hab ich dann 1500€ netto was für mich völlig ausreicht.
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28.04.2008 20:20 Uhr von FirstBorg
 
+2 | -0
 
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@various: Filialleiter bei atelco? :)

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